18.05.2019

Erlebte Meinungsfreiheit

Meinungsfreiheit in Deutschland
Ein russischer Blogger schreibt aus Deutschland:

An unserem Rathaus wurde eine Regenbogenfahne ausgehängt.

Mein Gespräch mit dem deutschen Nachbar:

- Wieso hängt denn so was hier? Ist etwa Propaganda an öffentlichen Gebäuden in Deutschland erlaubt?
- Das ist keine Propaganda. Das ist ein Zeichen der Toleranz - ob es Dir gefällt oder nicht!
- Doch, das ist Propaganda. Außerdem schließt die Phrase "ob es Dir gefällt oder nicht" jede Toleranz aus.
- Schade, dass du so denkst.

Ende der Diskussion

Quelle

0 Weiter »

12.05.2019

Das Land des triumphierenden Thanatos

1
Eros und Thanatos

In seiner Abhandlung "Ich und das Es" schilderte Sigmund Freud die Entwicklung der Weltgeschichte als die ewige Auseinandersetzung zwischen Lebens- und Todestrieben Eros und Thanatos.


Kampf und Einheit dieser beiden Gegensätze manifestieren sich besonders deutlich im Sadismus und Masochismus.

Aber auch der germanische Walhall-Mythos, der von Wagner verherrlicht und von Hitler aufgegriffen wurde, spiegelt das Freudische Strukturmodell der menschlichen Psyche als Kult des heroischen Sterbens durchaus wider.

In dem heutigen Deutschland ist aber der Kult eines heldenhaften Todes auf dem Schlachtfeld zu einem reinen Thanatos-Kult, also zum Selbstmordbestreben infolge der Kapitulation vor fremden Stämmen und Völkern verkommen. Dieser Kult, der von der Todesangst und vom Minderwertigkeitskomplex angetrieben wird, hat einen ausgeprägten masochistischen Charakter. Denn weder die Aufnahme von einigen Millionen wilder und meistens gewaltbereiter Menschen, noch deren orgastisches Bewerfen mit Teddybären lassen sich mit Propaganda allein kaum erklären.

In keinem anderen Land auf dem Erdball (vielleicht mit Ausnahme von Schweden) wäre so was vorstellbar.

Noch vor der Flüchtlingswelle im Jahr 2014 gab es in Deutschland pro Mord 40 Selbstmorde und 536 versuchte Selbstmorde. Alle 47 Minuten nimmt sich also ein Deutscher das Leben. Das sind ca. 11000 pro Jahr. Versuchte Selbstmorde passieren alle 3,5 Minuten, also ca. 160000 jährlich. 0,2% Selbstmord-Deutsche jedes Jahr oder 2% in 10 Jahren. Bei der durchschnittlichen Lebenserwartung von 80 Jahren wären es 16% der Gesamtbevölkerung. Der Prozentsatz steigt dramatisch, wenn man die (noch) nicht ganz entschlossenen Selbstmörder hinzurechnet.

Vor unseren Augen spielt sich ein nationales Drama ab. In seinem ersten Akt im März 2001 traten der Kannibale von Rotenburg Armin Meiwes und sein „Partner“ Bernd Jürgen Brandes in Hauptrollen auf. Die grausamen Einzelheiten dazu sind wohl jedem gut bekannt.

Es ist aber symptomatisch, dass Meiwes zwar immer noch nicht freigelassen wurde, sich aber nicht mehr im Gefängnis befindet, sondern in einer "sozial-therapeutischen" Anstalt. Außerdem leitet er auch hinter Gitter ausgerechnet eine Parteizelle der Grünen, dabei ist sein grüner Stellvertreter unter anderem dadurch bekannt, dass er seine eigenen Kinder in Main ertränkte.

In dieser Geschichte spiegeln sich wie im Mikrokosmos alle Schlüsselelemente des Dramas, das man gerade in Deutschland erlebt, wider: Todestrieb, Sadismus, Masochismus, Dekadenz und die Grünen als Inbegriff all dieser Selbstmordtendenzen.

Die Grünen Partei ist die Partei, die ursprünglich nicht nur eine Partei von Pädophilen und Perversen aller Art war, sondern auch als der parlamentarische Flügel der RAF fungierte. Das ist die Partei, die von KGB und der Stasi-nahen Roten-Armee-Fraktion gesponsert wurde, d.h. von einer radikalen kommunistischen Sekte hauptsächlich aus eingeborenen Mördern und Selbstmördern bestehend. Das ist aber auch die Partei, die heute als unbestrittene Avantgarde der offiziellen deutschen Politik gilt.

Lächerlich sehen dabei diejenigen aus, die - aufgrund ihrer albernen Gewohnheiten, überall Verschwörungen zu finden - die deutsche Dekadenz nur mit den Handlungen von Putin, Soros oder mit der arabischen Bestechung in Verbindung bringen, obwohl diese Faktoren auch nicht unbedingt unter den Tisch zu kehren sind.

Die wahren Gründe liegen jedoch viel tiefer. Europa und insbesondere Deutschland sind von einer Autoimmunkrankheit betroffen, die die eigenen gesunden Körperzellen verschlingt. Das ist eine Krankheit, die die Gehirne von Europäern und Amerikanern zerfrisst und ihre Zivilisation schnell zerstört.

Mit anderen Worten ist im Kampf des Eros mit dem Thanatos der Letztere der klare Sieger. Der Eros ist tot: Europäer kriegen so gut wie keine Kinder mehr. Zum Koitieren fliegen deutsche Frauen lieber nach Afrika, oder lassen sich - neuerdings - junge und aggressive "Waisen" direkt nach Hause liefern. Während deutsche Männer importieren, wenn überhaupt,  Bräute lieber aus Asien.

Deutschland ist moralisch längst bereit, genauso wie Bernd Jürgen Brandes zu sterben. Dazu führt es sogar gern seine eigenen Mörder ein. Die deutsche Zivilisation genießt den Selbsthass und bietet sich jedem an, der genug Zähne und Lust hat, um sie aufzufressen.

Der Kult des heroischen Todes auf dem Schlachtfeld wurde durch den Kult eines schändlichen Sterbens auf dem Spieß des wilden Mannes abgelöst.

In Deutschland wird ein simpler Wechsel der herrschenden Elite das Hauptproblem nicht lösen. Jede Nation verdient ihre Regierung. Wenn das Brandes-artige Volk sich beharrlich für Merkel-artige Anführer entscheidet, ist es nicht mehr überlebenswürdig.

Quelle
Weiter »

07.05.2019

Kopftuchverbot

0
Hidjab in Russland
Die Staatsanwaltschaft des Bezirks Oktjabrskij der Stadt Pensa (Zentralrussland) hat die Direktoren von 20 Schulen der Stadt mit rechtlichen Konsequenzen angedroht, weil das Tragen von Kopftüchern und anderer religiöser Kleidung in deren Schulen nicht verboten war.

Die entsprechende Stellungnahme der Bezirksstaatsanwaltschaft lautete:

"Die Staatsanwaltschaft des Bezirks Oktjabrskij der Stadt Pensa stellte fest, dass die Bestimmungen über Schuluniformen in 20 Schulen das Tragen religiöser Kleidung einschließlich Kopftücher nicht ausdrücklich verbieten. Der Bezirksstaatsanwalt hat darauf die Direktoren dieser Schulen mit rechtlichen Konsequenzen angedroht, die von den Direktoren wahrgenommen und entsprechend berücksichtigt wurden".

Trotzdem wurden nach Ergebnissen der Inspektion der Staatsanwaltschaft 12 Schulbeamte zur disziplinarischen Verantwortung gezogen.

