26.05.2018

Scheißegal

Deutsche Welle gegen Russland
Die russische Redaktion der Deutschen (Lügen)welle gilt mittlerweile als Inbegriff einer zügellosen und musterhaft doofen Russlandhetze.

Inzwischen gibt es in diesem Blog eine beinahe vollwertige Rubrik (hier), die dieser jämmerlichen Wanzenbude gewidmet ist.

Die staatliche Deutsche Welle hat einst den schlüpfrigen Weg der Lüge und Hetze in Russland beschritten. Und wenn das einmal passiert ist, dann gibt es wohl kein Zurück mehr.

Vielmehr findet dabei eine logische „Entwicklung“ in Richtung Verwesung statt. Die Deutsche Welle ähnelt sich nämlich immer mehr der sowjetischen Zeitung „Prawda“: die DW-Journalisten glauben wohl selbst nicht mehr daran, was sie schreiben. Hauptsache - genug Anschläge eintippen und Geld dafür abkassieren, und scheißegal, ob jemand den „Artikel“ überhaupt liest.

Genau nach diesem Prinzip dürfte ein gewisser Nikita Scholkwer, ein „angesehener“ Journalist der Deutschen Welle, gehandelt haben, als er ein Interview mit der leidenschaftlichen „Russlandexpertin“ Susanne Spahn auf der russischen Website der Deutschen Welle veröffentlichte.

Viel Neues erfahren wir aus dem „Interview“ nicht. Das ist das beständig bescheidene Repertoire zum Thema "Russland und sein Informationskrieg", mit dem sich die „Russlandexpertin“ anscheinend (jedenfalls aus der Internet-Suche gut ersichtlich) durch diverse europäische Redaktionen seit Jahren herumtreibt.

Sicherlich versteht der (heute Berliner) „Journalist“ Scholkwer diese Situation, die „Expertin“ Spahn erst recht. Die russische DW-Redaktion ist bestimmt auch im Bilde. Aber wenn juckt’s? Das staatliche Geld fließt doch, und nur darauf kommt es offensichtlich an…

Genau deswegen schreibt Nikita Scholkwer in dem Artikel vom 24. Mai 2018, dass er Frau Spahn „am Mittwoch dem 23. Oktober“ (ohne Jahresangabe) interviewt hätte, und zwar gleich nach ihrem Auftritt in der Berliner Landeszentrale für politische Bildung.

Lieber Herr Scholkwer! Das letzte Mal fiel der 23. Oktober auf Mittwoch im fernen Jahr 2013. Sie haben uns doch das wertvolle Interview mit der sogenannten Russlandexpertin nicht 4,5 Jahre lang vorenthalten, nicht wahr? Oder geht es doch um den Auftritt von Frau Spahn am 23. Mai 2018? (S. hier).

Aber im Grunde ist das doch, wie gesagt, scheißegal. Ihr Interview, dazu noch auf Russisch, liest ja sowieso kaum jemand. Kassieren Sie also ruhig das wohlverdiente Honorar aus der deutschen Staatskasse ab und genießen Sie das Leben weiter. In Ihrem Wiki-Profile (hier) steht es geschrieben, dass Sie fürs Tauchen im Roten Meer schwärmen. Lassen Sie es sich gut gehen im farblich korrekten Meer. Der deutsche Steuermichel wird Ihr Hobby schon irgendwie bezahlen. Er ist das gewohnt.



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22.05.2018

Deutschland: kein Weg zurück

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deutsches Sozialsystem

Ein typisches Posting zum Thema "Schmarotzer-Beratung" gefunden im russischsprachigen sozialen Netz Livejournal (
aktuell unter Top-200 beliebtester Beiträge).

Das deutsche Sozialsystem wurde langsam weltweit zur Fabel...


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Hallo Jana!

Vielen Dank für Ihr Blog und Bücher! Danke auch für die Möglichkeit, Ihnen Fragen zu stellen.

Meine Frage also:

Mein Opa lebt in Deutschland. Mitte 90-er ist er mit Oma dahin ausgewandert. Meine Oma war Jüdin. Aus diesem Grund wurden sie in Deutschland aufgenommen. Sie bekamen eine Wohnung und Sozialgeld. Dann starb die Großmutter. Der Opa ist dort nun seit ein paar Jahren allein. Ihn unterstützen dort irgendwelche Tanten aus dem Sozialamt. Auch medizinisch wird er dort wohl besser betreut. Aber er fühlt sich allein gelassen und will zurück.

Er hat zwei Pässe: russisch und deutsch. Deutsch spricht er nicht. Also muss er nun wohl seine Verhältnisse mit dem deutschen Staat irgendwie zu Ende bringen: Etwa Wohnung abgeben, Sozialhilfe abmelden usw.

Vielleicht könnten Sie empfehlen, an welches Amt er sich wenden soll, um all dies zu erledigen? Die einzigen russischsprachigen Menschen, mit welchen er in Kontakt bleibt, sind die Pflegekräfte aus dem Sozialamt. Es möchte aber diese Angelegenheit mit ihnen nicht besprechen, weil er Angst hat, sie würden ihn dann bei seiner geplanten Abreise stören, denn diese Frauen bekommen ja das Geld vom Staat dafür, dass sie ihn verpflegen.

Er ist sehr alt und sehr hartnäckig. Aber ich weiß halt nicht, womit ich hier überhaupt anfangen soll... Und übrigens, was würde passieren, wenn er nach Russland „zu Gast“ reist und dann einfach verschwindet?

Vielen Dank im Voraus!

Liebe Grüsse, N.

Antwort

Guten Tag!

Eine interessante Frage.

Ich mochte die Lösung nicht aufdringen, aber ich weiß, dass viele Leute auf diese Weise bereits abgereist sind, dabei haben sie sich einfach nicht abgemeldet. Also tauchen sie ab und zu im deutschen Sozialamt auf, um Präsenz zu zeigen bzw. nötige Papiere nachzureichen, kassieren das Geld ab, um irgendwo in Russland davon ruhig weiter zu leben.

Legitim ist das eigentlich nur für deutsche Rentner, die im Ruhestand leben dürfen, wo sie wollen. Ob das auch für Sozialhilfe im Rentenalter stimmt, weiß ich nicht, aber die Meisten machen sich darüber halt keine Gedanken, denn überprüft wird das sowieso nicht wirklich.

Das betrifft eigentlich nur junge Leute, die vor dem Jobcenter mindestens markieren müssen, dass sie tüchtig Arbeit suchen usw. Als Rentner soll man dort aufkreuzen, nur um zu bestätigen, dass man noch am Leben ist, vielleicht auch den Mietvertrag bzw. neue Strom- und Gasrechnungen vorlegen.

Aber, wie gesagt, ist das eine interessante Frage, was passiert, wenn man einfach verschwindet... Soviel ich weiß, ist ein Besuch beim Sozialamt einmal oder zweimal pro Jahr schon nötig. Sonst kriegt man wohl eine Mahnung per Post, danach werden Auszahlungen eingestellt, die Krankenversicherung ebenso. Und danach wird man, glaube ich, einfach vergessen. Dann sollte auch noch der Mietvertrag gekündigt werden. Und dann...

In Deutschland darf man kein Sozialgeld beantragen, wenn man keinen deutschen Wohnsitz hat. Um eine Wohnsitzanmeldung zu bekommen, muss man eine neue Wohnung mieten. Das ist nicht einfach, wenn man kein Geld bekommt. Somit ist der Weg zurück ins System zwar möglich, aber schwierig. Also würde ich empfehlen, dass man sich alles sehr gut und vorab überlegt. Will man aber wirklich alles hinschmeißen, dann sollte man den Mietvertrag ordentlich kündigen und abhauen. Man kann noch einen drauf setzen und sich beim Sozialamt amtlich abmelden. Die Mitarbeiter werden zwar schockiert sein, aber sie tun das schon. Und das wäre es dann auch.

