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16 Juli 2023

Beschuss als unbekannte Offensichtlichkeit

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Was ist Beschuss

Ein Bewohner des Donbass versucht zu beschreiben, was nur auf den ersten Blick einfach erscheint: Die Gefühle eines Menschen, der zur Zielscheibe geworden ist.

Praktisch jeder, der an der Frontlinie im Donbass (Gorlowka, Donezk, Jasinowataja usw.) gelebt hat oder lebt, hat mit Beschuss zu tun gehabt. Es ist schwierig, dieses "Phänomen" in Worte zu fassen. Ich hatte über den Krieg gelesen, Filme über die Kämpfe gesehen, aber dann stellte es sich heraus, dass ich gar nicht wusste, was es eigentlich ist, bis ich es selbst am eigenen Leib erlebt habe.

Es ist schwer, sich an Bomben zu gewöhnen. Praktisch unmöglich. Wenn die Kanonade Tag und Nacht andauert und Granaten fallen, ist es schwierig, zu arbeiten, zu schlafen oder fernzusehen. Eine entfernte Explosion ist wie ein Donnerschlag. Aber im Gegensatz zu diesem natürlichen Phänomen ist nicht nur das Gehör betroffen, sondern auch andere Sinne. Man spürt die Explosion mit dem ganzen Körper. Fest verschlossene Fenster, vernagelte Fensterläden und geschlossene Türen helfen da nicht weiter. Die Druckwelle dringt durch die Wände, "sickert" durch die dicke Betonschicht.

Zum Beispiel mein Vater, der fast achtzig ist, ist schwerhörig. Aber er wachte nachts sogar von weit entfernten Explosionen auf. Ihre Wirkung wird vom gesamten Organismus, von jeder Zelle des Körpers wahrgenommen.

Es ist kein Zufall, dass sich bei Bombenanschlägen psychische Erkrankungen verschlimmern, die Zahl der Herzinfarkte steigt, Nervenzusammenbrüche auftreten und die Psyche versagt. Beruflich hatte ich viel mit Ärzten zu tun, die von Schlaganfällen bei 40-Jährigen, überfüllten Stationen in der psychoneurologischen Ambulanz und dem Schockzustand der Menschen erzählen.

Die schwierigste Zeit ist nachts. Der Beschuss erfolgte (und erfolgt) oft nachts. Die Menschen gehen zu Bett. Es ist Zeit, sich auszuruhen, und in diesem Moment fallen Granaten, die Wände wackeln, die Kanonade dröhnt. Und so geht es von Tag zu Tag, von Woche zu Woche, von Monat zu Monat. Kein Wunder, dass manche Leute es nicht aushalten: Sie fliehen, sterben an Herzinfarkten, werden depressiv.

Aber man muss weiter leben. Und der Donbass überlebt. Trotz der Schwierigkeiten sind die Geschäfte in der Stadt geöffnet, Krankenhäuser und Schulen funktionieren, die Häuser werden mit Gas, Strom und Wärme versorgt, und in den Kirchen finden Gottesdienste statt.

Ich weiß nicht, wie es anderen geht, aber wir in der Familie haben Psalm 90 gelesen ("Wer unter dem Schutz des Allmächtigen wohnt, ruht unter dem Schatten des Allmächtigen..."), gebetet und Gott um Schutz gebeten. Der Keller des fünfstöckigen Hauses, in dem wir wohnen, ist nicht für einen Schutz geeignet, aber der nächste Bunker in der Schule ist Hunderte von Metern entfernt. Ich denke, dass auch religionsferne Menschen, die sich selbst als Materialisten betrachten, dabei beten. In der Zeit des Beschusses werden Atheisten für eine Weile zu Gläubigen, die Stolzen knien nieder, die Starken flüstern Worte des Gebets. In gewisser Weise wiederholt sich die Situation mit der Titanic von vor einem Jahrhundert. Damals dachten die Menschen an Bord des Schiffes nicht an den Tod, glaubten an die Allmacht des Menschen, und die Musiker an Bord spielten Ragtime. Doch als das Schiff einen Eisberg rammte und die Aussicht aufs baldige Ankommen im Jenseits bestand, knieten viele Menschen nieder, und das Orchester begann, das christliche Lied "Nearer, My God, to Thee" zu spielen. Nicht umsonst sagte jemand: "Nirgendwo ist das Gebet so gut wie an Bord eines abstürzenden Flugzeugs".

