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02 Juni 2018

Deutschland hat es geschafft!

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Deutschland hat es geschafft
Am 31. Mai 2018 veröffentlichte die Rheinische Post einen Artikel mit dem Titel „Jeder vierte Flüchtling hat einen Job“.

Zum Artikel gab es dann bis heute mehr als hundert (meistens recht skeptische und kritische) Kommentare.

Doch viel interessanter ist das weitere Schicksal der fragwürdigen Infos aus dem o.g. RP-Artikel.

Diese Infos wurden nämlich prompt von der russischen Redaktion der Deutschen (Lügen)-Welle aufgenommen und am gleichen Tag (31.05.2018) schöpferisch aufgearbeitet: der Titel blieb zwar fast unverändert „Jeder vierte Flüchtling in Deutschland hat einen Job gefunden“. Dafür haben die russischsprachigen DW-„Journalisten“ aber den RP-Beitrag um beinahe zwei Drittel (680 Wörter in der RP gegen 240 in der DW) beschnitten und sich nur auf das „Wesentliche“ – aus ihrer Sicht – konzentriert: Deutschland geht es gut, und es wird immer besser! Dabei wurde die Phrase von Herbert Brücker vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) „Wenn sich der Beschäftigungszuwachs so fortsetzt, liegen wir mit der Erwartung ziemlich gut“ plötzlich zu „Wenn sich der Beschäftigungszuwachs so fortsetzt, wird jeder zweite Immigrant in fünf Jahren einen Job haben“. Währenddessen wurden manche durchaus wichtige Einzelheiten und Nuancen aus dem Original-Beitrag der RP einfach ausgelassen.

Aber auch damit ist die Geschichte noch lange nicht zu Ende. Die kürzere und großzügig "adoptierte" russische DW-Version des RP-Artikels macht nun die Runde im riesigen russischsprachigen Internetsegment, wobei die russischen DW-Nachdrücke in der Regel nochmals halbiert werden und meistens kaum 100 Wörter übersteigen. Das Leitmotiv der "Kurzfassungen" wird dann noch kategorischer, etwa: Deutschland hat es tatsächlich geschafft, Flüchtlinge werden erfolgreich integriert, es geht steil aufwärts!

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Postings wurde die o.g. vermeintliche Phrase von Herbert Brücker auf Russisch bereits in zahlreichen Internet-Ausgaben weltweit (Russland, Deutschland, Israel, Ukraine, Armenien, Litauen usw.) durch Google-Suche gefunden. Tendenz steigend.

Dabei hat man guten Grund anzunehmen, dass diese Entwicklung nicht nur das russischsprachige Segment des Internets betrifft. Die frohe Botschaft wird sich nun wohl wie Waldbrand in verschiedenen Sprachen weltweit im Internet ausbreiten.

Also sollten sich deutsche Leser des Rusfunker-Blogs nicht wundern, wenn sie bereits am kommenden Montag von ihren ausländischen Arbeitskollegen überraschend erfahren, dass Deutschland es tatsächlich geschafft hat...
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26 Mai 2018

Scheißegal

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Deutsche Welle gegen Russland
Die russische Redaktion der Deutschen (Lügen)welle gilt mittlerweile als Inbegriff einer zügellosen und musterhaft doofen Russlandhetze.

Inzwischen gibt es in diesem Blog eine beinahe vollwertige Rubrik (hier), die dieser jämmerlichen Wanzenbude gewidmet ist.

Die staatliche Deutsche Welle hat einst den schlüpfrigen Weg der Lüge und Hetze in Russland beschritten. Und wenn das einmal passiert ist, dann gibt es wohl kein Zurück mehr.

Vielmehr findet dabei eine logische „Entwicklung“ in Richtung Verwesung statt. Die Deutsche Welle ähnelt sich nämlich immer mehr der sowjetischen Zeitung „Prawda“: die DW-Journalisten glauben wohl selbst nicht mehr daran, was sie schreiben. Hauptsache - genug Anschläge eintippen und Geld dafür abkassieren, und scheißegal, ob jemand den „Artikel“ überhaupt liest.

