Info-Spritzer des russischen Internets


29.03.2020

Baustelle Nr. 1

Das neue Moskauer Infektionskrankenhaus ist heute die Baustelle Nr. 1 in Russland.


Gebaut wird im Südwesten des Großen Moskaus ca. 35 Kilometer vom Stadtring. Es sind 7000 Bauarbeiter und ca. 1000 Baumaschinen im Einsatz.

Der Baustart war am 13. März 2020. Die Übergabe des fertigen Gebäudes zur medizinischen Ausrüstung soll in der nächsten Woche (also bis zum 5. April 2020) stattfinden. Klinikkapazität beträgt über 500 Patienten.



neues krankenhaus in moskau

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24.03.2020

Der Krieg hat begonnen

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dritter biologischer krieg

Russland hat Hyperschallwaffe, Amerika hat Hyperviruswaffe.


So sind die Ausgangspositionen des soeben begonnenen dritten Weltkriegs.

Um Hyperschall und andere neueste Waffen nicht einzusetzen, hat Russland die USA immer wieder vor unvermeidlichen Vergeltungsmaßnahmen gewarnt, indem es neue militärische Entwicklungen, die weltweit keine Analoga haben, der Öffentlichkeit präsentierte.

Darauf führten die USA Sanktionen ein und versuchten das Putin-Regime mit allen Mitteln ins Schwanken zu bringen. Gleichzeitig bastelten die Vereinigten Staaten an ihrem „Joker“ - an der biologischen Waffe.

Dieser amerikanische Joker hat viele Vorteile. Da die Quelle der biologischen Kontamination schwer identifizierbar ist, kann man jede Epidemie auf Zugvögeln, Wildtieren, Insekten oder schmutziges Wasser in China, dem Iran oder anderswo abwälzen. Biologische Waffe ist auch viel effektiver im Einsatz:
  • Sie ist in der ersten Phase des Entwaffnungsangriffs unsichtbar.
  • Sie zerstört keine wirtschaftliche Infrastruktur.
  • Sie kann selektiv und fokussiert eingesetzt werden.

Ein direkter konventioneller Angriff wäre für Washington dem Selbstmord gleich, wenn man sich auf die bekannte Phrase Putins besinnt: „Wozu brauchen wir die Welt, in der es kein Russland gibt“. Auch in dieser Hinsicht ist ein unerklärter biologischer Krieg gegen Russland, China oder den Iran eindeutig vorzuziehen.

Seit Jahrzehnten untersuchen US-Militärbiologen künstlich erzeugte Kampfviren in Hunderten von Biolabors des Pentagons in 25 Ländern der Welt, einschließlich des postsowjetischen Territoriums.

amerikanische biolabors

Amerikanische Biolabors hatten im Rahmen des CBEP-Programms der DTRA-Agentur das Jahresbudget von 2,1 Milliarden US-Dollar. Die Manager der DTRA-Militärprogramme sind Eigentümer privater Unternehmen, die gegenüber dem US-Kongress nicht direkt rechenschaftspflichtig sind und aufgrund fehlender direkter Kontrolle jedes Gesetz umgehen können.
Dazu hat sowohl das Militär- als auch Zivilpersonal solcher Laboratorien die diplomatische Immunität.

Also können private Unternehmen im Auftrag der US-Regierung unter diplomatischer Deckung und ohne unmittelbare Aufsicht des Gaststaates tätig sein. Dies ist eine übliche amerikanische Praxis, die den Vasallen aufgedrungen wird. Sie wird zum Beispiel von CIA immer wieder für die Aktivitäten der Geheimagenten verwendet.

Nun tobt der biologische Krieg außerhalb der Militärlabors. Dieser Krieg wird nicht nur von Pentagon und Geheimdiensten sondern auch von globalen Korporationen der sog. Big Pharma geführt, und zwar: Bavarian Nordic, Cangene Corporation, DOR BioPharma, Inc., DynPort Vaccine Company LLC, Elusys Therapeutics, Inc., Emergent BioSolutions, Hematech, Inc., Human Genome Sciences, Inc., NanoViricides, Inc., Pfizer Inc., PharmAthene, Siga Technologies, Inc., Unither Virology LLC.

Also hatten die USA zum Jahresanfang 2020 genug Kapazitäten, um den dritten Weltkrieg in Form von fokussierten Epidemien gegen ihre Hauptgegner - Russland, den Iran und China - anzufangen.

Vorbereitungen auf diesen Krieg starteten bereits vor einigen Jahrzehnten. Im Jahr 2001 blockierten die Vereinigten Staaten den Mechanismus zur gegenseitigen Kontrolle biologischer Waffen. Sie distanzierten sich auch von der Genfer Konvention von 1972 über das Verbot biologischer Waffen.

Um diesen biologischen Krieg zu führen, umgaben die USA Russland, China und den Iran vorzeitig mit einem Netzwerk militärischer Biolabors. Dazu benutzten sie Territorien ihrer Protektorate, die entweder durch Farbrevolutionen oder durch den Kauf / Erpressung von Kompradoren (sog. herrschender Elite) unter Kontrolle gestellt wurden.

Zur Beruhigung der autochthonen Bevölkerung wurden dabei folgende formelle Gründe genannt:

  • ökologische Untersuchungen;
  • angebliche Besorgnis der USA (nach dem Zusammenbruch der UdSSR) über die Lagerung von Krankheitserregern sowie die Möglichkeit „biologischer Angriffe auf Amerika“ (insbesondere aus Armenien, Aserbaidschan, Kirgisistan, Georgien, Usbekistan, Moldawien);
  • Eindämmung von Viren aus Problemländern;
  • Forschung der Resistenz einzelner ethnischer Gruppen gegenüber verschiedenen viralen bakteriellen Krankheiten;
  • Gentechnik von Krankheitserregern und Bewertung ihres Potenzials als Erreger des Bioterrorismus, Untersuchung neuer, nicht traditioneller Ansteckungsmethoden sowie Erosionstests mit Primaten;
  • Leitungswasseraufbereitung.

Heute kümmern sich Globalisten eigentlich gar nicht mehr um Erklärungen für die Bevölkerung ihrer Kolonien

Und nun etwas mehr zu den einzelnen Bestandteilen dieses amerikanischen biologischen Netzes.

Georgien

Das war das erste Land in der ehemaligen UdSSR, das 2002 ein Abkommen mit Amerika unter dem Titel "Über die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Technologien und Krankheitserreger im Zusammenhang mit der Entwicklung biologischer Waffen und der Nichtverbreitung von Informationen in diesem Bereich" unterzeichnete.

Im September 2004 besuchte US-Senator Richard Lugar die georgische Hauptstadt. Während dieses Besuchs wurde vereinbart, ein öffentliches Gesundheitszentrum (Biolabor) in der Nähe von Tiflis im Dorf Alekseevka (am internationalen Flughafen) einzurichten. Im Jahr 2006 stufte das georgische Parlament die Aktivitäten des Lugar-Zentrums als streng geheim ein. Das Zentrum blieb bis 2015 aktiv in Betrieb.

Informationen über Bedrohungen des Lugar-Projekts in Georgien veröffentlichte der Berater des ehemaligen georgischen Präsidenten Mikheil Saakashvili und der amerikanische Journalist Jeffrey Silverman:
"Das Lugar-Labor in der Nähe von Tiflis produziert gesundheitsgefährdende Substanzen und testet sie an der lokalen Bevölkerung. Ich bin sicher, dass in Georgia gefährliche Experimente an Tieren und Menschen durchgeführt werden."
Laut Silverman kam es 2013 zur Ansteckung des Personals im Alekseevka-Labor. Anschließend wurden die Menschen heimlich behandelt, damit keine Informationen über den Vorfall in die Medien gelangen. Über Vorfälle erzählten auch die Einwohner von Alekseevka. So hätten dort im Jahr 2012 angeblich vier Filipinos, die im Labor arbeiteten, erkrankt, zwei von denen wären dann auch gestorben.

Russland warf dem georgischen Labor vor, afrikanische Schweinepest auf dem russischen Territorium verbreitet zu haben. Auch im benachbarten Abchasien entdeckte man plötzlich tödliche südamerikanische Mücken, die als Träger des Zika-Virus gelten, und die man zuvor auf der Nordhalbkugel nie gesehen hat.

