Am 31. Mai 2018 veröffentlichte die Rheinische Post einen Artikel mit dem Titel „Jeder vierte Flüchtling hat einen Job“.
Zum Artikel gab es dann bis heute mehr als hundert (meistens recht skeptische und kritische) Kommentare.
Doch viel interessanter ist das weitere Schicksal der fragwürdigen Infos aus dem o.g. RP-Artikel.
Diese Infos wurden nämlich prompt von der russischen Redaktion der Deutschen (Lügen)-Welle aufgenommen und am gleichen Tag (31.05.2018) schöpferisch aufgearbeitet: der Titel blieb zwar fast unverändert „Jeder vierte Flüchtling in Deutschland hat einen Job gefunden“. Dafür haben die russischsprachigen DW-„Journalisten“ aber den RP-Beitrag um beinahe zwei Drittel (680 Wörter in der RP gegen 240 in der DW) beschnitten und sich nur auf das „Wesentliche“ – aus ihrer Sicht – konzentriert: Deutschland geht es gut, und es wird immer besser! Dabei wurde die Phrase von Herbert Brücker vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) „Wenn sich der Beschäftigungszuwachs so fortsetzt, liegen wir mit der Erwartung ziemlich gut“ plötzlich zu „Wenn sich der Beschäftigungszuwachs so fortsetzt, wird jeder zweite Immigrant in fünf Jahren einen Job haben“. Währenddessen wurden manche durchaus wichtige Einzelheiten und Nuancen aus dem Original-Beitrag der RP einfach ausgelassen.
Aber auch damit ist die Geschichte noch lange nicht zu Ende. Die kürzere und großzügig "adoptierte" russische DW-Version des RP-Artikels macht nun die Runde im riesigen russischsprachigen Internetsegment, wobei die russischen DW-Nachdrücke in der Regel nochmals halbiert werden und meistens kaum 100 Wörter übersteigen. Das Leitmotiv der "Kurzfassungen" wird dann noch kategorischer, etwa: Deutschland hat es tatsächlich geschafft, Flüchtlinge werden erfolgreich integriert, es geht steil aufwärts!
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Postings wurde die o.g. vermeintliche Phrase von Herbert Brücker auf Russisch bereits in zahlreichen Internet-Ausgaben weltweit (Russland, Deutschland, Israel, Ukraine, Armenien, Litauen usw.) durch Google-Suche gefunden. Tendenz steigend.
Dabei hat man guten Grund anzunehmen, dass diese Entwicklung nicht nur das russischsprachige Segment des Internets betrifft. Die frohe Botschaft wird sich nun wohl wie Waldbrand in verschiedenen Sprachen weltweit im Internet ausbreiten.
Also sollten sich deutsche Leser des Rusfunker-Blogs nicht wundern, wenn sie bereits am kommenden Montag von ihren ausländischen Arbeitskollegen überraschend erfahren, dass Deutschland es tatsächlich geschafft hat...
Zum Artikel gab es dann bis heute mehr als hundert (meistens recht skeptische und kritische) Kommentare.
Doch viel interessanter ist das weitere Schicksal der fragwürdigen Infos aus dem o.g. RP-Artikel.
Diese Infos wurden nämlich prompt von der russischen Redaktion der Deutschen (Lügen)-Welle aufgenommen und am gleichen Tag (31.05.2018) schöpferisch aufgearbeitet: der Titel blieb zwar fast unverändert „Jeder vierte Flüchtling in Deutschland hat einen Job gefunden“. Dafür haben die russischsprachigen DW-„Journalisten“ aber den RP-Beitrag um beinahe zwei Drittel (680 Wörter in der RP gegen 240 in der DW) beschnitten und sich nur auf das „Wesentliche“ – aus ihrer Sicht – konzentriert: Deutschland geht es gut, und es wird immer besser! Dabei wurde die Phrase von Herbert Brücker vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) „Wenn sich der Beschäftigungszuwachs so fortsetzt, liegen wir mit der Erwartung ziemlich gut“ plötzlich zu „Wenn sich der Beschäftigungszuwachs so fortsetzt, wird jeder zweite Immigrant in fünf Jahren einen Job haben“. Währenddessen wurden manche durchaus wichtige Einzelheiten und Nuancen aus dem Original-Beitrag der RP einfach ausgelassen.
Aber auch damit ist die Geschichte noch lange nicht zu Ende. Die kürzere und großzügig "adoptierte" russische DW-Version des RP-Artikels macht nun die Runde im riesigen russischsprachigen Internetsegment, wobei die russischen DW-Nachdrücke in der Regel nochmals halbiert werden und meistens kaum 100 Wörter übersteigen. Das Leitmotiv der "Kurzfassungen" wird dann noch kategorischer, etwa: Deutschland hat es tatsächlich geschafft, Flüchtlinge werden erfolgreich integriert, es geht steil aufwärts!
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Postings wurde die o.g. vermeintliche Phrase von Herbert Brücker auf Russisch bereits in zahlreichen Internet-Ausgaben weltweit (Russland, Deutschland, Israel, Ukraine, Armenien, Litauen usw.) durch Google-Suche gefunden. Tendenz steigend.
Dabei hat man guten Grund anzunehmen, dass diese Entwicklung nicht nur das russischsprachige Segment des Internets betrifft. Die frohe Botschaft wird sich nun wohl wie Waldbrand in verschiedenen Sprachen weltweit im Internet ausbreiten.
Also sollten sich deutsche Leser des Rusfunker-Blogs nicht wundern, wenn sie bereits am kommenden Montag von ihren ausländischen Arbeitskollegen überraschend erfahren, dass Deutschland es tatsächlich geschafft hat...








