Posts mit dem Label Krieg werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Krieg werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

16 Juli 2023

Beschuss als unbekannte Offensichtlichkeit

0

Was ist Beschuss

Ein Bewohner des Donbass versucht zu beschreiben, was nur auf den ersten Blick einfach erscheint: Die Gefühle eines Menschen, der zur Zielscheibe geworden ist.

Praktisch jeder, der an der Frontlinie im Donbass (Gorlowka, Donezk, Jasinowataja usw.) gelebt hat oder lebt, hat mit Beschuss zu tun gehabt. Es ist schwierig, dieses "Phänomen" in Worte zu fassen. Ich hatte über den Krieg gelesen, Filme über die Kämpfe gesehen, aber dann stellte es sich heraus, dass ich gar nicht wusste, was es eigentlich ist, bis ich es selbst am eigenen Leib erlebt habe.

Es ist schwer, sich an Bomben zu gewöhnen. Praktisch unmöglich. Wenn die Kanonade Tag und Nacht andauert und Granaten fallen, ist es schwierig, zu arbeiten, zu schlafen oder fernzusehen. Eine entfernte Explosion ist wie ein Donnerschlag. Aber im Gegensatz zu diesem natürlichen Phänomen ist nicht nur das Gehör betroffen, sondern auch andere Sinne. Man spürt die Explosion mit dem ganzen Körper. Fest verschlossene Fenster, vernagelte Fensterläden und geschlossene Türen helfen da nicht weiter. Die Druckwelle dringt durch die Wände, "sickert" durch die dicke Betonschicht.

Zum Beispiel mein Vater, der fast achtzig ist, ist schwerhörig. Aber er wachte nachts sogar von weit entfernten Explosionen auf. Ihre Wirkung wird vom gesamten Organismus, von jeder Zelle des Körpers wahrgenommen.

Es ist kein Zufall, dass sich bei Bombenanschlägen psychische Erkrankungen verschlimmern, die Zahl der Herzinfarkte steigt, Nervenzusammenbrüche auftreten und die Psyche versagt. Beruflich hatte ich viel mit Ärzten zu tun, die von Schlaganfällen bei 40-Jährigen, überfüllten Stationen in der psychoneurologischen Ambulanz und dem Schockzustand der Menschen erzählen.

Die schwierigste Zeit ist nachts. Der Beschuss erfolgte (und erfolgt) oft nachts. Die Menschen gehen zu Bett. Es ist Zeit, sich auszuruhen, und in diesem Moment fallen Granaten, die Wände wackeln, die Kanonade dröhnt. Und so geht es von Tag zu Tag, von Woche zu Woche, von Monat zu Monat. Kein Wunder, dass manche Leute es nicht aushalten: Sie fliehen, sterben an Herzinfarkten, werden depressiv.

Aber man muss weiter leben. Und der Donbass überlebt. Trotz der Schwierigkeiten sind die Geschäfte in der Stadt geöffnet, Krankenhäuser und Schulen funktionieren, die Häuser werden mit Gas, Strom und Wärme versorgt, und in den Kirchen finden Gottesdienste statt.

Ich weiß nicht, wie es anderen geht, aber wir in der Familie haben Psalm 90 gelesen ("Wer unter dem Schutz des Allmächtigen wohnt, ruht unter dem Schatten des Allmächtigen..."), gebetet und Gott um Schutz gebeten. Der Keller des fünfstöckigen Hauses, in dem wir wohnen, ist nicht für einen Schutz geeignet, aber der nächste Bunker in der Schule ist Hunderte von Metern entfernt. Ich denke, dass auch religionsferne Menschen, die sich selbst als Materialisten betrachten, dabei beten. In der Zeit des Beschusses werden Atheisten für eine Weile zu Gläubigen, die Stolzen knien nieder, die Starken flüstern Worte des Gebets. In gewisser Weise wiederholt sich die Situation mit der Titanic von vor einem Jahrhundert. Damals dachten die Menschen an Bord des Schiffes nicht an den Tod, glaubten an die Allmacht des Menschen, und die Musiker an Bord spielten Ragtime. Doch als das Schiff einen Eisberg rammte und die Aussicht aufs baldige Ankommen im Jenseits bestand, knieten viele Menschen nieder, und das Orchester begann, das christliche Lied "Nearer, My God, to Thee" zu spielen. Nicht umsonst sagte jemand: "Nirgendwo ist das Gebet so gut wie an Bord eines abstürzenden Flugzeugs".

Wie der Krieg gezeigt hat, wecken Kummer und Leid in einem Menschen nicht nur Angst oder Schmerz, sondern auch Edelmut, Mitgefühl und andere hohe Gefühle. Es gibt Beispiele von Erwachsenen, die während des Beschusses kleine Kinder auf der Straße zudecken und von Menschen, die sich an Gott wenden.

Es gibt auch keinen Grund, sich für Tränen zu schämen. Es ist keine Schwäche, wenn ein Mensch die Autorität Gottes über ihn anerkennt, ihm vertraut, Buße tut und auf Gottes Schutz hofft. In der Bibel steht geschrieben: "Ich rief zu dem Herrn in meiner Angst, und er antwortete mir; ich schrie aus dem Bauche der Hölle, und du hörtest meine Stimme." (Jona 2,3).

In den vielen Jahren der Kämpfe erlebten wir zahlreiche Beschüsse. Als sie anfingen, war es sehr schwierig. Keiner wusste, ob man den nächsten Tag erleben würde oder nicht. Es war eine Art Lotterie, russisches Roulette. Eine Granate konnte ausnahmslos überall in der Stadt einschlagen - auf einen Kindergarten, eine Schule, ein Wohnhaus. Aber wenn es passierte und wir ein Gebet sprachen, wurde es einfacher. Der Mensch ist so organisiert, dass er Schutz braucht, instinktiv, auf der Ebene des Unterbewusstseins glaubt er an Gott. Wenn man betet, mit dem Schöpfer, Retter und Beschützer kommuniziert, verschwindet die Angst, es kehrt Frieden ein, der Kummer ist leichter zu ertragen.

Ich erinnere mich gut an den Tag, an dem unser Viertel besonders intensiv bombardiert wurde. Um halb zwölf Uhr abends schlugen in der Nähe des Hauses Granaten ein, die Wände des alten sowjetischen Hauses bebten, die Kinder wachten auf und begannen zu weinen. Wir versammelten uns im Korridor, schlugen die Heilige Schrift auf und begannen, die Psalmen laut zu lesen, und "der Friede Gottes, der alles Verstehen übersteigt", kam in unsere Seelen. Die Kanonade verstummte, die Straße wurde ruhiger. Die Angst war verschwunden, man spürte, dass man nicht allein ist, dass es jemanden gibt, der stark ist, der sich an einen erinnert und der sich um einen sorgt.

Wenn man verzweifelt ist, und es niemanden gibt, der einen beschützt, soll man sich an Gott wenden, er ist unsere letzte Stütze in dieser rebellischen, gefährlichen Welt, ein Beschützer, der sich nicht um das Aussehen, das Alter, den "Geldbeutel" oder den sozialen Status der Person kümmert, die sich ihm zuwendet.

Weiter »

25 Oktober 2021

Grüsse an Annegret

2

Annegret Kramp-Karrenbauer gegen Russland

Vor einigen Tagen sagte die deutsche Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer gegenüber dem Deutschlandfunk, dass das Verteidigungsbündnis NATO angesichts zunehmender Herausforderungen durch Russland "sehr deutlich machen" müsse, dass es auch zu militärischen Maßnahmen bereit sei...

Dazu gab es natürlich eine ganze Menge Meinungen und Kommentare in Massenmedien und Sozialnetzen. Hier kommt ein Kommentar aus dem Facebook:

***

Kann hier jemand schöne Grüße aus Russland und mindestens die folgenden zwei Tatsachen an Annegret ausrichten (falls „Russland-Experten“ aus dem BND bzw. der Bundeswehr-Aufklärung in der Schule den Geographieunterricht geschwänzt haben und heute nicht einmal in der Lage sind, sich mit russischen Nachrichten und Google-Karten vertraut zu machen):

Tatsache 1: Im heutigen Russland hat sich die Armee zu einem der mächtigsten Mittel des sozialen Aufstiegs und größtem Arbeitgeber entwickelt. Junge Russen sind regelrecht begierig, in die russische Armee einzutreten, um - am besten - an richtigen Kampfhandlungen teilzunehmen. Denn dafür bekommen sie neben zahlreichen staatlichen Leistungen auch gutes Geld.

Tatsache 2: Aus militärstrategischer Sicht liegt die Stadt Moskau praktisch am westlichen Rand des Landes. Von Moskau bis zur lettischen Grenze sind es nur lächerliche 600 Kilometer und die einzige (!) Autobahn, die durch den sonst unwegsamen Wald führt. Nicht jeder Russe ist ohne weiteres bereit, diese Straße mit friedlichen Zwecken zu fahren. Hinter Moskau in Richtung Osten sind es dann nochmals über 6000 Kilometer beinahe unpassierbarer Wildnis, die weder praktisch noch theoretisch von keiner Armee der Welt im Marschtempo überwindbar ist, selbst wenn es gar keinen Widerstand geben würde.

Übrigens, wie ist das Wetter in Deutschland? Wir hatten heute in Moskau viel Sonne. Doch für morgen ist der erste Schnee angesagt. So ein Mist...

Quelle

Weiter »

04 April 2021

Der Tag X kommt

3

NATO bereitet sich auf den Krieg vor
Die im Jahr 2015 gestartete Phase der NATO-Vorbereitungen auf einen großen Krieg mit Russland geht offenbar zu Ende.