Aserbaidschan

Im Jahr 2012 wurde im Rahmen des Pentagon-Programms „Joint Biological Participation“ ein Biolabor des Verteidigungsministeriums Aserbaidschans mit amerikanischem Geld eröffnet.
Darüber hinaus wurden etwa 10 biologische Überwachungsstationen in verschiedenen Regionen Aserbaidschans gebaut bzw. modernisiert. Das heißt hat Pentagon in Aserbaidschan (an der Grenze zu Russland und dem Iran) in acht Jahren ein Netzwerk aufgebaut, das sich offiziell mit "Erregerforschung und Biomonitoring" befasste, aber gleichzeitig als ein streng geheimes Militärobjekt fungierte.

Dank diesem aserbaidschanischen Netz haben die Vereinigten Staaten viele sowjetische Entwicklungsarbeiten auf dem Gebiet der biologischen Waffen sowie Sammlungen von Krankheitserregern bekommen.

Diese einzigartige Beute wurde aber ins Institut für Pathologie der US-Streitkräfte (Washington) abtransportiert, und nicht ins Gesundheitsministerium.

Armenien

In Armenien (Grenze mit dem Iran und reger Verkehr mit Russland) wurde 2016-2017 ein amerikanisches Bio-Netzwerk mit mehreren Stationen eröffnet. Die Regierung dieses eigentlich eng mit Russland verbündeten Landes behauptet immer noch hartnäckig, dass das armenische US-Netz nichts mit biologischen Waffen zu tun habe. Im Gegenteil würden die USA in Armenien für Reduzierung biologischer Bedrohungen, wissenschaftliche Forschung und andere wohltätige Projekte auftreten.

Usbekistan

2007 wurde in Taschkent das erste amerikanische "Referenzlabor" eröffnet, und 2011 kamen zwei weitere (in Andijan und Fergana) hinzu, gefolgt 2016 vom weiteren Labor in Urgench. Alle Laboratorien wurden durch die Agentur zur Reduzierung militärischer Bedrohungen (DTRA) finanziert. Die Agentur gehört allerdings nicht dem amerikanischen Gesundheitsministerium, sondern dem Pentagon.

Bereits im August 2011 trat dann in der Region Taschkent plötzlich eine unbekannte Krankheit auf, die der Cholera sehr ähnlich war. Im Jahr 2012 begegnete Usbekistan einer neuen Krankheit, bei der mehr als 10 Menschen ums Leben kamen. Im Frühjahr 2017 begann in Taschkent eine Windpockenepidemie. Aber in usbekischen Krankenhäusern wurde diese Krankheit unergründlich als "allergische Dermatitis“ eingestuft.

In Usbekistan gibt es keine offene Statistik über Infektionskrankheiten. Alle Ausbrüche gefährlicher Krankheiten unbekannter Herkunft werden als „Einzelfälle“ erfasst. Für ein Land, das ein Netzwerk moderner amerikanischer "Referenzlabors" hat, ist das ziemlich sonderbar.

Die Situation wird aber sofort nachvollziehbar, wenn man davon ausgeht, dass die US-Labors in Usbekistan dazu dienen, usbekische Gastarbeiter mit „unbekannten Erregern“ anzustecken.
Diese Gastarbeiter kommen dann nach Russland als biologische Bomben mit verzögerter Wirkung.

Kasachstan

Seit 1992 hat Pentagon mehr als 170 Millionen US-Dollar in verschiedene Programme investiert, um „biologische Bedrohungen“ in Kasachstan zu reduzieren. Das "Labor" in Almaty ist ein 4-stöckiges Gebäude mit hoher seismischer Stabilität und dem mehrstufigen Sicherheitssystem.

Die kasachischen Behörden sehen nichts Überraschendes daran, dass das Labor vom US-Verteidigungsministerium finanziert wird, denn "die Maßnahmen zur Reduzierung von Massenvernichtungswaffen liegen in seiner Zuständigkeit".

Eine solche "Maßnahme" war zum Beispiel die Untersuchung der Resistenz der lokalen Bevölkerung (meistens Kasachen, Russen und Chinesen) auf Ebola-Virus. Die Ergebnisse sind unbekannt. Jedenfalls bis heute.

Ukraine

Die Ukraine ist ein souveräner Spitzenreiter, was die Anzahl der amerikanischen Referenzlabors (15) angeht. Dementsprechend zahlreich und gravierend sind Krankheitsausbrüche und Epidemien in diesem Land.


Ukraine Biolabors

Die afrikanische Pest reduziert regelmäßig Schweinepopulation, die Vogelgrippe tötet Hühner und "unbekannte" Viren gefährden Leben und Gesundheit der Ukrainer. Was dabei 15 Referenzlaboratorien und ein Überwachungsnetzwerk von Pentagon-Biostationen in der Ukraine machen, bleibt unklar.

Im Jahr 2005 schloss das US-Verteidigungsministerium und das Gesundheitsministerium der Ukraine ein Abkommen "auf dem Gebiet der Prävention von Proliferationstechnologien, Krankheitserregern und Expertisen, die zur Entwicklung biologischer Waffen verwendet werden können".
Demnach hat die Ukraine kein Recht, "vertrauliche Informationen" offenzulegen, ist jedoch verpflichtet, alle Krankheitserreger, die in den ukrainischen "Hochrisikoeinrichtungen" untersucht wurden, ans amerikanische Verteidigungsministerium (!) zu liefern.

Das "Abkommen" (faktisch: Akt der biologischen Kapitulation der Ukraine) wurde im Rahmen des Pentagon-Programms "Reduzierung der biologischen Bedrohung" unterzeichnet, das von Washington im gesamten postsowjetischen Raum umgesetzt und vom US-Verteidigungsministerium über das amerikanische Unternehmen BLAC & VEATCH Special Projects Corp. finanziert wird.

Am 22. Oktober 2009 wurde das Entwicklungskonzept „Biological Threat Reduction Project“ unterzeichnet. Im Rahmen dieses Abkommens rüsteten die Amerikaner zwei Hauptlaboratorien für ihre Bedürfnisse in der Ukraine aus. Außerdem erhielten sie 9 Aushilfslabors in den ukrainischen Regionen.

Karte Ukraine


Das Zentrum dieses biologischen Invasionsnetzes der USA in der Ukraine befindet sich in Merefa, 25 Kilometer von Charkow entfernt, direkt an der russischen Grenze.

Wenn sich das Labor in Odessa auf die Untersuchung menschlicher Krankheitserreger spezialisiert, untersucht die Einrichtung in Merefa Krankheitserreger von Tieren und Insekten (für die es bekanntlich keine Grenzen und Quarantänen gibt).

Unter dem Präsident Janukowitsch verlangsamte sich der Ausbau eines Objekts, aber nach dem Erfolg des Euromaidans wurde das Porjekt zügig fortgesetzt.

Russische Reaktion

Alle diese Länder sind nur ein mit den für die USA wertlosen menschlichen Organismen besiedeltes Übungsgelände, auf dem US-Militärbiologen aus den Labors von Fort Detrick (Maryland) neue Arten von biologischen Waffen testen und in der Praxis einsetzen.

Grenzen Russland

Im Jahr 2017 veröffentlichte das US Air Force Training Aviation Command unbedacht einen Vertrag über den Kauf von RNA-Proben des Gewebes von Russen der europäiden Rasse. Pentagon benötigte insbesondere Proben von RNA-Molekülen, die an der Umsetzung der genetischen Information der russischen Bevölkerung beteiligt sind.

Das US Air Force Training Aviation Command war sicherlich nicht der Endverbraucher von „lebendem Gewebe“ aus Russland, genauso wie Pentagon keine wissenschaftliche Einrichtung zur Untersuchung des russischen Genotyps ist.

Daher hing der aufgetauchte Vertrag über russische RNA-Proben eindeutig mit der Entwicklung, Erprobung und Vorbereitung des Einsatzes biologischer Waffen gegen das russische Volk zusammen.