Wie der Pressedienst der Gebietsstaatsanwaltschaft Pensa zusätzlich erläuterte, muss die Bestimmung über Schuluniformen das Verbot des Tragens religiöser Kleidung einschließlich Kopftücher definitiv enthalten:

"Das geltende föderale Gesetz verankert das Prinzip der säkularen Bildung und sieht nicht die Möglichkeit vor, dass Bürger von ihrem Recht auf Religionsausübung in staatlichen und kommunalen Bildungseinrichtungen Gebrauch machen".

Weitere Fälle des Kopftuchverbots in russischen Regionen

Im März 2013 wies das Landgericht Stavropol (Südrussland) die Klage mehrerer Eltern zurück, die versuchten, die Anforderungen an die Schulkleidung der in dieser Region zugelassenen Schülern in Frage zu stellen. Am 10. Juli 2013 hat der Vorstand des Obersten Gerichtshofs der Russischen Föderation diese Entscheidung des Langgerichts als rechtmäßig anerkannt.

Im Februar 2015 bestätigte das Oberste Gerichtshof der Russischen Föderation die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs von Mordowien (Russische Teilrepublik), die den Antrag der Eltern zurückwies, welche gegen ein ähnliches Verbot in der Republik protestieren wollten.

Quelle

Weiter »

13.02.2019

Hier kommen Züge pünktlich an

1
Schwedische Korrespondentin

Im Russischen gibt es kein Wort für "Schneechaos". In Russland kommen Züge trotz des schlechten Wetters pünktlich an.


Warum verkehren denn russische Fern- und Vorortszüge strikt nach dem Zeitplan, während Züge in Schwegen immer wieder stehen bleiben?

Der Moskauer Korrespondentin der schwedischen Zeitung "Dagens Nyheter", Anna-Lena Laurén, scheint die Antwort auf diese Frage gefunden zu haben.

***

Ich fahre fast täglich mit dem Metro und O-Bus in Russland. In Moskau sind die öffentlichen Verkehrsmittel inzwischen sehr gut ausgebaut. Es gibt Busse, O-Busse, Straßenbahnen, Metro und Hochgeschwindigkeitszüge. Jeden Morgen gelangen Hunderttausende von Menschen aus den Vororten mit Vorortszügen in die Innenstadt. Am Abend reisen sie dann zurück.

Ich würde nicht sagen, dass es in diesen Zügen besonders gemütlich ist, oder es besonders gut riecht. In einem überfüllten O-Bus im Stehen zu fahren, und im Stau hin und her zu wackeln, ist auch nicht unbedingt die angenehmste Art und Weise, um zum Arbeitsplatz zu gelangen. In Metro muss man sich fast die Ohren zuhalten, um vom Rumpeln der Waggons nicht taub zu werden.

Aber die Tatsache bleibt: Man kann sich auf den russischen öffentlichen Verkehr verlassen. Er funktionieren wirklich.

Ob Züge, Oberleitungsbusse oder Metro: In Russland läuft alles nach Zeitplan, und zwar unabhängig von Temperaturschwankungen, Frost, Matsch oder Eis. Und im Winter sind Moskauer öffentliche Verkehrsmittel auch noch sicherer als Taxi, weil Taxifahrer nicht immer rechtzeitig auf Winterreifen umsteigen.

In Sibirien fallen die Wintertemperaturen oft unter minus 40 Grad, aber die Eisenbahn hat fast nie Probleme mit dem Schnee. Züge fahren dort eben wie auf Schienen.

Ich habe meine Freundin, die im östlichen Vorort von Moskau - Stadt Zhelesnodorozhnyj - wohnt - auf das Thema Verkehrsmittel angesprochen. Sie kommt übrigens jeden Morgen mit dem Vorortszug zur Arbeit und kehrt auch jeden Abend auf dem gleichen Weg nach Hause zurück. Auch in diesem Winter, der in Moskau ungewöhnlich schneereich ist.

"Bist Du schon mal zu spät zur Arbeit gekommen, weil es zu stark schneite oder zu kalt war?“, frage ich sie. “Zu spät? Nein. Die Schienen werden doch gereinigt “, die Freundin hat sich sichtlich über meine Frage gewundert. Dann fügte sie allerdings hinzu: "Nur einmal hat sich der Zug tatsächlich verspätet. Es war im Herbst, als Schienengleise wegen Eisregen unbefahrbar wurden". Aber die Verspätung war ja unbedeutend klein. Man hat doch sofort Leute geschickt, die den Weg frei gemacht haben!"

Die Schlüsselphrase lautet hier: "Leute schicken".

In Russland sind alle Eisenbahnen und auch alle Betriebe, die für die Instandhaltung der Eisenbahn zuständig sind, immer noch in staatlicher Hand. Es gibt eine ganze "Armee" von Mitarbeitern, die unverzüglich geschickt werden, um Schnee zu räumen oder Eis zu wälzen, sobald der Bedarf besteht.

Der Unterschied zwischen Russland und Schweden ist in diesem Fall sehr einfach. Es geht um die Zahl der eingesetzten Hände. Wenn sich die Temperaturen ändern, oder schlechtes Wetter ausbricht, schicken die "Russischen Eisenbahnen" sofort Leute, um das Problem zu beheben. Wenn es sein muss, dauert der Einsatz die ganze Nacht durch.

Es stellt sich also die einzige Frage, wohin menschliche Ressourcen geschickt werden sollen. In Russland gilt es immer noch als normal, dass viele Mitarbeiter der "Russischen Eisenbahnen" hauptsächlich körperliche Arbeit verrichten.

Und ich kann nur hoffen, dass die "Modernisierung" in Bezug auf die Instandhaltung der  Eisenbahnen, wie wir sie in Schweden kennen, niemals in Russland ungesetzt wird.


Quelle

Weiter »

11.02.2019

Der lange Staat Putins

1
Putinismus
Am 11. Februar wurde in einer Moskauer Zeitung ein Artikel "Der lange Staat Putins" von Wladislaw Surkow, dem "Demiurg des Kremls", veröffentlicht. Nun werden die Thesen des Artikels in Russland heftig und kontrovers diskutiert. Und die Leser des RF-Blogs haben die Möglichkeit, sich mit diesem Artikel in deutscher Übersetzung vertraut zu machen.

***
„Es scheint nur, dass wir eine Wahl haben“. Das sind die Worte, die in ihrer Tiefe und Kühnheit überaus markant sind. Ausgesprochen wurden sie vor 15 Jahren. Heute sind sie vergessen und werden nicht mehr zitiert. Aber das, was wir vergessen, beeinflusst uns viel mehr, als das, woran wir uns noch erinnern. So funktionieren Gesetze der Psychologie. Diese Worte, die weit über den ursprünglichen Kontext hinausgingen, wurden zum ersten Axiom der neuen russischen Staatlichkeit, zum Axiom, auf dem sich nun alle Theorien und Praktiken der aktuellen Politik basieren.

Die Illusion der Wahl ist die wichtigste der Illusionen und der wichtigste Trick der westlichen Lebensweise und der westlichen Demokratie, die sich schon seit langem eher den Ideen von Barnum als dem Cleisthenes verschrieben hat. Die Ablehnung dieser Illusion zugunsten des Realismus der Prädestinierung veranlasste unsere Gesellschaft, zunächst über ihre eigene, souveräne Version der demokratischen Entwicklung nachzudenken und dann das Interesse an Diskussionen darüber zu verlieren, was Demokratie sein sollte, und ob sie prinzipiell existieren sollte.