In all den Jahren haben sich gepanzerte Fahrzeuge und Munition in den an Russland angrenzenden NATO-Ländern angesammelt. Es wurden auch Logistik- und Bevölkerungsmobilisierungspläne ausgearbeitet. Unter dem Deckmantel der regelmäßigen Rotation wurde das NATO-Militärpersonal mit den Orten der zukünftigen Kampfhandlungen vertraut gemacht.

Parallel dazu lief der Prozess der Entmenschlichung und Dämonisierung Russlands und dessen politischer Führung. Es wurden Vorwürfe wegen des Einsatzes chemischer Waffen erhoben. Die Bevölkerung der NATO-Staaten wurde methodisch dressiert, die militärische Lösung der "Russenfrage" als eine unausweichliche Gegebenheit zu akzeptieren.

Das jüngste Beispiel eines solchen Informationskrieges ist der Artikel in The National Interest, wo die Notwendigkeit der NATO-Besetzung der Region Kaliningrad nun ganz offen deklariert wird.

Im Jahr 2020, als die Kriegsvorbereitungsmaßnahmen zu offensichtlich wurden, wurden sie zum Teil durch die Coronavirus-Pandemie getarnt, die zeitlich äußerst passend stattgefunden hat. Dank der "Pandemie" ist es möglich geworden, den Abbruch von militärischen und politischen Kontakten mit Russland sowie eine extreme Drosselung des europäischen Binnenverkehrs (zusätzliche Kapazitäten für den Militärtransport) zu erklären. Dabei sollten westeuropäische Ausgangssperren Disziplin und Gehorsam in der Zivilbevölkerung, aber auch deren Gewohnheit, persönliche Schutzausrüstung einzusetzen, trainieren.

Ein weiteres Anzeichen der fatalen Entwicklung ist der kürzlich erfolgte Transfer von B-1-Bombern nach Norwegen, deren Einsatz eine verdeckte Annäherung an das Ziel in geringer Höhe sowie den anschließenden Start von Marschflugkörpern ermöglicht. Unter dem Ziel versteht man hier den russischen Marinestützpunkt Gadschiewo, wo Nuklearraketenträger der Nordflotte Russlands stationiert sind.

Die unmittelbare Bedrohung für nukleare Abschreckungskräfte Russlands zwingt die russische Führung dazu, Szenarien eines Präventivschlags in Erwägung zu ziehen, weil durch die jüngsten NATO-Aktionen die rote Linie überschritten und der Übergang zur Endphase der Kriegsvorbereitungen demonstriert wird.

Die Unabwendbarkeit des Krieges erkannte die politische Führung Russlands längst. Darum versuchte der Kreml, so viel Zeit wie möglich für die Neuausrüstung der Armee und für die Vorbereitung der Industrie auf die Funktionsweise unter Kriegsbedingungen zu gewinnen.

Eine der erfolgreichen russischen Operationen, um den Gegner in die Irre zu führen, war dabei das langfristige operative Spiel mit dem amerikanischen Agenten Nawalny, dessen Machtübernahme für die anschließende Vernichtung Russlands nach dem Vorbild der UdSSR vom Westen ernsthaft als mögliche Alternative zum Krieg betrachtet wurde.

Auf verschiedene Art und Weise wurde der Westen mit falschen Insider-Infos über eine ernsthafte Unterstützung von Nawalny durch hochrangige russische Beamte und sogar Sicherheitsbeamte gefüttert. Es wurden Geschichten über einen angeblichen "Krieg der Kreml-Türme" verbreitet. Die russische Regierung zeigte öfters eine demonstrative Dumpfbacken-Friedlichkeit gegenüber dem Westen oder "Besorgnis wegen verdorbener Beziehungen". Sie appellierte an "Menschenrechte" oder "demokratische Werte". Das heißt, bis vor kurzem versuchte man den westlichen Feind mit der Perspektive der Vernichtung Russlands durch einen internen Staatsstreich anzulocken und abzulenken.

Dieses Spiel endet aber im Januar 2021 mit der Verhaftung des Agenten Nawalny. Danach ändert sich der Ton der russischen Regierung dramatisch und wird ungewöhnlich hart. Die Zahl der militärpolitischen TV-Programme nimmt stark zu, die russische Bevölkerung wird nun gezielt ideologisch auf den Krieg vorbereitet.

Was ist aber der Grund, warum das Nawalny-Tarnspiel beendet worden ist? Hier sind zwei Varianten denkbar.

Variante 1: Die militärpolitische Führung Russlands betrachtet notwendige vorbereitende Kriegsmaßnahmen als abgeschlossen. Neue Waffen sind getestet und in Dienst gestellt, das Land ist militärisch und wirtschaftlich kriegsbereit (oder befindet sich mindestens auf dem aktuell bestmöglichen Niveau).

Variante 2: Es ist nicht mehr möglich, die westlichen Geheimdienste zu täuschen, sie glauben nicht mehr an "Nawalny-Versteher" im Kreml, also hat das Spiel keinen Sinn mehr.

Es ist auch möglich, dass die beiden Begründungen gleichzeitig zutreffen.

Wie auch immer ist das Pokerspiel zu Ende. Die Gegner werfen ihre Karten auf den Tisch und greifen nach Bleispritzen. Unter dem Deckmantel der Militärübung Defender Europe 2021 erfolgt momentan ein massiver Transfer der NATO-Truppen an russische Grenzen. Ukrainische Streitkräfte an den Grenzen der Donezk- und Lugansk-Republiken sowie der Krim sind ebenfalls angriffsbereit. NATO-Truppen sind de facto in der Ukraine. Die polnische Flotte versucht, den russischen Pipelayer in der Ostsee anzugreifen. Das US-Kommando in Europa (EUCOM) eskaliert die Bereitschaftsstufe offiziell von der "möglichen Krise" bis auf "potenzielle und bevorstehende Krise". Russische Truppen rücken an westliche Grenzen des Landes vor.

Das Hauptziel des bevorstehenden Krieges ist es, eine absolute Weltherrschaft der oberen Schicht des Westens zu etablieren, was vor allem die Beseitigung unabhängiger Regionen auf dem Erdball erfordert. Alle Medien im weitesten Sinne des Wortes (von politischen Ausgaben bis zu den Kindercomics), alle Datenbanken (bis hin zu Straßenkameras), Bankkonten von Bürgern usw. müssen unter die Kontrolle eines einzigen Kontrollzentrums gestellt werden. Infolgedessen wird eine absolute physische und spirituelle Herrschaft über die Welt hergestellt.

Noch nicht ganz klar ist der Grund, der diese kriminelle "Herrschergruppe" zwingt, die Kriegsprozesse ausgerechnet heute zu beschleunigen, und dabei sogar verwegen zu handeln und Risiken einzugehen. Ansonsten ist die Entwicklung offensichtlich, und die Kriegsvorbereitungen laufen nach klassischen Regeln wie schon mehrmals in der menschlichen Geschichte.

Uns bleibt nun abzuwarten, ob auch die nächste Regel befolgt wird: Der Krieg kommt immer unerwartet, auch wenn er lange vorbereitet wird.

Quelle



Weiter »

31 März 2021

Trübe Stimmung im ukrainischen Parlament

0

Ukrainisches Parlament

Gestern sprach der ukrainische Befehlshaber General Ruslan Chomtschak vor den Abgeordneten des ukrainischen Parlaments.

Insbesondere sagte er, dass Russland in der letzten Zeit Truppen an die Grenze zur Ukraine verlagern würde, was eine Bedrohung für die militärische Sicherheit darstellt. So sollten sich 28 russische Bataillone in den Regionen Brjansk, Woronesch, Rostow und auf der Krim konzentrieren.

Das ukrainische Kommando erwartete, so Chomtschak, dass Russland bald bis zu 25 taktische Bataillonsgruppen in der Nähe der ukrainischen Grenze und auf der Krim versammeln wird.

Während Herr Chomtschak seine Rede hielt, konnten ukrainische Journalisten den Smartphone-Schriftverkehr der Abgeordneten Anna Kolesnik hinterrücks fotografieren. Sie schrieb:

    "Wie hören gerade, was Chomtschak so berichtet. Man muss also aus diesem Land abhauen"

Weiter »

27 Mai 2020

Interview mit Strelkow

0
Girkin ist Strelkow

Das umstrittene Interview des ukrainischen Journalisten Dmitrij Gordon mit dem ehemaligen pro-russischen Anführer der Donezk-Miliz Igor Girkin / Strelkow schlägt immer noch hohe Wellen.


Für die einen ist Strelkow ein Terrorist und Massenmörder, für die anderen ist er ein von der fixen imperialen Idee besessener und tollkühner russischer Patriot.

Die Geschichte des Krieges in der Ostukraine wird – wie auch sonst oft – mit Blut und Leid geschrieben und dazu noch schwer verifizierbar, darum wäre eine oberflächliche Auseinandersetzung mit einem solchen Thema, geschweige denn Abstempelung, sicherlich nicht angebracht. Darüber hinaus war das Interview, in dem es um den Tod, Morde, Hinrichtungen und Verrat ging und welches immerhin mehr als 3,5 Stunden dauerte, nicht unbedingt für einen besinnlichen Abend am PC zu empfehlen. Doch bereits nach den ersten Minuten fühlte man sich vom Geschehen auf dem Bildschirm irgendwie gefesselt. Schließlich war es ein äusserlich durchaus respektvolles und offenes Gespräch zwischen zwei Menschen, die sich in der Realität u. U. vielleicht abknallen könnten.

Als Kostprobe kommt nun die Übersetzung eines winzigen Interviewausschnitts (entspricht ca. 3 Minuten 38 Sekunden des Videos von 2:36:55 bis 2:40:33).