Im Oktober 2017 betonte Wladimir Putin auf der Sitzung des präsidialen Menschenrechtsrates, dass die Vereinigten Staaten in Russland „biologisches Material“ über die im Land lebenden Menschen sammeln:

"Die Sammlung von Biomaterial wird professionell durchgeführt, russische Bürger sind ein Objekt von sehr großem Interesse. Aber keine Angst. Sie können tun, was sie wollen, und wir müssen tun, was wir zu tun haben."

Also können wir nur davon ausgehen, dass Russland sich auf den biologischen Krieg, den Washington jetzt begonnen hat, vorbereitete.

Am 4. Oktober 2018 teilte Igor Kirillov, Leiter der Strahlen-, chemischen und biologischen Verteidigungskräfte der russischen Armee, während einer Beratung des russischen Verteidigungsministeriums mit, dass die Vereinigten Staaten die Anzahl biologischer Labors steigern und nationalen Sammlungen pathogener Mikroorganismen in den an Russland und China angrenzenden Gebieten immer intensiver überwachen:

"Die Vereinigten Staaten erhöhen stetig ihr biologisches Potenzial und ihre Kontrolle über nationale Sammlungen pathogener Mikroorganismen nicht nur im postsowjetischen Raum. Heute funktionieren mehr als 30 von den USA kontrollierte Labors mit einem hohen biologischen Schutzniveau. Sie werden auch ständig modernisiert, was durch offizielle UN-Daten bestätigt wird. Die Fähigkeiten dieser Labors ermöglichen es dem Pentagon, eine breite Palette von Studien mit Erregern besonders gefährlicher Infektionskrankheiten durchzuführen. Die Wahl der Laborstandorte ist unserer Meinung nach nicht zufällig. Viele von ihnen befinden sich in russischen und chinesischen Grenzgebieten und stellen eine ständige biologische Bedrohung für unsere Staaten dar".

Im Dezember 2018 haben neben dem russischen Militär auch russische Epidemiologen Alarm geschlagen. Experten von Rospotrebnadzor ließen die Möglichkeit einer künstlichen Virusmodifikation in US-Laboratorien auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion zu.

Die Leiterin von Rospotrebnadzor Anna Popova betonte, dass ihre Experten in Simferopol (Krim) Container für den Versand von vielen hundert Biomaterial-Proben ins Ausland gefunden hätten.

Biologische Militärlabors an den Grenzen der Russischen Föderation bieten den Vereinigten Staaten enorme Möglichkeiten für „saubere“ Offensivoperationen. Denn die größte Gefahr ist die unsichtbare Gefahr.

Also führen die USA bereits den biologischen Krieg, auf den sie am besten vorbereitet sind.

Amerikanische Kriegsziele sind dabei:
  1. Begründung der zunehmenden Wirtschaftskrise des Westens und des Platzens der finanziellen Blase zu schaffen, um nicht mehr erfüllbare externe und interne Verpflichtungen loszuwerden.
  2. Gegner wirtschaftlich und politisch zu erwürgen: vor allem China und den Iran, dann Russland und die EU, danach das neokoloniale Dollarsystem wieder herzustellen.
  3. Mit dem Gegengift in der Hand die Welt zu erpressen und wieder einpolig zu machen.

Wie es im Moment aussieht, konnte nur Russland die erste gross angelegte biologische Globalisten-Offensive recht erfolgreich abwehren. Ob es dem Wunder, Putins Geschick oder direkt dem Gott zu verdanken hat, werden wir - wenn überhaupt - nur viel später erfahren.

Sicher ist aber, dass Russland den Zweiten Weltkrieg unter dem Motto "Unsere Sache ist gerecht. Der Sieg wird uns gehören" führte. Und dieses Motto gilt auch für den angefangenen biologischen Dritten Weltkrieg.

Quelle
(gekürzte Übersetzung)

P.S. s. auch Epoche neuer Gefahren
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22.03.2020

Epoche neuer Gefahren

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Coronavirus

Vor einigen Tagen gab es auf dem staatlichen russischen Fernsehkanal "Kultura" eine interessante Sendung zum Thema Coronavirus, die allerdings – wie schon der Name des Fernsehkanals vermuten lässt – von Vielen anscheinend unbemerkt blieb.


Diese Sendung heißt "Kartina Mira" (= Weltbild) mit dem Moderator Michail Kowaltschuk, der eigentlich gar kein Journalist ist, sondern kein Geringerer als Präsident vom Kurtschatow-Institut, dem führenden russischen physikalisch-technischen Institut, das mit geheimen Forschungsvorhaben beauftragt und viele Jahrzehnten nur unter dem Namen Labor Nr. 2 der sowjetischen Akademie der Wissenschaften bekannt war.

Der Gast im Studio war Anna Popowa, Leiterin von Rospotrebnadsor, also dem in diesem Blog recht oft zitierten Föderalen Dienst für die Aufsicht im Bereich Verbraucherschutz und Schutz des menschlichen Wohlergehens. Hinter diesem beruhigenden Namen steckt eine riesige und mächtige sanitär-epidemiologische Behörde, die zum Teil polizeiähnlich aufgebaut ist und ihre Vertreter in allen Ecken Russlands, einschließlich aller Grenzübergänge, hat. Neben den notfalls ziemlich hart durchgreifenden Einsatzbeamten gibt es in der Struktur des Rospotrebnadsor mehrere (23) Forschungsanstalten, die sich mit theoretischen und praktischen Problemen der Hygiene, Virologie, Mikrobiologie, Infektionen, Epidemien usw. befassen.

Also gehören die beiden Gesprächspartner offensichtlich zum Kreis sehr gut informierter Menschen. Umso interessanter waren ihre Ausführungen. Besonders bemerkenswert war zum Beispiel eine vorsichtig formulierte Passage von Michail Kowaltschuk, die einerseits durchaus Aufschluss über die aktuelle Situation an der globalen virologischen "Front" geben konnte, andererseits sich als eine getarnte Message (Warnung?) an gewisse nicht direkt genannte aber leicht erkennbare Rezipienten anhörte:

Es gibt Atomwaffe. Dies ist eine abschreckende Waffe, die von den Amerikanern in Hiroshima und Nagasaki einmal und barbarisch eingesetzt wurde, als Hunderttausende Menschen getötet wurden. Die Amerikaner taten dies, weil sie wussten, dass niemand sonst eine solche Waffe hatte. Aber heute verstehen sie genau, dass nicht nur sie Atomwaffen haben, also bekommen sie in diesem Sinne immer eine angemessene Antwort. Nach dem Zusammenbruch der UdSSR blieb die Souveränität unseres Landes nur aufgrund der Atomwaffen-Parität erhalten. Aber die Welt ist sehr lebendig und flexibel. Und die biologische Gefahr ist heute sehr stark. Denn heute, wenn die Genetik buchstäblich auf dem Tisch liegt, kann man ein Virus konstruieren und es pathogen und sogar eng fokussiert machen. Wir, also die Zivilisation, treten in eine Epoche neuer und komplexer Gefahren ein. Heute müssen weltweit prinzipiell neue Sicherheitssysteme gebaut werden. Und diejenigen, die solch komplexe Viren konstruieren, müssen verstehen, dass nicht nur sie wissen, wie das gemacht wird. Die Parität existiert und wird auf diesem Gebiet genauso wie bei Atomwaffen eingehalten.


Quelle
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19.03.2020

Coronavirus-Genom sequenziert

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grippe

Spezialisten des russischen Forschungsinstituts für Influenza konnten nun das erste vollständige Genom des Coronavirus SARS-CoV-2 aus dem Material eines Patienten mit COVID-19 sequenzieren.


Die operative genetische Analyse von SARS-CoV-2-Viren ist entscheidend für das Verständnis der Entwicklung des neuen Coronavirus und der Dynamik seiner Ausbreitung, so der Direktor des Forschungsinstituts Dmitry Liosnow:

"Dieses Coronavirus ist für uns neu, daher ist es von entscheidender Bedeutung, den Weg seiner Ausbreitung vor allem auf dem Territorium unseres Landes bestimmen zu können. Diese Informationen werden bei der Entwicklung von Impfstoffen und antiviralen Arzneimitteln zur Behandlung von Patienten hilfreich sein."

