17.11.2018

Alles muss raus!

Russen nach Hause
Noch vor einigen Jahren war Deutschland einer der Top-Newsmaker in Russland und generell im russischsprachigen Raum, insbesondere wenn es um neue Technologien oder wissenschaftlichen Vorsprung ging.

Heute bringen Nachrichten aus Deutschland die russischsprechenden Leser auch regelmäßig zum Staunen. Allerdings auf eine andere meistens ziemlich krasse Art und Weise.

Nun schlägt das nebenstehende Foto im russischen Internet hohe Wellen. Es geht um ein Poster des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge, wo es auf Russisch groß geschrieben steht: "Freiwillige Heimkehr", und dann in einer kleineren Schrift: "Bis zum 31.12.2018 können Sie zusätzliches Wohngeld bekommen, um maximal 12 Monate Ihre Miete in der Heimat zu bezahlen". Das Poster soll man inzwischen vielerorts gesehen haben.

In Verbindung mit der vordergründig dargestellten russischen Flagge am Anfang eines symbolhaften Zickzagweges "nach Hause" wirkt das Plakat auf die Russen durchaus provokativ.

Doch gibt es unter den Russen bzw. Russlanddeutschen diejenigen, die immer noch versuchen, für den sich permanent abspielenden Wahnsinn eine vernünftige Erklärung zu finden. Darum schlagen sie auch jetzt in einer Online-Diskussion vor, sich mit den Hintergrundinformationen vertraut zu machen. Diese soll es auf der Webseite "returningfromgermany.de" geben. Doch das Stöbern auf jener Seite wirft lediglich weitere Fragen auf.

Zum Beispiel findet man in der Rubrik "Länderinformationen", wo eben "Heimatländer" für die sogenannte freiwillige Rückkehr verzeichnet werden, neben Afghanistan oder Syrien unter anderem auch Andorra, Australien, Belgien, Dänemark, Frankreich, Finnland, Großbritannien, Israel, Kanada, Liechtenstein, Luxemburg, Monaco(!), Niederlande, Norwegen, USA, Schweiz, Österreich und sogar die Vatikanstadt. Alles muss also raus!

Sogar Reisekosten für Heimreisende u.a. nach Andora, Monaco, Australien oder in die USA werden gern übernommen. Darüber hinaus können diese glücklichen Heimkehrer mit einer zusätzlichen "finanziellen Unterstützung für die Reise" rechnen.

Währenddessen wird die freiwillige Rückkehr insbesondere nach Syrien oder Libyen "aufgrund der anhaltenden schwierigen Sicherheitslage" leider finanziell nicht unterstützt.

Aber zurück zum russischsprachigen Poster.
Die Kommentare im Facebook reichen vom Zorn bis hin zur Verzweiflung. Einige wollen das einfach nicht glauben und halten das Plakat für ein Fake. Die Gesamtstimmung der Russlanddeutschen spiegelt der z.Z. populärste Kommentar wohl am besten wider: "na ja, sie wollen die loswerden, die ihnen in Zukunft gefährlich werden können ... die, die sie nicht wählen ... die, die gegen sie aufstehen werden."
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11.11.2018

Sowjetische Ausbildung

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sowjetische ausbildung in den usa

Die Cornell University ist eine der größten und berühmtesten Universitäten der USA, die unter anderem auch zur elitären Ivy League gehört.


Der heutige Assistant Professor an der University of California, Flip Tanedo, wurde an der Cornell University – nach dem Studium in Stanford und Cambridge – zum Doctor of Philosophy in Physics promoviert.

In seiner Dissertation, die auf der offiziellen Webseite der Uni zu finden ist, schriebt er beiläufig:

A ist ein Faktor, der schwer zu berechnen ist, es sei denn, man wurde in der UdSSR ausgebildet.



Link zum Fundstück

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21.10.2018

Das zweite Böse

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Geschichte aus Frankreich
Russen hat man in Europa nicht besonders gern. Warum? Vielleicht ist das die Angst vor etwas, was unerklärlich und unvorhersehbar ist.