***

Gordon
Ich kann unmöglich keine Fragen zur Boeing MH-17 stellen. Wenn Sie aber die eine oder die andere Frage nicht beantworten möchten, beantworten Sie sie nicht. Das ist absolut Ihr Recht.
Im vergangenen Sommer veröffentlichte die Gemeinsame Ermittlungsgruppe zum Fall MH-17 Telefongespräche der Anführer der Donezk-Republik mit Surkow (damals Putins Donezk-Beauftragter - RF) und Aksjonow (Leiter der russischen Krim-Verwaltung - RF). Daraus folgt, dass Sie im Juni 2014 den sogenannten Chef der annektierten Krim, Sergei Aksjonow, gebeten haben, bei der Zuweisung zusätzlicher militärischer Hilfe aus Russland mitzuwirken. <...>

Strelkow
Tatsächlich habe ich eine derartige Bitte um Hilfe formuliert, obwohl ich mich nicht buchstäblich daran erinnere.

Gordon
Eine Woche vor dem Absturz der malaysischen Boeing versicherte Surkow, dass Hilfe kommen würde. Wussten Sie, dass ausgerechnet Buk M1 Ihnen aus Russland zur Hilfe geschickt wurde?

Strelkow
Kein Kommentar. Die Miliz hat die Boeing nicht abgeschossen. Ich kann dazu nichts mehr sagen, und ich will das auch nicht.

Gordon
Dieser Flug, ein Passagierflugzeug...

Strelkow
Die Miliz hat die Boeing nicht abgeschossen. Keinen Kommentar mehr. Verschwenden Sie bitte keine Zeit, wir haben nicht viel davon.

Gordon
Ok, abgemacht. Dann lasse ich alles aus, was die Boeing betrifft.

Strelkow
Das wäre korrekt.

Gordon
Was war Ihr Gefühl, als Sie erfuhren, dass dieses Flugzeug abgeschossen wurde?

Strelkow
Das war für mich natürlich ein sehr großer... Das hat mich regelrecht in Bestürzung versetzt. Das sage ich ganz offen. Das ist wahr. Es starben ja fast 300 völlig unschuldige, unbeteiligte Menschen. Ich bin nicht so unempfindlich, wie viele Menschen vielleicht denken. Mit ist das nicht egal. Natürlich habe ich immer verstanden, dass ich - wenn auch indirekt - dafür verantwortlich bin, wo Kampfhandlungen in Donbass auch von mir maßgeblich mitgestaltet wurden. Verantwortlich für den Tod... Mehr noch. Es war nicht nur ein Schlag für mich in menschlicher Hinsicht, sondern ein Schlag für mich als Befehlshaber der Donezk-Miliz. Ein äußerst harter Schlag. Denn es ist doch klar: Egal, wer schuld ist, wir werden trotzdem beschuldigt. Das wird auf jeden Fall und unbedingt gegen uns ausgespielt. Ich habe übrigens nie an der Beteiligung der ukrainischen Seite (mindestens) am Boeing-Abschuss gezweifelt. Diese Meinung vertrete ich auch heute noch.

Gordon
Wurde die Boeing versehentlich abgeschossen? Kam es damals etwa zur Verwechslung? Was meinen Sie?

Strelkow
Nochmals - kein Kommentar. Was ich wollte, sagte ich ja bereits. Als Kriegspraktiker stelle ich mir immer als Erstes die Frage „Wem nützt das alles?“ Die Antwort ist offensichtlich. Weder die Donezk-Miliz noch die Russische Föderation waren an diesem Boenig-Abschuss interessiert.


Quelle

P.S.
Kürzlich hat sich Anne Phönix auf ihrem Youtube-Kanal zu diesem meinem Artikel (https://www.youtube.com/watch?v=h4G2VqjVsFk, ab ca. 26:30) geäußert, was mich zwar sehr freut, dennoch muss ich meine Kommentatorin leider korrigieren, damit keine Verwirrung bei den Lesern entsteht: Herr Girkin / Strelkow ist kein ukrainischer, sondern ein russischer Nationalist. Also was in dem obigen Artikel steht, ist schon richtig. Und das ist eigentlich der Clou der ganzen Geschichte. Igor Strelkow stammt aus Russland, war (nach seiner Aussage) FSB-Offizier, und er kämpfte in Donezk an der Seite der pro-russischen Miliz. Auch mit der Massenhinrichtung, die ukrainische Nationalisten in Odessa angestellt haben, hatte er natürlich nichts zu tun.
Weiter »

09 Mai 2020

Nimm deinen Mantel...

0

Soldanten des Zweiten Weltkrieges

Eines der schönsten Gedichte und Lieder zum Thema Zweiter Weltkrieg.


Geschrieben und gesungen vom bekannten sowjetischen (russisch-georgischen) Dichter Bulat (Schalwowitsch) Okudschawa, dem Mann, der versuchte, in einer unfreien Atmosphäre frei zu atmen. Das Lied könnte eigentlich von Vertretern jeder Nation mitgesungen und mitgefühlt werden.

Die deutsche (leicht angepasste) Übersetzung in Untertiteln stammt von Vera Jahnke.








Weiter »

20 Oktober 2018

Nachricht aus Israel

0
Hier ist ein Fundstück aus dem Facebook. Ein Israeli wendet sich in der Krisensituation an die Öffentlichkeit in der von ihm wohl am nächsten empfundenen russischen Sprache. 

Der Appell wird hiermit aber ins Deutsche übersetzt, denn der israelische Autor spricht auch gewisse "nicht nur russische Freunde" an. Bestimmt meint der Israeli damit auch deutschsprachige Leser.


--- 

Liebe russische (aber nicht nur russische) Freunde!

In dieser Nacht hat es bei uns gehagelt. „Grad“ (rusissche Raketenbezeichnung "Grad" = auf Deutsch „Hagel“) ist eine heftige selbstfliegende Rakete vollgestopft mit Sprengstoff und allerlei Metallzeugs, damit es möglich mehr Splitter und Verwundete gibt.

Dieser „Grad“ fliegt aber nicht von alleine. Die Rakete muss gekauft, zum Starter gebracht, auf das Ziel gerichtet und schließlich abgefeuert werden.

Die Grad-Rakete kam aus dem Gasa-Streifen. Und damit ist eigentlich alles über das dort lebende und hungernde Volk gesagt: das Geld, das für dieses Dings ausgegeben wurde, würde ausreichen, um ein ganzes Dorf da drüben jahrelang zu verpflegen. Aber wen zum Teufel interessiert jenes Dorf?

Darum sollten die naiven Linken, die Zaster nach Gasa schicken, wissen: ihr seid Idioten, Gasa-Bewohner kriegen nichts von eurem Geld ab, euer Geld wird in Grad-Raketen angelegt, die dann auf uns abgefeuert werden.

Die Grad-Rakete kam gegen 4 Uhr morgens bei uns an. Man zielte sie weder auf unsere Truppen, noch auf strategisch wichtige Militärobjekte. Das Ziel war ein Schlafbezirk unserer Stadt, und zwar zu dem Zeitpunkt, wo viele Leute tatsächlich schliefen, und somit als Zielscheibe ideal waren.

Hier haben wir überall Heuler, und sobald sie anlaufen, haben wir eine knappe Minute, um uns zu verstecken. Alle Wohnungen in den neuen Bauten haben gepanzerte Zellen. In den älteren Häusern müssen die Bewohner es innerhalb einer Minute bis zum nächsten Bunker oder mindestens bis zum Treppenhaus (als ob das hilft) schaffen. Demnach haben Familien mit Kleinkindern oder älteren Verwandten so gut wie keine Chance zu überleben.

Deswegen haben wir unser Raketenabwehrsystem „Kippa“ auch „Eiserne Kuppel“ genannt. Diese Kuppel schützt uns schon vor dem „Hagel“. Das Problem besteht aber darin, dass die „Kippa“ teuer ist, also wird sie immer dort stationiert, wo die Situation besonders gefährlich ist. Unser Beersheba gehört nicht zu den gefährlichsten Orten.

Die Grad-Rakete traf hier ein Privathaus. Die Hausinhaber waren vernünftig genug, um eine Schutzzelle einzurichten. Sie haben überlebt.

Heute werfen wir also Bomben auf Gasa. Und so was wird nun garantiert in euren Fernsehnachrichten gezeigt.

Liebe israelische Freunde! Nur zur Erinnerung: bitte alle Haustüren offen und freihalten!
Liebe israelische Freunde, die neu dazugekommen sind! Nicht in die Hose machen! So was erleben wir nicht zum ersten Mal. Und auch nicht zum letzten Mal, nehme ich stark an. Und - um Gottes willen - kauft euch endlich anständige Schlafanzüge. Sonst lauft ihr nachts in den schäbigen Fetzen wie die letzten Arschlöcher. Oh weh...

Quelle
Weiter »

03 Juli 2018

Aufruf aus Syrien

0
Syrier sollen zurückkehren
Eine offizielle Quelle im syrischen Ministerium für auswärtige Angelegenheiten und Migrationsfragen bestätigte gegenüber der Nachrichtenagentur SANA, dass die syrische Regierung ihre Bürger, die das Land wegen des Krieges und der terroristischen Aktionen verlassen mussten, ermutigt, nach Hause zurückzukehren, nachdem nun die meisten von Terroristen besetzten Gebiete befreit wurden. 

Die Quelle sagte des Weiteren, dass die Befreiung zahlreicher Gebiete zur Rückkehr von syrischen Bürgern, die innerhalb des Landes migrieren mussten, beigetragen hat.

Das Ministerium wies darauf hin, dass die syrische Regierung sich für Gesundheit, Sicherheit und Abdeckung des täglichen Bedarfs ihrer Bürger in der Verantwortung sieht.

Syrien fordert die internationale Gemeinschaft und humanitäre Organisationen auf, die freiwillige Rückkehr der syrischen Bürger in ihre Heimat zu unterstützen, sowie die Aufhebung der einseitigen Sanktionen gegen das syrische Volk voranzutreiben.

