Info-Spritzer des russischen Internets


22.10.2020

Zypern vs Corona


Zypern Corona
Falls jemand nach Zypern ausweichen möchte, gibt es nun etwas Nachrichten von der Insel.


Am Donnerstag, den 22. Oktober, kündigte das Ministerkabinett der Republik Zypern die Einführung strengerer Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus an. Diese gelten ab morgen und vorerst bis zum 9. November.


Von 23:00 bis 5:00 Uhr gibt es in Limassol und Paphos eine Ausgangssperre.

Die Ausgangssperre gilt jedoch nicht für diejenigen, die auf dem Weg zum bzw. vom Arbeitsplatz sind, ausgenommen sind auch Krankenhaus- und Apothekenbesuche. Der Straßenaufenthalt während der Ausgangssperre ist mit entsprechenden Dokumenten (vom Arbeitgeber bzw. Arzt) zu belegen.

Andere Maßnahmen für das ganze Zypern

  • Masken sind nun draußen grundsätzlich zur Pflicht in ganz Zypern.
  • In Wohnhäusern und in öffentlichen Räumlichkeiten (mit Ausnahme von Gastronomiebetrieben) darf die maximale Anzahl einer Gruppe 10 Personen einschließlich minderjähriger Kinder nicht übersteigen.
  • Die maximale Besucherzahl in Restaurants, Tavernen, Bars und Cafés beträgt 75 Personen im Innenbereich und 150 Personen im Außenbereich.
  • Maximal sechs Personen können an einem Tisch im Restaurant sitzen.
  • Gottesdienste in Tempeln und religiöse Zeremonien werden gemäß den Anweisungen der Synode der zypriotisch-orthodoxen Kirche durchgeführt.
  • Sportwettkämpfe finden ohne Zuschauer statt.
  • Die maximale Zuschauerzahl in Theatern und Kinos soll 50% der Sitzplatzzahl entsprechen.
  • Cocktailpartys und Hochzeitsempfänge sind verboten.
  • Erlaubt sind die Hochzeiten in Form von Mittag- oder Abendessen, d.h. Gäste müssen an den Tischen sitzen bleiben.
  • Die maximale Anzahl der anwesenden Personen beträgt 350 Personen gleichzeitig.


Quelle auf Russisch

Quelle auf Griechisch


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20.10.2020

Oh those Russians

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Russen

Neulich bin ich auf den Artikel vom gewissen Luc in einer russischen Internet-Ausgabe gestoßen.

Der Mann stammt aus Großbritannien, lebt seit ca. 20 Jahren in Russland und arbeitet im Vorstand einer Personalbeschaffungsagentur. Er hat ein englischsprachiges Buch zum Pflichtthema "Warum die Russen nicht lächeln" geschrieben. Sein Artikel musste aber für ihn ins Russische immer noch extra übersetzt werden.

Wie auch immer behandelt Luc in seinem Beitrag gewisse - wie er meint - Besonderheiten der russischen Mentalität. Dabei zieht er Schlüsse, die in ihrer teilweise arroganten Ausdrucksform nicht immer nachvollziehbar und akzeptabel sind.

Darum kommt hier Lucs Expertenmeinung auszugsweise und in Form eines simulierten Dialogs, der Differenzen des heutigen Realitätsempfindens veranschaulichen soll.

Luc: Als ich zum ersten Mal nach Russland kam, suchte ich jedes Mal nach einer logischen Erklärung für die jeweilige Situation ... Es war schwer zu akzeptieren, dass es normalerweise überhaupt keinen vernünftigen Grund gab, nicht wie bei uns zu Hause. "Russland kann man mit Verstand nicht begreifen". Das ist der Spruch, den ich hier unzählige Male gehört habe.

RF: Halb so wild, Luc. Russen sind zwar keine Westler in Deinem Sinne, aber logische Erklärungen und vernünftige Gründe sind auch in Russland sehr beliebt, nicht nur bei Dir zu Hause. Und selbst wenn man einen poetischen Spruch unzählige Male hört, ist es bei weitem noch kein Grund, diesem Spruch in Bezug auf Verstand blind zu folgen.

Luc: Mein Beruf, die Rekrutierung, liefert hervorragende Beispiele für die Unterschiede in der Art und Weise, wie Menschen in Russland und im Westen Entscheidungen treffen. In Russland gilt es als völlig normal, den Job zu kündigen und den ganzen Sommer auf der Datscha (oder den ganzen Winter auf Bali) zu verbringen und erst einige Monate später nach einem neuen Job zu suchen.

RF: Es klingt so, als ob dieses "völlig normal" eigentlich völlig unnormal für Dich ist. Oder wäre der Winter auf der Datscha und der Sommer auf Bali vernünftiger? Das ist doch Geschmackssache. Und wieso darf man das nicht, wenn man das kann?
 
Luc: Wenn ein Westler den Lebenslauf einer [RF: russischen] Person liest, die jetzt gerade nicht arbeitet, geht er davon aus, dass entweder der Bewerber aus der vorherigen Firma rausgeschmissen wurde oder einfach faul ist. Offensichtlich wird niemand, der bei klarem Verstand ist, seinen Job kündigen, ohne vorher einen neuen Job zu finden.

RF: Ein Westler kann ausgehen, wovon er will. Hauptsache, der klare Verstand spielt bei ihm trotz dem Dichterspruch mit. Ich sehe, Du hast Dich von diesem verflixten Russlandspruch leider zu stark hinreißen lassen.

Luc: Ein Teil des Problems ist, dass das Leben in Europa oder Nordamerika teuer ist, und wir es uns einfach nicht leisten können, monatelang nicht zu arbeiten, wenn wir unsere Hypotheken zurückzahlen und unsere Rechnungen bezahlen müssen. Es scheint mir, dass die Russen die meisten Dinge nur in der Gegenwart wahrnehmen. "Ich bin müde, ich langweile mich mit diesem Job und sehe keine Karrierechancen. Warum also weitermachen?". Westler haben eine längerfristige Perspektive und glauben, dass Sie Ihre Verhandlungsposition bei einem neuen Arbeitgeber verlieren, wenn Sie mindestens einen vorübergehenden Arbeitsplatz haben. Im Allgemeinen scheinen die Russen zu glauben, dass Vorausplanung für alle Aspekte Ihres Lebens nicht nur langweilig, sondern letztendlich nutzlos in einem Land wie Russland ist, in dem sich die Dinge so schnell und oft ändern.