Genetische Daten wurden von russischen Forschern in die internationalen EpiCoV GISAID-Datenbank eingespielt, die von der WHO und führenden Forschungsgruppen weltweit zur Überwachung der globalen Entwicklung des SARS-CoV-2-Coronavirus verwendet wird.

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Deutschland unter Hausarrest?

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Alfred Koch

Der (ehemalige?) russische Oppositionspolitiker Alfred Koch dürfte seit mehreren Jahren in Deutschland leben.


Nun meldet es sich mit seinem Facebook-Posting zum aktuellen Geschehen in dem Aufenthaltsland zu Wort. Und stellt Fragen.

***
Alle Deutschen wurden nun faktisch unter Hausarrest gestellt. Schulen, Universitäten und andere Institutionen sind geschlossen, und die Wirtschaft wird direkt von der Regierung gesteuert. Der Wirtschaftsminister droht mit der Verstaatlichung. Finanzbehörden beginnen mit dem Inflationsauftrieb.

Im Land wurde de facto der Ausnahmezustand ausgerufen, und Bürgerrechte wurden in die äußerste Ecke gedrängt. Stattdessen fordert die Regierung Bewusstsein, Solidarität, Disziplin und Geschlossenheit angesichts der drohenden Gefahr.

Faktisch ist aber die Gefahr viel geringer als der Schaden, den die Regierung dem Land und den Bürgern unter dem Deckmantel der Vorbereitungen auf die Abwehr dieser Gefahr zufügt. Die Grenzen sind geschlossen und die Kommunikation mit der Außenwelt ist unterbrochen.
Auch die Grenze zu Österreich (!?) wurde regelrecht verbarrikadiert.

Nun meine Frage:
Finden denn Bundestagswahlen 2021 statt, oder werden sie auf unbestimmte Zeit verschoben?
Immerhin hat die Regierung bereits gesagt, dass die Pandemie ein Jahr lang, vielleicht auch zwei oder mehr andauern könnte.
Und wer wird ggf. über die Wahlverschiebung entscheiden? Nicht etwa die Regierung selbst?

Und wie passend erkrankte Friedrich Merz - Merkels Hauptgegner und Hauptbedrohung - am Coronavirus, nicht wahr?

Wann ist denn die sogenannte Quarantäne und de facto Ausnahmezustand zu Ende? Und ist das deutsche Grundgesetz derzeit überhaupt noch in Kraft? Inwieweit stimmen die Maßnahmen, die Frau Merkel so begeistert ergriffen hat, mit dem Grundgesetz überein?

Gebt es den Bundestag noch? Oder steht er vollständig unter der Kontrolle der Exekutive?

Und die letzten Fragen: Wo ist hier der Unterschied mit dem Jahr 1933? Weist diese Epidemie nicht etwa Ähnlichkeiten mit dem Reichstagsbrand auf?

Quelle
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18.03.2020

An der türkisch-griechischen Front

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flüchtlinge

Unter dem Ablenkungsmanöver des Coronavirus wird die Europa-Invasion an der Südostflanke fortgesetzt.


So versuchte eine Gruppe von etwa 500 gut gebauten "Flüchtlingen" in der Nacht zum heutigen Mittwoch schon wieder nach Griechenland einzudringen.

Türkische Grenzer blieben dabei nicht unbeteiligt. Vielmehr unterstützten sie "Flüchtlinge" tatkräftig, indem sie ihre griechischen Kollegen mit Tränengas- Granaten intensiv bewarfen, wie man dem u.a. Dienstvideo entnehmen kann.

UP: Flüchtlinge entern nun Griechenland mit selbstgebauten Flössen



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15.03.2020

Apokalypse abgesagt

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Coronavirus

Das (gekürzte) Interview mit dem führenden Experten für Infektionskrankheiten Wladimir Nikiforow im unabhängigen russischen Fernsehkanal "Doschd".


***

Mein heutiger Gast ist Wladimir Nikiforow, Leiter der Abteilung für Infektionskrankheiten der Medizinischen Pirogow-Universität. Guten Abend!

Guten Abend!

Also, das Thema ist mir nicht bekannt. Darum werde ich naive Fragen stellen. Ich weiß nicht, wie sich eine Pandemie ausbreitet. Ich verstehe nicht, wie das Virus funktioniert. Aber ich kann nicht glauben, dass wir nur dreißig Kranke im ganzen Land haben. Das ist sehr schwer vorstellbar. Was ist mit den Tests, mit der Diagnose? Wie wird so was durchgeführt?

Nun, wie das technisch funktioniert, weiß ich natürlich. Es gibt eine Polymerasekettenreaktion, ein Abstrich, und dann schaut man, ob die RNA des Virus vorhanden ist oder eben nicht. Wie gesagt, wie das technisch gemacht wird, ist klar. Wer untersucht wird, ist im Prinzip auch nachvollziehbar.
Andererseits haben wir im Moment wahrscheinlich keine Möglichkeiten, um unseren Ärzten kurzerhand genug Testsysteme zur Verfügung zu stellen.

Sie sind also nicht vorhanden.

Das ist gut möglich. Eigentlich ist das heute überall so. In jedem Land wird diskutiert, wie viel Testsysteme vorrätig sind, wieso zu wenig und was man dagegen tun kann. Ich bin aber ein Kliniker und Facharzt für Infektionskrankheiten. Und die technische Ausstattung ist die Zuständigkeit des Rospotrebnadzor (Russischer föderaler Dienst für die Aufsicht im Bereich des Verbraucherschutzes und Schutzes des menschlichen Wohlergehens).

Und der Dienst macht seine Arbeit nicht besonders gut...

Kein Kommentar.

Das war mein Kommentar.

Dann bleiben wir einfach dabei, denn Kliniker und Rospotrebnadzor sehen manche Sachen grundsätzlich anders.

Alles klar. Dann nehmen wir mal an, dass es doch mehr angesteckte Bürger in Russland gibt als offiziell vermeldet. Fühlen Sie sich darauf vorbereitet?

Im Prinzip kann ich natürlich nicht ausschließen, dass wir nicht jeden Angesteckten abfangen können. Aber Geschichten über Tausende von Kranken und Verstorbenen, die Leichenschauhäuser buchstäblich überfüllen, gehören in die Kategorie der Wahnvorstellungen.

Solche Gerüchte waren kürzlich in Moskau im Umlauf.

Ich arbeite in der Klinik für Infektionskrankheiten. Ich kenne alle Spezialisten auf diesem Gebiet. Eigentlich gibt es nicht allzu viel davon in Russland. Also hätte ich in jedem Fall gewusst, wie es mit Leichen aussieht. Nochmals zur Klarheit: Selbst wenn man vermutet, dass es mehr Angesteckte als gemeldet gibt, dann sollte man vor allem davon ausgehen, dass der Verlauf der Krankheit bei diesen Menschen keine klinische Ausprägung hat. Sagen wir so: Der Bürger meint, er sei verschnupft.
Also wirklich schwerkranke Patienten, die irgendeine Art von Therapie oder Intensivtherapie benötigen, gibt es im Moment nicht.

Das wundert mich aber. Wo sind sie denn?

Das weiß ich nicht.

Vielleicht liegt es daran, dass Russland geografisch ziemlich isoliert ist?

Kann sein. Es ist aber auch lobenswert, dass wir unsere Grenzen rechtzeitig zugemacht haben.
Meiner Meinung nach ist selbst eine Überreaktion in solchen Fällen durchaus berechtigt. Auch Temperaturmessungen waren richtig...

Welche Temperaturmessungen denn? Die Temperatur wurde in den Flughäfen nach dem Landen auch Ende Februar noch nicht gemessen. Wie es im Moment aussieht, weiß ich nicht.

Also, ich war in Peking Anfang Februar. (Bitte fallen Sie nicht in Ohnmacht - meine Tests sind negativ.) Schon damals gab es diese Prozedur im Flughafen.

Bei mir nicht.

Ich kam aber aus Peking.

Ach ja, aus Peking, dann ist es klar. Nun zum anderen Thema. In den letzten Tagen wird viel über die sogenannte ambulant erworbene Pneumonie gesprochen. Rasanter Zuwachs. Verstehen Sie, was das ist?