Genau nach diesem Prinzip dürfte ein gewisser Nikita Scholkwer, ein „angesehener“ Journalist der Deutschen Welle, gehandelt haben, als er ein Interview mit der leidenschaftlichen „Russlandexpertin“ Susanne Spahn auf der russischen Website der Deutschen Welle veröffentlichte.

Viel Neues erfahren wir aus dem „Interview“ nicht. Das ist das beständig bescheidene Repertoire zum Thema "Russland und sein Informationskrieg", mit dem sich die „Russlandexpertin“ anscheinend (jedenfalls aus der Internet-Suche gut ersichtlich) durch diverse europäische Redaktionen seit Jahren herumtreibt.

Sicherlich versteht der (heute Berliner) „Journalist“ Scholkwer diese Situation, die „Expertin“ Spahn erst recht. Die russische DW-Redaktion ist bestimmt auch im Bilde. Aber wenn juckt’s? Das staatliche Geld fließt doch, und nur darauf kommt es offensichtlich an…

Genau deswegen schreibt Nikita Scholkwer in dem Artikel vom 24. Mai 2018, dass er Frau Spahn „am Mittwoch dem 23. Oktober“ (ohne Jahresangabe) interviewt hätte, und zwar gleich nach ihrem Auftritt in der Berliner Landeszentrale für politische Bildung.

Lieber Herr Scholkwer! Das letzte Mal fiel der 23. Oktober auf Mittwoch im fernen Jahr 2013. Sie haben uns doch das wertvolle Interview mit der sogenannten Russlandexpertin nicht 4,5 Jahre lang vorenthalten, nicht wahr? Oder geht es doch um den Auftritt von Frau Spahn am 23. Mai 2018? (S. hier).

Aber im Grunde ist das doch, wie gesagt, scheißegal. Ihr Interview, dazu noch auf Russisch, liest ja sowieso kaum jemand. Kassieren Sie also ruhig das wohlverdiente Honorar aus der deutschen Staatskasse ab und genießen Sie das Leben weiter. In Ihrem Wiki-Profile (hier) steht es geschrieben, dass Sie fürs Tauchen im Roten Meer schwärmen. Lassen Sie es sich gut gehen im farblich korrekten Meer. Der deutsche Steuermichel wird Ihr Hobby schon irgendwie bezahlen. Er ist das gewohnt.




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13 März 2018

Strategen am Werk

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Propagands der Deutschen Welle
Während amerikanische und europäische Behörden immer noch ergebnislos ermitteln, wie Russland die innenpolitische Lage in den USA oder Europa beeinflussen könnte, versucht die russische Redaktion der Deutschen Welle die Wählerstimmung bei den russischen Präsidentschaftswahlen völlig offen zu manipulieren, wenn auch auf eine ziemlich doofe Art und Weise.

Dümmer geht es ja wohl tatsächlich nicht mehr: neulich  veröffentlichte die Deutsche Welle nämlich einen Artikel mit dem Titel „Fünf Strategien des Protestverhaltens bei den Präsidentschaftswahlen in Russland“.

In dem Artikel wird erklärt „wie sich der Wahlboykott von der Protestwahl unterscheidet, und wie die getroffene Entscheidung eines Wählers den gesamten Wahlprozess beeinflussen kann“.  Dabei wird auf jede der fünf Proteststrategien eingegangen und erläutert, wie die jeweilige Strategie im Detail funktioniert.
Ungeniert bieten die DW-Strategen dem russischen Wähler folgende Optionen an:

  • den Stimmzettel unbrauchbar zu machen,
  • den Stimmzettel aus dem Wahllokal nach Hause mitzunehmen,
  • das Abwesenheitszertifikat am Hauptwohnsitz zu bekommen, es aber nicht in einem anderen Wahllokal zur Stimmabgabe zu gebrauchen,
  • die Stimme für einen „weniger abstoßenden Kandidaten“ abzugeben,
  • die Wahlen grundsätzlich zu ignorieren.

Solche "geschickt getarnte" Denkanstöße für russische Wähler haben bereits für Empörung aber auch für spöttische Resonanz in russischen Massenmedien und Sozialnetzen gesorgt. Schade nur, dass das Intelligenzniveau der vom deutschen Staat direkt finanzierten "Strategen" der Deutschen Welle nicht ausreicht, um solch eine offensichtliche Reaktion vorauszusehen.
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26 Februar 2018

Gehaltssicherungsmaßnahme

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Nemtsowa Interview mit Navalny
Russische Redaktion der Deutschen Welle driftet konsequent in Richtung Nutz- und Sinnlosigkeit.