Hier kommt ein Erlebnisbericht - eine Geschichte, die angeblich in dem französischen Avignon stattgefunden hat.

Im dortigen Wohnbezirk gibt es einen kleinen Bäckerladen, wohin jeden Tag zu einer bestimmten Zeit frische und warme Baguettes zum Verkauf gebracht werden. Die Franzosen aus der Nachbarschaft kennen inzwischen den Lieferplan und nehmen ein paar Minuten in einer kleineren Schlange gern in Kauf, bis Stangenbrot in Körben ausgelegt wird.

Da taucht das Böse plötzlich im Laden auf: Fünf laute bärtige Araber drängeln sich rücksichtslos vor und holen sich alle frisch ausgelegten Baguettes. Dann laufen sie zur Kasse von den Blicken der stumm gewordenen Franzosen begleitet. Tolerantes aber auch bedrückendes Schweigen dauert an.

Dann klingt im Raum eine heisere und durchaus bedrohliche Stimme in einer fremden Sprache, die weder Franzosen noch Araber kennen. Dennoch kann man den Sinn der Phrase intuitiv verstehen: „Was soll jetzt der Scheiß?!“

Darauf sondern sich aus der Kundschaft drei düstere kahlköpfige männliche Gestalten aus. Der russische Stil ist unverkennbar. So taucht das zweite Böse in dem Landen auf. Das wird den Franzosen eindeutig zu viel. Am besten würden sie an der Stelle verduften.

Inzwischen kommt das zweite Böse zum ersten Bösen und nimmt ihm - lautlos und unabwendbar - alle Baguettes weg. Franzosen sind perplex. Aber man setzt sofort noch eins drauf, was das französische Gehirn endgültig zum Kochen bringt: Während kahlköpfige Männer an der Schlange vorbei gehen, verteilen sie Baguettes strickt nach der Regel: ein Kunde - ein Brot.

Egal ob jemand vielleicht gar keine Baguette kaufen wollte, die Menschen in der Schlange verstehen eher instinktiv, dass das ein Angebot ist, das man am besten annehmen sollte. Zumal passen die Männer genau auf, dass jeder Käufer sein Stangenbrot in der Hand hat. Danach nehmen sie sich auch ein paar Baguettes und begeben sich zum Ende der Schlange.

Das zweite Böse hat das erste Böse besiegt. Die Araber ziehen sich unbemerkt zurück.

Immer noch geschockte Franzosen tauen langsam auf und gehen lautlos zur Kasse. Das Einzige, was man beinahe hören kann, ist das Rauschen ihrer Gedanken: „Russen sind das: Sie zwingen nicht nur die Araber, das Brot zurückzugeben, sondern auch uns, es zu essen. Und das schaffen sie sogar ohne Kalaschnikows...“

Quelle


* Dieses Posting stellt eine Übersetzung aus dem Russischen ins Deutsche dar.
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20.10.2018

Nachricht aus Israel

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Hier ist ein Fundstück aus dem Facebook. Ein Israeli wendet sich in der Krisensituation an die Öffentlichkeit in der von ihm wohl am nächsten empfundenen russischen Sprache. 

Der Appell wird hiermit aber ins Deutsche übersetzt, denn der israelische Autor spricht auch gewisse "nicht nur russische Freunde" an. Bestimmt meint der Israeli damit auch deutschsprachige Leser.


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Liebe russische (aber nicht nur russische) Freunde!

In dieser Nacht hat es bei uns gehagelt. „Grad“ (rusissche Raketenbezeichnung "Grad" = auf Deutsch „Hagel“) ist eine heftige selbstfliegende Rakete vollgestopft mit Sprengstoff und allerlei Metallzeugs, damit es möglich mehr Splitter und Verwundete gibt.

Dieser „Grad“ fliegt aber nicht von alleine. Die Rakete muss gekauft, zum Starter gebracht, auf das Ziel gerichtet und schließlich abgefeuert werden.

Die Grad-Rakete kam aus dem Gasa-Streifen. Und damit ist eigentlich alles über das dort lebende und hungernde Volk gesagt: das Geld, das für dieses Dings ausgegeben wurde, würde ausreichen, um ein ganzes Dorf da drüben jahrelang zu verpflegen. Aber wen zum Teufel interessiert jenes Dorf?