RF: Es gibt dafür eine viel genauere und viel kürzere Formulierung: Ihr könnt sich nicht leisten frei zu sein. Und wirkliche Freiheit erfordert sehr wohl eine ganze Menge Planungs- und Berechnungsvermögen, aber auch Mut und Optimismus. Bei zwei letzteren Begriffen kann Dir notfalls ein gutes Bedeutungswörterbuch helfen. Oder auch nicht.

Luc: Natürlich könnt ihr auch weiter nur "für heute" leben, aber denkt daran, dass Westler solche Spontaneität als irrational und unlogisch empfinden.

RF: Danke für den wertvollen Ratschlag und Deine freundlich ausgestreckte Hand, Luc! Aber gerade in grausamen Corona-Zeiten müssen selbst unpraktische Russen nicht nur an Westler-Reaktionen, sondern auch an die soziale Distanzierung denken. Also glaube ich, wenn Deine Tipps einem drei Metern am Arsch vorbei gehen, ist man dann bestens aufgehoben.

Luc: Westler neigen nicht dazu, Entscheidungen unter dem Einfluss von Laune oder Stimmung zu treffen. Fast jede Phase eines Prozesses wird von Anfang bis Ende sorgfältig durchdacht, und der Nachteil dabei ist, dass das Treffen von Entscheidungen erheblich länger dauert. Die meisten Elemente unserer Arbeit und unseres Privatlebens sind im Voraus geplant, von der Einrichtung eines privaten Rentenkontos kurz nach Beginn der Karriere bis zum Abschluss einer Versicherungspolice, die alle Arten von Unfällen abdeckt.

RF: Luc, wo ich das lese, fürchte ich fast, Du hast Deine Karrierechance trotz der sorgfältigen Planung doch verpasst. Du hättest schon vor 30 Jahren Russisch lernen und Dichter werden sollen. Damals waren Russen eher so, wie Du sie gern magst: viel naiver und irrationaler. Einige derartige westliche "Dichter" haben es in jener Zeit mit ihren "Gedichtsammlungen" sogar bis zum Kreml geschafft und dort gut abkassiert. Heute ist es dafür zu spät, glaube ich. Aber es gibt trotzdem eine gute Nachricht für Dich. Du fragst ja in Deinem Buch, warum die Russen nicht lächeln. Die Russen lächeln und lachen doch sehr gern, aber nur, wenn sie einen Grund dafür haben, wie beispielsweise beim Lesen dieser Deiner Expertenmeinung.

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16.10.2020

Neue Weltordnung kurzgefasst

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Neue Weltordnung
Angeblich hat die kanadische Regierung vor einigen Tagen Informationen über die Pläne der Globalisten in Bezug auf Kanada und wahrscheinlich den Rest der Welt veröffentlicht.

Laut der Quelle (hier) sollten auch in den anderen Ländern ähnliche Maßnahmen realisiert werden, jedoch zu unterschiedlichen Zeiten. Die Informationen sind natürlich inoffiziell, der Name des Vertreters der kanadischen Regierung ist unbekannt. Allerdings wird seine Botschaft teilweise vom Präsidenten Ghanas bestätigt, der sich mit den entsprechenden Globalistenvorschriften für sein Land vertraut gemacht, und sie dann zum Teil preisgegeben hat (hier).

Nach all diesen Informationen läuft die Neue Weltordnung (so wie sie für Kanada geplant wird) darauf hinaus, dass allen Bürger ihr Eigentum weggenommen wird, andererseits werden ihnen auch alle Schulden abgeschrieben. Als Gegenleistung bekommen diejenigen, die mitmachen, ein lebenslanges garantiertes Einkommen. Dieses Programm gilt jedoch nur für Personen mit Impfpass.

Diejenigen Kanadier, die das Programm ablehnen, werden als Bedrohung für die öffentliche Sicherheit eingestuft und in Isolierlager versetzt. Danach haben die abgesonderten Personen zwei Möglichkeiten: am Schuldenerlassprogramm doch teilzunehmen und freigelassen zu werden oder die als für die öffentliche Gesundheit gefährlichen Personen auf unbestimmte Zeit in den Isolierlagern zu bleiben und als solche ihr gesamtes Vermögen zu verlieren.

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15.10.2020

Kaum gefährlicher als Grippe

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Coronavirus
Der heilige Antonius prophezeite einst:

Es werden Zeiten kommen, in denen die Welt von einem solchen Wahnsinn erfasst wird, dass die Verrückten die Vernünftigen für verrückt und sich selbst für vernünftig halten werden.

Nach anderthalb tausend Jahren sind wir offensichtlich an dieser Station angekommen.

Zum Glück behalten Vollidioten bzw. Gauner noch nicht überall die Oberhand. Hier spricht zum Beispiel Frau Tatjana Nikulina, die Chef-Ärztin der Kinderklinik im russischen Uljanowsk.

 


 
Quelle

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13.10.2020

Der Tod in Kiew

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Krankenhaus in Kiew

Soeben bin ich auf dieses FB-Posting gestoßen.


Es schriebt eine Frau aus der ukrainischen Hauptstadt Kiew. Von ihrem Facebook-Profil ausgehend gibt es kaum einen Grund, die Echtheit dieser Person anzuzweifeln, zumal sie in ihrem Original-Posting (auf russisch und ukrainisch) - den Umständen entsprechend - merklich verstört wirkt. Und nun zu den eigentlichen Umständen in der deutschen Übersetzung:

***

Corona-Test in der UkraineMeine Mutter ist tot. Covid-Show geht weiter.

Ich weiß nicht, wann das genau passierte - in der Nacht oder am Morgen. Aber das geschah nicht etwa deswegen, weil ich es nicht schaffte, Insulin zu kaufen, das sie gar nicht brauchte. Sondern deswegen, weil es im Krankenhaus keine Ärzte gab. Ich meine, gar keine Ärzte. Übers Wochenende gab es für das ganze Krankenhaus Nr. 15 nur einen einzigen Arzt und 8 Krankenschwestern (RF: Krankenhaus Nr. 15 befindet sich direkt in Kiewer Innenstadt und besteht unter anderem aus „zwei chirurgischen Abteilungen, neurologischer Abteilung, Aufnahme- und Diagnoseabteilungen, darunter auch MRT-Diagnostik“ - Quelle).

