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21 September 2021

Bennetts Hoffnung

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Bennett


Während einer Sitzung der interministeriellen Kommission zur Bekämpfung des Coronavirus äußerte Premierminister Naftali Bennett die Hoffnung, dass die Eltern geimpfter Kinder Druck auf die Eltern ungeimpfter Kinder ausüben würden:

"Ich möchte, dass sich die Eltern gegenseitig zanken. Ich möchte, dass Eltern, die ihre Kinder haben impfen lassen, Druck auf die Eltern ausüben, deren Kinder nicht geimpft sind."

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06 September 2021

Israel: Vierte Impfdosis in Vorbereitung

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Vierte Impfdosis in Vorbereitung
Während 2,5 Millionen Israelis eine dritte Dosis erhalten haben, erwartet nun der jüdische Staat die Fortsetzung seiner Impfkampagne.


Der israelischen Coronavirus - Kommissar rief am Samstag, dem 4. September, dazu auf, sich auf die Verabreichung einer vierten Dosis des Impfstoffs gegen Covid-19 vorzubereiten. "Das Virus ist da und wird es auch weiterhin geben, wir müssen uns auch auf eine vierte Injektion vorbereiten", warnte Professor Salman Zarka gegenüber dem Radiosender Kan.

Dann setzte der Professor fort: "Wenn man über den Rückgang von Impfstoffwirkung und Antikörperzahl nachdenkt, scheint es, dass wir alle paar Monate – vielleicht einmal im Jahr, alle fünf oder sechs Monate – eine neue Injektion brauchen“, berichtet The Times of Israel. "Das wird von nun an unser Leben sein", warnte er, ohne anzugeben, wann diese vierte Injektion gestartet werden könnte.

Die Delta-Variante mischt die Karten neu. Mittlerweile sind in Israel fast alle Virus-Varianten repräsentiert, obwohl dieser Staat eines der ersten Länder der Welt den Großteil seiner neun Millionen Einwohner umfassenden Bevölkerung impfen lassen hat. Israel hat in den letzten Wochen eine Kampagne für eine dritte Dosis gestartet, um die Immunantwort von Menschen zu stärken, die seit mehr als sechs Monaten geimpft sind. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums haben mehr als 2,5 Millionen Menschen diese Auffrischungsdosis bereits erhalten.

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18 August 2019

Lernen durch Handeln

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Migranten in Israel

Zwei wohlhabende Juden aus Brooklyn kauften mehrere Wohnungen in direkter Nachbarschaft zum privaten Haus der Richterin des Obersten Gerichts von Israel, Esther Hayut, wo sie nun Infiltranten aus afrikanischen Ländern ansiedeln wollen.

Nach Informationen des Fernsehsenders "Keshet" werden zunächst 15 eritreische Bürger zu neuen Nachbarn von Frau Hayut.

Diese Initiative zielt darauf ab, "die Richterin mit dem Alltagsleben der Bewohner von Süd-Tel Aviv vertraut zu machen".

Eigentlich ist das nicht die erste "Provokation" dieser Art. Bereits im Jahr 2011 rief ein israelischer Antimigrationsaktivist die Verwaltung eines Schwimmbades in Nord-Tel Aviv an und fragte, ob er eine Gruppe von 40 Personen mitbringen könnte. Das Telefongespräch, bei dem ihm mitgeteilt wurde, dass seinem Wunsch gern stattgegeben werden kann, schnitt er vorsorglich anhand seines Diktiergeräts mit.

Nachdem dann 40 Badehosen gekauft und ein Touristenbus gemietet wurde, gingen die rechtsgerichteten Aktivisten zum zentralen Busbahnhof in Tel Aviv, um dort badewillige Flüchtlinge abzuholen. Die Aktivisten versprachen jedem potentiellen Schwimmer aus dem Sudan oder Eritrea den freien Eintritt ins Bad, sowie eine neue Badehose als Geschenk.

Die Badewächter versuchten, die Gruppe von 40 schwarzen Männern zu stoppen mit der Begründung, dass man sich ohne Badehosen nicht in der Schwimmanlage aufhalten dürfte. Nachdem aber die ausreichende Zahl an Badehosen vorgezeigt wurde, musste die Pool-Verwaltung die Gruppe reinlassen.

Als 40 afrikanische Schwimmer dann ins Wasser rannten, mussten die meisten Besucher das Bad verlassen.

Der Journalist von NEWSru.co.il, der erst nach dem Ende der rechten Aktion im Schwimmbad eintraf, meinte, dass der Pool anschließend wohl desinfiziert wurde: In der Anlage roch es scharf nach Entseuchungsmitteln, und die Pool-Mitarbeiter forderten Gäste auf, eineinhalb Stunden "aus hygienischen Gründen" nicht ins Wasser zu gehen.