Und die Staatsbürgerschaft wird keinem weggenommen. Der Bürger hat ja keine Pflicht, sich in Deutschland aufzuhalten. Und wenn man auch in 10 Jahren zurückkommt, ist man immer noch der deutsche Bürger.

Quelle
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03.05.2018

Gräueltat des Stalinismus

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Zeitung aus der Stalin-Zeit
Auszug (s. Abbildung) aus einer sowjetischen Zeitung aus Stalin-Zeiten.

Über die Nutzung der Ruhetage vom Kommunisten und Ingenieuren Genossen Kortelew

Beschluss des Büros des Stadtkomitees der Kommunistischen Partei der Sowjetunion vom 15. Januar 1935

Das Büro des Stadtkomitees stellt fest, dass Genosse Kortelew B.P., der stellvertretende Chef-Ingenieur des Woroschilow-Bergwerks von seinen Ruhetagen systematisch keinen Gebrauch macht. Dadurch verstößt er gegen die geltende Ruhetagsverordnung, sowie beraubt sich der Gelegenheit, aktuelle technische Zeitschriften und allgemeine Zeitungen zu lesen und dadurch sein Wissensniveau zu erhöhen. Außerdem wird die Familie vom Genossen Kortelew durch sein ständiges Aufhalten im Bergwerk und durch seine Nichtnutzung der Ruhetage vernachlässigt.

Hierzu erlässt das Büro seinen Beschluss:

1. Genossen Kortelew wegen seines falschen Verhaltens zu mahnen und ihm zu empfehlen, die Ruhetage ordnungsgemäß zu nutzen.

2. Unter der Berücksichtigung der Tatsache, dass die Fälle eines solchen Fehlverhaltens auf Bergwerken und generell in dem ganzen Bezirk einen massenhaften Charakter haben, werden die Direktoren der Bergwerke Genossen Owsjannikow, Kuragin und Judkin verpflichtet, die Bergingenieure zu zwingen, ihre Ruhetage zu nutzen, sowie Personen, die derartige Ordnungsverstösse anregen, zur Verantwortung zu ziehen.

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27.04.2018

Jagd auf Russen eröffnet

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USA gegen russiche IT-Fachleute
Dr. Igor Aschmanow ist ein international bekannter russischer Experte auf dem Gebiet der Informationstechnologien.

Er befasst sich mit zahlreichen (darunter auch sehr sensiblen) IT-Projekten in Russland. Öffentlich tritt er eher selten auf. Diesmal äußert er sich aber in zentralen russischen Massenmedien zu einem brisanten Thema, das auch ihm persönlich gut bekannt ist.

Es geht ums Headhunting auf US-amerikanische Art, d.h. um eine brutale „Kopfjagd“ nach russischen IT-Fachleuten, die sich inzwischen immer mehr einer richtigen wilden Treibjagd ähnelt.

Solch eine Programmierer-Jagd sei, so Aschmanow, besonders billig und sehr effektiv.
Das amerikanische Headhunting besteht heute u.a. in einer erzwungenen Auslieferung bestimmter russischer Bürger in die USA aufgrund von Strafverfahren, die wegen angeblicher Verstöße gegen alle möglichen US-Rechte eingeleitet werden.

Auf solch eine exotische Art und Weise werden jedes Jahr Dutzende russische IT-Fachleute „angeheuert“, d.h. weltweit aufgespürt, verhaftet und in die USA abtransportiert.

Als besonders beliebte Jagdreviere gelten dabei Spanien, Tschechien, Norwegen, Dominikanische Republik, Finnland, Lettland, Thailand, Bangkok, Costa Rica, Malediven und Griechenland.

Als entscheidenden Grund für solch eine dramatische Entwicklung nennt Herr Aschmanow die grundsätzliche Einstellung der USA, die die ganze Welt als ihre eigene Rechtshoheitzone betrachten. So fordern die Vereinigten Staaten meistens direkt, also am Interpol vorbei, die Auslieferung von Menschen, die sie interessieren. Und die meisten Länder werden dabei durchaus gefügig. Aus Angst, meint Aschmanow.

Rechtfertigend könnte man natürlich erwidern, dass die Auszuliefernden sowieso Gauner sind. Also wäre es grundsätzlich in Ordnung, dass Verbrecher gefasst und bestraft werden. So einfach ist die Situation jedoch nicht. Man hat nämlich beinah keine Möglichkeit zu erfahren, ob angebliche IT-Verbrecher wirklich Verbrecher sind. Wenn man Geschichten der Ausgelieferten verfolgt, sieht man leicht eine Gesetzmäßigkeit: wenn der Angeklagte die Verständigung im Strafverfahren in den USA akzeptiert, kriegt er höchstens ein paar Jahre Knast oder sogar auf Bewährung und wird bald frei. Sonst muss er unglaubliche 25 bis 40 Jahre für eine versuchte Hack-Aktion an einer Webseite absitzen. Übrigens, soviel bekommt man in Russland nicht einmal für einen Totschlag.

Das Schema ist hier aber ganz einfach:
Das Gericht im Land, wo der „russische Hacker“ verhaftet wurde, richtet sich nicht nach den aus den USA eingereichten Beschuldigungen, sondern prüft lediglich, ob die angeblich begangene Tat nach der lokalen Gesetzgebung strafbar ist. Wenn das so ist, dann wird der „Täter“ ruhigen Herzens in die USA ausgeliefert. Denn es ist doch überall bekannt, dass die US-amerikanischen Gerichte besonders unvoreingenommen sind.

Sobald aber der Ausgelieferte in den USA landet, sagt man ihm: „Hör mal zu, Junge. Hier erwarten dich 30 bis 40 Jahre Knast. Du wirst also dein ganzes Leben hinter Gittern verbringen, wenn deine dunkelhäutigen Zellengenossen dich nicht schon vorher totbumsen. Die Verständigung im Strafverfahren gibt dir aber eine Chance, nach ein paar Jahren in einem „guten Gefängnis“ wieder frei zu kommen (vielleicht wirst du auch sofort frei), danach bekommst du Greencard und Festanstellung bei der National Security Agency.

Was soll denn der gedemütigte „russische Hacker“ tun? Er sitzt vielleicht seit Monaten allein, von seiner Familie, Heimat und Freunden abgeschottet. Er kann sich keinen guten Anwalt leisten. Er ist durch „gut gemeinte“ Tipps von „professionellen“ Zellengenossen desorientiert. Er glaubt, dass er tatsächlich 30 Jahre Knast vor sich hat. Und natürlich ist er schlussendlich bereit, sich im Strafverfahren zu verständigen.

Und gerade ab diesem Zeitpunkt ist das amerikanische Gericht nicht mehr verpflichtet, Beweise zu berücksichtigen. Die Verständigung ist doch schon da, was will man mehr? Das ist sehr bequem, zumal Beweise meistens sowieso nicht vorhanden sind. Ab sofort kann man (und braucht man) nicht mehr beweisen, ob der „russische Hacker“ tatsächlich ein Verbrecher ist.

Es ergibt sich dann eine reine Win-Win-Sintuation: der US- Nachrichtendienst bekommt einen neuen Fachmann, US-Aufklärer kriegen weitere Sterne auf ihre Schulterstücke, und der „Hacker“ bekommt seine „Freiheit“.

Natürlich ist das keine wirkliche Freiheit. Der „begnadigte Verbrecher“ kann nun beliebig beauftragt werden: zum Beispiel als „Zeuge“ und Teilnehmer an verschiedenen Propaganda-Kompagnien: Doping, Hacker-Attacken, Lauschangriffe usw. Ab jetzt macht er natürlich alles Mögliche mit.