Das verstehe ich sehr wohl. Und an diesem neuen Hype bin ich wahrscheinlich zum Teil auch selbst schuld. Denn ich habe ja bei allen meinen Interviews wiederholt, dass es ziemlich dumm ist, von einem schrecklichen und tödlichen Coronavirus zu reden, an welchem in China bis vor kurzem „nur“ ein paar tausend Menschen starben, während wir in Russland nach offiziellen Angaben jährlich ca. 700 tausend Fälle ambulant erworbener Pneumonie registrieren. Aber es ist nichts anderes als nur eine Pneumonie, die halt außerhalb eines Krankenhauses - sozusagen „auf den Beinen“ - durchgemacht wird. Sie kann beispielsweise die Folge einer Grippe sein.
Die Ziffer von 700 Tausend Kranken jährlich für 140 Mio. russische Bevölkerung ist schon beeindruckend. Und wenn wir nun davon ausgehen, dass die Letalität dieser Krankheit bei ca. 2% liegt, dann haben wir bereits 14000 Tote jedes Jahr nur wegen der ambulant erworbenen Pneumonie.
Wenn wir jetzt diese Ziffer mit der Zahl der weltweiten Coronavirusopfer vergleichen, dann ist die ambulant erworbene Pneumonie für uns immer noch dreimal gefährlicher als das Coronavirus. Das war mein Gedanke. Aber vielleicht habe ich zu viel darüber gesprochen. Und jetzt ist der Begriff in unseren Medien halt aktiv im Umlauf.

Es war also nur zur Veranschaulichung.

Und die Massenmedien haben daraus einen Mischling aus der ambulant erworbenen Pneumonie und dem Coronavirus gebastelt. Darüber hinaus gibt es seit ein paar Wochen eine Verordnung, dass alle Patienten mit Pneumonie auch automatisch auf das Coronavirus getestet werden. Dazu kommt noch, dass Menschen heute viel mehr auf ihre Gesundheit aufpassen. Und der Rettungsdienst bringt einen dann sofort ins Krankenhaus. Noch vor einem Jahr musste man die Einlieferung ins Krankenhaus bei Pneumonieanzeichen beim Rettungsdienst regelrecht erflehen. Heute wird man notfalls auch mit der Polizei eingeliefert. Eine ganz andere Situation also.

Wie auch immer haben wir in Moskau für heute ca. 30 Coronaviruspatienten. Und rational gesehen kann ich mich ja mehr oder weniger sicher fühlen. hrend zum Beispiel in Italien die Situation wirklich kritisch zu sein scheint. Ich sehe all das und verstehe, dass dies eine richtige Herausforderung für das gesamte System des Gesundheitsschutzes ist, dass es noch mehr Menschen krank werden, und dass das System auch zusammenbrechen kann. Auch wenn wir heute optimistische Behördenberichte lesen, die ich nicht wirklich glaube, trotzdem kann sich die Situation noch zuspitzen. Nicht wahr?

Nicht unbedingt. Jede Epidemie hat, sagen wir so, eine standardmäßige Entwicklung, falls sie nicht bewusst manipuliert wird. Demnach wird jedes Virus mit der Zeit weniger virulent, also weniger aggressiv. Das Virus braucht keine Schwerkranken und keine Toten. Es braucht Träger, die es leicht aushalten. Das war schon immer so. Das Coronavirus existiert seit 1965. Und Viren dieser Art provozierten den banalen Schnupfen. Das, was wir allgemein respiratorische Infektion nennen, ist eigentlich eine Art Oberbegriff, der zu ca. 20% eben aus Coronaviren besteht.
Ich kann Ihnen zusichern, das heute furchterregende COVID-19 degradiert bald zu einer Schnupfen-Infektion, vielleicht mit etwas Husten und leichtem Fieber. So ist die Logik des Prozesses.

Also ist der weltweite katastrophale Spektakel bald zu Ende?

Natürlich.

Wann?

Schauen Sie einfach, wie es in China vor sich geht. Sie haben schnell Lazarette gebaut, nun sind sie am Demontieren. Es ebbt also ab. Ich habe bereits vor Wochen gesagt, dass sich die Situation da drüben zum März stabilisieren wird. Das hat sich nun als korrekt erwiesen.

Chinesen haben aber harte Maßnahmen ergriffen...

Genauso wie das Virus. Aber ich wiederhole: Tote Menschen sind für das Virus auf Dauer nutzlos. Die Natur macht keine Dummheiten. Die Menschen aber schon. Nur der Mensch ist fähig, Dummheiten zu machen. Die Natur ist vernünftig. Wie auch immer ist China bereits über den Berg.

Kann auch Italien bald ausatmen?

Sicher. Auch in Italien bildet sich eine Immunschicht. Wir konzentrieren uns medienbedingt auf Schwerkranke, aber es gibt inzwischen auch eine ganze Menge Menschen in Italien, die das Coronavirus relativ leicht überstehen konnten. Daraus bildet sich die Immunschicht.
Wegen meines Berufs darf ich ja etwas zynisch sein, darum sage ich: Bestimmt wird es Menschen geben, die am Coronavirus sterben, aber wir sterben ja schließlich alle.

Also als Fachmann sehen Sie keine Gründe für einen Notstand hier in Moskau?

Ich sehe ein ernstzunehmendes Problem, aber keine Katastrophe und keine Apokalypse. Apokalypsen werden ja regelmäßig angekündigt. Am Ende ist das nur heiße Luft.

Meinen Sie jetzt Russland oder global?

Global.

Ist die Lage in Russland besser als global?

Im Moment haben wie es etwas besser. Ob es auch weiter so bleibt, kann keiner wissen. Wir hoffen auf positive Entwicklung, aber wir bereiten uns auch weiter vor. Ich würde das so formulieren, ohne auf Einzelheiten einzugehen. Auf jeden Fall ist die Hysterie nicht angebracht und kontraproduktiv.

Sind also weltweite Einschränkungen und Quarantäne nur Überreaktionen?

Ich glaube schon. Oder nennen wir das anders: Das ist eine Übung. Sie kann ja nicht schaden, falls etwas Ernstes passiert.

Alles klar. Eigentlich ist es angenehm, das Gespräch gerade in diesen Tagen so positiv ausklingen zu lassen.

Unser Gast Wladimir Nikiforow sagt die Apokalypse weltweit und insbesondere in Russland ab, wo die Lage wahrscheinlich doch so ist, wie sie offiziell dargestellt wird.

Quelle
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14.03.2020

Keine Panik

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Panik

Leonid (Michailowitsch) Roschal ist ein anerkannter russischer Kinderarzt und ein Experte der Weltgesundheitsorganisation, der Vorsitzende des Internationalen Komitees für Kinderhilfe bei Katastrophen und Kriegen und ein Mitglied der Menschenrechtskommission, die Präsident Putin berät.


Vor einigen Tagen hat Herr Roschal durch zentrale russischen Massenmedien (z.B. RIA Nowosti) für die "Bestrafung der Panikmacher im Zusammenhang mit dem Coronavirus" ausgesprochen, und zwar:

"Für die Ausbreitung der mit der Coronavirus-Infektion verbundenen Panik ist eine Bestrafung erforderlich. In der Tat ist Coronavirus nicht schlimmer als Grippe. Ich beobachte sorgfältig, was passiert. Ich habe gerade einen Brief erhalten, in dem es heißt, dass es in Moskau angeblich viele tausend Infizierte gebe. Also müsste man nun in die Supermärkte rennen, um Lebensmittel und Medikamente zu kaufen. Das ist nicht notwendig. Notwendig ist dagegen, solche Panikmacher, die Lügen verbreiten, zur Verantwortung zu ziehen. Leben und arbeiten Sie einfach ruhig weiter!"

Quelle

Info zur Person

News zum Thema Corona-Virus:
Führender russischer Spezialist für Infektionskrankheiten Wladimir Nikiforow sagt die Corona-Apokalypse ab
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12.03.2020

Militärkonvois als Kriegsvorzeichen?

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Militärkonvoi Russland

Militärkonvois waren schon immer ein unverzichtbarer Bestandteil eines jeden Krieges.