Im Januar diesen Jahres veranstalteten rechte israelische Aktivisten eine weitere Aktion gegen afrikanische Migranten. Sie verteilten Flugblätter an Flüchtlinge aus dem Sudan und Eritrea mit der vermeintlichen Einladung zum Mittagsessen mit migrantenfreundlichen Israelis. Dabei wurden auf den Flugblättern die Adressen von linken Aktivisten angegeben, die gegen die Abschiebung von Afrikanern protestierten.

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28 Juli 2019

Himmelschreiende Intoleranz

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Russischer Jude in Israel

Dieses Video ist der Inbegriff himmelschreiender Intoleranz aus der westeuropäischen Sicht. Aus der russischen und jüdischen Sicht ist das Video aber extrem beliebt, ganz besonders jedes Jahr kurz vor dem Tag des Sieges.


Die Handlung spielt hier auf dem Gelände einer Lehranstalt irgendwo in Israel. Der Bühnenheld ist Sergej Afanasjewitsch im Gespräch mit einem nordafrikanischen Migranten. Sergej ist Jude russischer Herkunft bzw. Russe jüdischer Herkunft. Wie auch immer halten Millionen Russen und Israelis diesen Mann definitiv für den "Unsrigen". Und das muss man verdient haben. 

Ansonsten ist das Video recht vielseitig wie mehrdeutig:

- hier beschimpft ein Jude einen Nordafrikaner aufs Übelste auf Hebräisch mit massiven Einschlüssen russischer Schimpfwörter (meistens leider kaum übersetzbar)
- hier hält sich ein Jude sichtbar gern für einen Russen (oder ein Russe für einen Juden)
- hier wird ein Jude von einem Nordafrikaner gern für einen Russen gehalten
- hier wird die Migrationsproblematik sehr rustikal erörtert
- genauso ungeniert setzt man sich hier mit ethnographischen, kulturellen und sogar kulinarischen Themen in Bezug auf Nordafrika auseinander
- bestimmte Fragen der europäischen Geschichte werden hier ziemlich derb berührt
- von einigen sexuellen Praktiken ganz zu schweigen…

Alles in allem ist das Video für Mitmenschen mit grünlich angeschlagenem Gehirn wohl schwer zu verkraften und daher auch nicht unbedingt zu empfehlen. Andererseits ist das eine recht typische Lebenssituation, die man nicht leugnen sollte. Mehrere Millionen Russen und Israelis, die das Video auf YouTube bis jetzt gesehen und mehrheitlich positiv bewertet haben, können sich nämlich nicht irren.



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20 Oktober 2018

Nachricht aus Israel

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Hier ist ein Fundstück aus dem Facebook. Ein Israeli wendet sich in der Krisensituation an die Öffentlichkeit in der von ihm wohl am nächsten empfundenen russischen Sprache. 

Der Appell wird hiermit aber ins Deutsche übersetzt, denn der israelische Autor spricht auch gewisse "nicht nur russische Freunde" an. Bestimmt meint der Israeli damit auch deutschsprachige Leser.


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Liebe russische (aber nicht nur russische) Freunde!

In dieser Nacht hat es bei uns gehagelt. „Grad“ (rusissche Raketenbezeichnung "Grad" = auf Deutsch „Hagel“) ist eine heftige selbstfliegende Rakete vollgestopft mit Sprengstoff und allerlei Metallzeugs, damit es möglich mehr Splitter und Verwundete gibt.

Dieser „Grad“ fliegt aber nicht von alleine. Die Rakete muss gekauft, zum Starter gebracht, auf das Ziel gerichtet und schließlich abgefeuert werden.

Die Grad-Rakete kam aus dem Gasa-Streifen. Und damit ist eigentlich alles über das dort lebende und hungernde Volk gesagt: das Geld, das für dieses Dings ausgegeben wurde, würde ausreichen, um ein ganzes Dorf da drüben jahrelang zu verpflegen. Aber wen zum Teufel interessiert jenes Dorf?

Darum sollten die naiven Linken, die Zaster nach Gasa schicken, wissen: ihr seid Idioten, Gasa-Bewohner kriegen nichts von eurem Geld ab, euer Geld wird in Grad-Raketen angelegt, die dann auf uns abgefeuert werden.

Die Grad-Rakete kam gegen 4 Uhr morgens bei uns an. Man zielte sie weder auf unsere Truppen, noch auf strategisch wichtige Militärobjekte. Das Ziel war ein Schlafbezirk unserer Stadt, und zwar zu dem Zeitpunkt, wo viele Leute tatsächlich schliefen, und somit als Zielscheibe ideal waren.