Die Wege des freien Staatsaufbaus öffneten sich, und zwar nicht durch importierte Chimären, sondern durch die Logik historischer Prozesse und damit durch die "Kunst des Möglichen". Ein unmöglicher, unnatürlicher und gegengeschichtlicher Zerfall Russlands wurde gestoppt, wenn auch mit Verspätung. Nachdem Russland vom Niveau der UdSSR bis zum Niveau der Russischen Föderation hinuntergerutscht war, hörte es auf zu kollabieren. Es begann sich zu erholen und kehrte schließlich zu seinem natürlichen und einzig möglichen Zustand einer großen, wachsenden und zusammenwachsenden Gemeinschaft der Nationen zurück. Die unbescheidene Rolle unseres Landes in der Weltgeschichte erlaubt es uns nicht, die Bühne zu verlassen oder in der Menge zu schweigen. Sie verspricht keine Ruhe und gibt einen unruhigen Charakter der hiesigen Staatlichkeit vor.

Also existiert der russische Staat weiter, jetzt aber nach einem neuen Typ, den wir bis jetzt noch nicht kannten. Dieser Staatstyp kam in der Mitte der ersten Dekade des 21. Jahrhunderts zustande. Er ist noch bei weitem unerforscht, aber seine Originalität und Lebensfähigkeit liegen auf der Hand. Stresstests, die dieser Staat bereits bestanden hat und weiter besteht, zeigen, dass ein solches organisch gebildetes Modell der politischen Struktur in den nächsten nicht nur Jahren, sondern auch Jahrzehnten und höchstwahrscheinlich für das gesamte kommende Jahrhundert ein wirksames Mittel zum Überleben und zur Erhebung der russischen Nation sein wird.

Also kennt die russische Geschichte vier wesentliche Staatsmodelle, die nach den Namen ihrer Schöpfer bezeichnet werden können: der Staat von Iwan dem Dritten (Großherzogtum / Königreich Moskau und ganz Russland, XV - XVII. Jahrhundert); der Staat von Peter dem Großen (Russisches Reich, XVIII - XIX Jahrhunderte); der Staat von Lenin (Sowjetunion, 20. Jahrhundert); Putins Staat (Russische Föderation, XXI Jahrhundert). Von den Menschen des langen Willens (nach Gumilews Ausdrucksweise) geschaffen sicherten diese riesigen politischen Maschinen, die sich nacheinander ablösten und im Laufe der Jahrhunderte repariert und angepasst wurden, eine hartnäckige Aufwärtsbewegung für die russische Welt.

Putins große politische Maschine gewinnt erst jetzt an Schwung und stellt sich auf ein langes, schwieriges und interessantes Wirken ein. Die volle Auslastung dieser Maschine ist nicht einmal in Sicht. Aber auch in vielen Jahren bleibt Russland immer noch Putins Staat, so wie sich das moderne Frankreich immer noch die Fünfte Republik von de Gaulle nennt, so wie die Türkei sich immer noch auf Atatürks Sechs-Pfeile-Ideologie stutzt, und so wie die Vereinigten Staaten sich immer noch auf die Gestalten und Werte der halb legendären Gründerväter zurückbesinnen.

Es bedarf einer gedanklichen Verarbeitung und Beschreibung des Regierungssystems von Putin, sowie des gesamten Ideenkomplexes und der Dimensionen des Putinismus als Ideologie der Zukunft. Das Wort Zukunft ist hierbei ausschlaggebend, denn der echte Putin ist kaum ein Putinist, genauso wie Marx kein Marxist war, und vielleicht hätte Marx nie ein Marxist werden wollen, wenn er erfahren hätte, was der Marxismus tatsächlich ist. Wie auch immer ist die obengenannte gedankliche Verarbeitung für alldiejenigen notwendig, wer nicht Putin heißt, gern aber wie Putin sein möchte. Das braucht man, um seine Methoden und Ansätze in die Zukunft auszusenden.

Die Beschreibung sollte nicht im Stil von zwei Propaganda-Arten (der „unsrigen“ und „nicht unsrigen“) ausgeführt werden, sondern in einer Sprache, die sowohl russische als auch antirussische offizielle Stellen als mäßig ketzerisch empfinden würden. Eine solche Sprache kann für ein ziemlich breites Publikum akzeptabel sein. Und das ist auch nötig, weil das in Russland entstandene politische System nicht nur für eine innenrussische Zukunft geeignet ist. Es hat eindeutig ein erhebliches Exportpotenzial. Die Nachfrage nach diesem System oder seinen einzelnen Bestandteilen ist bereits vorhanden, seine Methoden werden untersucht und teilweise übernommen. In vielen Ländern ahmen ihn sowohl regierende als auch oppositionelle Gruppen nach.

Ausländische Politiker unterstellen Russland die Einmischung in Wahlen und Referenden auf der ganzen Welt. Die Realität ist aber noch schlimmer: Russland mischt sich direkt in deren Gehirne ein, und die betroffenen Personen wissen nicht mehr, was sie nun mit ihrem von Russland modifizierten Bewusstsein anfangen sollen. Seitdem unser Land nach den unglücklichen 90er Jahren auf ideologische Kredite verzichtete, und stattdessen eigene Sinnbilder zu produzieren begann, sowie zur Informationsoffensive gegen den Westen wechselte, begannen europäische und amerikanische Experten immer häufiger falsche Prognosen zu generieren. Paranormale Vorlieben des Elektorats machen diese Experten stutzig und wütend. Völlig verwirrt berichten sie nun über den Einfall des Populismus. Diese Formulierung ist schon in Ordnung, solange man keine bessere hat.

Währenddessen ist das Interesse der Ausländer am russischen politischen Algorithmus nachvollziehbar, denn es gibt bekanntlich keinen Propheten in seiner Heimat, und alles, was ihnen heute passiert, wurde von Russland seit langem vorhergesagt.

Als alle noch nach der Globalisierung verrückt und von einer flachen Welt ohne Grenzen dümmlich begeistert waren, erinnerte Moskau deutlich daran, dass die Souveränität und nationale Interessen immer noch von Bedeutung sind. Damals wurden wir beschuldigt, an all diesen angeblich altmodischen Dingen naiv zu kleben. Man hat uns belehrt, die bemoosten Werte des 19. Jahrhunderts wegzuschmeißen, und tapfer in das einundzwanzigste Jahrhundert zu marschieren, wo ja keine souveränen Nationen und Nationalstaaten mehr existieren sollten. Aber im einundzwanzigsten Jahrhundert läuft alles bis jetzt eben nach dem russischen Szenario. Der englische Brexit, das amerikanische Great-Again, eine migrationsbedingte europäische Umzäunung. Das sind nur einige Punkte aus der langen Liste der Deglobalisierung, Resouveränisierung und des Nationalismus.

Als das Internet an jeder Ecke als unantastbarer Raum der uneingeschränkten Freiheit gelobt wurde, wo jeder angeblich alles Mögliche tun kann, und wo angeblich alle gleich sind, kam die ernüchternde Frage aus Russland zu der betrogenen Menschheit: „Und wer sind wir in diesem weltweiten Netz: Spinnen oder Fliegen?“ Heute sind alle - einschließlich der freiheitsliebenden Bürokratien - tüchtig am Netzentwirren, und zwischendurch unterstellt man auch noch Facebook die Duldung ausländischer Interventionen. Einst freier virtueller Raum, hochgepriesen als Prototyp des kommenden Paradieses, wird heute von Cyberpolizei, Cyberkriminalität, Cybertruppen, Cyberspionen, Cyberterroristen und Cybermoralisten kontrolliert.