Die ganze Zeit, als Mama im Krankenhaus war, habe ich sie gar nicht sehen können. Vom Hof aus durch das Fenster ging es nicht. Mit dem medizinischen Personal kommt man auch kaum in Kontakt, denn das nur draußen möglich ist.

Nun kann ich meine Mutter nicht einmal bestatten lassen, solange kein Testergebnis für Covid vorliegt. Sie hatte kein einziges Corona-Symptom. Falls der Test positiv ist, dann soll sie zwangseingeäschert werden. Und zwar auf Kosten des Staats.

Wird der Test negativ sein, wird ihre Leiche mir zur freien Verfügung überlassen. Aber ohne Test läuft im Moment nichts mehr.

Offensichtlich ist es profitabel, ausgerechnet an Corona zu sterben. Man wird also regelrecht eingeladen, als Corona-Opfer begraben zu werden.

Andererseits haben Corona-Kranke keine Chance, medizinische Hilfe zu bekommen. Weder auf staatliche Kosten, noch fürs Bares. Die Behandlung in privaten Kliniken ist nämlich nur für Corona-Negative möglich. Es wird selbst im Notfall nicht geholfen.

Ergänzung

Ich habe soeben mit dem Leichenhaus telefoniert. Immer noch keine Covid-Test-Ergebnisse. Beim positiven Test darf es keine Obduktion geben. Dann würden wir ja nie erfahren, was passierte: Wurde sie vielleicht getötet? Es kann ja sein, dass die Mutter gar keine Hilfe bekommen hat, und man hat uns nur gelogen, dass sie am Tropf hängt. Vielleicht werden wir es dann nie erfahren. Es gab keine Covid-Symptome.

Man hat nicht nur kein Recht auf das Kranksein mehr. Man hat kein Recht mehr auch auf die Beerdigung. Auf dem Foto sind übrigens Stäbchen für Corona-Tests. Sie liegen nur so im ganzen Hof herum.

Ergänzung

Die Show geht weiter. Die Mutter soll an ischämischer Herzkrankheit gestorben sein. Ihr Herz war aber immer unter Kontrolle. Sie war eine hypotonische Person, der Blutdruck wurde täglich gemessen. Messwerte über 135/75 gab es nie. Selbst das wäre aber für sie extremal.

Unser Bekannter, der im Leichenhaus arbeitet, sagte nun, dass die Mutter gegen 21:40 starb. Wir haben das am nächsten Morgen um 08:55 erfahren. Sie wurde nämlich soeben ins Leichenhaus abtransportiert mit einem Haufen an Diagnosen. Doch in ihrem Gesundheitsbogen aus der Klinik war bis jetzt alles in Ordnung für ihr Alter. Falls Corona diagnostiziert wird, wird es keine Obduktion geben.
Und Stäbchen liegen immer noch auf dem Hof herum.

Ergänzung

Wenn der Test positiv ist, dann ist die Obduktion nur auf Ansuchen möglich und kostenpflichtig. Covid-Tote werden sonst nicht obduziert. Wie kann ich überhaupt sicher sein, dass der Test korrekt ist, wenn die Test-Stäbchen überall auf dem Hof herumliegen? Die Covid-Show geht weiter.

Ergänzung

Der Test ist negativ. 8:40

Quelle


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10.10.2020

Coole Welt

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Zugegebenermaßen leben wir in einer coolen Welt mit sehr coolen Völkern.

Nehmen wir zum Beispiel Kirgisen. Kirgisen sind cool. Sie haben die dritte Revolution in 15 Jahren, und es gibt keinen Grund anzunehmen, dass sie damit irgendwann aufhören, denn die strategische Reserve aus Dingsbumsbaews und Dingsbumsbekows, die demnächst Präsidenten Kirgisistans werden könnten, scheint dort unerschöpflich.

Ukrainer sind extrem cool. Heute kann niemand mehr mit Sicherheit sagen, wie viele Revolutionen sie in den letzten 20 Jahren hatten. Irgendwo zwischen drei und fünf, aber immerhin mit einem spürbaren Ergebnis: Die Krim und zwei Ostgebiete sind nicht mehr dabei. Sind sie nicht cool?

Das optimale Maß an Coolheit erreichten Georgier im Jahr 2008. Damals hatten sie den coolsten Präsidenten, die coolste Ausbildung nach NATO-Standards und das coolste Ergebnis: Minus zwei Regionen innerhalb von fünf Tagen. Danach wurden sie etwas weniger cool, aber dennoch hört man manchmal zwar leise aber trotzdem coole Sprüche hinter dem Berg.

Weißrussen. Diese sind noch nicht ganz cool. Natürlich möchten sie gern viel cooler sein. Daran werden sie aber massiv gestört - sowohl vom uncoolen Lukaschenko, als auch vom uncoolen Russland.

Armenier und Aserbaidschaner sind cool. Gar keine Frage. Und sie werden jeden Tag cooler - bis zum letzten coolen Bürger, so wie es aussieht.

Aber auch außerhalb unserer nächsten Umgebung gibt es mehr als genug coole Völker.

Libyer sind unglaublich cool. Sie sind so was von cool, dass selbst das libysche Land dieses Übermaß an Coolheit nicht mehr ertragen konnte und musste entzwei gehen. Nun gibt es zwei Libyen: Das eine wird von den Türken, das andere von der internationalen Koalition regiert. Cool, nicht wahr?

Syrer sind auch cool - Deutsche werden das mit Sicherheit bestätigen. Aber in ihrer Heimat haben sie bis jetzt Pech gehabt, denn dort sitzt immer noch der uncoole Präsident, der vom uncoolen Russland gestützt wird.

Hongkonger sind echt cool. Leider haben sie aber massive Probleme mit der Geografie. Würde das uncoole China ein paar tausend Kilometer weiter von ihnen liegen, könnten sie rasch den maximalen Coolheitsgrad erreichen.

Cool sind die Franzosen. Sie lieben ja diese unendlichen friedlichen oder auch etwas weniger friedlichen Demonstrationen. Dazu nimmt das französische Coolheitsniveau zunehmend nahöstliche Charakterzüge ein.

Die Coolheitsweltmeister dieses Jahres sind aber US-Amerikaner. Nicht zuletzt deswegen, weil sie die leidenschaftlichen Feuerwaffenbesitzer sind. Das Land hat die meisten Covid-Toten und galoppierende Straßenkriminalität, während die Demokraten vor dem russlandgestützten Trump und die Republikaner vor dem chinagestützten Biden warnen. Was kann cooler sein?

