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14 Juli 2019

Willkommen in der Ukraine

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Willkür in der Ukraine

Ein Gericht in Italien hat ehemaligen ukrainischen Soldaten Vitaliy Markiv zu 24 Jahren Gefängnis verurteilt.


Im Jahr 2014 tötete Vitaly Markiv im Donbass den italienischen Fotografen Andrea Rocchelli und seinen russischen Assistenten Andrej Mironow.

Darauf hat Dmitry Jarosch, der rechtsradikale ukrainische Abgeordnete, Sicherheitsberater des ukrainischen Verteidigungsministers und der “Führer“ (bis 2015) der ukrainischen Nazi-Organisation “Rechter Sektor“ aufgerufen, in die Ukraine reisende italienische Bürger amtlich zu misshandeln - als “Antwort“ auf die o. g. Entscheidung der italienischen Justiz.

Zitat:
Im Zusammenhang mit der Entscheidung des italienischen "unabhängigen" Gerichts im sogenannten Fall Vitaliy Markiv schlage ich vor, eine Sonderoperation durchzuführen. Wir verhaften Dutzend beliebige Italiener, die in die Ukraine kommen (die Hilfe der "Ukrainischen Freiwilligenarmee" kann ich garantieren). Dann beschuldigen wir sie der Teilnahme an den illegalen bewaffneten Gruppen "DNR" und "LNR", sowie der Ermordung ukrainischer Zivilisten in den Jahren 2014-2019 und werden sie mit endlosen Gerichtsverhandlungen zermürben. Und dann wird unser "objektivstes" Gericht sie zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilen.


Quelle des Zitats
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08 September 2017

Milzbrandausbruch in Italien

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Russische Behörde meldet Milzbrand

Am 08.09.2017 hat die russische Aufsichtsbehörde für Konsumenten- und Gesundheitsschutz (Rospotrebnadsor) die folgende Warnung veröffentlicht. Hier kommt die deutsche Übersetzung dieser Warnung.


Nach Informationen des Instituts für experimentelle Zooprophylaxe von Toskana und Latium (IZSLT, Italien) wurde die Anwesenheit von Milzbrand in 4 toten Kühen am 28. August diesen Jahres von der Veterinärkontrolle in der Region Rom bestätigt.

Gemäß den Langzeitbeobachtungen des Epidemiologischen Dienstes IZSLT ist diese Region für Milzbrand endemisch, die Fälle von Rinderkrankheiten sind jedoch - dank einer präventiven Impfung seit 1950 - ein sporadisches Phänomen. Experten glauben, dass der Ausbruch durch eine ungewöhnlich lange Dürre verursacht werden könnte.

Früher (26. August 2017) setzte das italienische  Landwirtschaftsministerium die Weltorganisation für den Schutz von Tieren über 9 Todesfälle von Rindern wegen Milzbrand in den Regionen Lazio, Rom und Rocco di Papa in Kenntnis. Das nationale Laboratorium von IZSLT (Foggia) bestätigte diese Diagnose offiziell.

Alle Leichen von Tieren wurden vernichtet, die Behörden führen weitere Maßnahmen durch.

Die Aufsichtsbehörde für Konsumentenschutz und Gesundheitsschutz empfiehlt, diese Informationen bei der Reiseplanung zu berücksichtigen.

Quelle: http://www.rospotrebnadzor.ru/about/info/news/news_details.php?ELEMENT_ID=8887

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23 August 2017

Italien: Die schwarze Insel

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Gespräch mit einem Drogenhändler auf Sizilien
Die russische Journalistin berichtet nun aus Sizilien.

Heute habe ich einen gefährlichen Abend. Ich habe vor, Ballaro, den historischen Bezirk von Palermo, zu besuchen. Jetzt ist das ein „afrikanischer“ Bezirk.

Beim Tageslicht funktioniert hier ein malerischer Markt, nachts werden Drogen den Touristen angeboten. Ich halte mich strickt an alle Regeln: keine Handtasche, keine Papiere. Lediglich 20 Euro im Geldbeutel und eine kleine Kamera.