Die Reise eines russischen IT-Fachmanns ins Ausland (Dienstreise, Urlaub) ist heute leider mit einem großen Risiko verbunden, weil er dort meistens als Freiwild betrachtet wird.

Das Fazit von Aschmanow: Russland braucht dringend einen staatlichen Mechanismus, um seine Bürger im Ausland zu schützen und notfalls zu retten. Ganz besonders, wenn es um russische intellektuelle Ressourcen geht.

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26.04.2018

Question more

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Posting von Somonjan
Das Posting von Margarita Simonjan, Chefredakteurin der Nachrichtenagentur Russia Today.

Eigentlich sollte der Westen gar nicht über Putins Wahlsieg mit 76% entsetzt sein. Vielmehr sollte ihn aber deswegen Grauen anpacken, dass sich 95% der Russen für patriotische, kommunistische und nationalistische Ideen ausgesprochen haben. Und die Liberalen mussten sich mit mageren 5 % begnügen. Aber schuld daran seid ihr, meine lieben westlichen Freunde! Ihr habt in Russland den „Russen-geben-nicht-auf-Modus“ eigenhändig eingeschaltet.

Ich habe euch schon immer gesagt, dass ihr endlich mal gute Russland-Berater anheuert, und jetzige Schmarotzer hättet ihr langst rausschmeißen müssen.

Ihr habt uns regelrecht dazu gezwungen, damit aufzuhören, euch zu respektieren:
durch eure kurzsichtigen Sanktionen,
durch herzlose Erniedrigung unserer Sportler (einschließlich behinderte Sportler),
durch eure Skripal-Märchen,
durch eure demonstrative Wurstigkeit gegen grundlegende liberale Werte wie Unschuldsvermutung (dabei grenzt diese Wurstigkeit heuchlerisch an Zwangsanpflanzung der ultraliberalen Ideen in euren eigenen Ländern),
durch eure krankhafte Massenhysterien, die bei den Menschen in Russland regelrecht Erleichterung hervorrufen, dass sie sich halt in Russland und nicht mit euch zusammen befinden,
durch den ewigen Zirkus nach jeder Wahl (in den USA, in Deutschland oder in der Brexit-Zone),
durch eure Hetze gegen Russia Today (dem RT-Team könntet ihr nicht verzeihen, dass wir eure Meinungsfreiheit benutzen und dabei der ganzen Welt zeigen, dass ihr mit eurer Meinungsfreiheit eigentlich gar nicht so ernst meint. Ihr haltet doch eure Meinungsfreiheit für einen Kristall-Schrubber: dieses schön glänzendes Ding ist für euch gerade noch gut genug, um es von fern zu präsentieren, für das richtige Aufräumen eurer Pferdeställe ist es aber gar nicht bestimmt),
durch euer ganzes Unrecht und Roheit,
durch eure inquisitorische Heuchelei und Lüge.

All das hat uns dazu gebracht, damit endlich aufzuhören, euch zu respektieren. Euch und eure „ach so tolle“ Werte. Wir wollen nicht mehr leben, wie ihr lebt. Ein halbes Jahrhundert wollten wir das – ob geheim oder offen. Jetzt ist Schluss damit.

Wir respektieren euch nicht mehr. Wir respektieren auch nicht mehr diejenigen, die von euch in unserem Land unterstützt werden. Aber auch diejenigen, die in unserem Land euch unterstützen. Daher kommen die schäbigen 5%. Ihr seid daran schuld. Damit meine ich westliche Politiker und Analytiker, Zeitungsleute und Schnüffler.

Unser Volk kann Vieles verzeihen. Was es (wie jedes normale Volk) nicht verzeihen kann, ist Hochmut. Das letzte Imperium, das ihr in euren Reihen noch habt, sollte die Geschichte seiner Verbündeten (ebenfalls ehemalige Imperien) gründlicher studieren: Wie diese Imperien verschissen wurden - nur wegen dem Hochmut. White man's burden, my ass. Aber euer letztes Reich verachtet die Geschichte. Dort wird die Geschichte schlecht beigebracht, darum wird das Ganze nur so enden, wie es enden soll.

Und heute habt ihr uns um euren Feind vereinigt. Ihr habt eines Tages erklärt, er sei euer Feind, und für uns war es Grund genug, um uns um ihn zu vereinigen. Vorher war er nur ein Präsident, frei auswechselbar. Ihr habt ihn zum Anführer gemacht. Und es kommt uns jetzt sehr darauf an, euch nicht zu gestatten, ihn auszuwechseln. Alles ist von euch selbst gemacht. Ihr habt den Patriotismus dem Liberalismus in Russland entgegengesetzt. Obwohl diese Begriffe normalerweise einander gar nicht ausschließen. Ihr habt so gemacht, dass wir in diesem Dilemma den Patriotismus gewählt haben. Sogar diejenigen von uns, die selbst liberal sind. Ich zum Beispiel.

Nun dürftet ihr die Folgen eurer Taten in vollen Zügen genießen. Zeit dafür habt ihr nun mehr als genug.


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Treffen auf Lesbos

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Zusammenstöße auf Lesbos
Israelische russischsprachige Internet-Ausgabe Iland.tv berichtet:

Auf der griechischen Insel Lesbos kam es zu schweren Zusammenstößen zwischen Flüchtlingen und griechischen Nationalisten. Mehrere dutzend Menschen von beiden Seiten erlitten schwere Verletzungen. Mindestens 10 Flüchtlinge aus Afghanistan wurden in örtliche Krankenhäuser gebracht.


Die Zusammenstöße begannen, als eine Gruppe aggressiver ultrarechter griechischer Jugendlichen versuchte, Bewohner eines Flüchtlingslagers mit Steinen, Flaschen und Feuerwerkskörpern zu bewerfen. Dann schlugen die mit Messern und Metallstäben "bewaffneten" Flüchtlinge zurück.

Die Insel Lesbos ist inzwischen zum Symbol für illegale Migration geworden. Heute gibt es auf dieser kleinen Insel in der Ägäis ca. 6,5 tausend Flüchtlinge, obwohl die auf Lesbos gebauten Flüchtlingslager nur für dreitausend Menschen ausgelegt sind. Die gesamte Insel-Bevölkerung beträgt ca. 80 Tausend Menschen.

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19.04.2018

Deutsche Delegation auf der Krim

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Deutsche Politiker auf der Krim
Heute startet das Internationale Wirtschaftsforum in der Stadt Jalta auf der Krim. Daran nehmen diverse ausländische Delegationen teil.

Kurz vor dem Beginn des Forums sprach der Korrespondent von Riafan mit Gunnar Lindemann, dem Vertreter der deutschen Delegation. Es ging um das Leben auf der Krim, aber auch um die Sanktionen und um den neuen Flughafen.
„Auf der Krim war ich zusammen mit einigen weiteren Kollegen bereits im Februar diesen Jahres auf Einladung von Krimdeutschen und den Abgeordneten des Krimparlaments“, 
erzählt der deutsche Politiker:

„Nun hat die Krimregierung uns zum Wirtschaftsforum eingeladen. Diese Einladung haben wir auch angenommen, denn das Problem mit der Krim hat eine überregionale Bedeutung, die wir alle mit geballten Kräften anpacken müssen. Unsere Delegation besteht aus fünf Personen, darunter zwei Geschäftsleute. Zwar haben sie noch keine bestimmten Projekte mitgebracht, aber sie hoffen auf neue Bekanntschaften und Kontakte. Vielleicht finden sie auch neue Geschäftspartner.“

Meistens haben aber deutsche Geschäftsleute immer noch Angst vor einer Krimreise, weil sie als Krimbesucher nicht auffallen möchten. Herr Lindemann ist aber überzeugt, dass die Sanktionen ein Problem nicht nur für Russland, sondern auch für Deutschland darstellen, denn sie erschweren die Geschäftsbeziehungen zwischen zwei Ländern und nehmen ach den Deutschen Arbeitsplätze weg.