Darüber hinaus gibt es coole Venezolaner, Indonesier, Tunesier, Chilenen, Brasilianer und Argentinier - alle sind sehr cool.

Uncool sind die Russen. Das waren sie vor 30 Jahren. Seitdem sind sie klüger geworden.

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01.10.2020

Corona: kein Thema in Russland?

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Corona in Russland
Vor einigen Wochen fragten mich einige Blogleser, was und wie russische Massenmedien über die Anti-Corona-Aktionen in Deutschland berichten, und wie russische Bürger darauf reagieren.


Diese Frage blieb damals unbeantwortet, weil eine direkte Reaktion darauf falsch gewesen wäre. Zumal eine ganze Menge an einfachen und darum meistens realitätsfremden Antworten von den sogenannten deutschen Russland-Insider kam.

Insbesondere behaupteten die "Insider", dass russische Massenmedien nur wenig über deutsche Proteste berichten würden, weil Corona in Russland angeblich kein Thema mehr sei. Eine solche Behauptung zeugt aber von einem nicht nur falschen sondern auch naiven Verständnis der Situation in Russland.

Corona bleibt ein sehr wichtiges Thema hierzulande. Und gerade deswegen schreiben etablierte russische Massenmedien ungern über Anti-Corona-Ereignisse in anderen Ländern.

Aber es gibt auch andere Gründe für eine zurückhaltende Reaktion russischer Medien und Bürger auf deutsche Demos.

Corona teilte die Gesellschaft in Russland (genauso wie in den anderen Ländern) in zwei Hauptlager: Es gibt Bürger, die mehr oder weniger an die offizielle Pandemieversion glauben, und es gibt welche, die die "Pandemie" nur als Deckmantel für wichtigere globale und fatale Ereignisse betrachten.

Es ist klar, dass deutsche Protestaktionen bei der ersten Russen-Gruppe wenig Verständnis finden. Aber auch russische Corona-Gegner stehen den Aktionen ihrer deutschen Gesinnungsgenossen eher skeptisch gegenüber.

Das liegt aber kaum an grundsätzlichen Diskrepanzen, sondern daran, dass Russen nicht viel von sogenannten friedlichen Demonstrationen halten. Sie empfinden jede Staatsmacht nämlich per se als eine Gegenpartei, die genau weiß, was sie tut. Und diese Gegenpartei mit dem Herumbummeln a la Nawalny zu mahnen hält man in Russland für Zeitverschwendung. Die Demonstrationen haben hierzulande also einen recht engen Anwendungsbereich als die letzte und nicht unbedingt obligatorische Vorstufe zu wenig friedlichen Aktionen (etwa wie im Jahr 2013 in Moskau s. hier). Das weiß natürlich auch die russische Staatsmacht, und sie reagiert meistens durchaus feinhörig, um den Dampf rechtzeitig abzulassen.

Nichtsdestoweniger gibt es zunehmend indirekte Indizien, die darauf hinweisen, dass immer mehr Russen sich auf das Schlimmere im Zusammenhang mit dem ganzen Corona-Rummel vorbereiten.

Zum Beispiel steigt Nachfrage (und Preise) nach Häusern in den abgelegenen Dörfern. Es bilden sich (meistens religiöse) Gemeinden, welche abgeschottete Siedlungen in den weit entfernten Gegenden Russlands, die es ja mehr als genug gibt, aufbauen, um Kontakte mit der Außenwelt vorsorglich bis aufs Minimum zu reduzieren.

Auch im russischsprachigen Internet sind coronabedingte Änderungen spürbar. Es gibt immer mehr Websites bzw. Accounts in Sozialnetzen, wo Erfahrungen ausgetauscht werden, wie man mit Lockdowns, Impfungen, Ärzten, Polizisten und anderen Behörden umgeht bzw. umgehen soll. Im Aufschwung sind natürlich Webportale der Verschwörungstheoretiker, wo man manchmal doch recht interessante Infos übers aktuelle Zeitgeschehen finden kann.

Alles in allem kann man unmöglich behaupten, dass Corona kein Thema mehr für Russen ist, auch wenn russische Massenmedien nicht immer mitspielen  Eher das Gegenteil ist der Fall.

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22.09.2020

Russlands Zeit bald zu Ende?

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Russische Botschaft in Tallinn
Hier ist eine inoffizielle Übersetzung des offiziellen Kommentars der russischen Botschaft in Estland (wie auf Facebook veröffentlicht).


Nach Meinung der estnischen Präsidentin K. Kaljulaid, die sie am 14. September dieses Jahres im Interview für die Nationale Rundfunkgesellschaft Estlands äußerte, ginge die Zeit Russlands langsam zu Ende.

Um diese These zu untermauern, wurde auf Russlands Schwäche in wirtschaftlicher Hinsicht sowie auf seine aus demografischer Sicht angeblich äußerst schlechte Situation verwiesen.

Logischerweise stellt sich nun die Frage, wie viel Zeit denn genau das Staatsoberhaupt Estlands unserem Land zugemessen hat.

Derartige Vorhersagen haben eine lange Tradition. Seit über tausend Jahren russischer Geschichte gab es viele bemerkenswerte Beispiele dafür.

Während des tatarisch-mongolischen Jochs konnte Rus[sland] nicht gebrochen werden. Die napoleonische „Große Armee“ wurde mit dem russischen Staat auch nicht fertig. Im April 1945 fand der besessene Führer im unterirdischen Bunker unrühmliches Ende, als sein Traum vom neuen „Lebensraum“ auf dem russischen Territorium scheiterte. US-Präsident Barack Obama schrieb auch mal unser Land ab, als er ankündigte, dass Russlands Wirtschaft durch Sanktionen „zerfetzt“ worden wäre. In den jetzigen Prophezeiungen der estnischen Präsidentin kann man ähnliche Einschätzungen erkennen.

Doch immer wieder Pech gehabt: Nach vielen schwierigen Prüfungen führt Russland weiterhin ein erfülltes Leben und meistert erfolgreich anstehende Herausforderungen.