Es ist inzwischen einfach nur peinlich, die russischen DW-Beiträge zu lesen bzw. zu sehen. Sie ähneln sich nämlich zunehmend dem Stil der kommunistischen "Prawda" aus den Sowjetzeiten.

Einigermaßen (aber nur spaßeshalber) lesenswert sind noch die Artikel, mit welchen die russische DW-Redaktion versucht, ihre eigene Existenz (und somit auch Arbeitsplätze und Gehälter) zu rechtfertigen. Und dabei lassen sich die „Journalisten“ der Deutschen Welle ausnahmsweise tatsächlich mehr oder weniger kreative Lösungen einfallen.

Diesmal war es zum Beispiel das deutsche Außenamt, das die Deutsche Welle anhand eines Artikels mit dem alarmierenden Titel (in deutscher Übersetzung) „Berlin fordert Moskau auf, die Regeln im Kyberraum einzuhalten“ versucht hat, in ihren verbitterten Überlebenskampf hineinzuziehen.

In diesem Artikel geht es unter anderem darum, dass ein ungenannter DW-Korrespondent den Vertreter des deutschen Außenamtes Rainer Breul während der offiziellen Pressekonferenz am 23.02.2018 mit der Frage strapaziert hat, was denn die deutsche Regierung dazu meinen könnte, dass einige russische Video-Beitrage der Deutschen Welle angeblich von den russischen Internet-Trollen angegriffen würden, indem diese Videos auf dem DW-Youtube-Kanal „zehntausende Male“ mit Dislikes abgewertet würden.

Darauf hat Rainer Breul etwas überrascht reagiert (was in diesem Fall auch nachvollziehbar ist) und eine allgemein gefasste Antwort gegeben, dass der Kyberraum keine rechtsfreie Zone sei, wo die Normen des international Rechts eingehalten werden müssten usw. Viel mehr war zwar nicht drin, aber das Wichtigste hat der DW-Korrespondent trotzdem erreicht: seine Redaktion wurde von einer offiziellen Stelle, vom Arbeitgeber also, zumindest einigermaßen in Verbindung mit dem heutigen Weltübel, den russischen Trollen, in Verbindung gebracht. Aber wer an der vordersten Frontlinie oder sogar im Hinterland des Feindes Wunder der journalistischen Tapferkeit verrichtet, der kann doch unmöglich ohne satte Verpflegung bleiben, nicht wahr?

Als ein markantes Beispiel für den Unfug russischer Trolle führte die Deutsche Welle das Video-Interview von Shanna Nemtsowa mit Alexey Navalny an, wo angeblich „die Zahl der Dislikes die Zahl der Aufrufe übersteigt“.

Eine kurze Überprüfung des betroffenen Videos hat aber ergeben, dass es momentan etwas mehr als 138 Tsd. Aufrufe und 6 Tsd. Dislikes (bei 4 Tsd. Likes) hat. Also bestätigt die offene Statistik die Unterstellung der Deutschen Welle in keiner Weise, macht aber einen aufmerksamen Beobachter nachdenklich, und lässt viele Fragen aufkommen, zum Beispiel:

Wieso bekommt ein angeblich so wichtiges und sensationelles DW-Interview mit dem oppositionellen russischen Politiker innerhalb von ca. 3 Wochen weniger Aufrufe, als Videos von irgendwelchen doofen Beauty-Bloggerinnen pro Tag?

Wieso gibt es denn wirklich so wenig Dislikes zu diesem Video im Verhältnis zu den Aufrufen? Denn ein herzhaftes Dislike wäre das Mindeste, was man einem tüchtigen russischen Zuschauer gönnen könnte, der den ungeregelten Gedankenstrom der ewig stotternden DW-„Journalistin“ und ihres Visavis fast 40 Minuten lang über sich ergehen lassen musste.

Und die Hauptfrage: wieso kümmert es niemanden in Deutschland, dass die verlogene DW-Wanzenbude derart peinliche und den Ruf Deutschlands schädigende Inhalte (sowohl erlogene Texte als auch total laienhafte Videos) in Russland produziert?