Als die Hegemonie des "Hegemons" von niemandem mehr bestritten wurde, der große amerikanische Traum von der Weltherrschaft beinahe erfüllt, und das Ende der Geschichte mit der abschließenden Bemerkung "Völker schweigen" von vielen klar sichtbar war, unterbrach die Münchner Rede Putins die Stile. Damals klang sie durchaus dissidentisch. Heute ist alles, was Putin sagte, selbstverständlich geworden: Jeder, einschließlich der Amerikaner, ist mit Amerika unzufrieden.

Vor nicht allzu langer Zeit wurde ein wenig bekannter Begriff „derin devlet“ aus dem türkischen politischen Wörterbuch von amerikanischen Medien repliziert, als „deep state“ ins Englische übersetzt und von unseren Massenmedien übernommen. Der Terminus bedeutet eine starre, absolut undemokratische Netzwerkorganisation der wirklichen Machtstrukturen, die sich hinter den äußeren, exponierten demokratischen Institutionen verbergen. Ein Mechanismus, der in der Praxis durch Gewalt, Bestechung und Manipulation wirkt und tief unter der Oberfläche der Zivilgesellschaft verborgen ist.

Die Amerikaner, die den unangenehmen "tiefen Staat“ in ihrem Land entdeckt haben, waren jedoch nicht besonders überrascht, weil sie sowas irgendwie schon lande ahnten. Es gibt doch deep net und dark net, warum also nicht deep state oder sogar dark state? Aus den Tiefen und dem Finsternis dieser nichtöffentlichen und nicht proklamierten Macht tauchen die hellen Spiegelungen der Demokratie auf, die dort für die Massen gebastelt werden: die Illusion der Wahl, das Gefühl der Freiheit, das Gefühl der Überlegenheit usw.

Misstrauen und Neid, die von der Demokratie als vorrangige Quellen sozialer Energie genutzt werden, führen unweigerlich zu einer Absolutierung der Kritik und zu einer Zunahme des Angstgefühls. Haters, Trolle und böse Bots bildeten eine schrille Mehrheit, die die ehrenvolle Mittelschicht, die vorher einen völlig anderen Ton angab, aus der beherrschenden Stellung verdrängte.

Nun glaubt niemand mehr an die guten Absichten der Politiker. Man beneidet sie, darum werden sie für bösartige, listige Menschen, sogar für Schurken gehalten. Berühmte politografische TV-Serien zeigen naturalistische Bilder vom trüben Alltag des Establishments.

Einen Schurken darf man nicht allzu weit gehen lassen, aus dem einfachen Grund, weil er eben ein Schurke ist. Und wenn überall (vermutlich) nur Schurken sind, muss man sie durch andere Schurken im Zaum halten. Genauso wie die Keile, treibt ein Schurke den anderen... Es gibt eine breite Palette von Schurken und komplizierten Regeln, die dazu dienen sollen, den Kampf der Schurken untereinander auf ein mehr oder weniger gezieltes (unentschiedenes) Ergebnis zu reduzieren. So entsteht das wohltuende System der Kontrolle und des Gleichgewichts - das dynamische Gleichgewicht der Niedrigkeit und der Gier, die Harmonie der Trickserei. Aber sobald ein Spielverderber auftaucht, der sich disharmonisch benimmt, eilt der wachsame, tiefe Staat zur Rettung und zieht den Abtrünnigen mit einer unsichtbaren Hand in die Dunkelheit.

Dieses vorgeschlagene Bild der westlichen Demokratie ist nicht wirklich gruselig, denn es reicht aus, den Blickwinkel ein bisschen zu ändern, und die Welt wird wieder seelensgut. Aber ein gewisses Nachgeschmack bleibt irgendwie doch, darum fängt der westliche Bürger an sich umzuschauen, um andere Existenzmuster zu finden. Und eines Tages entdeckt er Russland.

Unser System sieht bestimmt nicht eleganter aus, aber ehrlicher. Obwohl „ehrlicher“ nicht unbedingt mit „besser“ gleichbedeutend ist, besitzt dieses Wort doch einen gewissen Reiz.

Der russische Staat ist weder tief noch seicht. Es ist gänzlich in allen seinen Teilen und äußeren Erscheinungen. Seine brutalsten Konstruktionen sieht man direkt an der Fassade ohne jegliche architektonische Exzessen. Die russische Bürokratie trickst die Bürger nur schlampig aus, mit klarem Verständnis dass „sowieso alle alles verstehen“.

Eine hohe innere Spannung der Staat, die aus Notwendigkeit der Kontrolle über riesige heterogene Territorien folgt, sowie der ständige Verbleib im geopolitischen Kampf, machen die militärpolizeilichen Funktionen des Staates wichtig und entscheidend. Traditionell werden diese Funktionen nicht verborgen. Ganz im Gegenteil werden sie zur Schau gestellt. Denn Russland wurde nie von Kaufleuten und Liberalen regiert (fast nie, Ausnahmen: einige Monate im Jahr 1917 und ein paar Jahre in den 90er), die die Kriegsführung weniger wichtig als den Handel betrachten, und alles „Polizeiliche“ per se leugnen. Es gab in der russischen Elite niemanden, der die Wahrheit mit Illusionen verhüllte und die immanenten Eigenschaften des Staates, sich zu verteidigen und anzugreifen, schüchtern in den Hintergrund drängte und tief versteckte.

Es gibt keinen tiefen Staat in Russland, er ist vor aller Augen, aber es gibt ein tiefes Volk.

Die Elite glänzt auf der Oberfläche, Jahrhundert für Jahrhundert. Sie involviert das Volk aktiv in einige ihrer Aktivitäten: Parteiversammlungen, Kriege, Wahlen, wirtschaftliche Experimente. Das Volk beteiligt sich zwar daran, jedoch etwas distanziert. Es taucht kaum an der Oberfläche und lebt in seinen eigenen Tiefen ein völlig anderes Leben. Diese zwei Leben einer Nation (in der Tiefe und auf der Oberfläche) bewegen sich mal in der entgegengesetzten, mal in der gleichen Richtung. Sie werden aber nie zu einer Einheit.

Das tiefe Volk hat es faustdick hinter den Ohren. Es ist unerreichbar für soziologische Umfragen, Kampagnen, Bedrohungen und andere direkte Untersuchungs- und Einflussmethoden. Das Verständnis darüber, wer das russische Volk eigentlich ist, was es so denkt und was es will, kommt oft zu plötzlich und zu spät, und manchmal auch nicht zu denen, die damit etwas anfangen können.

Es gibt kaum Sozialwissenschaftler, die es wagen, genau zu bestimmen, ob das tiefe russische Volk zahlenmäßig der Gesamtbevölkerung gleich ist, oder nur ein Teil davon darstellt, und wenn ja, welchen Teil genau. In verschiedenen Zeiten hielt man mal Bauern, mal Proletarier, mal Parteilose, mal Hipster für das tiefe russische Volk. Man suchte nach ihm, man versuchte ins Volk einzutauchen. Man hielt es für gotttragend, und auch nicht. Es gab Zeiten, wo man sicher war, das dieses Volk gar nicht gibt. Darauf folgten galoppierende Reformen ohne Rücksicht auf das russische Volk, die dann katastrophal endeten, und die Reformer schnell zur Einsicht brachten, dass das tiefe Volk doch existiert. Dieses Volk gab schon mal dem Druck seiner eigenen oder fremden Invasoren nach, kehrte aber immer wieder zurück.

Die gigantische Supermasse des tiefen russischen Volkes generiert eine unwiderstehliche Wucht der kulturellen Gravitation, die die Nation zementiert und die Elite zurück zum Heimatland zieht / drückt, sobald sie kosmopolitisch aufzuschweben versucht.