Doch im 21. Jahrhundert scheint das anders zu funktionieren: Es gibt zwar noch keinen erklärten globalen Krieg, aber die Militärkonvois durchpflügen die Ozeane bereits.

So muss Russland sein transozeanisches Militärkonvoisystem de facto aufbauen, um russische Schiffe vor den Vereinigten Staaten zu schützen.

Gerade in diesen Tagen zieht nämlich der Gazprom-Rohrleger „Akademik Tschersky“ aus dem Fernen Osten zur Ostsee, um die Nordstream-2-Pipeline fertig zu bauen. Und das tut er unter dem Schutz der russischen Marine.

Auf den ersten Blick ist dieser Schutz nachvollziehbar: „Akademiker Tschersky“ will jede Begegnung mit somalischen Piraten vermeiden, von denen man in letzter Zeit allerdings kaum etwas zu hören bekommt. Das Schiff zieht aus Sri Lanka zum Golf von Aden und weiter zum Suezkanal. Das ist die kürzeste Strecke zur Ostsee.

Aber an dieser Stelle beginnen merkwürdige "Zufälle".


Laut der Pressemitteilung des russischen Verteidigungsministeriums betrat das Wachschiff der baltischen Flotte „Jaroslaw Mudryj“ am 4. März den Hafen von Colombo, der Hauptstadt Sri Lankas.
Eigentlich immer noch nichts Ungewöhnliches: Das Wachschiff füllte die Vorräte an Wasser und Lebensmitteln auf, überprüfte Mechanismen, auch die Matrosen entspannten sich ein wenig.

Aber bereits am 6. März steuerte das Schiff jedoch zusammen mit dem "Akademiker Tschersky" ebenfalls den Golf von Aden an, um "die Bekämpfung der Piraterie im Indischen Ozean fortzusetzen".

Dort warten auf ihn schon der russische Militärtanker „Jelnja“ sowie das Schleppschiff „Wiktor Konetskij“. Dabei ist es eher unwahrscheinlich, dass ein durchaus modernes vor 10 Jahren gebautes Wachschiff Schlepperdienste in Anspruch nehmen muss. Andererseits ist es bekannt, dass der Gazprom-Rohrleger bestimme Probleme mit seinem Antriebswerk hat, und darum die Hilfe vom Schleppschiff „Wiktor Konetskij“ ggf. benötigen könnte.

Also dient diese doch ziemlich große Gruppierung von Schiffen der russischen Marine wohl kaum zum Abschrecken von somalischen Piraten, die ja meistens sowieso nicht mehr vor Ort präsent sind und sich höchstwahrscheinlich längst als „Flüchtlinge“ in Europa herumtreiben. Das eigentliche Ziel der russischen Kriegsschiffsgruppe besteht offensichtlich darin, weit gefährlichere „Piraten“ unter dem Sternenbanner abzuwehren.

Der plumpe und langsame russische Rohrleger wäre nämlich ein begehrtes Ziel für amerikanische Provokationen. Doch das Geleit aus russischen Kriegsschiffen schließt nun solche Situationen praktisch aus.

Diese Schilderung mag überspitzt klingen. Doch dann müsste man eine plausible Erklärung dafür finden, wieso der Rohrleger „Akademik Tschersky“ auch bis nach Sri Lanka vom russischen U-Bootabwehrschiff „Admiral Winogradow“ begleitet wurde. Ein U-Bootabwehrschiff gegen Piraten einzusetzen wäre sicherlich eine Überreaktion gewesen.

Laut einer weiteren Mitteilung des russischen Verteidigungsministeriums legte „Admiral Winogradow“ aus dem Colombo-Hafen inzwischen ab und „führt weiterhin zugewiesene Aufgaben auf See aus“.

Was für Aufgaben das sind, wissen wir noch nicht. Vielleicht schließt er sich der Rohrleger-Eskorte an? Oder kehrt das Schiff zurück in die Pazifik? Eigentlich würden beide Szenarien bedeuten, dass Russland faktisch gezwungen wurde, in Friedenszeiten ein globales Konvoisystem in den Ozeanen aufzubauen, um seine Schiffe vor feindlichen Aktionen der Vereinigten Staaten zu schützen.

Was befürchtet man in Moskau?


Mit dem Rohrleger „Akademik Tschersky“ kann unterwegs - erfahrungsgemäß - so einiges passieren. Zum Beispiel kann das Schiff „zufällig“ gerammt werden. Es kann auch auf Anordnung irgendeines exotischen Bananengerichtes beschlagnahmt oder von leidenschaftlichen ökologischen Soros-Aktivisten geentert werden. Alle Mittel sind ja gut, um den Nordstream-2 zu stoppen.

Natürlich ist Russland in der Lage, einen Rohrleger zu bauen. Dies erfordert aber viel Zeit und viel Geld. So lange kann der fast fertiggestellte Nordstream-2 nicht warten, denn seine ungenutzte Infrastruktur verkommt dann langsam, und das fast fertige Mega-Projekt wird für Russland und Europa zum Scherbenhaufen.

Auf diese Weise wird Europa durch die USA vom günstigen aber „undemokratischen“ Gas „befreit“ und endgültig zum amerikanischen Vasallen gemacht. Natürlich bringt das Scheitern des Nordstreams auch Russland erhebliche wirtschaftliche und politische Verluste. Das darf man nicht zulassen.

Im Kreml wurde bereits mehrmals betont, dass Russland in der Lage ist, den Nordstream-2 trotz aller Sanktionen fertigzustellen, und zwar noch in diesem Jahr. Berlin bestätigt diese Pläne.

Darum wird der plumpe Rohrleger „Akademik Tschersky“ plötzlich zur Schlüsselfigur der globalen Politik, und deswegen wird er nun sogar durch Kriegsmarine eskortiert.

Dies ist ein markanter Beweis dafür, dass das heutige Wirtschaftsleben nicht von der sogenannten „unsichtbaren Hand des Marktes“, sondern vielmehr von den durchaus sichtbaren Streitkräften mitbestimmt wird.

Hauptsache, man hat die Streitkräfte parat.

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01.02.2020

Brexit aus russischer Sicht

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Grossbritanien
Großbritannien hat dem europäischen Traum und der Soft Power der Europäischen Union einen Schlag versetzt und damit einen gefährlichen Präzedenzfall geschaffen.


Dies teilte der Vorsitzende des Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten des russischen Föderationsrates Konstantin Kosachev den Reportern mit:
"Dies ist zweifellos ein Schlag gegen den europäischen Traum und die "weiche Macht" der EU, obwohl klar ist, dass die ewig subventionierten postsozialistischen Staaten daran nicht denken, aus einer komfortablen Union auszusteigen, in der alles für sie von den 'großen Brüdern' aus Brüssel entschieden wird. Es ist jedoch ein Präzedenzfall geschaffen worden, und als solcher ist er für die EU durchaus gefährlich."
Das europäische Projekt wurde bis jetzt, so der russische Senator, als eine Allianz freier und unabhängiger Staaten präsentiert, als eine Art heilige Ökumene für jeden europäischen Staat, als eine glückliche Endstation und ein ersehntes Ziel für jede europäische Nation, das nur durch endlose "Hausaufgaben", "Reformen" und Umsetzung von Vorschriften der "Übermenschen" aus Brüssel erreicht werden könnte. Außerdem war das auch die weiche Macht der Europäischen Union. Diese Soft Power hatte allerdings sehr harte Konsequenzen wie Staatsstreiche, Morde, Zwiste zwischen einst treuen Partnern, Bereinigungen von medialen und politischen Landschaften und installierte Wirtschaftskrisen.

Nun wurde diese Macht über Nacht in Frage gestellt. EU-Beitritte wurden bis heute regelrecht als Verkörperung des "jahrhundertealten Strebens" jedes europäischen Volkes nach Unabhängigkeit hoch gepriesen. Aber Großbritannien widerlegte diese These auf einen Schlag. Ab jetzt heißt es: Entweder die EU oder die Unabhängigkeit. Vorrangig wird nun also die Souveränität und das Recht, das nationale Schicksal bis hin zum Krummheitsgrad eigener Gurken selbst zu bestimmen. Das ist der eigentliche Sinn des Brexits.