Darum sollten die naiven Linken, die Zaster nach Gasa schicken, wissen: ihr seid Idioten, Gasa-Bewohner kriegen nichts von eurem Geld ab, euer Geld wird in Grad-Raketen angelegt, die dann auf uns abgefeuert werden.

Die Grad-Rakete kam gegen 4 Uhr morgens bei uns an. Man zielte sie weder auf unsere Truppen, noch auf strategisch wichtige Militärobjekte. Das Ziel war ein Schlafbezirk unserer Stadt, und zwar zu dem Zeitpunkt, wo viele Leute tatsächlich schliefen, und somit als Zielscheibe ideal waren.

Hier haben wir überall Heuler, und sobald sie anlaufen, haben wir eine knappe Minute, um uns zu verstecken. Alle Wohnungen in den neuen Bauten haben gepanzerte Zellen. In den älteren Häusern müssen die Bewohner es innerhalb einer Minute bis zum nächsten Bunker oder mindestens bis zum Treppenhaus (als ob das hilft) schaffen. Demnach haben Familien mit Kleinkindern oder älteren Verwandten so gut wie keine Chance zu überleben.

Deswegen haben wir unser Raketenabwehrsystem „Kippa“ auch „Eiserne Kuppel“ genannt. Diese Kuppel schützt uns schon vor dem „Hagel“. Das Problem besteht aber darin, dass die „Kippa“ teuer ist, also wird sie immer dort stationiert, wo die Situation besonders gefährlich ist. Unser Beersheba gehört nicht zu den gefährlichsten Orten.

Die Grad-Rakete traf hier ein Privathaus. Die Hausinhaber waren vernünftig genug, um eine Schutzzelle einzurichten. Sie haben überlebt.

Heute werfen wir also Bomben auf Gasa. Und so was wird nun garantiert in euren Fernsehnachrichten gezeigt.

Liebe israelische Freunde! Nur zur Erinnerung: bitte alle Haustüren offen und freihalten!
Liebe israelische Freunde, die neu dazugekommen sind! Nicht in die Hose machen! So was erleben wir nicht zum ersten Mal. Und auch nicht zum letzten Mal, nehme ich stark an. Und - um Gottes willen - kauft euch endlich anständige Schlafanzüge. Sonst lauft ihr nachts in den schäbigen Fetzen wie die letzten Arschlöcher. Oh weh...

Quelle

* Dieses Posting stellt eine Übersetzung aus dem Russischen ins Deutsche dar.
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16.10.2018

Beobachtungen eines Dienstreisenden

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Verfall Deutschlands

Ein russischer Ingenieur und Blogger (auch ein bisschen Wahrsager) arbeitet und lebt seit einiger Zeit in Deutschland. Manchmal ist er dienstlich unterwegs. Hier kommen nun seine Überlegungen und Beobachtungen aus einer Dienstreise nach Amsterdam.


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In Europa muss ich ziemlich viel reisen. Meine Beobachtungen fallen dabei wohl etwas anders aus, als bei den „normalen“ Menschen. Ich sehe die Welt eben mit „technischen“ Augen. Aus dem Gesamtbild versuche ich nur das Grundlegende bzw. Tendenzbildende herauszukristallisieren. Zum Beispiel mache ich aus dem Müll, der nicht in der Mülltonne sondern daneben liegt, wohl ganz andere Schlüsse als ein Hipster. Dieser scheinbar harmlose Müll kann ja einen Trend der sozialen Indifferenz bedeuten, die dann - über die Fahrlässigkeit bei der Bedienung diverser technischer Anlagen bzw. Infrastruktur hinaus - früher oder später durchaus zu einem GAU führen könnte. Hinter dem Müll neben einer Mülltonne versteckt sich tatsächlich so einiges: Mathematik, Physik, Einhaltung der Sicherheitsbestimmungen und so weiter.