„Natürlich machen die Sanktionen auch den Menschen auf der Krim zu schaffen. Wir sprachen mit den hiesigen Hochschullehrern und Studenten. Sie sind verärgert, dass kein akademischer Austausch mehr stattfindet, obwohl das international üblich ist“.

Der deutsche Politiker selbst hat aber keine Angst, nach Russland zu reisen, obwohl Probleme mit Kiew nicht auszuschließen sind:
„Die Ukrainer träumen wohl davon, mich für acht Jahre hinter Gitter zu stecken. Nach diesem Besuch bekomme ich bestimmt weitere acht Jahre als Zugabe, aber was soll‘s, im Moment habe ich sowieso nicht vor, in die Ukraine zu reisen. Diese Situation würde ich aber gern mit den ukrainischen Behörden erörtern, aber wenn es ihnen nur darauf ankommt, mich zu einzusperren, dann lasse ich das lieber.“
Ukrainische Politiker, so Lindemann weiter, sollten endlich einsehen, dass die Krim sich Russland freiwillig angeschlossen hat:
„Krimbewohner haben ihre Entscheidung getroffen, und wir haben sie zu akzeptieren. Die deutsche Politik ist jedoch mehrheitlich immer noch gegen diesen Volksentscheid. Wir hoffen aber, dass unsere Meinung und unsere Krim-Impressionen allmählich auch in Deutschland ankommen. Inzwischen habe ich hier mit vielen Krimtataren, Ukrainern und Russen gesprochen. Über 90% davon sind mit der regionalen Politik der russischen Regierung auf der Krim zufrieden. Einige haben allerdings zugestanden, dass die Sanktionen vor allem auf die touristische Branche negativ abfärben. Die Mehrheit sieht jedoch die Entwicklung durchaus positiv. Dabei sprachen wir nicht nur mit den Menschen, die uns von Gastgebern vorgestellt wurden. Das waren auch ganz gewöhnliche Menschen auf der Straße, in Supermärkten oder an der Kasse. Bewaffnete Uniformisten, die oft und gern von der deutschen Presse erwähnt werden, sahen wir aber nicht. Die Menschen leben hier ganz normal. Das einzige Problem ist Sanktionen.“
Die Maschine mit der Delegation aus Deutschland landete bereits im neuen Flughafen der Krimhauptstadt. Zwischen der Unterzeichnung des Bauvertrags und der Fertigstellung des Flughafens vergingen knapp zwei Jahre. Die Meilensteine dieser Geschichte konnte Herr Lindemann zum Teil auch persönlich miterleben:
„Noch im Februar wurde am neuen Flugterminal intensiv gebaut. Damals sprach ich mit dem Bauleiter über den Fortschritt des Projekts. Nun bin ich verblüfft, wie schnell die Russen mit einem so komplexen Bauvorhaben fertig wurden. Sie wissen ja, in Berlin wird auch ein Flughafen gebaut. Schon seit 10 Jahren, und kein Ende in Sicht. Damals sagte ich scherzhaft dem Bauleiter, dass er mit seinem Team mal nach Deutschland kommen sollte, sobald er mit dem Flughafen in Simferopol fertig ist, um seinen Kollegen auf der Berliner Flughafenbaustelle unter die Arme zu greifen. Nun sehe ich den neuen von den Russen gebauten Terminal auf der Krim, und ich glaube, dass meine scherzhafte Idee gar nicht so schlecht war...“

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17.04.2018

Einsamkeit eines Halbblüters

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Dieser Mann hat in der westlichen Presse viele Namen: Putins Rasputin, Graue Eminenz im Kreml, Chefideologe Russlands, Demiurg des Kremls, Mastermind des Putinismus, Ex-Vize-Ministerpräsident und wohl immer noch der Chef der russischen staatlichen Propaganda.

Eigentlich heißt er Wladislaw Surkow, der Mann, für dessen Gedanken offensichtlich auch Putin ein offenes Ohr hat. Und hier kommt sein Artikel.

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Arbeit ist nicht gleich Arbeit. Es gibt Arbeit, die man nur in einem etwas anormalen geistigen Zustand verrichten kann. So steckt hinter dem durchschnittlichen Prolet der Informationsindustrie in der Regel ein Mann mit einer wirren Denk- und fieberhaften Handlungsweise. Das ist auch kein Wunder, denn das Nachrichtengeschäft setzt Eile voraus: erfahren, berichten, auslegen – überall muss man die Nase vorn haben.

Die Aufregung des News-Produzenten färbt auf News-Konsumenten ab. Die aufgeregten Nachrichtenverbraucher halten irrtümlicherweise ihre eigene Aufregung für einen Denkprozess. Dadurch werden langlebige Werte wie „Überzeugungen“ und „Prinzipien“ aus dem Alltag verdrängt und durch Einweg-Meinungen ersetzt. Das ist auch der Grund für zahlreiche falsche Prognosen, die aber kaum jemanden mehr in Verlegenheit bringen. Das ist eben der Preis für schnelle und frische Nachrichten.

Aber das überwältigende Umgebungsgeräusch der Massenmedien macht das spöttische Schweigen des Schicksals kaum noch hörbar. Fast unbemerkt bleiben dabei langsame und massive Nachrichten, die nicht von der Oberfläche, sondern aus den Tiefen des Lebens kommen. Aus jenen Tiefen, wo sich geopolitische Strukturen und geschichtliche Epochen bewegen und zusammenprallen. Den Sinn dieser Nachrichten begreifen wir (zu) spät. Aber besser später als nie.

Auf das Jahr 2014 besinnt man sich in Verbindung mit wichtigen und sehr wichtigen Ereignissen, die allen gut bekannt sind. Das wichtigste Ereignis aus jener Zeit offenbart sich aber nur allmählich, diese langsame, tiefliegende Nachricht erreicht uns erst heute. Das Ereignis nennt sich den Abschluss einer epischen Reise Russlands nach Westen. Es bedeutet das Aufhören mit zahlreichen ergebnislosen Versuchen Russlands, ein Teil der westlichen Zivilisation zu werden und sich mit der „guten Familie“ europäischer Völker zu verschwägern.

Mit 2014 fängt die russische Epoche 14+ an. Diese Epoche der geopolitischen Einsamkeit wird sich auf eine völlig unbestimmte Zeit (200, 300 Jahre?) erstrecken.

Die Westernisierung, die der Falsche Dmitri seiner Zeit einleitete, und die vom Peter dem Großen fortgeführt wurde, hatte in Russland alle möglichen Formen durchgemacht. Russland ließ kaum etwas unversucht, um sich mal Holland, mal Frankreich, mal Amerika, mal Portugal zu ähneln.

Mit vollem Einsatz versuchte es, sich in die westliche Welt regelrecht hineinzupressen. Alle Ideen und Anregungen, die aus dem Westen kamen, nahm die russische Elite mit einer riesigen (zum Teil evtl. übertriebenen) Begeisterung auf.

Russische Zaren heirateten tüchtig deutsche Prinzessinnen, russischer Adelstand vervollständigte sich aktiv mit sogenannten „wandernden Fremden“. Aber die Europäer in Russland verwandelten sich schnell in Russen, während sich die Russen kaum europäisieren ließen.

Die russische Armee kämpfte sieg- und opferreich in allen großen europäischen Kriegen, die es auf diesem von Massengewalt und Blutgier rekordverdächtig geplagten Kontinent mehr als genug gab. Große Siege und große Opfer brachten Russland viele westliche Territorien, aber keine Freunde.
Der westlichen (damals religiös-monarchischen) Werte wegen regte Sankt-Petersburg die Heilige Allianz dreier Monarchien an, und trat auch als ihr Schirmherr auf. Russland erfüllte damals seine Verbündetenpflichen redlich, als es Habsburger vor dem ungarischen Aufstand schützte. Aber als Russland selbst in eine schwierige Lage geriet, eilte Österreich nicht gerade zur Hilfe, ganz im Gegenteil – es trat gegen Russland auf.