Na gut, der russische DW-Kanal auf YouTube hat lächerliche 84 Tsd. Abonnenten. Das ist ja in der russischen Medienlandschaft ein Tropfen auf den heißen Stein. Eine vergleichbare Zuschauerzahl haben in YouTube Tussis, die ihre Videos aus dem Urlaub posten.

Immerhin sind aber diese ein paar tausend Abonnenten russische Bürger, die zu einer schrumpfenden Gruppe gehören, die offensichtlich immer noch etwas Vernünftiges von einem staatlichen deutschen Nachrichten-Produzenten mit dem Logo „Made for minds“(?) erwartet. Also müssten diese restlichen russischen Zuschauer für die DW sozusagen wertvoller als Gold sein, oder ist das eigene Publikum der russischen DW-Redaktion wirklich egal, solange Gehälter aus Berlin sicher sind?

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16 Januar 2018

Ich weiß, was du nicht weißt...

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Übersetzung des Artikels der Deutschen Welle
Die Deutsche (Lügen)Welle differenziert schon wieder ihre "Nachrichten" je nach der Herkunft potentieller Leser.

Am 16. Januar erschienen Artikel zum Thema Flüchtlinge, de Maizière usw. sowohl in der deutschen als auch in der russischen Version des DW-Nachrichtenportals.

Der Artikel in der deutschen Version hat einen moderaten Titel "Weniger Flüchtlinge, weniger Asylanträge".
Der Untertitel spiegelt dann stille Freude des Ministers wider: "Die Zahl der Asylanträge liegt wieder auf dem Niveau vor dem drastischen Anstieg der vergangenen Jahre, freut sich Bundesinnenminister Thomas de Maizière."

Der Titel des russischen DW-Artikels (in deutscher Übersetzung) vom gleichen Tag und zum gleichen Thema klingt anders - siegreich und teutonisch eisern: "Flüchtlingskrise überwunden: in Deutschland, aber nicht in der Welt".
Im Untertitel mischt sich der stillen Freude für erfolgreich überwundene Flüchtlingskrise die ewige deutsche Sorge um den unvollkommenen Rest der Welt bei: "Migrantenflut nach Deutschland ebbt schon wieder ab, was man über Flüchtlingsströme in der Welt nicht behaupten kann".

* Das ist eine deutsche Übersetzung russischer Artikel.
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13 Dezember 2017

Reportage aus Jordanien

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Reporter der Deutschen Welle berichtet
Hier ist die Videoreportage von Jaafar Abdul Karim, dem Journalisten und Reporter der Deutschen Welle, der in Deutschland lebt und arbeitet.

In seiner Reportage berichtet Jaafar Abdul Karim aus Amman, der Hauptstadt Jordaniens.

Leider konnte der Video-Bericht bis jetzt nicht auf der Webseite der Deutschen Welle, sondern nur im Facebook und nur mit den englischen bzw. russischen Untertiteln (hier) gefunden werden.

Wie auch immer kommt die Reportage hier auch mit den Untertiteln in deutscher Übersetzung.



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06 November 2017

Karrierechance

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Schanna Nemzowa und die Deutsche Welle
Vor einigen Tagen wurde im Blog "Propagandaschau" (hier) ein Staatsender-Check bzw. Vergleich (Deutsche Welle gegen Russia Today) veröffentlicht.

Hierzu gab es den folgenden Rusfunker-Kommentar:

Die „Leistungen“ der russischen Redaktion der DW sind lächerlich bis peinlich.  In Russland wird diese Wanzenbude kaum noch ernst genommen. Zitierbare Nachrichten produziert DW Russisch nicht, und wenn schon, dann nur über sich selbst.

So war es vor ein paar Jahren, als eine gewisse Schanna Nemzowa bei DW Russisch angestellt wurde. Diese „Journalistin“ spricht kaum Deutsch oder Englisch auf dem gehörigen Niveau. Das wäre aber noch halb so schlimm. Doch selbst auf Russisch formuliert sie ihre Gedanken mit sichtbarer Mühe. Aber was soll’s. Dafür ist sie Tochter von Boris Nemzow, dem erschossenen „oppositionellen russischen Politiker“ (TM).