Also musste nun ich dienstlich nach Amsterdam. Nur für einen Tag. Weniger sogar. Ja-ja, mit dem Fußball hatte das auch etwas zu tun. Das ist halt auch meine Arbeit. Aber darum geht es jetzt nicht.

Die Deutschen haben skandalös verloren. Die deutsche Mannschaft hat fertig. Endgültig kaputtgegangen. Eine neue muss her. Jede Reparatur ist sinnlos.

Schlimmer noch: das neue Land muss her, denn auch Deutschland ist kaputt. Warum? Jede Stabilität bedeutet die Stagnation, und zwar mit kläglichen Folgen. Deutschland tritt auf der Stelle. Keine Entwicklung mehr, keine Vorwärtsbewegung. Es flickt nur das vorher Erreichte und versucht andere nachzuholen, was inzwischen nur mit sichtbarer Mühe klappt.

Die Infrastruktur wird zunehmend marode, öffentliche Toiletten werden immer dreckiger, der Putz bröckelt überall ab. Auf den Straßen gibt es immer mehr Asoziale und Alkoholiker. Es stinkt flächendeckend nach Urin, von einzelnen auserwählten Gebieten abgesehen. Selbst Graffiti-Bilder werden fast unerträglich geschmacklos. Die Gesamtästhetik ist eindeutig negativ.

Das Deutsche in Deutschland schwindet. Die osteuropäische und zunehmend sogar östliche Schlamperei nimmt dagegen überall zu. Es wird nicht mehr richtig gebaut, geschraubt, angestrichen, geklebt, repariert.

Der infrastrukturelle Verfall ist nicht mehr zu übersehen. Totale Werkstoffermüdung kann man regelrecht riechen. Die Autobahnen werden immer schlechter. Vielleicht werden sie bald die schlimmsten europaweit.

Bauvorhaben ähneln sich immer mehr primitiven Klonierungen. Die Qualität der Baustoffe ist unter jedem Niveau. Immer noch nicht katastrophal, aber schon durchaus problematisch. Das Schlimmste ist dabei die Tendenz an sich.

Zum Ingenieur oder Techniker werden? So gut wie keiner möchte das heute. Aber diese Fachleute braucht die deutsche Infrastruktur heutzutage dringend, denn ohne neue Fachkräfte wird sie bald kaputtgehen und dabei Menschenleben zerstören.

Zahlreiche talentierte deutsche Ingenieure und Techniker arbeiten bereits im Ausland. Dort verdienen sie ihr Geld. Nachvollziehbar. Das Braindrain ist kolossal. Das deutsche „Brain“ wird dann durch eine nicht-deutsche Intelligenz ersetzt, die nicht zwingend schlechter ist, aber sie passt halt nicht mehr zur deutschen Mentalität, zum nationalen Paradigma.

Diese fatale Unverträglichkeit ist der Grund für den allgemeinen Verfall und das mentale Scheitern dieses Landes.

Quelle


* Dieses Posting ist eine gekürzte deutsche Übersetzung aus der russischen Sprache.
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11.10.2018

Tschetschenische Erziehung

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1) Gestern nachmittags wurde im russischen Internet ein Video veröffentlicht, wo ein junger Tschetschene im Moskauer Metro pöbelt und mit einer Dose Jungs im Waggon provoziert.








2) Heute gegen 3 Uhr in der Frühe erschien im VK-Account von Tschetschenien-Oberhaupt Ramsan Kadyrow die folgende Stellungnahme:

"Zunächst entschuldige ich mich persönlich im Namen des gesamten tschetschenischen Volkes bei den jungen Männern, deren Ehre verletzt wurde. Ich bedauere zutiefst, das so etwas passiert ist, und versichere Ihnen, dass eine harte und angemessene Reaktion folgen wird. Ich versichere Ihnen auch, dass dieser junge Mann mit dem tschetschenischen Volk, seinen Traditionen und Bräuchen nicht assoziiert werden darf. Er hat keinen Glauben, keine Ehre, kein Gewissen und keine Menschenwürde. Falls jemand ihn erkennt, bitte ich, seine Koordinaten mir zukommen zu lassen!"