Auch die Verbesserung der Beziehungen zwischen Großbritannien und Russland wären, so Kosachev, nicht ausgeschlossen:
"Es ist bestimmt einfacher für uns, Beziehungen zu souveränen Staaten aufzubauen, die nicht EU-Handlungsdirektiven berücksichtigen müssen".
"Großbritannien muss auch nicht mehr chronische Ängste der baltischen Länder oder Polens in Kauf nehmen, die alle Versuche vernünftiger Kräfte in Brüssel, normale Kontakte mit Russland wiederherzustellen, zum Scheitern bringen."
Abschließend meinte Herr Kosachev:
"Ja, unsere bilateralen Beziehungen sind heute an einem der tiefsten Punkte in der Geschichte. Und ich glaube nicht, dass es momentan allzu viel Raum für Verbesserungen gibt. Aber immerhin haben wir nun einige Anhaltspunkte mehr, um über ein besseres Verständnis zwischen den Ländern nachzudenken."
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17.01.2020

Putins Falle für Polen

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Polen und Juden

Neulich sagte Lech Wałęsa, der vielleicht berühmteste der lebenden Polen der Welt:


"Warschau hätte den russischen Präsidenten Wladimir Putin zum 75. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz einladen und unverblümt sagen sollen, dass die Russen das Konzentrationslager befreit hätten."

Das stimmt. Das hätte es, hat aber nicht gemacht. Wenn man nun in den polnischen Zeitungen der letzten Wochen blättert, wird einem klar: Putins Worte übers "antisemitische Schwein" haben den polnischen Nerv getroffen. Die Wahrheit gesagt zu gekommen, hat sich Warschau im Laufe der Zeit wohl abgewöhnt. Die polnische Reaktion als Schock zu bezeichnen, wäre sicher zu milde formuliert. Selbst die Polen sehen es ein, dass sie in Putins Falle geraten sind.

Und aus dieser Falle gibt es keinen Ausweg: Die fehlende polnische Reaktion auf Putins Worte würde zwangsläufig die Zustimmung bedeuten. Jede Antwort wäre aber als Selbstanzeige einzustufen. Das Land ist nun total deprimiert. Aber das ist ja erst der Anfang.

Neulich hat Herr Wolodin, der Sprecher der Staatsduma, nochmals eins drauf gesetzt, indem er schon wieder mit Skeletten im polnischen Schrank rasselte. Er sagte, dass das faschistische Deutschland in Polen mehr als drei Millionen Juden ausrottete. Dabei bezeichnete er diese Zahl als schrecklich:
"Ausgerechnet in Polen wurde der größte Teil des jüdischen Volkes in ganz Europa vernichtet. Und das ist kein Zufall, denn in Polen wurden Hunderte von Konzentrationslagern errichtet, wo Juden, Slawen und Kriegsgefangene anderer Nationalitäten gezielt eliminiert wurden. Dies wurde zum großen Teil durch die Vorkriegsatmosphäre in Polen sowie durch die Position der polnischen Führung begünstigt, die die antisemitischen Gefühle in der Gesellschaft anheizte und den Boden für den anschließenden Völkermord, den Holocaust, schuf. Dafür muss sich die heutige polnische Führung bei Juden und der ganzen Welt entschuldigen.“
Das ist eine ziemlich klare Stellungnahme, die die Polen langsam aus Opfern zu den Henkern macht. Und das hat - historisch gesehen - eigentlich auch seine Richtigkeit.

Aber am meisten strapaziert die Polen das vierte Welt-Holocaust-Forum "Leben für mein Volk", das bald in Israel stattfindet. Der polnische Präsident Andrzej Duda nimmt an diesem Forum nicht teil, weil Wladimir Putin zum Hauptredner in Yad Vashem ernannt wurde, wo die Trauerfeier abgehalten wird. Wie eine Warschauer Zeitung dazu trefflich schreibt, nach Putins Rede bliebe dem polnischen Präsidenten nichts übrig, als den Saal zu verlassen. Also am besten den Saal erstmal nicht zu betreten.

Wir wissen nicht, worüber genau Putin dort sprechen wird. Vielleicht wird er erzählen, wie die meisten Sobibor-Ausbrecher von der polnischen Bevölkerung gemein an Deutsche ausgeliefert wurden. Oder dass dem von Polen hoch gepriesenen "Wunder an der Weichsel" von 1920, der Angriff Pilsudskis auf die Ukraine im Jahr 1919 vorausging. Oder dass Hitler, als er 1939 Krakau eroberte, am Grab des polnischen Marschalls eine Ehrenwache aufstellen ließ.

Für polnische Ohren kommt auf jeden Fall nichts Erfreuliches aus Putins Rede. Das Schlimmste ist es aber aus der polnischen Sicht, dass diese Wahrheit nicht nur polnisches Ohr sondern die ganze Welt hören wird. Und keine Resolutionen des polnischen Sejms werden das verhindern können.

Dieser Informationskrieg wurde nicht von Russland angefangen. Er muss aber von Russland zu Ende gebracht werden.

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01.01.2020

Russin

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Russisches Mädchen

Die Russen geben bekanntlich nie auf.


Auch wenn sie manchmal für Burjaten gehalten werden.










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16.12.2019

Europas Fahrt gegen die Ökowand

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Der Grüne Deal EU



Hier ist die deutsche Übersetzung eines russischen Expertenartikels, der neulich auf der Website der führenden russischen Presseagentur RIA Novosti veröffentlicht wurde.




Die Europäische Union schafft einen weiteren Grund für die Verhängung von Wirtschaftssanktionen - auch gegen Russland.


Doch nicht nur russische Unternehmen, sondern auch alle Partner der Europäischen Union haben unter den eventuellen neuen Repressionsmaßnahmen der Europäischen Kommission zu leiden. Auch die europäischen Beziehungen zu den Vereinigten Staaten könnten massiv gestört werden.

Diese düsteren Aussichten auf einen Sanktionenweltkrieg im Format "Europäische Union gegen den Rest der Welt" hängen mit dem ehrgeizigen Programm der neuen EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zusammen.

European Green Deal heißt das Programm, das viele europäische Medien begeistert aufgenommen haben und welches sogar in der internationalen Medienwelt als Beispiel für eine visionäre und hochmoralische Politik lobgepriesen wird.

Es geht dabei um radikale Reform der europäischen Wirtschaft mit dem Ziel, die sog. CO2-Neutralität bis 2050 zu erreichen.

Auf den ersten Blick scheint das ambitionierte Programm von Ursula von der Leyen ein reines Umweltprojekt zu sein. Doch in der Praxis wird dieses Programm die Europäische Union zwingen, wirtschaftliche Beschränkungen gegen China, Russland, Indien, die USA und wahrscheinlich Großbritannien zu verhängen. Die Notwendigkeit derart drastischer Maßnahmen wird sowohl von den europäischen Politikern als auch von der europäischen Expertengemeinschaft offen anerkannt.

Deutsche Staatspropaganda - durch die Deutsche Welle vertreten - beschreibt das Programm wie folgt:

"Nach den Plänen von Brüssel sollte die europäische Wirtschaft vollständig umstrukturiert werden. Die europäische Industrie muss in Zukunft strenge Umweltstandards einhalten. Darüber hinaus beabsichtigt die Europäische Kommission, das System des Handels mit Quoten für Treibhausgasemissionen auszubauen".

Amerikanische Wirtschaftsnachrichtenagentur Bloomberg weist auf konkrete wirtschaftliche Auswirkungen der Umsetzung des Green Deals für Europa hin, zu denen strengere Emissionsnormen für Fahrzeuge und Industrie, aktualisierte Kraftstoff- und Energiesteuern, neue Subventionsregeln für europäische Unternehmen, Import-Umweltsteuer sowie andere Maßnahmen gehören, die die Flucht von Unternehmen in die Regionen mit milderen Umweltvorschriften verhindern sollen, aber auch die Schaffung des Mechanismus, mit dem 100 Milliarden Euro für die am stärksten betroffenen Regionen bereitgestellt werden sollten, sowie der Übergang zu umweltfreundlicheren Anbaumethoden.