Das syrische Außenministerium betonte auch, dass alle Anstrengungen
 heute unternommen werden, um die Folgen des Terrorkrieges zu beseitigen. Das Land soll mit den syrischen Händen wiederaufgebaut werden.

Quelle nicht mehr online (07.12.2025)
https://www.sana.sy/ru/?p=152410


Weiter »

22 Juni 2018

Mangel an Offizieren

2
Mangel an Offizieren
Das russische Verteidigungsministerium forciert die Ausbildung von neuen Offizieren.

Ab jetzt wird die Dauer des Ausbildungsprogramms eines russischen Leutnants nicht mehr fünf, sondern nur vier Jahre betragen.

Bereits in dem laufenden Jahr (2018) wird die russische Armee zweimal mit Leutnants komplettiert: die Gesamtzahl der neuen Leutnante erreicht somit ca. 2000 Personen, also dreimal so viel wie bis jetzt.

Die Umstellung von der (für die Sowjetarmee typische) 4-jährigen Ausbildung der Offiziere auf 5 Jahre erfolgte im Jahr 1995.

Trotzdem wurden dann 1999 und 2000 Leutnants-Ausbildungsprogramme gekürzt, als die russische Armee neue Offiziere für Einsätze in Tschetschenien dringend brauchte.

Quelle

Weiter »

13 Juni 2018

Russische Kriegswolke

2
Russische Datenwolke
Das russische Militär baut eine große Datenwolke auf, die im Kriegsfall als Ersatz-Internet dienen wird.

Die Datenwolke wird in zwei Jahren komplett fertig sein. Sie wird es Russland erlauben, in Kriegszeiten zu überleben, auch wenn das Land vom Weltnetz komplett abgekuppelt wird.

Dieses Projekt gehört zum Plan der nationalen Modernisierung Russlands. Das Hauptziel des Plans besteht darin, dass Russland jeden großen Krieg einschließlich des Weltkrieges bzw. der globalen Isolation überleben soll.

Diese Kriegswolke wird dann zum Bestandteil des bereits aufgebauten russischen Militärnetzes.
Nach Worten von German Klimenko, dem Berater des russischen Präsidenten auf dem Gebiet der Informationstechnologien, kann sich das russische Militär bereits heute auf sein eigenes geschlossenes und geschütztes internes Netz stützen: „Technisch sind wir bereits auf jede Sondersituation vorbereitet“.

Die ersten Informationen über das russische „unabhängige Internet“ kamen zum Ende letzten Jahres. Es wurde auch bekannt, dass das russische Netz völlig unabhängig vom weltweiten DNS-System ist.
Damals wurde während einer Sitzung des russischen Sicherheitsrates die Initiative des Aufbaus eines alternativen Domain-Name-Systems auf der höchsten politischen Ebene eingehend erörtert. Dabei wurde betont, dass nur dieser Schritt Russland sowie seine Verbündete bei einem großangelegten Cyberangriff ausreichend schützen kann.

Westliche Experten, insbesondere die von Defense One, vermuten aber, dass die russische Kriegswolke durchaus als ein Angriffsmittel auf dem IT-Gebiet dienen könnte.

Nach den letzten Berichten kann Russland demnächst soweit gehen, dass die russische Kriegswolke ihren Netzverkehr auch den kommerziellen Nutzern zur Verfügung stellen könnte.

Die russische Kriegswolke, die voraussichtlich ca. 6 Mio. US-Dollar kostet, stützt sich auf spezielle Datenverarbeitungszentren, die durch das ganze Land zerstreut werden. Eines davon wurde vorrangig in Südrussland aufgebaut, um das Militärpotential Russland in dieser Region zu steigern.

Die Defence-One-Experten gehen davon aus, dass dieses südrussische Segment des Militärnetzes nicht nur die Krim, sondern auch Teile der Ostukraine abdeckt.

Analytiker der Forschungsorganisation CNA Sam Bendett meint, dass das russische Militärnetz als ein Schlüsselelement des Datenschutzes gegen westliche Einmischung dienen soll: „Russland investiert intensiv in die Entwicklung militärischer Spitzentechnologien, insbesondere in Hard- und Software eigener Produktion. Zum Beispiel werden die Datenverarbeitungszentren der russischen Militärwolke heute nur aus russischen Komponenten bebaut, obwohl die meisten IT-Bausteine sowohl im Militär- als auch im Zivilbereich erst vor kurzen bei den westlichen Produzenten eingekauft wurden. Das ändert sich nun aber rasant.“

Quelle
* Dies ist eine leicht gekürzte deutsche Übersetzung aus dem Russischen.
Weiter »

Casus Belli

3
Casus Belli
Ein russischer Blogger, der im Moment in Deutschland lebt, ist für seine Prophezeiungen bekannt.  Hier kommen seine Auslegungen über Europa vom 12. Juni.

---

Für jeden EU-Bürger ist das Problem der illegalen Massenmigration viel offensichtlicher, als das der Flüchtlinge. Der Flüchtlingsstrom ist dabei nur ein „Casus Belli“. Inzwischen kann man regelrecht beobachten, wie Knotenpunkte für zukünftige Gefechtshandlungen formiert werden.

Darüber hinaus werden Neuankömmlinge in der Regel als Aushilfe oder Reinigungskräfte angestellt. Somit haben sie Zugang zu Nebenräumen praktisch in allen Immobilien in der EU. Ich kenne zum Beispiel kein einziges Gebäude in München, wo es keine ausländischen Reinigungskräfte gibt. Und diese haben ja Master-Schlüssel zu Arbeitszimmern sogar in den Gebäuden, wo diverse Behörden sitzen.
Sicherheitsmäßig ist das natürlich eine Hölle. Ein Alptraum für jeden Sicherheitsdienst.

Soviel ich weiß, wurden einige „Divisionen“ bereits in die EU verlegt, darunter auch Sondereinheiten. Die „Offiziere“ steuern hybride Netzte, deren Mitglieder dann Waffenlager bzw. Verstecke usw. aufbauen.

Ich kann mir vorstellen, dass es bereits einen fertigen Plan der Eroberung der westlichen Welt gibt - als eine Art Aufmarschgebiet für den globalen Vergeltungskrieg in Europa.

Viele europäische Politiker verstehen diese Risiken sehr wohl und versuchen sich öffentlich von diesen Prozessen zu distanzieren. Das betrifft allerdings nicht aktive Führungspersonen: Bei diesen kann man keine Stabilisierungsversuche erkennen, ganz im Gegenteil, sie tun alles, um die Verlegung der aus aktiven jungen Leuten bestehenden Kerneinheiten aus Afrika bzw. dem Nahen Osten nach Europa zu beschleunigen.

Daraus kann man schlussfolgern, dass die führende Elite der EU sich unter dem Druck von gewissen (noch) unbestimmten Außenkräften befindet. Alternativ kann es sich um die Erpressung seitens einer gewissen Interessengruppe handeln. Das erklärt bestimmte Schritte der europäischen Elite,
aber auch Brexit und vieles andere, sogar die politische Stagnation in Europa.

Es ist durchaus vorstellbar, dass Europa von einer gewissen Gruppierung erpresst wird, und zwar mit etwas, was bereits bewiesen und bestätigt wurde. Dadurch wird die europäische Politik bei der Aufnahme von Flüchtlingen (was in der Realität, wie gesagt, Masseneinwanderung ist) gefügig gemacht.

Die Ausplünderung Westeuropas hat also begonnen, und die führende Elite besitzt keine Instrumente, um sich dem zu widersetzen.

Durchaus denkbar wären dabei einige (technische) „Überraschungen“, die zeitversetzt aktiviert und zum Massenmord in der europäischen Bevölkerung bzw. zur einer globalen Katastrophe in Europa führen können.  Wie auch immer wären mehrere „Divisionen“, die aus aktiven jungen Kämpfer bestehen, im EU-Gebiet  schon heute mobilisierbar.

Dabei haben europäische Armeen so gut wie keine Chancen zu siegen. Denn schwere Bewaffnung bzw. Massenvernichtungswaffen sind hier nicht zu gebrauchen. Andere Mittel stehen aber kaum zur Verfügung. Für Europa sieht es also düster aus.

Quelle
Weiter »

17 März 2018

Kurz vor dem großen Krieg?

4
Russland und USA in Syrien
Auf diversen russischen Foren / Portalen der politischen bzw. Militärthematik kursieren seit Wochen hartnäckige aber unbestimmte Gerüchte und Mutmaßungen über eine baldige Zuspitzung der Situation in bzw. um Syrien, die u.U. eine tragische Auswirkung auf die ganze Welt haben könnte. 

In den letzten Tagen und Stunden werden solche Mutmaßungen aber immer konkreter.

Hier kommen die Infos zusammengefasst:

18.03.2018, 15:48 (MZ)
Die griechische Online-Ausgabe dimpenews bestätigt frühere Informationen:

"
Der russische Stabschef wurde offiziell von den Vereinigten Staaten  darüber informiert, dass Pentagon in den nächsten 48 Stunden eine Militäroperation in Damaskus starten würde. Moskau
informierte Teheran darüber."

Darüber hinaus berichtet dimpenews, dass das syrische Militär in Damaskus mit der Evakuierung von einigen wichtigen Einrichtungen begonnen habe.
In der Zwischenzeit hätte der Iran, auf Antrag des russischen Militärs, während der Nacht offenbar um seine Küstenbatterie in Richtung des Persischen Golfes vorgerückt.


18.03.2018, 15:37 (MZ)
Wie regionale US-Medien berichten, wurden Lkw-Fahrer und Besitzer privater Fahrzeuge in North Carolina und Louisiana per Radio benachrichtigt, dass sie „keine Angst“ haben müssen und „nicht das Militär stören“ sollten.
Diese Meldung hängt mit gewissen "Übungen" zusammen, die am 17. und 18. März stattfinden. Dabei werden sehr viele Militärfahrzeuge auf der Strecke von 200 Meilen per Autobahnen verlagert.
Louisiana und North Carolina sind die Staaten an der Ostküste der USA. Die Militärtechnik bewegt sich zu den Häfen, wo sie auf Landungsschiffe geladen wird. Offiziell handelt es sich um "eine der größten Militärübungen seit Jahrzehnten.“

 
18.03.2018, 11:00 (MZ)
UNO-Mitarbeiter haben Damaskus umgehend zu verlassen.