Und an den pöbelnden tschetschenischen jungen Mann:

"Du kommst jetzt sofort, unverzüglich, mit der allerersten Maschine zu mir nach Grosniy (Hauptstadt Tschetscheniens), und zwar mit Deiner ganzen Familie! Sonst wirst Du sowieso in wenigen Stunden gefunden. <...> Wenn Du in einer Familie geboren und aufgewachsen wäre, in welcher Ehre, Gewissen, Pflicht, Glauben und Respekt für die Menschen geehrt werden, würdest Du so etwas nie tun. Du hast also nur ein paar Stunden Zeit, um dich zu melden. Sonst wirst du Dein Benehmen bitterlich bereuen. Hunderttausende tschetschenischer Jungen und Mädchen studieren, leben und arbeiten in allen Regionen Russlands und im Ausland. Wir sind stolz darauf, dass sie würdige Kinder unseres Volkes sind. Und solche Menschen wie Du haben nicht das moralische Recht, Tschetschenen genannt zu werden. Aber wir werden Dich schon umerziehen. Davon bin ich überzeugt."

3) In wenigen Stunden kam dann ein Video, wo der Pöbler sich öffentlich bei den Jungs im Metro entschuldigte:





Update

4) Schlussendlich kam der junge Tschetschene doch nach Grosny, um dort die Aufgaben eines Straßenfegers wahrzunehmen.




* Dieses Posting stellt eine aus mehreren Quellen zusammengesetzte Übersetzung aus dem Russischen ins Deutsche dar.
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10.10.2018

Kostenlose Rückreise mit Niveau

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Reise in die Ukraine

Russische Redaktion der Deutschen Welle berichtet mit leisem Stolz:


Am 9. Oktober haben bayerische Behörden 11 ukrainische Staatsbürger, die in Deutschland politisches Asyl beantragt haben, ausgewiesen.

Dabei wurden die Ukrainer mit einem von der Landesregierung in München speziell gecharterten Flugzeug nach Kiew gebracht. Laut dem Sprecher der bayerischen Migrationsamtes wurde diese Abschiebung mit den Bundesbehörden abgestimmt.

Am selben Tag wurden drei weitere Asylbewerber mit Linienflügen nach Italien geschickt: zwei nach Mailand und einer nach Neapel.

Quelle

P.S. In der deutschsprachigen Version der Deutschen Welle war diese Nachricht leider nicht zu finden: weder in der Rubrik "Politik", noch in "Touristik"...



* Dieses Posting stellt eine gekürzte deutsche Übersetzung aus dem Russischen dar.
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04.10.2018

Putin erstaunt

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Putin und Flüchtlinge

Laut dem Bericht der staatlichen russischen Presseagentur zeigte (und äußerte) sich Wladimir Putin beiläufig während des Treffens mit dem österreichischen Kanzler Kurz ziemlich erstaunt über die Situation mit Flüchtlingen in Deutschland und der EU. 

„Flüchtlinge aus dem Nahen Osten bekommen in Deutschland Sozialhilfe, die dreimal so hoch wie Gehälter in ihrer Heimat ist. Darum ist es wohl kaum zu erwarten, dass sie nach Hause zurückkommen wollen“, meinte der russische Präsident: „Das ist aber die Sache der Europäischen Union“.

„Ja, ich habe es mir von meinen Kollegen sagen lassen, dass diejenigen, die bereits nach Deutschland kamen und dort es sich als Sozialhilfeempfänger gemütlich machten, wahrscheinlich nicht mehr heimkehren möchten. Das ist aber eure Sache, wenn ihr bereit seid, große Sozialhilfe-Beträge an Flüchtlinge aus dem Nahen Osten oder Afrika auszuzahlen. Aber warum sollen diese Leute dann zu Hause hocken? Als Gehalt bekommen sie in ihrer Heimat doch dreimal weniger als eure Sozialhilfe“, sagte Putin zum Abschluss der Verhandlungen mit dem österreichischen Kanzler Sebastian Kurz.