Eine Vergewaltigung habe ich nicht zu befürchten. Sizilien ist kein Deutschland, kein weihnachtliches Köln. Die hiesigen Insider haben mir erzählt, dass Afrikaner von der Mafia gewarnt wurden: weiße Frauen dürfen sie nicht belästigen. Berauben - ja, belästigen - nein. Jede Vergewaltigung bedeutet für den Täter eine unvermeidliche Kastration, für eventuelle Mittäter ebenfalls. Eine vorbeugende Maßnahme also.

Heute ist Sonntag, und von der hiesigen Atmosphäre bin ich total fasziniert. Festbeleuchtung, strahlende Girlanden, hinreisende Musik. Kleine schwarze Mädchen tanzen barfuß auf der Straße. Überall riecht es nach sizilianischen Fleischgerichten... und nach Marihuana.

Ich finde einen Platz im Straßencafé, wo es sonst kein anderer weißhäutiger Mensch zu sehen ist, und bestelle einen Mixgetränk. Neben mir setzt sich ein Neger und stellt sich vor: angeblich heißt er Baako und stammt aus Nigeria. In einem recht guten Englisch offeriert er mir "gutes" Kokain und Heroin zum günstigen Preis. Seine persönliche Vorliebe habe er aber für Marihuana. Ich deute an, dass sein Geschäft anstößig und für einen Moslem wohl kaum akzeptabel wäre. Baako ist beleidigt. Er sei ein streng gläubiger Katholik, wie viele Nigerianer. Als ob der Drogenhandel für Katholiken erlaubt ist!

Baako erzählt, dass er auf Sizilien bereits seit acht Jahren ohne Papiere lebt. Drogenhandel sei tatsächlich nicht sein Zeug, aber es gibt ja hier sonst nichts zu tun. Er sei auch nicht drogenabhängig. Er empfinde leidlich eine leichte Zuneigung für Marihuana: „Es ist gut für die Gesundheit. Ich habe das im Internet gelesen“, - sagt er mit einem ernsten Gesichtsausdruck. Sein älterer Bruder wurde neulich von der Polizei gefasst. Schon wieder. Das ist aber kein Grund zur Sorge, denn der Bruder wird bald, wie immer, freigelassen.

Wir plaudern durchaus nobel über das schöne Sizilien.
„Warum gibt es in eurem Bezirk keine Weißen?“- frage ich dann ungekünstelt. „Weil Sizilien Afrika ist. Es war schon immer Afrika. Hast du afrikanische Madonnen in den hiesigen Kirchen gesehen?“ -„Ja, habe ich, in einer Kirche hoch in den Bergen“ - „Und genau das ist die Geschichte, aber auch die Zukunft: das schwarze Sizilien!“ - betont Baako. „Aber auf dieser Insel gab es schon Normannen, Araber, Juden, Griechen und weiß Gott wen noch...“ „Und jetzt sind die Afrikaner dran!".

Baako wechselt plötzlich das Thema: "Ich würde gern eine weiße Frau haben, aber schwarze Männer widern weiße Frauen ja an. Was soll‘s... Die Jungs von den NGOs sagen uns, dass wir in Zukunft viele schwarze Mädchen bekommen. Das sind übrigens tolle Kumpels, und sie haben viele Schiffe. Sie sind weiß, aber keine Rassisten. Also habe ich eine Chance, eigene Kinder zu haben. Dann ziehen wir alle aufs Festland, nach Italien. Und dann vielleicht auch weiter bis nach Österreich oder Deutschland."
"Du willst doch nicht mit mir ins Bett gehen?“ Die Frage überrascht mich. „Eigentlich bin ich verheiratet“, - ich muss lachen. „Das ist nicht der Grund. Der Grund ist, dass ich schwarz bin. Aber das ist alles unwichtig. Wichtig ist, dass es in Dutzend Jahren eine große Schlacht für die Zukunft Europas gibt, eine Schlacht zwischen Afrikaner und Araber. Die Araber mag ich nicht. Sie sind Fanatiker. Sie dürfen weder Alkohol trinken, noch rauchen oder Drogen nehmen. Dazu noch beten sie fünfmal am Tag. Sie sind langweilig.“