18.03.2018, 10:40 (MZ)
Mehrere Netz-Berichte bestätigen die Information, dass die US-amerikanischen Stealth-Bomber B2 von der Whiteman Air Force Base gestartet sind.

Northrop B-2 Spirit ist ein amerikanischer schwerer strategischer Tarnkappenbomber, entwickelt von Northrop Grumman für den Durchbruch der verstärkten Luftabwehrsysteme und den Transport von konventionellen oder nuklearen Waffen.
Ternkappenbomber

18.03.2018, 07:30 (MZ)
Zusammensetzung der US-Marine-Gruppierung in der Region laut Angaben aus internationalen Sozialnetzen

Zusammensetzung der US Marine
Zum Vergrößern bitte anklicken

18.03.2018, 02:40 (MZ)
In den letzten Stunden wird in russischen Fachforen und
sozialen Netzen über die folgende Twitter-Meldung diskutiert:
Der russische Stabschef wurde offiziell von den Vereinigten Staaten  darüber informiert, dass Pentagon in den nächsten 48 Stunden eine Militäroperation in Damaskus starten würde. Moskau informierte Teheran darüber.
Im Moment konnte jedoch keine offizielle Quelle gefunden werden, die diese Information bestätigt. Dennoch deutet die Konzentration der Kräfte und Ressourcen in der Region darauf hin, dass diese Infos durchaus korrekt sein könnten.

18.03.2018, 00:40 (MZ)

Die griechische Seite ellinotourkika.eu präzisiert Infos über den bereits erwähnten Vorfall auf der russischen Luftwaffenbase Hmeimim: Nach griechischen Angaben gab es 2 Abfeuerungen von russischen Flugabwehrraketen.
Diese Online-Ausgabe liefert ebenfalls (angeblich die aktuellsten) Satellitenbilder der amerikanischen Flugzeugträgerkampfgruppe angeführt von USS Theodore Roosevelt (CVN-71) im Roten Meer.

Von der russischen Seite, so die Griechen, wären folgende Schiffe im Einsatz:  Fregatte "Admiral Essen", Fregatte "Admiral Grigorowitsch", Patrouillenschiff "Pytlivyj" (wörtlich "Wißbegierig"),  Ladungsschiff "Orsk". Weitere russische Schiffe wären den griechischen Quellen nicht namentlich bekannt. Die russische Gruppe soll jedoch aus mindestens 8-10 Schiffen sowie mindestens 6 U-Booten (2 davon: U-Boot-Projekt 971 "Schtschuka-B") bestehen.
Ob die U-Boote nukleare oder konventionelle Sprengköpfe tragen, ist den Griechen nicht bekannt. Nichtsdestoweniger fordern die griechischen Insider ihre Regierung auf, die NATO-Schiffe von den griechischen Häfen während der Zuspitzung der Situation fernzuhalten, sowie den  NATO-Flugzeugen zu verbieten, griechische Flughäfen und Flugplätze zu nutzen.


17.03.2018, 22:40 (MZ)
Russische und amerikanische Militärblogger diskutieren über die Zusammensetzung der US-Marine-Gruppierung im Mittelmeer: einige (3 bis 4) Schiffe dort sollen spezielle Ladungsschiffe sein. Die Anwesenheit solcher Schiffe vor der syrischen Küste verursacht bei den Amerikanern Besorgnis, dass die US-Armee eine Truppenlandung in Syrien planen könnte.

17.03.2018, 21:40 (Moskauer Zeit, MZ)

Wie halturnerradioshow berichtet, empfangen US-Amateurfunker auf der Frequenz 8992.0 das Codesignal "Emergency Action Message", das vom Pentagon an militärische Einrichtungen auf der ganzen Welt geschickt wird. Niemand weiß, was das in Friedenszeiten bedeutet.

17.03.2018, nachmittags
Nach unbestätigten Infos aus sozialen Netzen wurden im Bereich des russischen Luftwaffenstützpunkts Hmeimim in der Provinz von Latakia mehrere Abfeuerungen von Luftabwehrraketen beobachtet. In der gleichen Gegend wurden anschließend Explosionen gehört. Das könnte den Abschuss eines unbekannten Objekts mit den russischen Raketen bedeuten.
Wahrscheinlich wurde dabei eine Aufklärungsdrohne zerstört.
Weiter »

03 März 2018

Kriegsvorbereitungen in Europa auf Hochtouren

1
Vorbereitungen auf den Krieg in Europa

Die USA haben in Europa bereits ihre logistische Kapazität für eine Truppenstärke von bis zu  300 000 Soldaten erreicht.

Laut Alexander Fomin (stellv. Verteidigungsminister Russlands), werden vermehrt US-Truppen nach Europa verlegt. Ebenfalls werden neue Waffenlager und Logistik-Zentren errichtet. Auch wurden in Europa bereits acht neue Koordinationszentren für die zusätzlichen Truppen errichtet.

Darüber berichtet heute die russische Presseagentur RIA.

Auf russischen Internet-Seiten findet man viele Augenzeugen-Berichte aus den Vereinigten Staaten, die bezeugen, dass in den letzten Monaten ein reges Treiben in vielen amerikanischen Waffendepots herrscht : Panzer, Kanonen und anderes Kriegsmaterial werden zügig "entmottet" und in Richtung Atlantik-Häfen verlagert.

Quelle

Hier ist ein Video dazu:
UP 13.07.2018: nicht mehr auf Youtube vorhanden.
Weiter »

23 Januar 2018

Überlebenskunst: Mit der Waffe in der Hand

2
Mit der Waffe in der Hand
Die ersten Postings dieses Blogs wurden dem Thema Überlebenskunst gewidmet.

Aber eigentlich ging es dabei um die Methoden, wie man sich selbst und seine Familie retten kann. Strenggenommen waren das also eher Rettungsmethoden.

Das Original-Manuskript des russischen SE-Offiziers a.D. hat aber zugegebenermaßen ein weiteres, abschließendes Kapitel, das vor einem Jahr nicht übersetzt wurde.

Im Laufe der vergangenen Monate habe ich aber mehrere Kommentare und Zuschriften von deutschen Lesern bekommen, die mich langsam umstimmten. Deswegen kommt hier doch die Übersetzung des letzten Kapitels.
---

Sie wollen also doch kämpfen. Mit der Waffe in der Hand. Diesen Wunsch bekommt man oft, spätestens nachdem man sich lange verstecken und beugen mußte. Nachvollziehbar. 

Aber als Erstes sollte man sich das Wichtigste einprägen: der Krieg ist ein Mannschaftsspiel. Also müssen Sie sich gut überlegen, in welchen Reihen Sie kämpfen wollen. Sie müssen sich unbedingt für eine Seite entscheiden. Nochmals: allein zu kämpfen ist sinnlos, denn ein Krieg besteht nicht nur aus Gefechten, sondern auch aus Munitionstransporten, Planung, Verpflegung usw. Dabei muß man bereit sein, ganz klein anzufangen, und selbst die schmutzigste Arbeit auf Befehl zu machen. Schützengräben auszuheben ist keine unwürdige und keine allzu schmutzige Aufgabe, davon muß man ausgehen.

Als Nächstes sollten Sie die Hoffnung aufgeben, dass die Zugehörigkeit zu einer Einheit Ihnen mehr Klarheit im Leben verschafft. Das wird nicht passieren.

Innerhalb jeder Truppe geht es eigentlich immer recht chaotisch zu. Die meisten Offiziere sind dickköpfig, und zwischen Ihren Regimentskameraden entdecken Sie sehr bald eine Menge psychisch instabile und kampfbesessene Menschen. Das ist normal, jedenfalls unter diesen Umständen.

Nun haben Sie sich umgesehen und füllen sich gescheiter als die anderen? Dann haben Sie ein Problem. Am besten schalten Sie Ihr Gehirn so schnell es geht aus, solange es noch nicht zu spät ist. Danach tun Sie genau das, was Ihnen befohlen wird. Selbst wenn der Befehl offensichtlich dumm ist. Keine Improvisationen, alles nur nach Vorschrift und nach Kommando. Ein heller Kopf des Rekruten generiert ausschließlich Strapazen.

Wurden Sie von Offizieren oder Kameraden angeschrien? Werden Sie bloß nicht bissig! Sie haben Glück gehabt, denn jemand kümmert sich ja schließlich um Sie. Wenn man im Gefecht angeschrien wird, ist das immer noch besser als angeschossen zu werden. Und so was kann durchaus passieren. Kampfhandlungen können intensiv sein, und Eigenbeschlüsse sind dabei keine Seltenheit.

Jetzt zur Waffe: immer sichern! Erst entsichern, wenn Sie zu schießen beginnen, oder wenn Sie im Spähtrupp sind. Aber bis Sie zum Spähtrupp gehören, vergeht wohl sehr viel Zeit. Falls Sie entdecken, daß ein schlampiger Kamerad mit einer entsicherten Waffe neben Ihnen marschiert, sagen Sie es ihm. Aber nur sagen, und zwar ganz ruhig, nicht seine Waffe anfassen! Wenn Sie danach zum Teufel geschickt werden, dann nehmen Sie das halt hin. Alternativ können Sie den Vorfall dem Unteroffizier melden. Das möchte aber gut überlegt sein. Einerseits sterben viele Kämpfer wegen der ungesicherten Waffe eines nachlässigen Kameraden, andererseits kann der vom Unteroffizier bestrafte Mitkämpfer allzu nachtragend sein, was für Sie tragische Folgen haben kann. Ich würde lieber selbst darauf bestehen, daß der Kamerad seine Waffe sichert.