Der Volkscharakter geht der Staatlichkeit voraus, gestaltet ihre Form, begrenzt die Fantasien der Theoretiker und zwingt Praktiker nach bestimmten Regeln zu handeln. Er ist ein kräftiger Anziehungspunkt, zu welchem ausnahmslos alle politischen Leitbahnen führen. Egal wie man Russland regiert, ob konservativ, sozialistisch oder liberal, schlussendlich kommt man auf das Wichtigste zu. Und zum Wichtigsten kommen wir nun.

Das tiefe russische Volk zu hören und zu verstehen, und entsprechend zu handeln ist eine ziemlich einzigartige und wichtige Eigenschaft des Putin-Staates. Dieser Staat ist dem Volk adäquat und somit gegen zerstörerische Überlastungen des geschichtlichen Gegenstroms geschützt. Das macht ihn effektiv und dauerhaft.

In dem neuen System erfüllen alle Institutionen die Hauptaufgabe, die darin besteht, eine vertrauliche Kommunikation zwischen dem Staatsoberhaupt und den Bürgern sicherzustellen. Diverse Gewalten laufen bei der führenden Persönlichkeit zusammen. Sie erfüllen ihre Funktionen nur, solange sie die Kommunikation zwischen dem Volk und dem Oberhaupt gewährleisten. Daneben existieren auch informelle Kommunikationswege, die an den Elite-Gruppen vorbeilaufen. Und falls Dummheit, Rückständigkeit oder Korruption diese Kommunikation stören, werden energische Maßnahmen ergriffen, um die Verständigung wiederherzustellen.

Die aus dem Westen übernommene mehrschichtige politische Strukturen werden manchmal als teilweise rituell betrachtet, um halt "wie die anderen“ zu sein, damit die Unterschiede in unserer politischen Kultur unseren Nachbarn nicht so sehr auffallen, sie nicht irritieren und nicht verängstigen. Sie sind wie ein Kleid, in dem man ausgeht. Aber zu Hause ist man eben zu Hause, und jeder weiß, was man so anhat.

Im Wesentlichen vertraut die Gesellschaft aber nur dem Staatsoberhaupt. Ob das am Stolz des nicht eroberbaren Volkes liegt, oder ist das ein Wunsch, die Wege der Wahrheit zu begradigen, oder etwas anderes, ist schwer zu sagen, aber dies ist eine Tatsache und zwar keine neue Tatsache. Neu ist aber, dass der Staat diese Tatsache nicht ignoriert, und sie bei seinen Entscheidungen berücksichtigt.

Es wäre jedoch eine Vereinfachung, dieses Thema auf den berüchtigten "Glauben an den guten Zaren" zu reduzieren. Das tiefe Volk ist alles andere als naiv. Die Barmherzigkeit hält es kaum für eine Zarentugend. Eher könnte das tiefe russische Volk über das richtige Staatsoberhaupt das sagen, was Einstein über den Gott sagte: „Anspruchsvoll, aber nicht bösartig“.

Das moderne Modell des russischen Staates beginnt mit dem Vertrauen und basiert darauf. Dies ist der grundlegende Unterschied zum westlichen Modell, wo Misstrauen und Kritik gefördert werden. Dies ist auch seine Stärke.

Unser neuer Staat wird im neuen Jahrhundert eine lange und glorreiche Geschichte haben. Er bleibt stabil. Er wird nach seinem Ermessen handeln, er wird Preise in der obersten Liga des geopolitischen Kampfes erhalten und behalten. Früher oder später müssen alle, die von Russland eine "Verhaltensänderung" fordern, dies akzeptieren. Denn es scheint nur, dass sie eine Wahl haben.

Quelle



* Das ist deutsche Übersetzung eines russischen Beitrags.
Weiter »

05.02.2019

Militärstützpunkte

0
Russische Militärstützpunkte
Wie jedes Land des Weltmachtkalibers hat die Russische Föderation Interessen in verschiedenen Regionen des Erdballs. Und diese Interessen haben russische Streitkräfte zu vertreten.

Dabei braucht Russland neue Plätze für seine Militärstützpunkte nicht zu suchen. Es gibt nämlich genug Länder, die entsprechende Möglichkeiten regelrecht anbieten. Um welche Länder geht es denn?

Allem voran wären heute die folgenden 7 Staaten zu nennen:

Libyen
Der libysche General Khalifa Haftar kontrolliert heute ein beträchtliches Territorium in seinem Land. Und es sieht sehr danach aus, dass er an einem russischen Militärstützpunkt in Bengasi interessiert sein kann. Wie auch immer gab es vor einigen Wochen bereits ein Treffen zwischen Haftar und dem russischen Verteidigungsminister Schoigu, wovon ohne Einzelheiten berichtet wurde. Der russische Militärstützpunkt in Libyen eröffnet große Perspektiven in dieser Region. Vor allem gibt er Russland die Möglichkeit, die südliche NATO-Flanke zu kontrollieren, aber auch auf Gas- und Ölförderung sowie Rohstofftransportwege aus Nordafrika nach Südeuropa ein Auge zu haben.

Sudan
Der Sudan bietet Russland bereits seit Jahren die Möglichkeit an, einen Militärstützpunkt in Port-Sudan zu errichten. Das wäre genau in der Mitte des Mittelmeers. Ein solcher Stützpunkt würde erlauben, eine effektive Kontrolle über maritime Handelsrouten aus Asien nach Europa auszuüben.
Charakteristiken des sudanesischen Hafens sind zwar nicht gerade hervorragend, aber die Tatsache bleibt bestehen: die Option der Errichtung eines russischen Militärstützpunktes in Port-Sudan ist immer noch da.

Ägypten
Die ägyptische Regierung hat bis jetzt das Thema des Aufbaus russischer Militärstützpunkte auf ihrem Territorium eigentlich nicht angesprochen. Dafür bietet sie Russland etwas, was noch besser ist: Die Nutzung der kompletten Luftverkehrsinfrastruktur des Landes durch russische Militärflugzeuge. Russland und Ägypten sind durch gemeinsame Interessen in Syrien verbunden.
Außerdem unterstützt Ägypten die libysche Armee des Generals Haftar mit Kämpfern, Beratern und Waffen. Ägypten erlaubte bereits den russischen Sondereinheiten, den erfolgreichen libyschen General bei der Durchführung der drohnengestützten Aufklärungsaktionen in Grenzgebieten zu unterstützen.

Venezuela
Diese Option besteht bekanntlich seit langem. Zum Beispiel landeten russische schwere strategische Schwenkflügel-Überschall-Bomber Tu-160 erst im Dezember letzten Jahres in diesem Land. Ganz zu schweigen von den ständigen Einladungen der dortigen Regierung, einen ständigen russischen Militärstützpunkt zu errichten. Unter der Berücksichtigung der Feindseligkeit der USA und einiger Länder Lateinamerikas wäre das für Venezuela als Mitglied der Bolivarianischen Allianz eine weitere Garantie der Unversehrtheit. Übrigens, auch China würde solch eine Entwicklung durchaus positiv betrachten, weil Öl aus Venezuela auch nach China verkauft wird.

Nikaragua
Bereits vor einigen Jahren wurde der Bau des Doubles vom Panamakanal zwischen Nikaragua und China thematisiert. Dabei bestanden die Lateinamerikaner auf einer Rollenteilung: Finanzierung des Projektes sollte von Chinesen kommen, die Überwachung des Kanals wollte man aber den Russen überlassen. Der nicaraguanische Präsident Daniel Ortega besinnt sich nämlich immer noch sehr gut auf das Jahr 1986 (damals war ebenfalls das Staatoberhaupt), als russische Soldaten sein Land gegen einen proamerikanischen Aufputsch erfolgreich schützen konnten. Darum ist er jede Zeit bereit, russische Militärstützpunkte in Nikaragua errichten zu lassen, selbst wenn die Chinesen mit dem Kanalbau immer noch zögern.