Dann wurden die westlichen Werte anders: Marx kam in Paris und Berlin in Mode. Gewisse Bewohner in Simbirsk und Janowka (RF: Geburtsorte von Lenin und Trotzki) wollten es „wie in Paris“ haben. Sie hatten ja Angst, mit dem damals auf den Sozialismus versessenen Westen nicht mitzukommen. Sie fürchteten, dass die Weltrevolution, angeblich von europäischen bzw. amerikanischen Werktätigen angeführt, ihre Krähwinkel außer Acht lässt. Sie gaben sich Mühe.
Aber sobald der Sturm des Klassenkampfes vorbei war, musste die mit dem unglaublich tragischen Aufwand aufgebaute UdSSR feststellen, dass es gar keine Weltrevolution stattfand, und dass die westliche Welt gar nicht von „Arbeitern und Bauern“, sondern von Kapitalisten regiert wird. Schlussendlich wurde man gezwungen, die zunehmenden Symptome eines autistischen Sozialismus hinter dem Eisernen Vorhang zu verstecken. Zum Ende des vergangenen Jahrhunderts wurde Russland mit seiner „einzigartigen“ Rolle satt. Es wollte mal wieder nach Westen.

Dabei überlegte man sich anscheinend, dass die Größe manchmal doch eine Rolle spielt: Russland sei für Europa zu groß, furchterregend riesig. Also galt es dann, alles zu kürzen: Territorium, Bevölkerung, Wirtschaft, Armee, Ambitionen – bis auf das durchschnittliche mitteleuropäische Niveau. Auf diese Weise erhoffte man sich ein besseres europäisches Aussehen. Gesagt getan.
Der Glaube an Marx wurde prompt durch den Glauben an von Hayek ersetzt. So wurde das demographische, wirtschaftliche und militärische Potenzial glatt halbiert. Die Sowjetrepubliken wurden weggescheucht. Die russischen Teilrepubliken waren an der Reihe. Aber auch nach den ganzen Abtragungen konnte Russland die westliche Kurve doch nicht kriegen.

Dann traf man die Entscheidung, mit Selbstverstümmelung aufzuhören und - sieh mal einer an - sogar seine Rechte zu beanspruchen. Ab dem Moment wurden die Ereignisse des Jahres 2014 unumgänglich.

Russische und europäische Kulturmodelle sehen zwar sehr ähnlich aus, haben aber unterschiedliche "Software" und "Interfaces". Eine Vernetzung ist nicht möglich. Heute, als dieser alte Verdacht zur Tatsache geworden ist, werden Stimmen laut, ob man sich doch lieber dem asiatischen Osten zuwenden sollte. Nein.

Dort war Russland bereits. Das Moskauer Urreich wurde in einem komplexen militärpolitschen Coworking mit der Goldenen Horde aufgebaut. Sei das ein Bündnis oder ein Joch gewesen, in jedem Fall wurde die östliche Entwicklungsrichtung schon mal gewählt und ausprobiert.

Selbst nach dem Stehen an der Ugra (RF: die wochenlange Schlachtaufstellung zwischen der Goldenen Horde unter Akhmat Khan und dem russischen Heer unter Iwan III. im Jahr 1480, die nicht zu einer tatsächlichen Schlacht führte) blieb das russische Reich ein Teil Asiens. Es eroberte östliche Territorien. Es beanspruchte byzantinische Erbe, die Erbe des „asiatischen Roms“. Es wurde sehr stark von adligen hordischen Familien beeinflusst. Der Höhepunkt der asiatischen Ausrichtung war die (von Iwan dem Schrecklichen angeregte) Bestellung den Khan von Kassimow Sajin Bulat zum russischen „Alleinherrscher“. Historiker führen gewöhnlich diese „Ausschreitung“ von Iwan dem Schrecklichen ausschließlich auf seine angeborene Überspanntheit zurück.

Doch so einfach war es nicht. Nach Iwan dem Schrecklichen bildete sich eine durchaus starke Partei, die Sajin Bulat als einen wirklichen Herrscher sehen wollte. Es kam sogar so weit, dass der spätere Zar Boris Godunow von seinen Bojaren (RF:Adel) verlangte, dass sie öffentlich „dem Zaren Sajin Bulat und seinen Kindern abschwören“.

Also war Russland schon mal kurz davor, sich unter das Zepter von Dschingis-Khan-Nachkommen zu stellen und damit das „östliche Entwicklungsparadigma“ anzunehmen.

Weder Sajin Bulat noch Nachkommen vom Hordenfürsten Godunow hatten allerdings keine Zukunft. Es fing die polnische Invasion an, die neue Zaren für Moskauer Land mitbrachte. Die Herrschaft vom Falschen Dmitri und dem polnischen Titularzar Wladislaw IV. Wasa war flüchtig, aber sehr symbolisch.

Die russische Zeit der Wirren sollte man vor diesem Hintergrund nicht als eine dynastische Krise, sondern vielmehr als eine Zivilisationskrise betrachten: Russland spaltete sich von Asien ab und begann in Richtung Europa zu driften.

Also bewegte sich Russland vier Jahrhunderte lang in Richtung Osten, dann vier Jahrhunderte lang in Richtung Westen. In keiner der beiden Richtungen klappte es wirklich, Fuß zu fassen. Die beiden Wege haben wir bereits hinter uns.

Jetzt ist die Ideologie des dritten Weges auf der Tagesordnung: die Ideologie des dritten Zivilisationstyps, der dritten Welt, des dritten Roms... Aber trotzdem sind wir kaum eine dritte Zivilisation. Eher sind wir eine doppelte und zwiespältige Zivilisation, die sowohl den Osten, als auch den Westen gleichzeitig beinhaltet, und deswegen weder europäisch, noch asiatisch bleibt.
Unsere kulturelle und geopolitische Zugehörigkeit ähnelt sich der wandernden Identität eines Menschen, der in einer gemischten Ehe geboren wurde. Er hat überall Verwandte, aber nirgendwo die Nächsten. Er ist ein Freund unter den Feinden und ein Feind unter den Freunden. Er versteht alle, wird aber von keinem verstanden. Halbblut, Mischling, ein Seltsamer. Russland ist ein west-östliches Halbblutland.

Zweiköpfige Staatlichkeit, hybride Mentalität, transkontinentales Territorium, bipolare Geschichte. Deswegen ist Russland charismatisch, talentiert, schön und einsam, wie jeder andere Halbblüter auch.

Alexander III. behauptete (oder auch nicht), dass Russland nur zwei Verbündete habe: seine Armee und seine Flotte. Wie auch immer kann man diese Phrase als die beste Metapher für die geopolitische Einsamkeit Russlands betrachten. Man soll sie längst als unser Schicksal akzeptieren. Die Liste der Verbündeten kann man natürlich beliebig erweitern: Arbeiter und Lehrer, Öl und Gas, kreative und patriotische Mitbürger, General Frost und Erzengel Michael... Der Sinn bleibt aber unverändert: wir selbst sind unsere eigenen Verbündeten.

Wie wird unsere zukünftige Einsamkeit aussehen? Als Einspänner weit abseits der großen Welt? Oder als einsam glückliche Spitzenreiter? Als eine sich losgelöste Alpha-Nation, für die weitere Nationen den Weg frei machen müssen? Das hängt nur von uns ab. Einsamkeit ist nicht gleich Absonderung. Eine grenzenlose Offenheit ist ebenfalls unmöglich. Beides wäre nur die Wiederholung alter Fehler. Die Zukunft hat aber ihre eigenen Fehler, sie braucht keine weiteren aus der Vergangenheit.