Nach seinen weiteren Worten könnte man aber die Personen, die sich in den Flüchtlingslagern befinden, durchaus heimkehren lassen, damit sie keine zusätzliche Belastung als potentielle Migranten in der EU darstellen: „Aus meiner Sicht ist das doch offensichtlich. Das liegt ja regelrecht auf der Hand“, fügte Putin hinzu.

Quelle


* Dies ist eine Artikel-Übersetzung aus dem Russischen ins Deutsche.
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10.09.2018

Köthen als Vorbote...

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Auf der Webseite der größten staatlichen russischen Nachrichtenagentur WGTRK, sowie in den Fernsehnachrichten gab es heute gleich mehrere Berichte zum Thema Köthen.

Erst zum späten Abend erschien dann der Artikel, der hier gekürzt in  deutscher Übersetzung kommt. 


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Die Stadt Köthen in Sachsen-Anhalt. 26 000 Einwohner.

Dort auf einem Spielplatz haben zwei Afghanen einen 22-jährigen Deutschen zu Tode geschlagen. Die Bild-Zeitung berichtete darüber gegen 11 Uhr, und schon bald wurde diese Nachricht zum Hauptthema in sozialen Netzten Deutschlands.

Am Tatort sind immer noch Spuren von Kreide zu sehen. Die Verdächtigen wurden inzwischen festgenommen: Der eine ist 18, der andere 20 Jahre alt. Die Vernehmung läuft.

Im Moment ist Folgendes bekannt: Zwei Flüchtlinge wollten klären, wer von ihnen die deutsche (ebenfalls am Tatort anwesende) Frau geschwängert hat. Der Streit eskalierte. Der junge deutsche Mann Markus B. mische sich in die Auseinandersetzung ein und wurde von den beiden Afghanen geschlagen.

Markus soll Probleme mit dem Herz haben und einen Herzschrittmacher tragen. In Twitter schreibt man nun, dass er in den letzten Minuten geschrienen haben soll, dass er keine Luft mehr zum Atmen bekommt. Markus starb etwas später im Krankenhaus.

Seine Freunde sagen, es sei unmöglich, dass Markus selbst einen Streit provoziert hätte. Es sei nicht rechtsradikal gewesen. Es war aber immer hilfsbereit. „Ein angenehmer junger Mann, der keiner Fliege etwas zuleide tut.“ Sein Freund hat keinen Zweifel: Markus wollte nur den Streit schlichten.

Auch zu der Gesamtsituation äußern sich die Stadtbewohner durchaus konkret: „Wenn es so weiter geht, dann haben wir hier bald Krieg. Und alle werden daran teilnehmen. Deutsche gegen Ausländer. Das mag zwar drastisch klingen, aber so sieht halt die Situation aus. Bürgerkrieg und Straßenkämpfe. Bald ist es soweit.“

Sowohl rechte, als auch linke Kräfte sind nun in Internet aktiv, um Menschen in Köthen zu mobilisieren. In der Stadt sammeln sich auch Polizeireserven.

Die weitere Entwicklung ist unvorhersehbar. Alles ist möglich: Von Blut bis Merkel-Rücktritt, falls die Rechten es schaffen, die öffentliche Meinung ausreichend umzukehren. Diese Aufgabe wird für sie durch den emotionalen Hintergrund erleichtert, der in den letzten zwei Wochen ohnehin praktisch zum Kochpunkt gebracht wurde. In Chemnitz brodelt es nach dem dortigen Totschlag nämlich immer noch.

Dass die Situation langsam aus den Rudern läuft, ist nicht nur für das deutsche politische System symptomatisch. Das betrifft eigentlich das ganze Europa. Wenn auch die Geschwindigkeit der Entwicklung von Land zu Land unterschiedlich und durch die jeweilige geschichtliche Erfahrung bedingt ist.

Man muss nun also auf alles gefasst sein. Vor allem darauf, dass der Stärkung der rechten Kräfte in Deutschland nun immer intensiver entgegengewirkt wird. Die Formen dieses Kampfes werden immer härter und sogar umdemokratisch sein.