Myanmar
Dieses Land im asiatischen Südosten ist ein alter Verbündete von China und Russland (UdSSR). Dort arbeiten auch heute russische Experten und Militärberater, denn in Myanmar ist immer noch eine ganze Menge russische (Militär)Maschinerie im Einsatz. Russische Stützpunkte fehlen dort aus dem einzigen Grund: Russland brauchte sie dort bis jetzt nicht. Die fortschreitende Entwicklung der Waffentechnologien macht aber Myanmar immer attraktiver als ein Kontrollposten auf dem Weg aus Ostasien nach Europa.

Seychellen
Russische Schiffe sind öfters im Hafen von Victoria zu Gast, um ihre Bestände aufzufüllen. Da drüben erinnert man sich immer noch sehr gut daran, wie die sowjetische Marine den südafrikanischen Staatsstreich auf den Inseln vereitelte.

In diesem Artikel werden ganz bewusst einige „klassische“ Partnerstaaten nicht erwähnt, zum Beispiel Kuba. Das hat seine Gründe. Seit 1991 hat sich viel geändert. Die politisch schwache Periode Russlands dauerte etwa bis zum Jahr 2011.

Damals musste Russland Kuba und Vietnam verlassen. 1999 wurde Serbien im Stich gelassen und den NATO-Luftangriffen ausgeliefert. Darum ist es vollkommen nachvollziehbar, dass unsere (früheren) geopolitischen Partner heute etwas zurückhaltend auf russische Initiativen reagieren.
Das ist ihr gutes Recht, aber auch ist das die Seite russischer Geschichte, die nur vorausschauend aufgearbeitet werden kann.

Quelle



* Dies ist eine Artikel-Übersetzung aus dem Russischen ins Deutsche.
Weiter »

19.01.2019

Taufe Christi

0
Taufe-Tradition in Russland

Heute wird in Russland Taufe Christi gefeiert.


Dabei wird traditionsgemäß die Prozedur der Wassertaufe in Naturgewässern simuliert, obwohl man dafür in dieser Jahreszeit in Russland meistens Eislöcher aushaken muss.

Diese Tradition ist inzwischen anscheinend nicht nur unter den orthodoxen Russen beliebt, wie man dem unterstehenden Video (bitte Ton einschalten) entnehmen kann.




Weiter »

13.01.2019

Nichts mehr zu retten

4
Untergang Frankreichs
Unser Frankreich-Insider ist schon wieder on air.

***
Die einzige wirkliche Nachricht aus Frankreich lautet:

Französische Freimaurer (auch französische regierende Oberschicht genannt) haben plötzlich begriffen, dass sie gar kein Zaumzeug in der Hand haben, um den berittenen Elefanten zu steuern.

Wir, Pöbel aus der Realität, ahnten das eigentlich schon immer. Doch für die "Elite" scheint die heutige Entwicklung eine dicke Überraschung zu sein.

Diese verfaulte Elite-Schickeria – alt wie jung – meinte ja die ganze Zeit im Ernst:

  • dass sie an ihren "elitären" Scheiß-Unis tatsächlich erlernte, die "Wirtschaft" zu "steuern" und "aufzubauen",
  • dass sie mit Anheben oder Sinken "um einen halben Prozentpunkt" etwas "ankurbeln" oder "bremsen" kann,
  • dass sie mit ihren "Entscheidungen" etwas beeinflusst,
  • dass jemand ihrem sinnlosen Geschwätz wirklich zuhört und "zwischen den Zeilen liest".

In der Wirklichkeit aber ist die "Wirtschaft" eine Pseudowissenschaft. Ihr einziges Ziel ist es, naive Bürger zu betäuben, solange sie beraubt werden.

Aber plötzlich funktioniert die Betäubung nicht mehr. Und nun kommt die Frage, die auch Jesus schon mal stellte: Wenn nun Salz nicht mehr salzt, womit soll man salzen?

Der Euro-Zug fährt zur Hölle. Das Einzige, was ihn stoppen kann, ist eine direkte Intervention der höheren Mächte. Aber ich bete, dass diese Einmischung nicht erfolgt.

Ich mache mir nichts vor: Ich verstehe weder die gesamte Entwicklung noch ihre Etappen. Ich stütze mich lediglich auf meine eigene Erfahrung – Stunde für Stunde, Tag für Tag und Jahr für Jahr. Und diese Erfahrung besagt: im heutigen Europa gibt es niemanden und nichts mehr zu retten, und es darf auch nichts so bleiben, wie es ist.

Quelle



* Das ist deutsche Übersetzung eines russischen Artikels.
Weiter »

10.01.2019

Die Stimmung kippt

3
Aus Deutschland auswandern
Ab und zu liest man in den deutschen systemkritischen Internet-Ausgaben, dass "die Stimmung kippt" usw. Ob das stimmt, kann man ja aus der Ferne kaum beurteilen.

Die Stimmung scheint aber auch in den anderen Schichten der deutschen Gesellschaft tatsächlich zu kippen. Die unten angeführte Diskussion (hier nur auszugsweise und in deutscher Übersetzung) stammt aus einer russischsprachigen Facebook-Gruppe der besorgten ausländischen Deutschland-Insider. Die Gesprächsteilnehmer sind also (höchstwahrscheinlich) in Deutschland zu Hause, und sie bekennen sich auch zu ihrer jüdischen Herkunft.

Vielleicht ist das nicht unbedingt die angenehmste Lektüre, andererseits kann es ja nicht schaden, wenn man weiß, was die Mitbürger so denken…

***

Aurora
Selbstrettung ist die einzig effektive Rettungsart. Aber wenn Papas, Mamas, Omas und Opas Angst davor haben, für Nazis gehalten zu werden, dann haben ihre Kinder bzw. Enkel das auslöffeln.

Irina
Heute wurde stolz vermeldet: Alle Rettungswagen werden nun umgehend mit Notrufknopf ausgerüstet. Wir driften also zügig in die dritte Welt.

Wjatscheslaw
Dann sind wohl Feuerwehr, Hilfswagen der Wasserwerke usw. auch bald dran. Von der Post ganz zu schweigen. Dort gibt es ja immer was zu plündern!
Das ist zum Lachen und zum Weinen zugleich: Spätestens seit 2015 braucht selbst die deutsche Polizei den „roten Knopf“! Und den haben sie auch inzwischen.

Irina
Auch Müllmänner brauchen demnächst Notruf-Knöpfe...

Simon
Aber besonders sorgfältig muss die Bundeswehr geschützt werden. Das Außenamt war neulich sehr empört, dass die Bundeswehr ja völlig schutzlos in Afghanistan bleibt, sobald die Amerikaner weg sind.

Irina
Genau. Innerhalb Deutschlands muss die Polizei, und im Ausland muss die Bundeswehr geschützt werden. Und die Angreifer sind ungefähr dieselben.
Jetzt mal Spaß beiseite. Ich bin ratlos. Der ganze Rummel hier ist nicht mehr komisch, sondern grotesk. Wie aus dem Buch über den braven Soldaten Schwejk.