Zweifelsohne wird Russland auch weiter Handel betrieben, Investitionen anlocken, Wissen austauschen, Kriege führen (auch ein Kommunikationsmittel!), an Allianzen teilnehmen, konkurrieren und zusammenarbeiten, aber auch Angst, Hass, Neugier, Sympathie und Begeisterung auslösen. Nun aber ohne falsche Ziele und ohne Selbstablehnung. Es wird schwierig, und wir werden uns oft ärgern, wieso unser Weg „durch das Raue zu den Sternen“ nur aus dem Rauen besteht.
Es wird interessant.

Und Sterne erreichen wir auch.


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07.04.2018

Adrianos Vision

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Celentanos Prophezeiung über Russland
Adriano Celentano während seines Auftritts in Russland (damals noch die UdSSR) im Jahr 1987: 

"Noch in meiner Kindheit, als ein kleiner Junge, habe ich mir Russland immer als ein Märchenland vorgestellt. Es schwebte mir vor, dass ein Ofen dort in jedem Haus geheizt wird, und Hausbewohner sitzen um den Ofen herum und besprechen bedächtig verschiedenes Zeug. Und hinter dem Fenster schneit es. Man hört Scheitholz knacken, und die Weisheit ist unsichtbar immer dabei. Genau so habe ich mir Russland immer vorgestellt - als ein Land mitten in der Welt, wo die Weisheit alle Kriege überleben konnte. Ich freue mich darauf, dass ich jetzt in Russland bin und hier auch meine Flamme entzünden darf, denn ich bin mir ziemlich sicher, dass das große Feuer, das das Böse der Welt einäschert, aus diesem Land auslaufen wird. Es ist die Welt, in der wir noch zu leben haben."


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06.04.2018

Rekordmeldung aus der Türkei

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IS-Kämpfer in Türkei
Das Nachrichtenportal afghanistan.ru berichtete am 05.04.2018: 

In den ersten drei Monaten dieses Jahren ist eine Rekordzahl illegaler Flüchtlinge aus Afghanistan in der Türkei angekommen, hieß es aus dem türkischen Zentralamt für Sicherheit. 

Berichten zufolge verhafteten die Strafverfolgungsbehörden zwischen dem 1. Januar und dem 29. März 17847 afghanische Migranten, also fast doppelt so viel wie Syrer und mehr als viermal so viel wie Iraker.

Ungefähr 500 illegale afghanische Einwanderer kommen täglich in die Türkei. Diese Flüchtlinge dringen aus dem Iran über das angrenzende Bergland ein. Die Meisten von ihnen passieren die türkische Stadt Erzerum, dann reisen die Migranten nach Istanbul, um dann über Griechenland und Bulgarien in die europäischen Länder weiterzuziehen. Dabei bekommen sie Unterstützung von organisierten Gruppen illegaler Schlepper, die an der iranisch-türkischen Grenze aktiv sind.

Der Transfer einer Flüchtlingsgruppe auf das türkische Territorium kostet ca. 500 US-Dollar. Danach müssen die Migranten einige Kilometer bis nach Erzurum zu Fuß überwinden. Ab dort werden sie  mit Minibussen und Lastwagen nach Istanbul transportiert, wie die Zeitung "Hürriyet Daily News“ berichtet.

Die türkischen Strafverfolgungsbehörden sind um die Beteiligung der Flüchtlinge an illegalen Geschäften besorgt, denn die Migranten werden oft in die Prostitution verleitet bzw. zum Betteln und Stehlen gezwungen, weil sie während ihres vorübergehenden Aufenthalts in der Türkei oft über keine Dokumente verfügen und sich demnach im Land illegal aufhalten.

Trotz Gefahren und Demütigung sind aber viele Migranten bereit, alle Risiken einzugehen, in der Hoffnung, Geld für einen weiteren Transfer nach Europa zu sammeln, wo sie ein wohlhabenderes Leben erwarten. Dennoch sollten diese Flüchtlinge in aller Regel in ihre Heimat deportiert werden, was ihre Hoffnungen vereiteln sollte.

Gegenwärtig führt die afghanische Regierung eine Propagandakampagne durch, die darauf abzielt, der Auswanderung entgegenzuwirken und die Bevölkerung vor den Risiken von Fluchtversuchen zu warnen. Viele Bewohner des Landes bleiben jedoch aufgrund ernsthafter Sicherheitsbedrohungen und fehlender wirtschaftlicher Aussichten in ihrer Heimat, durchaus risikobereit.
Quelle

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NB: Zweieinhalb Stunden später erschien auf demselben News-Portal ein weiterer Artikel mit dem Titel "Tadschikische Sicherheitsdienste berichten über die Massenwanderung von syrischen IS-Kämpfern nach Afghanistan".
Zitat:
Tausende syrische IS-Kämpfer, so die Nachrichtendienste Tadschikistans, seien jetzt nach Afghanistan gezogen, sagte in seiner Presseerklärung Armeegeneral Sergej Smirnow, der erste stellvertretende Direktor des russischen FSB.
Quelle
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04.04.2018

Anlagemöglichkeiten in Russland

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Investieren in Russland, Konto, Immobiblien
Im Netz und in meinem Postfach tauchen immer wieder Fragen über Anlagemöglichkeiten in Russland auf.

Da es offensichtlich ein gewisses Interesse für das Thema gibt, wäre es vielleicht nicht verkehrt, es auch in diesem Blog, also aus der Sicht eines "Normalverbrauchers", anzusprechen.

Eigentlich gibt es zwei besonders gebräuchliche „Finanzinstrumente“, die bei den „durchschnittlichen“ russischen Bürgern besonders beliebt sind, und welche auch für russische Verhältnisse als besonders sicher gelten.

Erstens sind das Sparkonten bei den russischen Banken.
In Rubel kann man bei dieser Investitionsart – je nach Konditionen des jeweiligen Sparplans – von 3 bis 10% p.a. erwarten. In EUR oder USD sind die Zinssätze viel niedriger. Nur selten erreichen sie, ebenfalls konditionsbedingt, 0,50 bis 1% p.a.

Bei den meisten russischen Banken gibt es den Einlagenschutz, der die deponierte Summe ohne Zinsen abdeckt. Sollte also die Kundeneinlage infolge eines Konkurses nicht mehr zur Verfügung stehen, wird dem Kunden sein Geld bis zu maximal ca. EUR 20 000 (nach dem heutigen RUB-Wechselkurs) von der staatlichen Agentur ausgezahlt. Das gilt pro Kunde und Bank. Dieser Einlagenschutz scheint in der Praxis durchaus zu funktionieren, jedenfalls gibt es in den Sozialnetzen bis jetzt – meines Wissens – keine Erfahrungsberichte, die das Gegenteil behaupten. Die Auszahlungsfrist dürfte ca. zwei Wochen betragen. Ausgezahlt wird - unbeachtet der Kontowährung - nur in Rubel.
Grundsätzlich dürfen Ausländer die Konten bei den russischen Banken eröffnen, auch wenn diese Prozedur bei einem ausländischen Kunden etwas aufwendiger sein sollte.

Eine weitere und in Russland sehr verbreitete Anlageoption ist Erwerb einer Eigentumswohnung.
Diese Möglichkeit kommt in der Regel in Frage, wenn es um größere Summen geht. Die Procedere des Immobilienkaufs unterscheidet sich im Wesentlichen wohl kaum von der herkömmlichen europäischen Praxis.

Die Immobiliensteuer für eine Wohnung ist in der Regel nicht groß, sie hängt aber u.a. von der jeweiligen Ortschaft ab. Für Zentralrussland (außerhalb von Moskau oder Sankt-Petersburg) könnte man grob von 0,20 bis 0,30 EUR pro m2 ausgehen. Die Steuer für eine 50m2-Wohnung würde demnach ca. 10 bis 15 EUR p.a. betragen.