Was hat denn der kollektive Westen durch die Verhängung der Sanktionen gegen unser Land erreicht? Die Antwort liegt auf der Hand: Er erreichte die Mobilisierung interner russischer Ressourcen. Das bisher kaum bekannte Wort „Importsubstitution“ wurde zum nationalen Motto. Dabei verloren europäische Exporteure, die gezwungen waren, ihre Geschäftsaktivitäten auf dem russischen Markt einzuschränken, Hunderte von Milliarden Dollar und Euro. Über Nachteile dieser Sanktionen für die europäische Wirtschaft und die damit verbundene Müdigkeit kann man auch in Estland hören, denn der Handelsumsatz zwischen unseren Ländern im Sanktionen-Zeitraum hat sich fast halbiert (von 5,3 Mrd. USD im Jahr 2014 auf 2, 9 Mrd. USD im Jahr 2019).

Wurden diese „Strafmaßnahmen“ etwa zum Hindernis für die Durchführung in Russland bedeutender internationaler Veranstaltungen, wichtiger Wirtschaftsforen, Studentenuniversiaden oder Sportwettbewerbe, wie z. B. der FIFA-Weltmeisterschaft 2018? Die Antwort ist ein klares Nein.

Die Sanktionen konnten nicht einmal verhindern, dass Russland im Jahr 2019 den 6. Platz weltweit und den 2. Platz in Europa in Bezug auf das nationale Bruttoinlandsprodukt einnahm.

Die technologische Kraft unseres Landes wurde durch den Bau von 19-km-langen Auto- und Eisenbahnstrecken der Krimbrücke in kürzester Zeit verdeutlicht.

Immer wieder widerlegt also die Geschichte Russlands katastrophale Vorhersagen über sein Schicksal und seine Zukunft.

Dabei setzen real denkende Politiker im heutigen Europa einen aktiven Dialog mit Moskau fort, und sie erkennen auch, dass viele Probleme, mit denen unser Kontinent konfrontiert ist, für alle europäischen Länder gleichermaßen wichtig sind, und dass sie in Zusammenarbeit und nicht in Konfrontation gelöst werden müssen.

16. September 2020

Quelle

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Strompreise in Russland

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Strompreis in Russland

In einem deutschen Blog, das ich ab und zu gern lese, erschien soeben ein Posting darüber, dass Deutschland angeblich den höchsten Strompreis der Welt hat.


Der deutsche Blogger hat dann auch Strompreise in anderen Ländern zum Vergleich angeführt, und zwar:
In Saudi-Arabien, Russland, Mexiko, China, Indien, Argentinien, Indonesien, der Türkei, in Kanada und Südkorea werden weniger als 10 Cent pro Kilowattstunde Strom fällig
Was Russland angeht, stimmt das wirklich. Genaugenommen kostet eine Kilowattstunde in Russland aktuell umgerechnet ca. 6,37 Cent (wenn der private Haushalt kombiniert energieversorgt wird, also Strom + Gas), oder aber umgerechnet ca. 4,46 Cent, falls der Strom der einzige Energieträger im Haushalt ist.
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15.09.2020

Scheitern des französischen Technikfreundes

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Macron

Die aktuelle gesellschaftliche Entwicklung in Mittel- und Westeuropa löst bei den Russen, die sich für das Thema interessieren, ziemlich kontroverse Gefühle aus: von Bewunderung und Begeisterung über Befremdung und Ratlosigkeit bis hin zur Ironie und Verspottung.


Der allgemeine Trend scheint leider eher in die vorgenannte absteigende Richtung zu gehen. Deswegen findet man in den russischen politischen Internet-Foren immer öfter Postings wie weiter unten in deutscher Übersetzung angeführt.

***

Bonjour! Neulich stürmte der Napoleon des technischen Fortschritts und der Nachkomme von Descartes Emmanuel Macron schon wieder das globale Informationsfeld.

Emmanuel musste die nationale französische Wissenschaft höchstpersönlich stützen, denn auch in der Heimat der Aufklärung brach ein Aufstand gegen die Türme des mobilen Standards 5G aus.

Schlimmer noch: In Frankreich waren die Anstifter dieses Aufstandes keine Verschwörungstheoretiker vom Lande, sondern Politiker der nationaler Ebene, hauptsächlich aus den grünen Reihen:

„Mehr als 60 gewählte Funktionäre darunter 38 Bürgermeister und mehrere Mitglieder des französischen und europäischen Parlaments forderten die französische Regierung auf, ein vorübergehendes 5G-Moratorium einzuführen“, schreibt Politico.

Und so was passierte ausgerechnet in dem Moment, wo Macron verstärkt für die technologische Souveränität Frankreichs und der Europäischen Union plädiert und vom französischen Analogon des Silicon Valley schwärmt. Also musste der Präsident entschlossen eingreifen, denn der Traum vom Silicon Valley reimt sich mit dem technophoben Dunkelmännertum nicht wirklich zusammen:

„Wir werden das besprechen, debattieren, und all den falschen Ideen ein Ende setzen, aber ja, Frankreich macht den Sprung zu 5G“, sagte Macron und setzte gleich einen drauf: „Ich glaube nicht an das Amischen-Modell, und ich denke nicht, dass das Amischen-Modell Probleme der modernen Wirtschaft lösen kann“.

Nun gibt es fürs Oberhaupt des digitalen Frankreichs schlechte Nachrichten.

Die amerikanische Sekte der bärtigen Amischen mag nicht unbedingt in jeder Hinsicht musterhaft sein, aber zumindest vermehrt sie sich aktiv. Was man heutzutage von den Franzosen, ehemals den Erben der großen Zivilisation, nicht wirklich behaupten kann.

Also wird jene Art von hellhäutigen Franzosen, mit welchen man wissenschaftliche Fragen diskutieren kann, in einer ziemlich kurzen historischen Perspektive durch „Neufranzosen“ ersetzt, die sich zwar wie Amisch vermehren, aber kaum arbeiten und aus allen modernen Technologien vielleicht nur Trotyl zu schätzen wissen.

Darüber hinaus hat die Technophobie, also wohl der schlimmste Bestandteil des „Amischen-Modells“, sowohl in Frankreich als auch in angrenzenden Ländern bereits gesiegt. Denn die jungen Westeuropäer bekommen inzwischen mehrheitlich dermaßen „feine“ humanistische Bildung, dass sie allen Ernstes solchen Quatsch für wahr halten, der selbst archaische Lebensvorstellungen der Amischen als durchaus fortschrittlich aussehen lässt.

Beispielsweise glaubt diese europäische Publik an grüne Energie, und vertritt mehrheitlich die De-Growth-Ideologie (Rückgang der wirtschaftlichen Entwicklung zugunsten der Umweltschonung), was nichts anderes als eine Variante des menschenfeindlichen Todeskultes ist.