Nie auf Andere zielen! Weder zum Spaß, noch mit einer gesicherten Waffe. Nicht einmal mit dem abgenommenen Patronenmagazin. Dieser „Spaß“ wird sehr hart bestraft.

Der Sicherungshebel an der Kalaschnikow hat drei Positionen: gesichert, automatisches Feuer, Einzelfeuer. Wird die MP in der Hektik entsichert, dann wird der Sicherungshebel mit großer Wahrscheinlichkeit bis zum Anschlag nach unten also in die Einzelfeuerposition, geschoben. Das wurde absichtlich so gemacht, damit der in Panik verfallene Soldat sein Patronenmagazin nicht sekundenschnell entleert und schutzlos bleibt. Nur damit Sie das wissen.

Übrigens, der MP-Sicherungshebel rasselt entsetzlich. Wenn also die MP geräuschlos entsichert werden soll, dann ziehen Sie den Hebel ein bißchen zur Seite, bevor Sie ihn bewegen.

Studieren Sie die Schußtafel für Ihre Waffe. Die Kugel fliegt nicht geradeaus, sondern ballistisch, also mal höher mal niedriger. Deswegen muß man Schußtafeldaten gut kennen, aber auch die Zielentfernung sollten Sie möglichst genau einschätzen können. Der Wind beeinflußt ebenfalls die Flugbahn der Kugel.

Wenn Sie die Möglichkeit bekommen, eine Waffe auszuwählen, dann nehmen Sie das, was auch Ihre Kameraden haben. Munition ist schwer, geht aber im Gefecht (besonders in der Stadt) schnell aus. Das gleiche Kaliber wie bei den Mitkämpfern kann dann sehr vorteilhaft sein. Ist ein Kamerad tot, dann seien Sie nicht zu zimperlich, und nehmen Sie seine Munition mit. Darüber sollten Sie aber vorab Ihren Unteroffizier informieren.

Haben Sie eine individuelle Gefechtsaufgabe bekommen, dann nehmen Sie die MP mit maximal 360 Patronen in 12 Magazinen mit. Die restliche Munition gehört in den Rucksack, und zwar in Kartons. So reduzieren Sie das Gesamtgewicht. Die an der Brust und auf dem Rücken plazierten Patronenmagazine stellen übrigens eine gute Panzerung dar.

Im Krieg stirbt man am häufigsten an Splitterverwundungen. Vor kleineren Splittern schützt Sie aber eine Wattejacke durchaus. Zum Halsschutz immer den Kragen hochstellen.

Eine Panzerweste ist natürlich ideal, auch wenn sie ganz alt und strapaziert ist. Aber glauben Sie bloß nicht, dass die von der Panzerweste abgefangene Kugel harmlos ist. Auch sie kann einen verheerenden Schaden anrichten. Der Rippenbruch ist auf jeden Fall fast vorprogrammiert. Vielleicht auch die Zerreißung innerer Organe. Also kein Loch im Körper ist noch lange kein Grund für den Optimismus. Manchmal wäre ein Loch sogar besser.

Granatwerfer nie anfassen! Man muß damit viel Erfahrung haben. Überlassen Sie das lieber den geübten Kameraden.

Bei den Menschen, die bereits mehrere Tage auf der frischen Luft verbrachten (z.B. in der Schanze oder im Schützengraben), spitzt sich der Geruchssinn merklich zu. Wenn Sie also rauchen, können Sie vom Feind von bis zu 100 Meter Entfernung buchstäblich ausgeschnüffelt werden. Also lieber mit dem Rauchen aufhören.

Immer wenn Sie glauben etwas Verdächtiges gehört zu haben, bleiben Sie stehen und halten Sie Ihre Gruppe an und verlangen Sie absolute Stille. Lauschen Sie dann ohne Eile. So müssen Sie auf ausnahmslos jedes verdächtige Geräusch reagieren. Dabei nie aufrecht stehen, wenn Sie stehenbleiben. In diesem Fall immer aufs Knie sinken oder sich auf den Boden hinlegen. Diese Prozedur ist mühsam, rettet aber das Leben. Falls jemand nicht mitmacht, einfach dazu zwingen.

Finger weg vom Abzug! Selbst wenn die Waffe gesichert ist.

Auf dem Marsch kreuzen Sie die Hände auf der Brust und legen Sie die MP oben drauf. So geht es leichter.

Auf dem Posten nicht schlafen. Sonst werden Sie nicht nur von Feinden gern erschossen. Während des Krieges gab es dafür in der Roten Armee offiziell Todesstrafe. Heute gibt es sie auch, nur inoffiziell.

Pinkeln kann (und sollte) man auf Knien. Scheißen gehen Sie immer nur zu zweit.

Niesen nur lautlos.

Je langsamer man läuft, desto schneller stirbt man.

Die Effizienz der Granate ist überschätzt. Es gibt durchaus Fälle, wo eine Granate in einem engen Raum explodiert, die Anwesenden kommen aber nur mit leichten Prellungen davon.

Den Granatenvorstecker mit Zähnen zu ziehen gibt es im Kino. Das geht nur mit den Fingern.

Die Teilnahme an einer Säuberungsoperation bedeutet, daß Ihr Tod jede Sekunde ganz in der Nähe ist. Darum immer zu zweit agieren: zuerst Ihre Granate, dann Sie. Die Granate nie in den Raum hineinwerfen, immer nur hineinrollen. Idealerweise sogar „zu dritt“ handeln: die erste Granate eingerollt, Explosion, die zweite Granate eingerollt - aber unentsichert. Denn diejenigen, die noch am Leben sind, müssen ja Reaktion zeigen.

Jede abgeschlossene Tür ist unantastbar, denn sie kann vermint werden. Schubläden nicht anfassen, Elektrogeräte nicht einschalten. Grundsätzlich nichts berühren. Jedes Ding kann vermint sein. Das betrifft auch die Tür des Kühlschranks und den Klodeckel.

Hinter einem Teppich oder Klamotten an der Wand kann sich eine Bresche befinden. Wenn Sie also meinen, daß Sie in einem abgeschlossenen Raum allein sind, kann das durchaus eine falsche Annahme sein. Immer daran denken.

Aus einem Kleiderschrank können Sie eine Katze miauen hören. Das bedeutet lediglich, dass die Katze bereits zum Tode verurteilt wurde. Der Schrank ist vermint und darf nicht aufgemacht werden. Entminen gibt es bei der Stadtsäuberung nicht. Alle verdächtigen Stellen werden schlicht gesprengt. Solche Momente sind immer schwierig, aber so ist es halt...

Noch schlimmer: Sie müssen bereit sein, Zivilisten abzuknallen, wenn diese Sie gesehen haben. Selbst wenn das Frauen oder Kinder sind. Wollen Sie diese „Alternative“ ausschließen, bewegen Sie sich möglichst unbemerkt.

Bei Verwundungen gibt es viel Blut. Das Blut kommt aber (hauptsächlich) entweder aus einer Vene oder aus einer Arterie. Das macht normalerweise einen großen Unterschied bei der Behandlung aus. Nicht aber während des Gefechts.

Mit der Venenblutung wird der Kamerad möglicherweise einige Stunden aushalten können, mit der arteriellen Blutung dagegen stirbt er in wenigen Minuten. Die Ärzte werden mich verfluchen, aber ich sage es trotzdem: die Abschnürbinde einfach oberhalb der Wunde anlegen und den verwundeten Kämpfer in Ruhe lassen, solange Sie noch kämpfen. So hat der Kamerad wahrscheinlich ca. eine Stunde, um sich zurechtzufinden, oder abzuwarten, bis Sie ihm weiter helfen können.

Die Abschnürbinde muss immer da sein. Nicht im Rucksack, immer bei der Hand, am besten direkt am Kolben. Besser noch: zwei Abschnürbinden!

Nun was die Medizin betrifft.
Immer diejenige Arznei vorrätig bei sich haben, die Sie auch sonst brauchen. Aber dazu noch unbedingt: drei Abschnürbinden, eine Menge Stoffbinden, Schere, Nahtmaterial, schmerzlindernde Mittel, Desinfektionsmittel.

Ein Muß ist ein scharfes Antibiotikum, genauso wie scharfe entzündungshemmende Mittel. Das bekommen Sie aber nicht in der Apotheke. Also frühzeitig daran denken. Arzneimittel als Lösungen wirken merklich besser, also am besten Ampullen und Spritzen im Verbandskasten haben.
Aktivkohle ist ebenfalls sehr zu empfehlen. Der Krieg ist nicht jedermanns Sache, und diese Erkenntnis kommt manchmal als Erstes eben über den Magen-Darm-Kanal...

----------
Andere Tips des russischen Offiziers finden Sie hier
Weiter »

31 Oktober 2017

Biologischer Krieg gegen Russland?

3
Biologische Proben in RusslandWährend der gestrigen Sitzung des russischen Rates für Menschenrechte hat Wladimir Putin eine durchaus sensationelle Erklärung gemacht:

„Es gibt gewisse Organisationen, die das biologische Material unserer Bürger im ganzen Land sammeln, und zwar in verschiedenen ethnischen und geographischen Gemeinschaften der Russischen Föderation. Es stellt sich nun die Frage, wozu diese gezielte und professionelle Arbeit geleistet wird. Wir stehen damit eindeutig im Mittelpunkt des großen Interesses. Aber wir brauchen natürlich keine Angst zu haben. Sie können machen, was sie wollen. Wir müssen jedoch das tun, was zu tun ist.“

Eigentlich wird das Biomaterial von Wissenschaftlern und Forschern auf der ganzen Welt gesammelt, aber dabei geht es meistens nicht um menschliche Proben. Allerdings haben diverse Massenmedien bereits vor einigen Monaten berichtet, dass Pentagon beabsichtigt, Proben der Ribonukleinsäure (RNS) von europoiden Russen zu kaufen. Das Ziel solcher Einkäufe ist unklar. In den Medien gab es lediglich Hinweise auf einen nicht näher definierten Vertrag der US-Luftwaffe, der angeblich auf der Webseite der amerikanischen Regierungskäufe zu finden war.