Wie der Krieg gezeigt hat, wecken Kummer und Leid in einem Menschen nicht nur Angst oder Schmerz, sondern auch Edelmut, Mitgefühl und andere hohe Gefühle. Es gibt Beispiele von Erwachsenen, die während des Beschusses kleine Kinder auf der Straße zudecken und von Menschen, die sich an Gott wenden.

Es gibt auch keinen Grund, sich für Tränen zu schämen. Es ist keine Schwäche, wenn ein Mensch die Autorität Gottes über ihn anerkennt, ihm vertraut, Buße tut und auf Gottes Schutz hofft. In der Bibel steht geschrieben: "Ich rief zu dem Herrn in meiner Angst, und er antwortete mir; ich schrie aus dem Bauche der Hölle, und du hörtest meine Stimme." (Jona 2,3).

In den vielen Jahren der Kämpfe erlebten wir zahlreiche Beschüsse. Als sie anfingen, war es sehr schwierig. Keiner wusste, ob man den nächsten Tag erleben würde oder nicht. Es war eine Art Lotterie, russisches Roulette. Eine Granate konnte ausnahmslos überall in der Stadt einschlagen - auf einen Kindergarten, eine Schule, ein Wohnhaus. Aber wenn es passierte und wir ein Gebet sprachen, wurde es einfacher. Der Mensch ist so organisiert, dass er Schutz braucht, instinktiv, auf der Ebene des Unterbewusstseins glaubt er an Gott. Wenn man betet, mit dem Schöpfer, Retter und Beschützer kommuniziert, verschwindet die Angst, es kehrt Frieden ein, der Kummer ist leichter zu ertragen.

Ich erinnere mich gut an den Tag, an dem unser Viertel besonders intensiv bombardiert wurde. Um halb zwölf Uhr abends schlugen in der Nähe des Hauses Granaten ein, die Wände des alten sowjetischen Hauses bebten, die Kinder wachten auf und begannen zu weinen. Wir versammelten uns im Korridor, schlugen die Heilige Schrift auf und begannen, die Psalmen laut zu lesen, und "der Friede Gottes, der alles Verstehen übersteigt", kam in unsere Seelen. Die Kanonade verstummte, die Straße wurde ruhiger. Die Angst war verschwunden, man spürte, dass man nicht allein ist, dass es jemanden gibt, der stark ist, der sich an einen erinnert und der sich um einen sorgt.

Wenn man verzweifelt ist, und es niemanden gibt, der einen beschützt, soll man sich an Gott wenden, er ist unsere letzte Stütze in dieser rebellischen, gefährlichen Welt, ein Beschützer, der sich nicht um das Aussehen, das Alter, den "Geldbeutel" oder den sozialen Status der Person kümmert, die sich ihm zuwendet.

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22 August 2022

Ode an Ungeimpfte

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Ungeimpfte

Selbst wenn ich vollständig geimpft wäre, würde ich die Tatsache bewundern, dass die Ungeimpften den größten Druck aushalten, den ich je erlebt habe, sogar von Partnern, Eltern, Kindern, Freunden, Kollegen und Ärzten.

Menschen, die zu einer solchen Individualität, zu Mut und Kritikfähigkeit fähig sind, sind zweifelsohne das Beste, was die Menschheit zu bieten hat. Es gibt sie überall, in allen Altersgruppen, Bildungsstufen, Zuständen und Wahrnehmungen. Sie sind etwas Besonderes. Sie sind die Soldaten, die jede Armee des Lichts in ihren Reihen gern haben möchte. Sie sind die Eltern, die sich jedes Kind wünscht, und die Kinder, von denen alle Eltern träumen. Sie sind die überdurchschnittlichen Wesen in ihren Gesellschaften, sie sind die Essenz der Menschen, die alle Kulturen aufgebaut und Horizonte erweitert haben. Sie sind da, neben dir, sehen normal aus, aber sie sind Superhelden.