Theoretisch mag sich das zwar großartig anhören, aber all diese Maßnahmen werden der europäischen Wirtschaft offensichtlich enormen Schaden zufügen. Die Europäische Kommission ist sich dessen bewusst, und darum geht man dort bereits heute von der Notwendigkeit aus, Maßnahmen gegen jene Länder einzuführen, die Europa nicht in die glänzende kohlenstoffreie Zukunft begleiten wollen.

Wenn man die Initiativen der Europäischen Kommission aus der bürokratischen in die normale Sprache übersetzt, so ergibt sich daraus der folgende Ansatz:

Der durchschnittliche Europäer wird buchstäblich für jeden Atemzug, für jedes Stück Fleisch, für jedes Kilowatt Strom und für jeden Liter Benzin zusätzlich zur Kasse gebeten. Dabei hat er sich selbst regelmäßig zu geißeln, weil er überhaupt lebt. Denn sein Leben und das Leben seiner Kinder gelten nun per se als Verbrechen gegen das Klima.

Neue Steuern für fossile Brennstoffe werden Benzin, Gas und Heizung nochmals verteuern. Es sei daran erinnert, dass die Proteste der "gelben Westen" in Frankreich mit der Forderung begannen, die Steigerung der Steuern für Dieselkraftstoff und Benzin zu stoppen.

Der Übergang zu einer noch "grüneren" Landwirtschaft bedeutet den Bankrott oder mindestens die Armut von Landwirten, die kürzlich Straßen in Deutschland sperrten, oder regionale Verwaltungen in den Niederlanden regelrecht stürmten. Der Grund waren Umwelteinschränkungen, die die Landwirtschaft schlicht unrentabel machen.

Es ist logisch, dass angesichts noch strengerer Beschränkungen und höherer Steuern sowie steigender Preise für Strom und Kraftstoff jede Produktion von Stahl über Maschinen bis hin zu Mehl in der Europäischen Union tatsächlich völlig unwirtschaftlich sein wird. Europäische Waren werden nicht einmal auf dem Binnenmarkt konkurrenzfähig, von internationalen Märkten ganz zu schweigen.

Darüber hinaus werden europäische Unternehmen aus der Europäischen Union fliehen, und dabei Geld, Technologien, Arbeitsplätze und Steuern mitnehmen. Fluchtrichtungen sind leicht zu erraten:
China, die USA, aber auch Russland, das durch seine niedrige Strom- und Gaspreise sowie relativ kurze europäische Transportwege durchaus attraktiv sein kann.

Aber gerade deswegen erörtert die Europäische Kommission im Voraus Maßnahmen, die es ihr ermöglichen, der Flucht europäischer Unternehmen entgegenzuwirken.

Die beliebteste Idee ist dabei die Einführung von "Umweltsteuern" für Waren aus diesen Ländern.
Wenn die europäischen Politiker dabei stur genug bleiben, werden diese Steuern so lange erhoben, bis andere Länder nachgeben und beginnen, ihre eigene Wirtschaft mit denselben "grünen" Programmen zu erdrosseln, Gaspreise drastisch zu erhöhen, zusätzliche ökologische Abgaben einzuführen usw.
Und wenn die radikalsten "grünen" Politiker innerhalb der Europäischen Kommission die Oberhand bekommen, besteht sogar die Gefahr, dass die Einstellung des Betriebs von Kernkraftwerken in der Europäischen Union gefordert wird.

Man darf sich auch nicht täuschen lassen und glauben, dass 100 Milliarden Euro, die möglicherweise für die am stärksten betroffenen Regionen der Europäischen Union bereitgestellt werden, das Problem lösen und die wirtschaftlichen Folgen des "grünen Wahnsinns" der Europäischen Kommission abmildern werden.

Mehr noch: Auch die Tatsache, dass Ursula von der Leyen beabsichtigt, eine Billion Euro für die Umsetzung des Grünen Deals für Europa bereitzustellen, wird nichts ändern.

Dabei hat beispielsweise der polnische Energieminister höchstwahrscheinlich Recht, wenn er behauptet, dass mehrere Billionen Euro allein für Polen ausgegeben werden müssen, um sein Land bis zum Jahr 2050 "klimaneutral" zu machen.

Wie Bloomberg berichtete, erkennt selbst die Europäische Kommission die ungeheuren Kosten an, die mit dem Projekt verbunden sind:


"Nach Angaben der Europäischen Kommission, auch wenn die Mitgliedstaaten alle ihre Pläne (Emissionsminderung) in den nächsten 10 Jahren erfüllen, trotzdem werden Investitionen von 575 Milliarden Euro pro Jahr über einen Zeitraum von 20 Jahren erforderlich sein, um absolut saubere Emissionen bis 2050 zu erreichen."

Es ist auch symptomatisch, dass die Europäische Kommission das schwerste Umweltjoch an Hals der europäischen Wirtschaft hängen will, unbeachtet der Verlangsamung deren Hauptmotors - der deutschen Wirtschaft, die ohnehin unter den von der Bundesregierung im Laufe der Jahre eingeführten Pseudoumweltmaßnahmen leidet.

Dies ist keine russische Einschätzung, sondern eine trockene Tatsachenfeststellung der amerikanischen Medien und sogar der Deutschen Zentralbank:

Die Bundesbank hat die Prognose für das BIP-Wachstum der größten europäischen Volkswirtschaft im nächsten Jahr halbiert. Gleichzeitig hat sich die Produktion in Deutschland nach mehreren Monaten Schrumpfung immer noch nicht erholt. Die Zahlen der letzten Woche zeigen, dass sich der Rückgang der Produktionsaufträge und der Industrieproduktion im Oktober unerwartet verschnellte. Die Inflation steigt über den Prognosezeitraum hinweg allmählich an. Das passiert teilweise aufgrund höherer Energiekosten im Zusammenhang mit staatlichen Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels.

Wenn schon die mächtigste Wirtschaft der EU bereits unter dem Joch des "grünen Wahnsinns" knarrt und stöhnt, kann man sich leicht vorstellen, welche katastrophalen Folgen die Umsetzung des Green Deals für Europa haben wird.

Nach der Konfrontation mit solchen Konsequenzen wird die Europäische Kommission eine äußerst unangenehme Qual der Wahl haben: Entweder eigene Fehler zugestehen (was aus politischen Gründen kaum möglich ist), oder mit doppelten Kräften weiter machen. Das heißt, alle Probleme auf andere Akteure der Weltwirtschaft umzuwälzen, und sie zu beschuldigen, der europäischen Umweltpolitik nicht folgen zu wollen. Und dies kann durchaus die Einführung der als "Umweltsteuern" getarnten neuen Wirtschaftssanktionen bedeuten. In solchen Fällen sind Anschuldigungen der europäischen Politiker gegen den Rest der Welt eher charakteristisch.

Bei diesem Szenario kann man davon ausgehen, dass amerikanische Flugzeuge und Elektronik, chinesische Konsumgüter sowie russisches Gas, Ölprodukte, Stahl und Düngemittel von der europäischen "Umweltrache" betroffen werden.

Ursula von der Leyen behauptet, der Grüne Deal für Europa sei ein Projekt, das der amerikanischen Mondlandung gleichgestellt werden kann, was wahrscheinlich auf seine Komplexität, hohe Kosten und enorme historische Bedeutung schließen lässt.

Das mag sein. Aber die Weltraumforschung trägt trotz ihrer hohen Kosten zum wirtschaftlichen und technologischen Fortschritt der Menschheit bei. Dabei steuert sie die Welt nicht in die technologische Rückständigkeit, wo selbst Fleisch und Flugreisen zu Luxusgütern werden.

Wenn europäische Politiker unbedingt glorreich in die Geschichte eingehen wollen und dabei die Amerikaner um ihren Mondflug beneiden, könnte man vielleicht versuchen, dieses Problem ohne Ruinierung der europäischen Wirtschaft zu lösen. Die Einigung mit Russland auf einen gemeinsamen Flug zum Mond wäre bestimmt billiger und einfacher zu realisieren. Jedenfalls wären dabei keine Massenproteste und populistische Ausschreitungen zu erwarten, während der Green Deal die Europäer zum Siedepunkt mit schweren Flogen bringen kann - entweder auf den Straßen oder - mindestens - an den Wahlurnen.


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