Nach der Expertenmeinung sind das alles äußerst besorgniserregende Signale.

Der FSB-General a.D. Alexander Michajlow:

„Das Thema ist durchaus ernst zu nehmen. Und die Tatsache, dass der Präsident dieses Thema nun öffentlich artikuliert, bedeutet, dass entsprechende Aktivitäten nun in eine aktive Verwirklichungsphase übergehen.

Die Theorie der Züchtung einer neuen Rasse ist nicht neu. Damit beschäftigte man sich auch früher, zum Beispiel in dem faschistischen Deutschland. Hier geht es aber - aller Wahrscheinlichkeit nach - um die Schaffung eines Systems der Einwirkung auf den Menschen auf der zellulären bzw. Chromosomenebene.

Der Begriff der „rätselhaften russischen Seele“ ist ja im Westen seit langem geläufig. Die Seele ist aber immateriell. Dagegen stellt eine biologische Probe ein durchaus realistisches Werkzeug zur Beeinflussung des menschlichen Körpers dar.

Es ist nämlich kein Geheimnis, dass es Rassen gibt, für welche gewisse Bedingungen tödlich sind.
Zum Beispiel ist der Alkohol für manche nördliche Völker schädlich, weil er in ihren Körpern nicht abgebaut wird. Also ist die Gefahr wirklich da. Wenn jemand möchte, den Krieg auf dem genetischen Niveau zu führen, dann kann das Sammeln von Bioproben kolossale Verluste für die Gegenseite verursachen.

Die Erklärung des Präsidenten soll als eine wichtige Vorwarnung an Amerikaner interpretiert werden.
Denn wir passen ja auch auf, und solche Forschungen sind auch in Russland möglich. Dabei ist die Frage noch offen, wessen Forschungsergebnisse effektiver sind, wenn es mal hart auf hart kommen sollte."

Quelle
Weiter »

24 Oktober 2017

Gefährlicher Mobilisierungszirkus

17
Mobilmachung der NATO
In der letzten Zeit stößt man öfters auf Nachrichten darüber, dass die NATO ihre Aktivitäten an Russlands Grenzen verstärkt und dort immer mehr Eingreifkräfte mobilisiert.

Auch Augenzeugenberichte bestätigen eine rege Mobilmachung an den russischen Grenzen. Das sind vor allem russische Autoreisende im Grenzverkehr, die manchmal darauf regelrecht angewiesen sind, langsam fahrende NATO-Transportpanzer auf baltischen oder polnischen Autobahnen zu überholen oder sogar die in Straßengraben liegenden bewaffneten NATO-Soldaten im Vorbeifahren aus nächster Nähe zu betrachten.

Meistens haben aber solche Augenzeugenberichte eher einen ironischen Charakter. Denn die Russen absolvieren ihre Prüfungen in Granatenwerfen oder MP-Zerlegen/Zusammensetzen/Schießen noch in der Schule. Darum lösen bei ihnen die NATO-Soldaten, die in estnischen Straßenrandpfützen mit Hörnern aus Fichtenästen theatralisch ausliegen, nur Schmunzeln und vielleicht ein bisschen Mitleid mit den so plötzlich verrückt gewordenen Nachbarn aus.

Aber was gutmütige russische Bürger so leicht nehmen, muss sich nicht unbedingt auf die politische und militärische Führung Russlands erstrecken. Was der Kreml von dem ganzen Mobilisierungszirkus im Detail hält, kann man ja nicht wissen. Man kann aber zum Beispiel das Buch vom Marschall Schaposchnikow „Das Hirn der Armee“ aufschlagen. Seit vielen Jahrzehnten gilt nämlich diese fundamentale Abhandlung des anerkannten "Lehrers der Generalstabsoffiziere" als eine meisterhaft formulierte und bei weitem zeitlose theoretische Grundlage für das Funktionieren der Armee.

Ein wichtiger Teil der Schaposchnikow-Lehre ist eben die Theorie der Mobilmachung. Der Marschall definiert den Begriff der Mobilisierung einfach und genau. Nach Schaposchnikow hat jede Mobilisierung – ganz kurz gefasst – folgende Merkmale:
- die Mobilisierung ist immer zeitlich begrenzt und muss ein vorbestimmtes Ende haben
- das Ende der Mobilisierung ist der Anfang des Krieges
- die Mobilisierung ist kein politisches Instrument, d.h. damit darf man nicht spielen, denn sie wird von der Gegenseite immer nur ernst genommen
- die Mobilisierung darf man nicht teilweise durchführen: einmal damit angefangen, muss man sie bis zum Ende führen.

Die Auslegung seiner Mobilisierungstheorie beendet Schaposchnikow unzweideutig: "Mobilmachung ist Krieg, und eine andere Deutung ist für uns undenkbar".

Das meinte also der Lehrer der russischen Generalstabsoffiziere. Was die Lehrer der NATO- Generalstabsoffiziere dazu meinen, ist leider nicht bekannt. Bleibt nur zu hoffen, dass sie mindestens welche hatten, aber im Moment sieht es leider gar nicht danach aus.
Weiter »

07 März 2017

Überlebenskunst: Flucht aus der Stadt (Teil 1)

0
Eine umkämpfte Stadt verlassen


Nun haben Sie sich entschlossen, die Stadt zu verlassen.
 


Dabei besteht Ihr Hauptproblem darin, dass die Stadt entweder blockiert oder umkämpft wird.
Sollten Sie – aus welchem Grund auch immer – den Moment der anfänglichen aktiven Schießerei verpaßt haben, dann haben Sie Pech gehabt. Verloren sind Sie jedoch noch nicht.

Es gibt ja nämlich immer einen Weg aus der Stadt heraus. Dabei unterscheidet man prinzipiell zwischen zwei Etappen:
Erstens: Ihre Route innerhalb der Stadt. Und Zweitens: das Passieren der Absperrung.

Große Städte sind in der Regel von Ringstraßen umzingelt. Und gerade das wird für Sie nun zum Problem. Schützenpanzer brauchen nur ein paar Stunden, um die Stadt lückenlos zu blockieren.
Ist das bereits passiert, dann versuchen Sie unter keinen Umständen „unbemerkt durchzuschleichen“.
Solche Versuche werden von den Kämpfern grundsätzlich als „unregelmäßige Aktivitäten“ eingestuft, die während Kampfhandlungen unverzüglich mit einem Feuerstoß beseitigt werden.
Also gehen Sie auf die Kontroll-Passierstelle zu und zeigen dabei unmißverständlich die Absicht sich zu ergeben.

Aber bis dahin haben wir ja noch einen langen Weg vor uns...
Und nochmals: Sie bewegen sich nur zu Fuß, nicht mit dem Auto fahren!!! Jedes Fahrzeug wird in der Stadt beschossen, und zwar garantiert.

Also, was nehmen wir denn mit auf den Weg? Vor allem den Rucksack mit Sachen, die man zum Überleben braucht (hauptsächlich Essbares). Dann – idealerweise – Waffen (eine Kalaschnikow + Pistole). Dann brauchen Sie noch eine andere Tasche mit dem gleichen essbaren Vorrat wie im Rucksack, aber in einem viel kleineren Umfang. Die Tasche möglichst nah am Leib anbringen und nicht unnötig abnehmen.
Ganz wichtig: Juwelierwaren unbedingt mitnehmen, aber getrennt platzieren, am besten in die Unterhose einpacken.

Dann ein weißes Laken um den Rucksack winden und fixieren. So wird jeder Kämpfer, dem Sie begegnen (und davon wird es eine ganze Menge sein), Sie eher als einen Zivilisten definieren. Darum werden Sie nur durchs Visier beobachtet, der Hahn wird aber nicht abgedrückt.

Natürlich wäre es falsch, mitten auf den Straßen zu laufen. Andererseits versuchen Sie bloß nicht, sich a la Schwarzenegger mit dem Matsch zu tarnen. So machen Sie sich zu einer Zielscheibe, wie jedes andere verdächtige Objekt.
Also keine Tarnung.

Sie sind ein Zivilist, und das weiße Laken auf Ihrem Rucksack ist faktisch die weiße Flagge, die Sie vor der Kugel schützt.

Bitte geben Sie sich Mühe, um möglichst „uninteressant“ zu erscheinen – jeder Kämpfer muss sofort verstehen, dass Sie nur ein Flüchtling sind.

Die Waffe haben Sie ja bei sich. Diese sollten Sie aber verstecken.
Die (aufgezogene) Pistole gehört in der Jackentasche.
Falls Sie eine MP haben, dann zusammenklappen und unter der Jacke verstecken.

Kein sperriges Gepäck auf der Brust festmachen, denn falls Sie beim Beschuss auf den Boden fallen müssen, macht dieses Gepäck Sie zu einer etwas hervorgehobenen und somit „besseren“ Zielscheibe.

Wenn Sie sehen, dass sich ein Kämpfer Ihnen nähert, dann bleiben Sie sofort stehen und verhalten Sie sich ganz ruhig. In diesem Gefecht haben Sie keine Chancen, denn mehrere Kameraden des Kämpfers betrachten Sie durch Visiere.