Hier haben wir überall Heuler, und sobald sie anlaufen, haben wir eine knappe Minute, um uns zu verstecken. Alle Wohnungen in den neuen Bauten haben gepanzerte Zellen. In den älteren Häusern müssen die Bewohner es innerhalb einer Minute bis zum nächsten Bunker oder mindestens bis zum Treppenhaus (als ob das hilft) schaffen. Demnach haben Familien mit Kleinkindern oder älteren Verwandten so gut wie keine Chance zu überleben.

Deswegen haben wir unser Raketenabwehrsystem „Kippa“ auch „Eiserne Kuppel“ genannt. Diese Kuppel schützt uns schon vor dem „Hagel“. Das Problem besteht aber darin, dass die „Kippa“ teuer ist, also wird sie immer dort stationiert, wo die Situation besonders gefährlich ist. Unser Beersheba gehört nicht zu den gefährlichsten Orten.

Die Grad-Rakete traf hier ein Privathaus. Die Hausinhaber waren vernünftig genug, um eine Schutzzelle einzurichten. Sie haben überlebt.

Heute werfen wir also Bomben auf Gasa. Und so was wird nun garantiert in euren Fernsehnachrichten gezeigt.

Liebe israelische Freunde! Nur zur Erinnerung: bitte alle Haustüren offen und freihalten!
Liebe israelische Freunde, die neu dazugekommen sind! Nicht in die Hose machen! So was erleben wir nicht zum ersten Mal. Und auch nicht zum letzten Mal, nehme ich stark an. Und - um Gottes willen - kauft euch endlich anständige Schlafanzüge. Sonst lauft ihr nachts in den schäbigen Fetzen wie die letzten Arschlöcher. Oh weh...

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02 Januar 2018

Ultimatum: Ausreise oder Knast

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Abschiebung aus Israel
Die Melde- und Migrationsabteilung des israelischen Innenministeriums kündigte am Montag an, dass illegale Einwanderer aus Afrika das Land innerhalb von drei Monaten zu verlassen und nach Eritrea und in den Sudan oder in Drittländer Uganda oder Ruanda auszureisen haben.

Mit den beiden letzteren Ländern schloss die israelische Regierung ein Abkommen über die Übergabe illegaler Einwanderer.

Ab April beginnen dann die Behörden, Eritreer und Sudanesen zu zwingen, Israel zu verlassen. Diejenigen, die die Abschiebung sabotieren, werden auf eine unbegrenzte Zeit inhaftiert.

Wie die Zeitung „Ha'aretz“ schon in der letzten Woche berichtete, wird auch die Geldprämie für das freiwillige Verlassen des Landes (heute 3.500 Dollar) in drei Monaten allmählich schrumpfen.

Die Regierung von Netanjahu hat die Zustimmung aus Uganda und Ruanda für die Abschiebung illegaler Einwanderer in diese Länder erhalten. Dabei darf die eventuelle Unwilligkeit der Auszuweisenden, das zu tun, ignoriert werden.

Momentan leben in Israel 35.000 Afrikaner mit befristeten Visa, die bis jetzt alle drei Monate verlängert wurden. Nun informiert der israelische Staat Eritreer und Sudanesen darüber, dass ihre Visa nicht mehr erneuert werden, und sie das Land nach Ablauf der in Visa angegebenen Frist zu verlassen haben.

In der heutigen Erklärung des Ministeriums für Innere Angelegenheiten heißt es weiter, dass die Ausweisung nur durch Stellung eines Flüchtlingsantrags aufgeschoben werden kann. Dafür hat die Behörde jedoch einen einzigen Tag eingeräumt: „Alle Anträge, die nach dem 1. Januar 2018 eingereicht werden, werden die Abschiebung aus Israel in ein Drittland nicht verhindern".

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14 Juni 2017

Gefährliche Infektionen aus Syrien

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Israelische Ärzte schlagen Alarm
Israelische Ärzte haben große Probleme bei der Behandlung der syrischen Kinder.

Die Zeitschrift der Israeli Medical Association veröffentlichte Daten aus der Studie des Medizinischen Zentrums The Western Galilee, wo mehrere Flüchtlingskinder aus Syrien behandelt wurden.

In dieser Patientengruppe wurde nämlich eine hohe Rate der Verseuchung mit Bakterien, die besonders resistent zu Antibiotika sind, festgestellt. Solche Kinder bedürfen - so die Ausgabe - einer speziellen Behandlung und Pflege.

Die untersuchte Gruppe bestand aus 47 Kindern, wobei 37 davon als Träger von Infektionen, die mit Antibiotika nur schwer heilbar sind, diagnostiziert wurden. Um andere Patienten sowie das Personal der Klinik nicht zu gefährden, müssen solche Kinder sofort nach der Erstaufnahme gesondert untergebracht werden, bis die Untersuchungsergebnisse ausgewertet werden. Solch eine hoche Verseuchungsrate der syrischen Flüchtlinge löst - heißt es - begründete Befürchtungen in den Ländern, die diese Flüchtlingen aufnehmen.

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