„Das deutsche Parteisystem ist kaputt“, behauptet der Politologe Alexander Rahr: „Seit 1945 gab es im Bundestag nur drei Parteien - Christdemokraten, Sozialdemokraten und Genschers Liberale. Damals gab es ja noch keine Grünen... Heute werden diese drei Parteien nicht einmal 50% der Stimmen erhalten."

Die liberale Demokratie steht somit an der Schwelle der Umwandlung in eine liberale Diktatur.
Die klassischen deutschen Parteien scheinen entschlossen zu sein, das ganze politische System zu opfern, nur um die "Alternative" zu stoppen.

Politische Eliten in Deutschland, aber auch in Europa sind verängstigt. Sie wissen nicht mehr, was demnächst passiert. Und passieren kann so Einiges: Zum Beispiel können rechte Parteien bei den Wahlen ins Europäische Parlament so viel Unterstützung von den Wählern bekommen, das dort auf einmal die Hölle los ist.

Die heutige Situation erinnert an die 80-er Jahre in der Sowjetunion, wo Mitglieder des Politbüros in ihrer eigenen abgeschirmten Welt lebten und bis zum letzten Tag total sicher waren, dass die UdSSR ewig existieren würde.

Heute befindet sich die Europäische Union in einer ähnlichen Situation. Um zu überleben muss sie adäquat und schnell auf das politische Zeitgeschehen reagieren.

Danach sieht es aber momentan gar nicht aus.

Quelle


* Das ist eine inhaltlich angepasste deutsche Übersetzung eines russischen Beitrags.
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07.09.2018

Gesindel auf den Strassen

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Die Annonce des russischsprachigen (überwiegend außerhalb Russlands fungierenden) privaten Fernsehkanals RTVi (RTVi Germany GmbH?):

"Die Gärung der Gemüter und das Gesindel auf den Strassen. Wie sich der Mord an einem Mann im deutschen Chemnitz zu Unruhen mit Tausenden von Menschen verwandelte. Und warum für die ehemalige DDR Deutschland schon wieder über alles ist. Darüber berichtet aus Sachsen Konstantin Goldenzwajg."

Video:




* Dieses Posting stellt eine inhaltlich angepasste Übersetzung aus dem Russischen ins Deutsche dar.
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04.09.2018

Angst vor dem Messer im Rücken

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Kisseljow im russischen Fernsehen
An jedem Wochenende läuft auf dem russischen staatlichen Fernsehkanal Russland-1 die politische Abendsendung "Nachrichten der Woche", die in der Regel von Dmitri Kisseljow, dem Generaldirektor der staatlichen Nachrichtenagentur Rossija Segodnja (Russia Today), zu der auch das Nachrichtenportal Sputnik gehört, persönlich moderiert wird. Das Fernsehprogramm zählt wohl zu den mit Abstand einflussreichsten Meinungsbildungsquellen Russlands.

Am letzten Wochenende ging es dort unter anderem um Deutschland und Chemnitz. Hier kommt eine verkürzte Übersetzung dieser Reportage, einfach als eine kleine Kostprobe dessen, welche Meinung der Kreml bei seinen Bürgern zum Thema Deutschland und europäische Migrationskrise bilden möchte.
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Migrationskrise: Deutsche haben Angst, Messer in den Rücken auf der Straße zu bekommen

Am 1. September griff ein afghanischer Migrant in Amsterdam zwei amerikanische Touristen mit dem Messer an. Die Touristen erlitten dadurch schwere Verletzungen. Die Polizei eröffnete das Feuer und neutralisierte den Täter. Als Ergebnis wurden alle drei Verwundeten ins Krankenhaus gebracht.

Die Polizei stufte den Vorfall als einen Terroranschlag ein, da die Opfer durch Zufall ausgewählt wurden. Ein wesentliches Detail: Der Täter erhielt seine europäische Aufenthaltserlaubnis von den deutschen Einwanderungsbehörden.

Für Niederländer und andere Europäer ist das eine alarmierende Tatsache, denn Deutschland kann dank dem ziemlich anspruchslosen Gastfreundschaftsempfinden von Angela Merkel zu einem europäischen Terroristen-Zentrum werden.