Wahrscheinlich will der Kämpfer nur Ihren Rucksack etwas ausschlachten, denn zum Abknallen hat er ja mehr als genug Zeit gehabt.
Will er den ganzen Rucksack, geben Sie ihm diesen ruhig. Er wird Ihnen sowieso spätestens am nächsten Checkpoint weggenommen. Aber bestehen Sie unbedingt darauf, das Laken und ggf. die kleine Tasche zu behalten.
Das ist ein psychologischer Trick: wer das Größere bekommt, der kann auch schon mal auf das Kleinere verzichten. Zumal sollte diese Option mit dem Rucksackverlust eigentlich vorab geplant haben…

Hier geht es weiter

Quelle
Weiter »

15 Februar 2017

Überlebenskunst: die ersten Tage

5
Wie überlebt man in eigener Wohnung

Praktische Tipps eines russischen SE-Offiziers a.D. zum Überleben während eines Krieges. (Übersetzung aus dem Russischen)


Ausgangssituation: Krieg oder Bürgerkrieg in einer Großstadt

...Die Situation kann sich unterschiedlich entwickeln, aber Ihr Hauptziel besteht zunächst darin, die ersten zwei Wochen zu überstehen und sich zurechtzufinden. Das heißt aber nicht, dass man sich diese zwei Wochen zu Hause verstecken soll. Andererseits sollte man auch möglichst nicht auffallen.

Sie müssen sich nun Ihres neuen Ziels bewusst sein. Und das Ziel ist das eigene Leben zu retten und Kräfte zu schonen. Und bitte immer daran denken, dass die Hölle, in die Sie geraten sind, immer (mehr oder weniger) aus drei Etappen besteht:
Lokale Zusammenstöße, vollwertiger Krieg, Landzerfall.
Das sage ich nur deswegen, damit Sie eine sehr wichtige Sache begreifen, die sonst öfters vergessen wird: Richten Sie sich immer nach der konkreten Situation. Es darf aber keine Spontaneität geben, nur der gesunde Menschenverstand!

Eine Schießerei auf der Straße ist noch lange kein Grund zur Panik.
Selbst wenn in Ihrem Haus eine provisorische Sanitätsstelle eingerichtet wird, oder wenn Sie im Hof Kämpfer mit einem Granatwerfer vorfinden, bedeutet das noch nicht, dass Sie sofort fliehen müssen (obwohl ein Granatwerfer Sie schon etwas nachdenklich stimmen soll, denn er ist grundsätzlich ein beliebtes Angriffsziel).

Also nochmals das Wichtigste: Schießerei und Leichen sollen Sie nicht mehr beeindrucken, denn chaotische Versuche „wohin auch immer“ wegzurennen können Sie das Leben kosten.
Keine Hektik, keine Panik. Versuchen Sie lieber zu verstehen, wer genau auf wen und mit welchem Zweck zielt.

In der Stadt

Wenn Sie Ihre neue Situation eingehend genug analysiert haben und zum Schluss gekommen sind, doch zu fliehen, dann wägen Sie bitte zuerst Ihre Chancen ab.

Die Überlebenschancen sind in Metropolen grundsätzlich minimal.
Denn in Großstädten werden die Lebensmittelvorräte sofort knapp, und bei Unruhen wird sich niemand um eine geregelte Ausgabe / Verteilung kümmern.
Lebensmittel gibt es in der Stadt nur in Läden und Großhandelslagern. Aber diese Stellen können Sie sofort vergessen, denn Kämpfer bzw. Plünderer werden dort viel schneller als Sie ankommen.
Zu kaufen gibt es Lebensmittel bestenfalls nur am ersten Tag der Unruhen. Danach werden Geschäfte geschlossen, die Nahrungsmittel werden vom Personal ausgeplündert.

Selbstverständlich müssen Sie genug Wasser und Essen im Vorrat haben. Mit Wasser wird es noch schlimmer aussehen, als mit den Nahrungsmitteln. Ganz wichtig – den Behälter am Klosettbecken nicht vergessen!
Auf keinen Fall Wasser aus dem Behälter rauslassen! Das ist ganz normales Leitungswasser. Damit können locker eine ganze Woche durchhalten.

Noch etwas Wichtiges: bei jeder Möglichkeit zur nächsten Tankstelle laufen und Sprit in Kanistern tanken. Der Kraftstoff ist extrem wichtig, wenn man bedenkt, doch in der Stadt zu bleiben. Aber Kanister bitte nicht zu Hause aufbewahren, denn die Dämpfe sind ja hoch entflammbar. Am besten ein Depot auf dem Deckboden einrichten. Eine Lagerstelle im Keller passt eher weniger, denn dort werden sich Menschen vor Beschuss retten.

Nun zum nächsten Punkt: grundlos töten wird man Sie wohl kaum.
Im Kriegszustand vergeudet niemand Munition, um Menschen ohne Waffen abzuknallen. Natürlich ist das kein Grund, um unbesorgt in der Gegend zu laufen, aber dennoch können Sie sicher sein, daß Sie keine Zielscheibe ersten Grades sind. Erfahrungsgemäß ignorieren Kämpfer die lokale Bevölkerung, jedenfalls solange heftig gekämpft wird.
Klar kann man eine verirrte Kugel - besonders im Dunkeln - nie ausschließen, ansonsten hält sich die Gefahr erschossen zu werden in Grenzen.

Nicht vergessen: meiden Sie immer Rundfunk- und Fernsehanstalten, sowie andere Infrastrukturobjekte.

Wenn Ihre Wohnung bewaffnete Männer betreten und sagen, dass es hier ab sofort eine Maschinengewehrposition gibt, dann kurz zustimmen und abhauen.
Vergessen Sie die Wörter wie „Privateigentum“, „nicht einverstanden“ usw., denn als Rückmeldung auf den Einspruch kommt sehr wahrscheinlich eine Kugel in den Stirn.
Hauen Sie am besten ab, selbst wenn man darauf nicht besteht. Denn eine Maschinengewehrstelle ist ein äußerst begehrtes Ziel der Gegenseite.

Meiden Sie auch die Krankenhäuser.

Beide Seiten werden versuchen, das Krankenhaus zu besetzen. Es ist immer ein strategisches Ziel.
Dementsprechend wird dort in der Gegend viel geschossen. In der Regel werden die Krankenhäuser auch gebombt, denn die Autoren der Genfer Konvention trifft man ja in den Kriegsgebieten eher selten.

Nochmals: vergessen Sie, daß Sie Privateigentum haben. Das haben Sie nicht mehr.
Von dieser Erkenntnis hängt Ihr Leben jetzt direkt ab.

Töten muss man nur, wenn jemand Ihr Essen oder Wasser beansprucht.
Alles andere ist unwichtig.
Wenn Sie es schaffen, Ihr Auto gegen eine Maschinenpistole zu tauschen (z.B. im nächsten Polizeirevier), dann haben Sie viel Glück gehabt. Auch wenn es sich um ein Tauschgeschäft Mercedes gegen Kalaschnikow mit 2-3 Magazinen handelt. Das Auto brauchen Sie ja sowieso nicht mehr. Aus der Stadt können Sie damit definitiv nicht fliehen, beschossen werden Sie aber im Wagen ganz bestimmt.


Solange Sie in der Stadt sind, empfehle ich keine Tarnkleidung zu benutzen, um keinen „Iniziativschuß“ zu provozieren.

Also, wo sind wir nun...
Wir gehen von Straßenkämpfen in unserer Stadt aus.
Wir haben uns entschlossen, situationsbedingt oder taktisch in der Stadt zu bleiben, obwohl diese Entscheidung fast immer eine schlechtere ist.

Jetzt mal kurz zusammengefasst: Geschäfte plündert man schon ab dem zweiten Tag, Waffen sind bei der Polizei zu besorgen, etwas Wasser gibt es im Behälter am Klosettbecken, Sie haben kein Privateigentum mehr, der bewaffnete Man hat immer recht, Sie müssen immer dort verschwinden, wo Kämpfer erscheinen, jede Person in Tarnkleidung wird zum Kämpfer (auch ungewollt), Spritvorrat ist ein Riesenvorteil für Sie (fungiert notfalls als eine Art Ersatzwährung genau so gut wie Waffe bzw. Munition), Infrastrukturobjekte immer meiden...

Und jetzt noch ein Tip:

Nie ziellos herumlaufen. Ganz besonders – nie „mal schauen, was los ist“.

Im Stadtkampf werden die meisten Operationen „still“ durchgeführt. Denn das sind ja in der Regel Aufklärungs- bzw. Diversionsaktionen. Also werden Sie von jeder Aufklärungstruppe, die Sie im Blickfeld bekommt, einfach vernichtet.

Kämpfer, die mit dem Finger drohen und weiter laufen, gibt es nur im Kino. In der Realität werden Sie an der Stelle gemessert. Denn das Fehlen der Zeugen ist die Grundbedingung fürs Überleben der Kämpfer und den Erfolg der Operation. Mehr noch. Jede Kampfgruppe wird Sie garantiert abknallen, allein deswegen, daß Sie ihre Position nun bereits kennen. Dieses Wissen wird Sie das Leben kosten.


Also, wenn Sie von fern Kämpfer sehen, die Sie freundlich heranwinken, dann sind Sie bereits ein toter Mann, es sei denn, Sie schaffen es noch, sofort wegzulaufen, was die Beine können. Nochmals: Kämpfer können durchaus freundlich aussehen, lächeln und sogar Hilfe anbieten. Aber sobald Sie sich nähern, ändert sich die Situation für Sie dramatisch.

Hier geht es weiter
Weiter »

© Copyright

Blog Russischer Funker, www.rusfunker.com, 2017-2026. Unautorisierte Nutzung von Inhalten oder Teilen der Inhalte aus diesem Webblog ist ohne eine schriftliche Zustimmung des Autors nicht gestattet. Auszüge können hingegen genutzt werden, jedoch nur mit einer eindeutigen Nennung der Quelle. Diese muss folgendermaßen stattfinden: Nennung des Autors, der Website inklusive einem Link zum Original-Artikel.