Diese Ideologie hat sich bereits seit langem in den Köpfen der akademischen und staatlichen Elite Frankreichs eingenistet. Also hat Macron schon jetzt verloren.

Der kleine Hightech-Napoleon wird keinen Triumph erleben, denn der Zug der französischen und europäischen Verödung ist bereits vor 10 Jahren abgefahren, als die „Grünen“ die meisten Massenmedien sowie Bildungssysteme unter ihre Kontrolle bekommen hatten.

In diesem Zusammenhang gibt es allerdings auch gute Nachricht für uns in Russland. Sie besteht vor allem darin, dass wir, solange die russische Staatskasse auf Einkünfte aus der Edgas- und Erdölförderung angewiesen ist, eine Chance haben, den französischen bzw. europäischen Verfall zu vermeiden.

Das heißt, für uns gibt es Hoffnung, ausfallfreie Stromversorgung und schnelles Internet auch weiterhin zu genießen. Dabei werden unsere westlichen in biologisch abbaubare Lumpen gekleideten Freunde uns lediglich ihr Gefühl tiefer moralischer Überlegenheit entgegenstellen können, worüber sie uns anhand chinesischer iPhones übers amerikanische Internet informieren, während sie vegetarische Döner verzehren und dabei doch Treibhausgase erzeugen.

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07.09.2020

Belarus gegen Globalisten-KZ

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Weissrussland

Hier kommt deutsche Übersetzung eines FB-Postings des russischen investigativen Journalisten und Putin-Kritiker Michail Wojtenko zum Abschluss seiner Diskussion mit den Anhängern der weißrussischen Opposition.


***

Nach meiner Replik über Weißrussland und weißrussische Opposition wurde ich hier von der sog. "progressiven Öffentlichkeit" wütend verflucht. Darauf muss ich natürlich reagieren, denn "fortschrittliche Menschen guten Willens" schätzen die Situation, wie gewohnt, völlig falsch ein, auch wenn sie sich eigentlich im Epizentrum der Ereignisse, also in Belarus, befinden.

Sie sagen, sie würden alles mit eigenen Augen beobachten, meine Analyse sei dagegen nur dummes Zeug. Ok, kein Problem. Doch aus Entfernung sieht man die Dinge manchmal besser. Habt ihr das nie erlebt? Ich sehe zum Beispiel eure Blindheit und Borniertheit. Denn ihr reduziert die Situation auf Lukaschenko und seine zahlreichen Missetaten, ohne große Welt drumherum mit einzubeziehen.

Ich habe nun extra das politische Programm der weißrussischen Opposition studiert. Kurze Zusammefassung: "Wir wollen, dass alles besser und nichts schlimmer wird". Dazu noch Freiheit für politische Gefangene, saubere Wahlen und mehr Geld fürs Volk. Das wär's dann auch.

Keine Analyse der weißrussischen Situation im globalen Kontext. Keine Handlungspläne in Bezug auf die "Pandemie", keine Stellungnahme zu dieser tragischen Farce, die inzwischen zum Verbrechen gegen die Menschheit geworden ist. Keine Analyse der Situation in der EU, keine Reaktion auf UNO-Programme, auf den Versuch, den weltweiten Verzicht auf herkömmliche Treibstoffe zu erzwingen und auf utopische Pläne der Umstellung auf erneuerbare Energie.

Doch all das sind Themen, von denen die konkrete Zukunft und der reale Wohlstand aller Weißrussen direkt abhängt. Aber nichts davon interessiert die weißrussische Opposition. Dafür bekräftigt sie allzu gern ihre Nähe zur EU, der UNO und übriger "progressiver Menschheit" und dementsprechend zu deren Plänen.

Ihr, Weißrussen, argumentiert unter anderem, dass Kleinbetriebe in Belarus angeblich bedrängt werden. Wisst ihr, wie heutzutage eine richtige Bedrängung aussieht? Falls nicht, dann besucht doch Webportale wie bitchut, wo ihr die Realität sehen kann. Auf Youtube bekommt ihr das nicht mehr zu sehen.

Schaut euch zum Beispiel Videos mit Protesten in Australien am 5. September an. Leider haben daran nur sehr wenige Bürger teilgenommen. Das waren betont friedliche Proteste. Die Reaktion der australischen Polizei war aber alles andere als friedlich. Vielleicht reagieren dortige Polizisten immer noch nicht ganz hart wie etwa in Weißrussland oder Russland. Die Steigerung ihrer Brutalität ist nur die Frage der Zeit. Man sieht es ihnen an, wie sie regelrecht darauf brennen, friedliche Demonstranten zu verknüppeln.

Gefällt euch diese beinahe ungezügelte "Demokratie"? Dabei wird so was in Massenmedien als Maßnahme gegen Nazis serviert. Proteste gegen Willkür der Staatsmacht, die nach Anweisungen der Globalisten und der UNO handelt, gelten heute also als Nazismus!

Was wollen die Demonstranten in Australien eigentlich? Wollen sie etwa das verhasste blutige Regime stürzen? Nein. Sie fordern lediglich die Aufhebung des harten polizeilichen Sonderzustandes, der im Staat Victoria und in der Stadt Melbourne eingeführt wurde. Einschränkungen gibt es in ganz Australien, aber der australische Staat Victoria wurde offenbar, wie man so schön sagt, als "Pilotprojekt" zur Einführung einer vollendeten polizeiisch-militärisch-elektronischen Diktatur unter dem Vorwand der Corona-Bekämpfung ausgewählt.

Die Australier wollen ihre Häuser verlassen, wann und wo immer sie wünschen, und nicht für eine Stunde am Tag wie jetzt. Sie wollen reisen, wohin und wie sie wünschen, und nicht im Umkreis von 5 km. Sie wollen nicht verhaftet, mit Geldstrafen beglückt und immer öfter geschlagen werden, weil sie keine Masken tragen oder "die Distanz nicht einhalten". Sie wollen, dass ihre Kinder ganz normal zur Schule gehen und ruhig draußen spielen. Die Australier wollen ihre Eltern, Verwandten, Freunde besuchen. Das ist doch unerhört, was diese australischen Nazisten alles wollen!

Sie wollen aber auch, dass ihre Kleinbetriebe nicht mehr vernichtet werden. Fast genau so wie ihr, liebe Weißrussen. Ich betone aber: Dort geht es nicht um die "Bedrängung", sondern um die totale Vernichtung des Mittelstandes, der sich bekanntlich durch seine Unabhängigkeit vom Staat auszeichnet.