Es gibt jedoch diverse Nutzungs- und Instandhaltungskosten, die monatlich anfallen und entweder nach der Wohnfläche (Saubermachen von Treppenhäusern, Müllabfuhr, Fahrstuhl usw), oder per Anschluss (TV, Internet usw.), oder mit diversen Zählern (Strom, Gas, Wasser usw.) ermittelt werden. Individuelle Wohnbedürfnisse können natürlich sehr unterschiedlich sein, aber extrem grob und nach dem Motto „all inclusive“ könnte man in einem Regelfall mit 2 bis 2,5 EUR pro m2 wohl durchaus auskommen, was die Nutzungs- und Instandhaltungskosten betrifft. D.h. wenn Sie Wohnungseigentümer sind und Ihre eigene 50m2-Wohnung privat nutzen, würden Ihre monatlichen Ausgaben für die Wohnung 100 bis 125 EUR kaum übersteigen.

Die Mehrwertbildung bei einer Eigentumswohnung wird zweierlei erwartet:

  • entweder durch einen späteren Verkauf der Wohnung zum größeren Preis (was heute allerdings nicht mehr zwangsläufig eintritt);
  • oder durch Vermietung der Wohnung. Die rechnerische Einträglichkeit hängt dabei stark davon ab, wo sich die Wohnung befindet. Ganz grob kann man davon ausgehen, dass man für eine 50m2-Wohnung am Rande Moskaus ca. 350 bis 450 EUR netto pro Monat einnehmen kann.

Dieses Posting stellt lediglich einen sehr kurzen Überblick über das betroffene Thema dar. Sicherlich ist es ausbaufähig, falls damit das Interesse bei den Blog-Lesern geweckt wurde.
Ihre Rückfragen sind willkommen!

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01.04.2018

Schuld und Sühne

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Artikel in der "Prawda"-Zeitung vom 22. Oktober 1941. (s. die Abbildung)
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Im Kriegsgericht
Der Kraftfahrer des 1. Kraftverkehrsbetriebs des Volkskommissariat für Nahrungsmittelindustrie Chochlow I.M. wurde am 16. Oktober mit der Brot-Zustellung  in eine Verkaufsstelle beauftragt. Die Ladung von 550 kg Brot verkaufte er jedoch selbst, um den Verkaufserlös zu entwenden. Chochlow versuchte dann mit dem Auto zu fliehen, wurde aber festgenommen.
Gestern wurde Chochlow I.M. vom Kriegsgericht zur Höchststrafe - zum Tode durch Erschießen - verurteilt.
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28.03.2018

Vor dem Abgrund

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Konflikt Russland Grossbritanien
Die Übersetzung des Artikels von der Webseite "The Saker"  

Ehrlich gesagt, bin ich erschrocken, erstaunt und sogar ratlos. 


Ich bin in der Schweiz geboren, habe dort den größten Teil meines Lebens verbracht, ich war auch in vielen Teilen Europas unterwegs und habe über 20 Jahre in den USA gelebt. Aber in meinen schlimmsten Albträumen hätte ich mir nicht vorstellen können, dass der Westen eines Tages so tief sinken würde wie heute.

Ja, ich weiß sehr gut, was falsche Fahnen, Korruption, Kolonialkriege, NATO-Lügen, erbärmliche Unterwürfigkeit der Osteuropäer usw. bedeuten. Darüber habe das oft genug geschrieben. Helmut Schmidt, Maggie Thatcher, Reagan, Mitterrand und sogar Chirac – sie alle waren, gelinde gesagt, unvollkommen, genauso wie Le Canard Enchaîné oder BBC. Während des Kalten Krieges war der Westen wahrlich kein Ritter in weißglänzender Rüstung, aber dennoch spielte damals die Rechtsstaatlichkeit ebenso eine Rolle, wie zumindest ein gewisses Maß an kritischem Denken.

Heute muss ich mich sehr für den Westen schämen. Und ich habe auch sehr große Angst. Alles, was ich heute sehe, ist eine unterwürfige Herde, die von wahren und ausgereiften Psychopathen geführt wird (im klinischen Sinne des Wortes). Aber auch das ist noch nicht das Schlimmste.

Das Schlimmste ist die ohrenbetäubende Stille, wenn alle nur wegschauen und so tun, als ob die Sache keinen angeht, oder schlimmer noch: man nimmt dieses groteske Spektakel ernst. Was ist zum Teufel los mit Ihnen?! Sind Sie alle Zombies geworden?! Bitte aufwachen!

Aber lassen Sie mich jetzt meine Worte sorgfältig abwägen, und Ihnen Wahrheit erzählen.
Nach dem erfolgten Neocon-Aufputsch gegen Trump ist der Westen nun genau auf dem gleichen Kurs wie Nazi-Deutschland in 1930er Jahren. Klar, die Ideologie ist anders, der designierte Sündenbock auch. Aber die Denkweise ist *genau* die gleiche. Die gleichen Ursachen erzeugen die gleichen Effekte. Aber diesmal gibt es Waffen auf beiden Seiten, die den damaligen Dresdner Holocaust heute wie einen kleinen Funken aussehen lassen.

Nun haben wir diese rührende Demonstration der "westlichen Solidarität" nicht mit Großbritannien oder den Briten, sondern mit der City of London. Ist doch echt niedlich, nicht wahr?! Lassen Sie mich fragen: Was war das zentrale Merkmal der britischen Politik gegenüber Europa, sagen wir mal, seit dem Mittelalter? Die korrekte Antwort: Kriege in Europa zu beginnen. Und Sie denken doch nicht etwa, dass es jetzt anders kommt? Man sagt, dass die beste Prognose für zukünftiges Verhalten die Vergangenheit sei. Gibt es einen Grund, wieso das für Großbritannien nicht zutreffen sollte?!

Ich kann nur hinzufügen: Als Napoléon und Hitler Russland angriffen, durchlebte es tiefe Krisen und war objektiv schwach (Das stimmt wirklich. Sie können selbst recherchieren, um das bestätigt zu bekommen!). In beiden Fällen war die russische Gesellschaft zutiefst durch innere Widersprüche gespalten. Daher schien damals die Zeit des jeweiligen Angriffs ideal.

Heute sieht es aber anders aus. Ich stelle eine einfache Frage: Wollen Sie wirklich gegen ein voll vereinigtes nukleares Russland in den Krieg ziehen? Oder denken Sie, dass das eine Übertreibung ist?

Die Wahrheit ist, dass die Situation heute unvergleichbar schlimmer ist, als zum Zeitpunkt der kubanischen Raketenkrise. Erstens gab es damals vernünftige Leute auf beiden Seiten. Heute gibt es in den USA keine einzige rationale Person in einer Machtposition. Keine einzige! Zweitens wusste während der Kubakrise die ganze Menschheit, dass es halt eine Krise gab und wir alle am Rande des Abgrunds standen.

Heute scheint es keinem bewusst zu sein, dass wir im Begriff sind, in den Krieg zu ziehen, möglicherweise in einen thermonuklearen Krieg, in dem Opferzahlen in Hunderten von Millionen gezählt werden. Weswegen all das? Deswegen, weil die Menschen im Westen akzeptieren bzw. nicht einmal realisieren, dass sie von einer hässlichen Bande ignoranter und arroganter Psychopathen regiert werden.

Diese Situation zeigt uns, dass die repräsentative Demokratie nicht mehr funktioniert. Die Rechtsstaatlichkeit gilt nur für Schwache und Arme. Die westlichen Werte wurden bis auf einen traurigen Witz reduziert. Der Kapitalismus braucht Krieg und eine Welthegemonie, um zu überleben. Das angel-zionistische Imperium steht kurz vor dem Zusammenbruch. Die einzige Frage, die noch offen ist, wie schnell dieser Zusammenbruch passiert, und was er uns kosten wird.