Sie taten, was andere nicht konnten. Sie sind Bäume, die dem Sturm von Missbrauch, Diskriminierung und sozialer Ausgrenzung standhielten. Sie taten es, obwohl sie wussten, sie seien allein und glaubten, sie seien die Einzigen.

Sie durften an Weihnachten nicht am Tisch ihrer Familien sitzen. So etwas Verwerfliches hatte man noch nie erlebt. Sie verloren ihre Arbeit, sie ruinierten ihre Karriere, sie hatten kein Geld mehr. Aber das war ihnen egal. Sie haben unermessliche Diskriminierung, Denunziation, Verrat und Demütigung ertragen, aber sie haben weitergemacht.

Nie zuvor hatte die Menschheit ein solches "Casting", jetzt wissen wir, wer der Beste auf dem Planeten ist. Frauen, Männer, Alte, Junge, Reiche, Arme, aller Rassen und Religionen, die Ungeimpften, die Auserwählten der unsichtbaren Arche, die einzigen, die durchhielten, als alles zusammenbrach.

Sie haben eine unvorstellbare Prüfung bestanden, die viele der härtesten Marinesoldaten, Kommandosoldaten, Green Berets, Astronauten und Genies nicht überstehen konnten.
Sie sind aus dem Stoff der größten Helden, die je gelebt haben, gebastelt. Sie wurden unter gewöhnlichen Menschen geboren, leuchten aber in der Dunkelheit.

Quelle

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21 Oktober 2021

Zwang und Freiwilligkeit


Erzwungene Freiwilligkeit
Heute erleben wir eine apokalyptische "Stunde der Versuchung" zumindest im Testmodus (das hat es in der Geschichte schon gegeben) und vielleicht sogar in der finalen Version.

„Von dem Tage aber und der Stunde weiß niemand, auch die Engel im Himmel nicht, auch der Sohn nicht, sondern allein der Vater.“ (Markus 13:32)

Gleichzeitig denkt wahrscheinlich jeder vernünftige Mensch darüber nach, wie er sein Handeln fehlerfrei gestalten und nicht im Lager Satans landen kann. Zumal gibt es in der Realität schwer zu erklärende Ereignisse, die viele Fragen aufwerfen. Die zentralen Fragen: Warum werden immer wieder neue Zwangsmittel so beharrlich erfunden? Und warum werden diese Zwangsmittel mit nicht weniger Beharrlichkeit als freiwillige Entscheidungen der Bürger getarnt? Man kann natürlich sagen, dass dies gewöhnliche amtliche Machenschaften seien. Es ist jedoch offensichtlich, dass die Sache in geistiger Hinsicht viel ernster ist.

Es sieht nämlich so aus, dass die heutige Situation vielleicht die letzte Chance des Teufels ist, möglichst viele Menschen auf seine Seite zu ziehen. Dies kann er jedoch nur auf freiwilliger Basis tun. Diese Bedingung folgt beispielsweise aus dem folgenden Vers des Neuen Testaments: „und sprach zu ihm: Das alles will ich dir geben, so du niederfällst und mich anbetest“ (Matthäus 4:9). 4 8-9 Das heißt, es ist für den Teufel grundsätzlich wichtig, dass das „Geschäft“ mit ihm freiwillig ist.

Der Text der Offenbarung enthält ebenfalls Hinweise darauf, dass es dem Teufel darauf ankommt, Abmachungen mit den Menschen auf freiwilliger Basis zu treffen: „und verführt, die auf Erden wohnen, um der Zeichen willen, die ihm gegeben sind zu tun vor dem Tier“. (Offenbarung 13:14) Die Verführung ist eine (irreführende) Motivation, um eine Person freiwillig zu einer bestimmten Handlung zu bewegen.

Ein Geschäft mit dem Teufel ist gleichzeitig die Abwendung vom Gott. Aber woran erkennt man eine freiwillige Gottesabwendung? In der Offenbarung Johannes werden zwei Merkmale diesen Zustandes genannt: „jemand das Tier anbetet und sein Bild und nimmt sein Malzeichen an seine Stirn oder an seine Hand“. (Offenbarung 14:9) Eines der beiden Merkmale – ein Malzeichen – ist materieller Natur. Das andere Merkmal, die Teufelsanbetung, ist geistig.