Diese Befürchtungen sind durchaus begründet, zumal in Deutschland selbst, genauer gesagt im ostdeutschen Chemnitz, die Straßenproteste nicht aufhören, nachdem dort Migranten aus Syrien und dem Irak einen anständigen Stadtbewohner gemessert haben.

Die Protestierenden wurden bereits offiziell zu Rechtsextremisten und Neonazis getauft, und die führenden Fernsehsender des Landes, ARD und ZDF, vertuschen das Ausmaß der Straßenaktionen. So sieht die Zensur aus.

Die Einwohner von Chemnitz - ehemals Karl-Marx-Stadt - sind mit all dem nicht einverstanden und kämpfen weiter für ihren guten Namen und für das Verständnis, dass „offene Türen“ für Migranten, die nach Europa strömen, eine ernsthafte Gefahr darstellen.

Die Stadt rebelliert nach dem Mord am 35-jährigen Daniel Hillig. Er wurde erstochen, seine Freunde verletzt. Die Täter waren Migranten.

Die Tragödie von Chemnitz entspricht völlig dem Geist des Multikulturalismus, den das moderne Deutschland erlebt. Also, wirklich deutsch an dem Vorfall ist nur der Tatort: Sachsen. Das Opfer hat den kubanischen Hintergrund, Verwundete haben russische Wurzeln, die mutmaßlichen Verbrechern stammen aus dem Irak und Syrien. Selbst der Treffpunkt der Männer in jener schrecklichen Nacht befand sich ausgerechnet an der Kreuzung mit der Straße der Nationen.

"Früher hatten wir nicht einmal davon gehört, dass jemand auf der Straße mit dem Messer angegriffen werden kann. Heute passiert das hier jeden Tag“, behaupten Chemnitzer Stadtbewohner.

„Es ist unmöglich, einen Fuchs unter den Hühnern zu integrieren. Das geht einfach nicht“, sagt Martin Kohlmann, Rechtsanwalt und Politiker in Chemnitz. Er erklärt auf Russisch, warum er die ganze Woche lang Kundgebungen gegen Migranten organisiert hat: „Sie leben auf dem Niveau von arbeitslosen Deutschen. Aber es gibt den großen Unterschied: Ein arbeitsloser Deutscher muss beweisen, dass er versucht hat, einen Job zu finden. Er muss zeigen, wie viele Bewerbungen er geschrieben hat. Aber diese Menschen brauchen all das nicht. Es mangelt auch massiv an Plätzen in Kindergärten. Die Deutschen müssen sich mit der Warteliste abfinden, unsere Gäste bekommen aber die Plätze sofort“.

Chemnitz baut keine neuen Kindergärten: Es gibt kein Geld. Aber die Stadtverwaltung gibt jährlich 10 Millionen Euro für die Unterstützung von Migranten aus. Die deutsche Gastfreundschaft wird in den nächsten sechs Jahren astronomische 110 Milliarden Euro kosten.

Demo in Chemnitz. Die ARD-Journalisten werden von einem Mann begleitet, der sehr nach einem Leibwächter aussieht. Die Journalisten des nationalen deutschen Fernsehkanals fühlen sich wohl etwas unsicher. Den Demonstranten gefällt es nämlich nicht, dass Migranten-Verbrechen sowohl von deutschen Massenmedien, als auch von der Polizei verschwiegen werden. Ostdeutsche werden dagegen als Banditen dargestellt, und ihre Demos nennt man Nazis-Aktionen.

Deutschland hat ein Problem mit Migranten, aber Frau Merkel versucht nun, es außerhalb des Landes anzugehen. Sie ging auf die Tour durch die Länder, von denen die meisten ihrer unruhigen Gäste stammen. Sie spricht über die Migrationskrise in Afrika. Und die Deutschen fragen sich:
Warum kam denn die Bundeskanzlerin nicht nach Sachsen, um über jene Migranten zu sprechen, die bereits im Land sind, und die mit ihren Landsleuten nicht klar kommen können?

Der Bericht komplett auf Russisch: hier



* Dies ist eine leicht gekürzte deutsche Übersetzung aus dem Russischen.
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