Und nun meine Frage an Weißrussen: Verbietet das Regime Lukaschenkos euch all das? Ja oder nein?

Falls ja, dann bin ich sofort gegen Lukaschenko! Falls nein (und das dürfte der Fall sein), dann kann ich nur eins sagen: Man sollte das schätzen, was man in der Hand hat, um nicht zu weinen, sobald man es verliert.

Warum erzähle ich das? Um nochmals auf das Offensichtliche hinzuweisen: Der Sieg der heutigen weißrussischen Opposition würde automatisch die globalistische Unterwerfung des Landes bedeuten.
Sofort würde Belarus mit allerlei Beratern, Analytikern, aber auch mit - sozusagen - Praktikern aus der EU, der UNO und diversen "analytischen Zentren" überflutet. Und dann wäre die nächste Zukunft Weißrusslands leicht vorhersehbar: Sobald UNO-Gauleiter im Land richtig Fuß fassen, werdet ihr Weißrussen an das heutige blutige Lukaschenko-Regime wie an einen süßen Traum, an einen netten und lustigen Aufenthalt im sowjetischen Pionierlager aus der Kindheit erinnern.

Ich kenne bereits eure Antwort: Ihr werdet mich einen Verschwörungstheoretiker nennen. Ihr wisst doch ganz genau aus den russischen und westlichen Massenmedien, wie man Spinner wie ich nennen soll. Doch meine "Verschwörungstheorien" habe nicht ich ausgedacht. Sie stammen allesamt aus den soliden Quellen wie UNO, EU, Rockefeller Foundations Reports, IWF, Reden von Bill Gates, Soros, Brin, Jeff Bezos oder John Holdren, um nur einige zu nennen.

In jenen Dokumenten, Büchern und Reden stecken die ganzen Verschwörungstheorien. Eigentlich sind das keine Theorien mehr. Sie werden zunehmend zur Wirklichkeit, und zwar entsetzlich schnell und präzise.

Gefällt euch Lukaschenko nicht? Das ist euer gutes Recht. Aber bevor ihr sein Regime gegen die heutige Opposition austauscht, würde ich euch sehr empfehlen, gut nachzudenken.

Vielleicht seid ihr in der Lage, eine andere Opposition zu bilden? Anstatt dieser dünnen Brühe aus "Kämpfern für alles Gute".

Übrigens, der Regimewechsel in Weißrussland ist heute nicht mehr nur eure interne Angelegenheit.
Das Pandemie-Konzentrationslager hat die ganze Welt in dem Sinne vereint, dass Menschen weltweit mit den gleichen Problemen, Schwierigkeiten, Willkür und Gräueltaten der Behörden konfrontiert werden, die ihre beispiellose Straflosigkeit den Bürgern gegenüber plötzlich gespürt haben.

Also wird nun jedes Land, darunter auch Weißrussland, das sich dem Weltkonzentrationslager widersetzt, von klar denkenden Menschen bewundert und bejubelt.

Unter den klar denkenden Menschen verstehe ich Bürger, die wirklich etwas Nützliches im Leben tun, nicht aber den Abschaum aus etablierten Massenmedien und der Politik, keine EU- bzw. WHO-Funktionäre o.ä. Wird Belarus den Globalisten unterworfen, wird das eine Niederlage für uns alle bedeuten, die gegen das globale KZ kämpfen.

Ein weiteres Argument meiner Kritiker: gefälschte Wahlen in Weißrussland. So was gibt es doch nicht in Australien! Also bitte keine Illusionen! Gefälschte Wahlen im Westen gibt es nur solange nicht, bis es genug nützliche Idioten gibt, die auch ohne Fälschungen "richtig" wählen.

Das Schema ist einfach und heute schon weit verbreitet: Die Insassen des weltweiten Gulags dürfen ihren Brigadier nur aus den bereits vorbestimmten Kandidaten wählen. Die einzige Funktionsstörung dieses Systems gab es bis jetzt nur in den USA, als Trump gewählt wurde. Dafür wird er nun regelrecht platt gemacht, und zwar mit dem derartigen Ausmaß an Willkür, wildem Zynismus, Sittenlosigkeit und Niederträchtigkeit, an das ich mich gar nicht besinnen kann.

Die Bolschewiken haben ähnlich gehandelt. Und heutige amerikanische Linksdemokraten bedienen sich unverkennbar derer Lehrbücher. Doch Lenin und die KPdSU waren in der Verwirklichung ihrer Wahnvorstellungen doch etwas eingeschränkt. Die USA scheinen dagegen auch in dieser Hinsicht das Land der uneingeschränkten Möglichkeiten zu sein.

Auch in Europa läuft es nicht anders. Was passiert mit Salvini in Italien? Er muss vor Gericht. Und wer sind die Kläger? Das sind durchgeknallte Verbrecher und Mafiosi, auch bekannt unter den Tarnnamen "NGO", "Menschenretter" und "Flüchtlingshelfer". Diese kriminellen Gruppierungen begehen immer noch Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Und man braucht kein Jurist zu sein, um das zu beweisen. Ein paar Minuten in Google reichen vollkommen, um genug Beweise zu sammeln.

Und die Hetze gegen Bolsonaro in Brasilien? Und wie unermüdlich werden Weißrussland und Schweden, die beim Corona-Rummel aus der Reihe tanzten, durch den Dreck gezogen?

Was sind eure gefälschten Wahlprozente, liebe Weißrussen, im Vergleich mit diesem globalen Inferno?

Die oben genannten Fälle sind nur einige wenige Fehler der Globalisten, wo ihrerseits nicht gut genug aufgepasst wurde. Diese Fehler werden aber schnell berichtigt. Globalisten übernehmen die Macht in der ganzen Welt, um sie nie wieder abzugeben. Danach erübrigen sich eure Sorgen um unkorrekte Wahlprozente von alleine.

Und bitte erzählt mir keine Märchen über Osteuropa, wo das Pandemie-KZ angeblich immer noch relativ kuschelig aussieht. Macht euch nichts vor: Im Moment sind die Globalisten mit dem Auslöschen der letzten Freiheitsfakel unserer jämmerlichen Welt, den USA, beschäftigt. Aber auch diese Freiheitsfakel brennt eigentlich auch nicht mehr wirklich, sondern schwelt nur noch. Sind die Globalisten mit den USA fertig, zäumen sie Europa - egal ob im Osten oder im Westen - im Handumdrehen.