„Und was passiert mit den Weißen?“ -  „Die interessieren mich am wenigsten“, - Baako klingt gleichgültig: „Die Weißen arbeiten nur ihre Schulden ab. Sie haben Afrika ausgeplündert. Jetzt warten in Afrika dreißig Millionen auf die Gelegenheit, das Meer zu überqueren und nach Europa zu gelangen. Dann gibt es kein Europa mehr. Das ist auch gut so, denn ich bin ein Christ, und ich glaube an die Gerechtigkeit Gottes!“

Quelle nicht mehr online (Stand: 07.12.2025)
https://www.kompravda.eu/daily/26717/3743141/
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17 August 2017

Italien: NGO und die Schlepper

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Schlepper in Italien
Die russische Journalistin berichtet weiter (Teil 1) aus Sizilien.

Catania. Sizilische Hafenstadt. Die wichtigste Anlaufstelle der Flüchtlinge. Die Sonne brennt unerträglich. Ich bin hier zusammen mit Simon Kauperl, dem deutschen Aktivist und Kämpfer gegen die illegale Einwanderung. Wir sitzen und schwitzen unter den Verdeckplanen für Flüchtlinge. 

- Im Moment gibt es niemanden unter den Verdecken, - erklärt Simon, - Gewöhnlich werden Flüchtlinge in der Nacht hierher gebracht. Hier werden sie registriert, sie bekommen etwas zu essen und ggf. die erste medizinische Hilfe. Dann kommt das italienische Militär in den Hafen, um den Zugang für Journalisten zu blockieren. Nachts kommen auch Busse, mit welchen Flüchtlinge in die speziellen Zentren in ganz Sizilien gebracht werden.

Dank den fundierten Recherchen kennen wir, die Aktivisten, wie die ganze Industrie der Zustellung der Flüchtlinge nach Italien funktioniert, - erzählt Simon weiter: Die Mehrheit von ihnen sind ja nicht einmal Libyer, genauso wie es kaum Syrier auf der Balkanroute gab. Migranten aus dem ganzen Afrika kommen nach Libyen. Das sind zum Teil gar nicht so arme Leute. Die Zustellung nach Europa kostet mindestens 10 Tausend Dollar. Öfters wird das nötige Geld von ganzen Dorf gesammelt, um zwei-drei junge Männer nach Deutschland, Österreich oder Frankreich zu entsenden. Man geht davon aus, dass derjenige, der das europäische Ziel erreicht, dann genug Geld bekommt, um entstandene Schulden zu tilgen, und später dann die ganze Sippe nach Europa zu holen.

Wie funktioniert die illegale Einwanderung? Die Strecke zwischen Libyen und der italienischen Insel Lampedusa ist recht lang. Also war das früher nicht jedermann Sache, diese Strecke mit einem schwanken Kahn zurückzulegen. Viele kamen dabei ums Leben. Heute läuft das Schlepper-Geschäft auf einer breiten Basis. Die NGO-Schiffe warten in 20-Meilen-Zone vor den libyschen Küste. Faktisch arbeiten sie Hand in Hand mit den Schleppern. Auf den Ersten Blick sieht das zwar nicht unbedingt wie eine offene Zusammenarbeit aus, aber wer weiß... Die NGO-Schiffe geben Licht- bzw. Funksignale, um ihre Position zu zeigen. Und die Schlepper wissen genau, dass die Schlauchboote diese Schiffe problemlos erreichen. Nach einem SOS-Signal müssen die Flüchtlinge in den Schlauchbooten gerettet werden. Das ist auch eine gesetzliche Forderung.

80 Prozent der bisher „Geretteten“ kamen an Bord in der Nähe von der libyschen Stadt Zuwara (westlich von Tripoli). NGOs argumentieren damit, dass Libyen ein gescheiterter Staat ist. Das stimmt schon. Aber wer hat denn diesen Staat scheitern lassen?