Dieser Umstand reicht wohl vollkommen für eine erfolgreiche journalistische DW-Karriere aus. Auch sonst hat man das Gefühl, dass DW Russisch konsequent gegen Deutschland arbeitet. Wie es mit dem Qualitätsjournalismus à la DW funktioniert, kann man zum Beispiel hier sehen.


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26 Juli 2017

Das Geheimnis des deutschen Erfolgs

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Deutsche Welle über den deutschen Erfolg
Nationen haben bekanntlich ihre ganz besonderen – eben nationalen – Charakterzüge, die sie zum Erfolg führen.

In dieser Hinsicht hatten viele Russen bis zuletzt ein leichtes Spiel, wenn die Rede von Deutschen war. Man ahnte hierzulande eigentlich seit Jahrhunderten, was den deutschen Erfolg ausmacht. Das ist zum Beispiel Fleiß, Genauigkeit, Perfektionismus und Zielstrebigkeit, um nur einige allgemein bekannte positive Züge der Deutschen zu nennen.

Selbst zu den sowjetischen Zeiten konnte (und eigentlich wollte) die mächtige Staatspropaganda der UdSSR dieses Bild von Deutschen nicht richtig verzerren.

Aber was die Sowjetpropaganda nicht schaffte, versucht nun das Nachrichtenportal „Deutsche Welle“ in der russischen Redaktion konsequent nachzuholen.

Zum Beispiel stolpert man auf der DW-Website seit Monaten über den Videobeitrag mit dem Titel, welcher russische Leser durchaus stutzig machen kann. Er lautet in der deutschen Übersetzung:

„Das Geheimnis des deutschen Erfolgs ist die Rentenerhöhung und das Wachstum der staatlichen Ausgaben“ 

Wie dem auch sei erfüllt diese im Stil von Peggy Bundy gehaltene Überschrift ihre Aufgabe: Der DW-Leser wird neugierig, was denn für ein tolles Erfolgsgeheimnis hinter dem totalen Geldausgeben stecken könnte, und klickt aufs Video.

Und sofort bestätigt sich der düstere Verdacht: im Beitrag werden tatsächlich nicht die wirtschaftlichen Leistungen und Leistungsschaffende vorrangig behandelt. Dafür aber werden die steigenden Staatsausgaben und deren Konsumenten bejubelt. Fast zweieinhalb Minuten lang sieht der verblüffte russische Leser auf seinem Bildschirm weder deutsche Autowerke, noch Mähdrescher auf den Feldern, noch deutsche Wissenschaftler in ihren Laboren. Er sieht hauptsächlich hochrangige Staatskassenverteiler in einer Bundestagssitzung, während die Off-Stimme stolz verkündet, wie die noch nicht einmal erwirtschafteten Finanzmittel auszugeben sind: vor allem für Bundeswehrumrüstung (Blitzkrieg Baltikum-Einsatz steht ja bevor!) und Soziales, also für Renten und Flüchtlinge, wobei auf das genaue Verhältnis zwischen diesen zwei Abgangsposten kaum eingegangen wird.

Also weiß nun der russische Leser nach nur knapp 3 Minuten unkomplizierter Gehirnwäsche ganz genau, dass seine bisherigen Vorstellungen von Deutschen archaisch und falsch sind: Das Geheimnis des deutschen Erfolgs sieht heute ganz anders aus.

Quelle nicht mehr online:
http://m.dw.com/ru/%D0%BF%D0%BE%D0%B2%D1%8B%D1%88%D0%B5%D0%BD%D0%B8%D0%B5-%D0%BF%D0%B5%D0%BD%D1%81%D0%B8%D0%B9-%D0%B8-%D1%80%D0%BE%D1%81%D1%82-%D0%B3%D0%BE%D1%81%D1%80%D0%B0%D1%81%D1%85%D0%BE%D0%B4%D0%BE%D0%B2-%D1%81%D0%B5%D0%BA%D1%80%D0%B5%D1%82%D1%8B-%D0%BD%D0%B5%D0%BC%D0%B5%D1%86%D0%BA%D0%BE%D0%B3%D0%BE-%D1%83%D1%81%D0%BF%D0%B5%D1%85%D0%B0-%D0%B2%D0%B8%D0%B4%D0%B5%D0%BE/a-19532598
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