Die meisten Länder des Erdballs sind bereits hinter dem KZ-Zaun. Einige wenige Staaten haben aber den letzten Schritt in die Kluft noch nicht gemacht, darunter auch Weißrussland. Der Weg ins Konzentrationslager ist aber meistens eine Einbahnstraße.

Liest doch mal "Werke" von Holdren und seinen Gleichgesinnten. Diese meinen im Ernst, die Welt brauche nur eine Milliarde Menschen. Der Rest sei zu entsorgen, sonst wird es hier zu warm.
Also, liebe weißrussische Freiheitskämpfer, wie findet ihr eine solche Perspektive? Fühlt sich der blutgierige Lukaschenko vielleicht doch etwas behaglicher an?

Aber auch auf diese Frage kenne ich eure Antwort schon jetzt. Darum klingt meine allerletzte Frage an die progressive Menschheit wir folgt: Warum um alles in der Welt seid ihr so blöd?

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05.09.2020

Einfach Wanja

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Hier ist ein schönes Lied vom Chor der Roten Armee.


Das Video stammt aus dem Jahr 1962. Im Internet konnte ich leider keine Übersetzung des Liedtextes ins Deutsche finden. Aber ohne Text geht m.E. zu viel Charme dieses Auftritts verloren. Darum wurde nun das Lied mit der deutschen mehr oder weniger gereimten Textversion untertitelt. Jene Zeit sollte man natürlich nicht idealisieren, unbestritten ist aber, dass richtige Werte damals zumindest in den Liedern hervorgehoben wurden.






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03.09.2020

Mission Impossible

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Russen und die Welt

Kleine satirische Science-Fiction-Story aus einem russischen politischen Netzwerk.


***

Eines (wohl nicht allzu weit in der Zukunft liegenden) Tages landen Außerirdische auf der Erde. Wie gewohnt erfolgt die Landung in den USA, diesmal aber friedlich, also ohne Laserwaffen, Aggression, Versklavung und ähnlichen Independence-Day-Kram. Im Gegenteil ist das Ziel der Mission etwas Gutes für Erdbewohner zu tun.

Sobald die Besatzung aus dem Raumschiff aussteigt, wird sie von jammernden Vertretern des State Department, Pentagon, CIA, FBI sowie von Pfadfindern umzingelt, die sofort anfangen, sich über böse Russen zu beschweren:

Die Russen hätten schon wieder US-Wahlen gehackt und Trump zum vierten Mal zum US-Präsidenten gewählt, was ja ohnehin zweimal mehr als erlaubt sei. Außerdem sei Trump bereits seit zwei Jahren an Altersschwäche gestorben, aber das würde die Russen nicht die Bohne kümmern, weil sie ihn trotzdem so gern haben. Deswegen würde Amerika nun langsam zusammenbrechen. Denn der Twitter des Präsidenten schweigt, und die Wirtschaft liegt lahm.

Während die Außerirdischen versuchen die Bedeutung des Wortes "Altersschwäche" zu klären, verbessern sich prompt amerikanische Gastgeber: "Ok, vergesst es. Sowieso wurde Trump höchstwahrscheinlich mit Nowitschok vergiftet. Die Russen töten ja alle auf diesem Planeten mit Nowitschok. Glaub ihr uns etwa nicht? Dann fragt doch Europäer!"

Der Raumschiff der Außerirdischen fliegt nach Berlin, wo am Haupteingang des Bundestages ein Plastiksarkophag mit Alexej Navalny installiert wurde. Dort liegt er im stabil schweren Zustand, obwohl Effekte der Cholinesterasehemmung seit Dutzend Jahren zuversichtlich abnehmen.

"Wurde der Mann von Russen mit Nowitschok vergiftet?" - fragen die Außerirdischen Angela Merkel, die von russischen Hackern aus reinem Spaß immer wieder zur Kanzlerin gewählt wird. "Nicht nur. Nach letzten Untersuchungen eines Spezial-Labors der Bundeswehr - sagt Merkel mit heiserer Stimme - wurde Alexej auch vom sibirischen Bären vergewaltigt. Wie fanden nämlich Spuren von Bärensperma in seinem Körper".

In diesem Moment entweicht eine Träne fast unbemerkt aus dem linken Auge von Nawalny. Er hat sich ja vollkommen dem Kampf mit dem Kreml-Regime gewidmet. Doch auch nach so vielen Jahren im Sarkophag ist der Sieg leider immer noch nicht in Sicht. Dabei muss er jeden Tag darum bangen, was deutsche Ärzte so alles in seinem Körper noch entdecken, solange sie auf Ergebnisse offener und unabhängiger Ermittlungen aus Moskau warten.

"Ich sehe, ihr wollt noch mehr über die Russen erfahren - sagt Merkel müde - dann fliegt doch gleich in die Ukraine!"

Die Außerirdischen steuern Kiew an, doch die Reaktion der Eingeborenen auf die Landung macht sie stutzig: Die Ukrainer schreien „Das sind Russen! Sie haben uns endlich angegriffen!“ und bewerfen den Raumschiff mit Steinen und Blumen gleichzeitig.

Verwirrt fliegen außerirdische Missionäre lieber weiter: nach Georgien, Armenien, Libyen, Japan und Australien. Überall sammeln sie Berichte über durchgeknallte Russen, die in allen etablierten internationalen Ratings über Totalitarismus, Militarismus, Alkoholismus, Intoleranz, Korruption und Morde regelmäßig ganz hoch liegen.

Die Außerirdischen erfahren auch, wie hinterlistige Russen ihr wahres Gesicht verbergen, indem sie überall gegenseitig vorteilhafte Beziehungen anbieten, in alle Richtungen Gas- und Ölpipelines bauen und angrenzende Länder sponsern. Außerdem würden sie - man stelle sich nun vor - immer wieder neue Waffen konstruieren, um sich vor fortschrittlichen Werten zu schützen.

"Gut - sagen die Außerirdischen - jetzt ist uns unsere Mission auf der Erde klar. Sollen wir die Russen also ausmerzen?"
"Seid ihr wohl nicht recht im Kopf, ihr Weltraumaffen?" - erwidern die Nationenvertreter und fügen im Flüsterton hinzu: "Russland ist doch das letzte anständige Land auf diesem Planeten".

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