Die Menschen empfinden die Flüchtlingskrisen im Jahr 2015 (Balkan) und 2017 (Mittelmeer) als zwei separate Geschehnisse. Das ist aber falsch. Der Prozess ist derselbe. Wir haben Beweise, dass zwei NGOs, die vorher Flüchtlinge aus der Türkei auf Lesbos schleppten, nun einfach nach Italien umgezogen sind.

Ihre Budgets können sich durchaus sehen lassen:
NGO Sea Watch: 1,5 Mio. Euro
MOAS: 6 Mio. Euro, dazu noch zwei Schiffe und Drohnen
SEA EYE: 0,5 Mio. Euro + 2 Schiffe mit einer anderen NGO im Miteigentum
PROACTIVA OPEN ARMS: 2,5 Mio. Euro
YOUTH SAVES: 480 000 Euro
SOS MEDITERRANEE: min. 4 Mio. Euro

Und das ist nur die Spitze des Eisbergs.

- Das ist aber viel Geld! Wer steckt denn dahinter? - frage ich.
- Einer der Hauptsponsoren ist Soros, erklärt Simon, - Eigentlich macht er daraus kein Geheimnis. Aber nicht nur er. Die amerikanische Finanz-Elite und Großunternehmen sind an der Schwächung, Destabilisierung und dem Chaos in Europa interessiert. Das große Interesse dafür hat auch die politische Elite, denn ihr höchstes Ziel besteht in der Schaffung einer universellen Menschheit. Keine Grenzen bedeutet keine Nationen. Die einzige Sprache ist Englisch, versteht sich. Die einheitliche Hautfarbe, globales Konsumieren. Die Elite hasst Menschen, die ihre Identität schützen. Für sie gibt es keine Deutschen, Schweden, Griechen oder Ungarn. Es soll nur einen undefinierten Globalmenschen geben, der Hamburger verzehrt, Tomaten aus Holland, Milch aus Frankreich und Klamotten aus China kauft.

Der Migrantenstrom ist dabei das beste Instrument, um Europa multikulturell zu machen. In den deutschen Unis sollten bereits Fachkräfte speziell für den Umgang mit Flüchtlingen ausgebildet werden. Stell dir vor, so was wird schon zum Beruf!

Also haben wir, Aktivisten aus verschiedenen Ländern, das Geld gesammelt und ein eigenes kleines Schiff gekauft. Es kursiert nun im Mittelmeer und versucht, die illegale Migration aus Afrika zu stoppen. Das fällt aber schwer. Wir werden medial massiv diffamiert, indem wir als Faschisten und Rassisten genannt werden. Das Schiff wird beinahe in allen Häfen blockiert. Wir werden laufend des Waffenschmuggels und manchmal sogar des Seeraubs beschuldigt. Der Bürgermeister von Catania hat dem Schiff sogar verboten, im Hafen anzulegen. Das Ziel der Besatzung ist es, Beweise der NGO-Verbrechen bei der illegalen Einwanderung zu sammeln. Natürlich können die Aktivisten die ganze Migrationsmaschinerie im Alleingang nicht stoppen. Sie hoffen aber, dass die Invasion zumindest etwas verlangsamt wird.

Wie man einem Rechtsanwalt den Mund stopft

Sizilien bleibt Sizilien. Und der Hahn, der als erster kräht, gehört in die Suppe. Im Februar diesen Jahres machte der Staatsanwalt von Catania Carmelo Zuccaro eine mutige Erklärung: er habe Beweise für direkte Kontakte zwischen den internationalen NGOs und den libyschen Schlepper!

Darüber hinaus sprach er über abgefangene Telefongespräche zwischen Islamisten und „Helfern“. Dabei hat der Rechtsanwalt die Unterstützung vom italienischen Außenminister bekommen. Dann haben aber die internationalen NGOs ihre Gegenkampagne gestartet. Und bald hat es herausgestellt, dass sie in Italien mächtiger sind, als die italienische Regierung.

In das italienische Justizministerium wurde eine gewisse Costanza Hermanin eingestellt. Vorher hatte sie einen hohen Posten in der Soros-Stiftung „Open Society Institute“. Zügig hat Frau Hermanin dann einen Artikel in The Huffington Post veröffentlicht, wo sie erklärt hat, dass die Schlepper-Tätigkeit der NGOs im Mittelmeer eine im Ausland ausgedachte Fälschung sei.