Gerade jetzt verweisen sie massenweise russische Diplomaten, und sie fühlen sich dabei wohl sehr stark und maskulin. Polnische und ukrainische Politiker erleben regelrecht einen Ausbruch des Muts und Selbstvertrauens - hinter dem englischen Rücken.

Die Wahrheit ist, dass dies nur die Spitze eines viel größeren Eisbergs ist. In Wirklichkeit sind Konsultationen auf Expertenebene zwischen den nuklearen Supermächten notwendig. Die gibt es aber seit langem nicht mehr. Heute tauschen lediglich die Staatsoberhäupter Telefonanrufe aus. So etwas passiert nur, wenn der Krieg ansteht. Seit vielen Monaten bereiten sich Russland und die NATO auf den Krieg in Europa vor. Russland ist bereit. Die NATO aber nicht! Ja, sie spielen mit den Zahlen und denken stark zu sein. Die Wahrheit ist aber, dass die NATO-Zwerge keine Ahnung haben, was auf sie zukommt. Wenn die Russen in den Krieg ziehen, werden diese kleinen NATO-Staaten nicht einmal verstehen, was mit ihnen geschieht. Sehr schnell werden wirkliche Kampfhandlungen von den USA und Russland übernommen. Und das heißt, dass jeder Konflikt sehr schnell nuklearen Charakter einnimmt. Und zum ersten Mal in der Geschichte werden die USA sehr hart getroffen, nicht nur in Europa, im Nahen Osten oder in Asien, sondern auch in dem US-Kernland.

Ich wurde in einer russischen Militärfamilie geboren und studierte mein ganzes Leben lang russische und sowjetische Militärangelegenheiten. Ich kann es Ihnen absolut sicher versprechen, bitte zweifeln Sie daran keine Sekunde: Russland wird nicht zurückweichen und, wenn es in die Enge getrieben wird, wird es eher die gesamte Zivilisation auslöschen. Die Russen wollen wirklich keinen Krieg, sie haben Angst davor (und das sollten sie auch!) Sie werden auch alles tun, um ihn zu vermeiden. Aber wenn sie angegriffen werden, dann erwartet uns ihre Gegenreaktion von einer absolut verheerender Gewalt. Mir brauchen Sie nicht zu glauben, aber glauben Sie doch Putin, der das Gleiche bereits gesagt hat, und den Russen, die in dieser Frage zu 95% hinter ihm stehen. Die Geschichte von den Kreuzzügen bis zum Nazis-Einmarsch in die Sowjetunion zeigt klar genug, dass die Russen keinen westlichen Angriff hinnehmen werden, schon gar nicht einen nuklearen Angriff. Denken Sie nochmals über Putins Worte sehr gründlich nach: "Wozu brauchen wir eine Welt, in der es kein Russland gibt?"

Und wozu brauchen wir all das? Die USA und Russland haben keine plausiblen Gründe etwas anderes zu tun, als zusammenzuarbeiten. Dabei sind die Russen heute wirklich irritiert darüber, dass die US-Anführer diese offensichtliche Tatsache völlig außer Acht lassen. Na gut, die City of London hat schon viele Gründe, warum aus englischer Sicht Russland „abhauen und Klappe halten“ sollte, wie Gavin Williamson, der kleine Sojajunge, der für die britische "Verteidigung" zuständig ist, sich kürzlich so „elegant“ ausdrückte. Aber ich sage es Ihnen: Das wird nicht passieren! Großbritannien wird in einen Haufen radioaktiver Asche verwandelt, bevor die Russen weggehen und Mund halten. So wird es einfach sein.

Was mich verblüfft, ist Folgendes: Wollen die amerikanischen Anführer wirklich ihr Land wegen einer kleinen scheußlichen Clique arroganter, pompöser Engländer verlieren, die denken, dass sie immer noch ein Imperium sind? Haben Sie sich mal Boris Johnson, Theresa May und Gavin Williamson angesehen? Sind Sie wirklich bereit zu sterben, damit die Interessen dieser Degenerierten geschützt sind?! Für mich ist das unbegreiflich, genauso für die Russen.

Ja, ich weiß, sie haben nur noch einige Diplomaten ausgewiesen. Und die Russen werden das Gleiche tun. Was soll’s… Der Punkt ist aber viel wichtiger, als wir uns vorstellen: denn Sie sollten nicht daran denken, wo wir jetzt sind, sondern daran, wohin wir uns bewegen!

200000 protestieren gegen Waffengesetze, und keiner kümmert sich um den anstehenden Atomkrieg!
Was ist denn los mit Ihnen?! Was ist mit dem Westen passiert, in dem ich 1963 geboren wurde? Mein Gott, ist das wirklich das Ende von allem? Bin ich etwa der Einzige, der einen Zug in der Zeitlupe sieht, der uns alle in den Abgrund bring?

Oder führen Sie Beweisgründe an, dass es nicht so ist, damit ich die Hoffnung nicht aufgebe! Im Moment sieht es aber eher hoffnungslos aus...

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22.03.2018

Schutzschild über Syrien

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Kuppel über Syrien
Wie die griechische Internet-Ausgabe Ellinotourkika mit Berufung auf eine Recherche der nahöstlichen regionalen Presse berichtet, liegen die meisten Navigationssysteme in dem östlichen Mittelmeergebiet lahm.

Schiffe und Flugzeuge, die sich in dieser Region in der letzten Zeit befinden, können ihre Positionen "aus unerklärlichen Gründen" nicht mehr bestimmen. Das Problem zeigt sich zweierlei: entweder als ein kompletter Ausfall des Navigationssignals oder als eine falsche Bestimmung von Koordinaten.

Es sollte jedoch angemerkt werden, dass Flugzeuge zusätzlich zu dem bekannten GPS-System in der Regel auch alternative Positionierungmöglichkeiten haben, beispielsweise Trägheitsnavigationssysteme mit Lasersteuerung, die ebenfalls als sehr zuverlässig gelten. Aber auch sie funktionieren in der Region nicht mehr normal. Darum empfehlen die internationalen Dispatcher-Services den zivilen Schiffen und Flugzeugen das Gebiet bis auf Weiteres zu vermeiden.

Die griechische Ausgabe vermutet weiter, dass russische Systeme der elektro-magnetischen Kampfführung "Rytschag" wieder im Syrien in Einsatz sein sollten, was zu massiven Störungen der Navigation führt. Die "Rytschag"-Einheiten sollten nun eine Kuppel über Syrien gebildet haben, um das Land vor amerikanischen Marschflugkörpern, die angeblich seit einigen Tagen startbereit sind, zu schützen.

Die aktuellen Daten der Flightradars (s. Abbildung) bestätigen indirekt die Meldung der griechischen Ausgabe.

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21.03.2018

Deutsche Flüchtlingsfamilie: Video & Foto

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Bergfeld in Russland
Nun ist im Netz auch ein Video aufgetaucht, wo die Eheleute Bergfeld über ihr Leben noch aus Spanien (Madrid) berichten.

RF berichtete schon über diese deutsche "Snowden"-Familie hier.


Inzwischen soll die Familie Bergfeld Asyl in Russland erhalten haben. Die deutschen Flüchtlinge dürften also bereits auf dem russischen Territorium sein, um die mit dem Aufenthalt verbundenen Formalitäten zu erledigen.

Auf den Fotos unter dem Video ist der nun verstorbene Sohn Niko zu sehen. Bilder sollten aus dem Familienarchiv der Familie Bergfeld stammen. Sie wurden u.a. bereits auf dem Newsportal dailystorm.ru (hier) veröffentlicht.






Niko verstorben


Sohn Bergfeld am Sterben


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