Simon
Für mich sieht es eher nach Bulgakows Schilderung des totalen Verfalls aus: Die deutsche Elite singt regelmäßig Lieder „gegen rechts“ im Chor und pinkelt am Klosettbecken vorbei. Wegen ihrer Debilität.
Nicht nur die Revolution frisst ihre Kinder, die Degradation tut das anscheinend auch.
Vor 80 Jahren haben die Deutschen nicht nur Juden, sondern auch die meisten Intellektuellen aus dem Land gejagt. Die Budiker bauten dann später das Land mehr oder weniger wieder auf. Zumal sie ja keine Reparationen zu zahlen hatten. Eher umgekehrt: Amerika hat hier investiert. Polen, Tschechien, Griechenland, Jugoslawien bekamen von denen aber keinen Groschen erstattet. Und alles, was geraubt bzw. von versklavten Juden und Ostarbeiter erwirtschaftet wurde, blieb hier, auch Technologien.
Die Budiker waren aber nicht in der Lage, dem Land eine grundsätzlich neue Qualität zu geben.
Dafür brachten sie dann satte Schmarotzer und Idioten (Generation-68) zur Welt, die das Land endgültig zurichteten.
Otto Fürst von Bismarck sagte einst: Die erste Generation schafft Vermögen, die zweite verwaltet Vermögen, die dritte studiert Kunstgeschichte, und die vierte verkommt. Hier kommt es aber noch schlimmer: Die nächste Generation wird einfach nicht mehr geboren. Sie wird durch andere uns gut bekannte Personen ersetzt.

Irina
Und weißt Du, was in unserem Fall noch schlimmer ist? Dass wir nun ewig dazu verdammt sind, über diese fremde Geschichte zu diskutieren. Ich meine jetzt Diejenigen, die hier geboren wurden. Das sind ihre Wurzeln, ihre Geschichte, und ihr Bismarck. Das geht mich doch gar nicht an. Als ein Diskussionsthema mag das interessant sein, mehr ist aber nicht drin. Das ist IHRE Angelegenheit.

Wjatscheslaw
Ob wir all das wirklich brauchen? Ob das eher diese immer noch schlafenden Idioten brauchen? Das brauchen sie allerdings! Es sind Schurken am Werk, die den ganzen Unfug, Gewalttaten, Morde in diesem Land veranstalten lassen! Und sich nicht einmal zügeln können, um die endlose Kette der grausamen Verbrechen zu stoppen! Sie müssen gestoppt werden, bis sie das Land mit den Händen von Antifa und anderen linken Terroristen in den Bürgerkrieg stürzen!

Irina
Es passiert nichts. Proteststimmungen gibt es nicht einmal im Keime. Einige wenige kluge Deutsche, die wir ja kennen, tun genau dasselbe wie wir: Betrübt verfolgen Sie die Entwicklung und kommentieren die Etappen des Freifalls in die Kluft. Zur Gesellschaft zu krepieren ist ja anscheinend nicht so fürchterlich.
Unsere Zukunft hier ist genauso unergründlich, wie die Flugbahn der putnischen Avangard-Rakete...
Wie auch immer, muss ich mir über meinen nächsten Exodus schon wieder Gedanken machen. Tschechien vielleicht?

Simon
Tschechien stirbt bald aus, genauso wie das ganze Europa.

Irina
Ok, aber ich bin ja auch nicht unsterblich… Wohin dann noch? Von Israel erstmal abgesehen...

Simon
Amerika, Kanada und Israel. Meine Liste ist ganz kurz. Als Zionist würde ich doch eher Israel bevorzugen.

Wjatscheslaw
Wir ziehen die USA vor. Enkelkinder können dann selbst entscheiden, ob sie nach Israel kommen wollen…

Quelle



* Dieses Posting stellt eine Übersetzung aus dem Russischen ins Deutsche dar.
Weiter »

29.12.2018

Der beste Soldat

2
Die Rede von General Lebed
Alexander Lebed war in den 1990er Jahren wohl der bekannteste und angesehenste General in Russland.

Als hoher Offizier der sowjetischen / russischen Luftlandetruppen musste er in jener turbulenten Zeit vielerorts als Notretter des Kremls fungieren. Dafür wurde er, wie es sich gehört, schlussendlich mit dem Hubschrauber-Absturz "belohnt".

Bekannt wurde Lebed aber nicht nur für seine Taten, sondern für seine knappen und aussagestarken Formulierungen. Hier kommt nun eine davon. In den letzten Jahren hat diese kurze Rede an Aktualität leider nicht eingebüßt. Das Gegenteil ist eher der Fall.








* Dieses Posting stellt eine Übersetzung aus dem Russischen ins Deutsche dar.
Weiter »

26.12.2018

Moscheen in Russland

0
Moscheen in Russland

Heute hat mir ein Leser geschrieben:


Auf dem Gebiet der russischen Föderation standen zu Zeiten Gorbatschow's 74 Moscheen.
Nun stehen auf diesem Gebiet 7000 (i. W. siebentausend) Moscheen. Putin sein Dank!?
Vielleicht möchte der Blog-Autor hierzu etwas schreiben. 

26.12.18, 13:10


Danke für die Frage! Dieses Thema ist für mich nicht allzu interessant, aber etwas schreiben kann ich dazu allerdings.

Allem voran existierten auf dem heutigen Territorium der Russischen Föderation noch in der Zeit, als es gar kein modernes Russland (geschweige denn Gorbatschow) gab, genug nationale bzw. staatliche Gebilde, wo der Islam eine führende oder sogar staatliche Religion war, zum Beispiel: Wolgabulgarien, Astrachan-Khanat, Nogai Horde usw.

Aber auch heute gibt es einige russische Teilrepubliken, wo die autochthone (!) Bevölkerung mehrheitlich und traditionell muslimisch ist, zum Beispiel: Tatarstan, Baschkortostan, Dagestan, Tschetschenien usw. Und das sind eigentlich Millionen von Bürgern.

Was diese Mitbürger da drüben so alles bauen, ist ihre Sache, denn sie bauen ja auf ihrem eigenen nationalen Territorium. Übrigens, allein in Tschetschenien wurden in den letzten Jahren nicht nur viele Moscheen, sondern auch acht christlich-orthodoxe Kirchen wiederaufgebaut oder gar neu erbaut. Man sagt sogar (außerhalb der tschetschenischen Republik), es gebe heute in Tschetschenien viel mehr christliche Gebetskapazitäten als nötig.

Was die genaue Moschee-Zahl angeht, sollte man mit heutigen "Nachrichten" äußerst vorsichtig sein. Die News werden heutzutage nämlich massiv durch Fake-News ersetzt. Bei 7000 Moscheen in Russland könnte die Ziffer jedoch – ausnahmsweise – mehr oder weniger stimmen, was aber unter der Berücksichtigung der oben angeführten Tatsachen eigentlich nicht wirklich verwunderlich ist.

Wie auch immer gibt es momentan – laut dem staatlichen russischen statistischen Dienst – 5663 sogenannte lokale muslimische konfessionelle Organisationen, die in der Regel jeweils ein Gotteshaus (manchmal evtl. auch mehrere) besitzen bzw. verwalten. Also wären insgesamt 7000 Moscheen durchaus vorstellbar.

Auf der Abbildung ist übrigens die Dom-Moschee in Sankt-Petersburg zu sehen. Sie wurde allerdings nicht "dank Putin", sondern "dank" dem russischen Zaren (1913) gebaut und zu Sowjetzeiten (!) 1955 wieder den moslemischen Gläubigen übergeben. Kein schlechtes Beispiel dafür, dass Russland in seiner Geschichte eigentlich kaum Stress mit eigenen Moslems hatte.

Gleichzeitig gibt es in Russland über 24000 christliche religiöse Organisationen, sowie zahlreiche weitere konfessionelle Einrichtungen mit dazugehörigen Bauten. Die komplette Liste (auf Russisch) kann man hier (Webseite des Statistikdienstes) herunterladen.