Dem Rechtsanwalt Zuccaro wurde darauf nachdrücklich empfohlen, die Klappe zu halten. Neulich hat er tatsächlich verkündet, dass er keine Beweise für Beziehungen zwischen NGOs und Schlepper hat...

Quelle ist nicht mehr online (09.12.2025)
https://www.kompravda.eu/daily/26717.5/3742548/
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16 August 2017

Italien: auf der Spur des Big Business

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Mafia und Flüchtlinge in Italien
Die russische Journalistin berichtet aus Italien, wo heute hunderttausende afrikanische Migranten hergebracht werden.

- Du bist aber eine mutige Frau! Ich hatte richtig Angst, als der typische Mafoiso uns angegriffen hat. Ich bin selbst Sizilianer. Die Mafia kann ich also mit meiner Nase spüren, egal wie sich nennen. Alle diesen „NGOs“, die Flüchtlinge nach Italien schleppen, heuern doch kleine Mafiosi speziell zum Schutz vor Journalisten an. Und das machen sie bewusst, denn die Mafiosi hassen Journalisten. Ich bin aber feige. Ich habe Angst vor Mafia.
Mein Dolmetscher Giuseppe ist total frustriert.
Ich versuche ihn aufzumuntern:
- Angst ist völlig normal. Besonders wenn man sich an die Schnauze dieses Mafioso erinnert. Und er kniff mich auch so schmerzhaft. Meine Arme sind ja ganz blau. Wir werden diese „humanitären“ Helfer anzeigen, und auch klären, wieso die sog. Menschenrechtler so wenig Respekt vor Journalisten haben.

Dieses Gespräch fand nach einer heftigen Auseinandersetzung der russischen Journalistin (und ihrem italienischen Dolmetscher) mit den Wächtern eines „Flüchtlingshotels“ in dem sizilianischen Castell'Umberto statt.

Das unvollkommene Paradies

Castell'Umberto ist eine winzige sizilianische Stadt ganz nah am Himmel. Um hierher zu gelangen, braucht man starke Nerven. Der schmale Weg scheint direkt in die Wolken zu führen. Dass die Siedlung so hoch in den Bergen liegt, hat geschichtliche Gründen. Sizilien war schon immer ein Leckerbissen für Eroberer aller Art. Dabei dienten die Berge als eine natürliche Schutzeinrichtung gegen fremde Horden. Und das war ein durchaus effektiver Schutz. Mindestens bis vor kurzem – bis man angefangen hat, die Invasoren heimlich und organisiert mit den Bussen hierher zu bringen...

„Wie Atommüll“,- scherzt der Bürgermeister von Castell'Umberto verbittert. Eines Tages hat er nämlich einen Anruf bekommen. Man hat ich einfach informiert, dass 50 junge Neger ohne Papiere nun in dem hiesigen Hotel wohnen werden.
- Das ist doch eine richtige Invasion! - zeigt sich der Bürgermeister immer noch empört, - unsere Kommune hat ja keiner gefragt, ob wir damit überhaupt einverstanden sind, mit den fremden Menschen zusammenzuleben. Das war gemein und - eben - postfaktisch. Wir wissen gar nicht, wer diese Leute sind, aus welchen Ländern sie stammen. Und sie alle haben auch noch ihre Pässe „vergessen“! Das ist aber noch halb so wild, denn wir wissen nicht einmal, woher all diese Flüchtlingshelfer kommen. Wir wissen also gar nichts. Und so was nennt sich Integration?  In Castell'Umberto herrscht wilde Arbeitslosigkeit. Früher hatten wir hier erfolgreiche Milchverarbeitungsbetriebe, aber wegen der Krise und Globalisierung sind sie alle pleite. Kaum zu glauben, aber heute müssen wir Milch im Ausland kaufen. Das ist doch absurd. Und was tun wir nun mit diesen dunklen Jungs?

- Der Staat soll doch deren Aufenthalt finanzieren, - sage ich vorsichtig - vielleicht kriegt eure Kommune davon was ab?
- Gar nichts! - erwidert der Bürgermeister wütend - das ganze Geld bekommen NGOs und andere „Helfer“. Wir sind nicht dabei.

Humanitäre Fäuste

Im Hof des „Flüchtlingshotels“ spielen schwarzhäutige Jungs Fußball. Einer von ihnen winkt mir zu und ruft „Ciao!“. Auf dem Hotelgebäude flattert, weiß Gott warum, die Schwulenflagge. Plötzlich läuft ein richtiger Riese auf uns zu: ein echter Fettberg, fleischige Nase, dicke Lippen und ein verachtungsvoller Gesichtsausdruck. Ich stelle mich vor und zeige meine Papier.
- Haut ab! - schreit der Mann darauf.
- Was erlauben Sie sich? - sage ich entrüstet, - ich bin Journalistin! Und wer sind Sie?
- Haut bloß ab! - schreit der Riese schon wieder auf und versucht mich von der Treppe zu stoßen.
- Hände weg, du fettes Schwein! - werde ich offensiv.
Nun kommt aus dem Hotel eine weitere bemerkenswerte Person: ein anmutiger junger Mann mit einem Schal um den Hals (bei +40 Grad!). Mit einer Geste befiehlt er seinem „Kettenhund“ zurückzuziehen. Ich stelle mich wieder vor. Ich erkläre ruhig, dass ich einen Bericht über Flüchtlinge schreibe.
- Es ist nicht erlaubt, sie zu filmen! - sagt der junge Mann, - das sind politische Flüchtlinge!
Ich schaue mir - mit Verwunderung - die fast kindischen schwarzen Gesichter an. Die Mehrheit ist sicher kaum über 20 Jahre alt. Politische Flüchtlinge also? Kennen die denn überhaupt das Wort „Politik“?
- Na gut, - stimme ich trotzdem zu, - ich will aber wissen, wer Sie sind. Welche Organisation vertreten Sie hier? Wir könnten doch ein Interview machen. Und auf jeden Fall sollten Sie sich vorstellen...
- Haut ab oder ich rufe Carabinieri, - droht der „Helfer“ mit Nachdruck.
- Mir ist es scheißegal, wen Sie rufen! Haben Sie etwas zu verbergen? Und wenn Sie mir nicht erlauben, die Flüchtlinge zu filmen, denn filme ich eben Euch, zumal Sie sich nicht vorstellen wollen und hindern mich auch noch in meiner journalistischen Tätigkeit.
Ich schalte meine Kamera ein. Darauf stürzen sich die beiden Männer über mich. Der „Helfer“ versucht meine Kamera kaputt zu machen, während der Riese meine Hände brutal blockiert. Mein Dolmetscher rennt weg, ich muss auch den Rückzug antreten. Also werden wir aus dem Hotel regelrecht rausgeschmissen.

Das Restaurant auf der anderen Straßenseite wird zu unserer neuen Verteidigungsstellung. Die Bude ist recht groß, aber leer. Die Wirtin stellt raffinierte sizilianische Gerichte auf den Tisch.
- Sie haben ein tolles Restaurant, aber wo bleiben die Gäste? - frage ich.
- Woher denn? - die Wirtin ist sichtlich genervt, - zumal wir nun solch eine besondere Nachbarschaft haben.
- Was ist denn falsch an den Nachbarn? Das sind ja über 50 Leute. Sie wollen doch bestimmt essen. Und hier in der Gegend haben Sie wohl gar keine Konkurrenz.
- Sie haben ja gar keine Vorstellung, was hier abgeht, - wundert sich die Wirtin, - die Flüchtlinge werden hier aus einer Stelle versorgt, die 30 km entfernt ist, und diese Stelle wird von sehr seriösen Menschen kontrolliert. Ich glaube, Sie verstehen mich. Flüchtlinge sind ein kolossales Geschäft, wo kleine Menschen nichts zu suchen haben.


Weiter zum Teil 2


Quelle nicht mehr online (Stand 07.12.2025)
https://www.kompravda.eu/daily/26717.5/3742548/

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