Heute werden also in Russland nicht nur Moscheen, sondern auch Kirchen sowie Sakralbauten von vielen anderen konfessionellen Organisationen errichtet. Dabei fällt keine muslimische Disparität auf.

Ob man vielleicht nicht nur Gebetshäuser, sondern noch etwas mehr Schulen, Stadien usw. in dem heutigen rekordverdächtigen Tempo bauen sollte, ist eine andere Frage...


Weiter »

21.12.2018

Bericht aus dem Drittweltland

2
Deutschland in der Dritten Welt
Ein russischsprachiger Blogger lebt und arbeitet in Deutschland. Hier kommt nun sein nächstes – etwas verzweifeltes – Posting zur aktuellen Lage in seinem Aufenthaltsland.
***

In Deutschland sind nur wenige denkende Menschen übrig geblieben. Intellektuelle sterben aus oder fliehen. Die Besten wandern nach Kalifornien in die USA aus, aber auch nach Kanada, Australien. Sehr viele arbeiten für Araber und Asiaten. Eigentlich ist das ganze dortige Engineering deutsch.

Deutschland selbst ist bereits zum Drittweltland geworden, insbesondere wenn es um Urheberrechte, Internet, Digitalisierung, Knowhow und Zukunftstechnologien geht.

Misserfolge in der Sozialsphäre, enormer Arbeitskräftemangel – vor allem im Segment mittlerer und niedriger Qualifikation.

Soziale Reformen scheiterten.

Deutschland hat das schäbigste, teuerste, unpraktischste und langsamste Internet in Europa. Aber auch die schlechtesten Autobahnen, die man merkwürdigerweise immer noch schnell befahren darf. Um den Unterschied zu spüren, braucht man nur nach Norwegen, Schweden, Kroatien oder Slowenien zu reisen.

Selbst in Polen sind die Straßen merklich besser. Die Häuser auch. Und die Möbel in diesen Häusern. Und - ganz wichtig - die Nahrungsmittel.

Polnische Armee könnte Berlin innerhalb von 24 Stunden einnehmen. Wenn sie das denn wollte.

In deutschen privaten Großbetrieben arbeiten die dümmsten Geschäftsführer. Sie haben bereits alles ausverkauft, was man nur verschleudern konnte.

In diesem Wunderland sind immer noch E-Tretroller verboten. Und die SIM-Karten funktionieren auch nicht ohne weiteres.

Zahlreiche ausländische Konsumgüter bzw. Dienstleistungen sind auf dem deutschen Markt einfach nicht zugelassen, um die inländischen Monopolisten zu „schützen“. Vor allem betrifft das die deutsche Eisenbahn.

Natürlich konnte immer noch nicht alles zerstört werden, was in den Zeiten der deutschen Reiche aufgebaut wurde. Der Trend ist aber offensichtlich: Das Land geht zugrunde.

Die äußeren Merkmale der Auflösung sind vielleicht immer noch nicht so auffällig wie in Frankreich. Die Grunde sind aber identisch.

Die nicht gleichgültigen Bürger sehen die Entwicklung und versuchen sogar, ganz leise zu murren.

Der Grund dieser Entwicklung ist klar: das Land versinkt in der Bürokratie und in Beamtenwillkür. Behörden gibt es hier mehr als in Russland: unzählige Beamte und allerlei Regulatoren. Daran starb die UdSSR. Sie ertrank einfach in der Bürokratie, Vergeudung des Staatsschatzes usw. Dasselbe ist auch hierzulande zu beobachten.

Zu viele Drohnen und kleine Parasiten überall. Riesige Menge. Und alle sind tüchtig am Geldsaugen.

Europa steht am Abgrund. Das meine ich ernst. Gelbe Westen sind erst der Anfang. Die Rechten werden aktiv, die Linken basteln an ihren Flaschen... Die Laternen gibt es auch genug...

Und der Wahnsinn schreitet munter voran. Gestern wurde zum Beispiel verboten, die Fotos aus Museen zu posten. Die „Glotze-Steuer“ muss jeder zahlen, auch derjenige, der gar keinen Fernseher hat. Das ist die einsame Spitze der Blödheit. Ist aber auch die Tatsache...

Ich fürchte, nur Panzerkolonnen mit offenen Mündungen könnten das vollgefressene Europa wieder nüchtern machen. Sonst haben hiesige Kinder keine Zukunft mehr. Die Kinder sind zu bemitleiden. Nicht aber ihre Eltern, nicht alle jedenfalls. Sie wussten ja, was sie tun. Sie haben bewusst mitgemacht.

In Deutschland tobt eine große Management- und Logistikkrise. Auch wenn die Statistik in dem Maschinenbau oder Metallbearbeitung immer noch dem Auge wohl tut.

Das Wichtigste ist aber die riesige sozialpolitische Krise, die die heutige europäische Elite vollkommen in Misskredit brachte. Die Elite-Etage ist mit lauter „Macrons“ vollgestopft. Und das ist besorgniserregend.

Die Metastasen und Geschwülste müssen entfernt werden, und zwar zügig, bis es zu spät ist.

Quelle



* Dieses Posting stellt eine gekürzte Übersetzung aus dem Russischen ins Deutsche dar.
Weiter »

17.12.2018

Frankreich: Der letzte Schrei des Mammuts

0
Gelbe Westen in Frankreich

Der russische Frankreich-Insider meldet sich nun wieder zu Wort. Es geht um seine Beobachtungen der "Gelbe-Westen"-Bewegung. Hier in deutscher Übersetzung.


***

Da ich selbst nicht die Gelegenheit hatte, mich den Gelben Westen anzuschließen und diese Bewegung von innen zu sehen, kam ich zu den unten dargelegten Schlussfolgerungen nur sehr vorsichtig.

Aufgrund der Analyse von zahlreichen Fotos, sowie meinen eigenen Beobachtungen der Streikposten, Kontrollpunkte und Demonstrationen der "Gelben Westen" kann ich sagen: Dies ist die Bewegung älterer oder reiferer weißer Franzosen.

Die gelb gekleideten Menschen, die ich hier sehe, sind überwiegend etwa 40 bis 50 Jahre alt. Unter ihnen gibt es auch viele 60 bis 65-Jährige.

Die "Gelben Westen" sind also der Schwanengesang von Frankreich. Ihre sozialen Forderungen sind vollkommen vernünftig, absolut notwendig und... unter keinen Umständen realisierbar.

Mit anderen Worten sind die "Gelben Westen" der Inbegriff eines totalen nationalen Fiaskos, einer Sackgasse. Das ist der letzte Schrei des Mammuts.

Die nächste Generation in diesem Land wird nicht einmal in der Lage sein, ihre Wünsche zu formulieren. Aber was soll's... Diese Wünsche werden sowieso in keinem Fall mit den uns gewohnten Konzeption von "Frankreich" und "europäischer Gesellschaft" zusammenfallen.

Quelle



* Dieses Posting ist eine Übersetzung aus dem Russischen ins Deutsche.
Weiter »

© Copyright

Blog Russischer Funker, www.rusfunker.com, 2017-2019. Unautorisierte Nutzung von Inhalten oder Teilen der Inhalte aus diesem Webblog ist ohne eine schriftliche Zustimmung des Autors nicht gestattet. Auszüge können hingegen genutzt werden, jedoch nur mit einer eindeutigen Nennung der Quelle. Diese muss folgendermaßen stattfinden: Nennung des Autors, der Website inklusive einem Link zum Original-Artikel.