Es gibt also zwei Merkmale, die Menschen sich freiwillig aneignen, und welche sie zu Satan führen: Materielles Malzeichen und geistlicher Zustand der Anbetung des Teufels, oder, mit anderen Worten, der Zustand der Gottesabwendung.

Materielle Malzeichen (Zertifikate, Codes usw.) finden unschwer einen Platz im menschlichen Leben. Dies ist ein rein technische Angelegenheit. Schwieriger erscheint es, einen Menschen in den geistigen Zustand der freiwilligen Gottesabwendung (= Anbetung des Teufels) zu versetzen. Aber auch dieses Ziel ist für den Teufel durchaus erreichbar, der dafür Sünden benutzt, einschließlich der Todsünde der Verzagtheit. Es reicht aus, einen intensiven Fluss alarmierender oder sogar schockierender Informationen zu einem sensiblen Thema zu organisieren, beispielsweise über eine gefährliche Krankheit. Offensichtlich sind es gerade die Themen rund um Krankheit und Tod, die es ermöglichen, sehr schnell das gewünschte Ziel zu erreichen. Die Hauptrolle wird hier den etablierten Massenmedien zugewiesen, obwohl auch einige „Dissidenten“ zur satanischen Gesamtsache beitragen, indem sie das Gefühl der Verzagtheit verstärken. Darüber hinaus leisten auch viele „geistige Hirten“ dem Teufel eine unschätzbare Hilfe in Sachen Panik, Irreführung und Verzweiflungsförderung, sobald sie beginnen, über die menschliche Gesundheit als eine Art Geschenk Gottes zu sprechen und damit ihre völlige Ablehnung des göttlichen Plans offenbaren. божественного замысла. Infolgedessen wird die Medizin für viele Menschen zu einem neuen Retter und Erlöser neben Gott, für einige ersetzt die Medizin den Gott sogar komplett. Das heißt, ein solcher Mechanismus des freiwilligen Verzichts auf Gott funktioniert ziemlich effektiv. Doch die Gottesabwendung bedeutet zwangsläufig die Anbetung des Teufels.

Aber das ist noch nicht alles. Den erreichten Erfolg muss der Teufel nun untermauern. Die Gottesabwendung geschieht auf dem oben beschriebenen Weg für viele fast automatisch, sie bemerken nicht einmal die erfolgte Unterschiebung. Die „Rekrutierung“ widerstandsfähigerer Menschen erfordert jedoch zusätzliche Instrumente. Und hier kommen Malzeichen dem Satan zu Hilfe (handschriftliche Unterschriften, ausgehändigte Dokumente, Codes usw.), die später die Rolle der Indizien der Abkehr vom Gott spielen werden.

In der Regel sind Menschen vorsichtig, wenn es darum geht, eine Unterschrift zu setzen, daher erfolgt die Zuweisung des Malzeichens auf eine nicht offensichtliche Art und Weise, zum Beispiel durch die Unterzeichnung einer „informierten Einwilligung“. Die Bezeichnung dieses Dokuments spricht für sich. Doch der Teufel steckt bekanntlich im Detail. Im Text einer solchen „Einwilligung“ gibt es Stellen, die ein weites Feld für die freie Interpretation eröffnen, zum Beispiel bestätigt der Unterzeichner, dass er vom Arzt über Sinn und Zweck der Impfung aufgeklärt wurde und alle diesbezüglichen Fragen geklärt hat. Ob sich der Mensch zur Stunde X genau erinnern kann, welche Bedeutung und welche Ziele der Impfung ihm der Arzt mitgeteilt hat? Wird er sich sicher sein, dass er alle (!) ihn interessierenden Fragen damals erklärt hat?

Die Diener des Teufels balancieren ständig am Rande des Erlaubten, daher sind offizielle Erlasse so formuliert, dass sie einerseits dazu anregen, Malzeichen zu bekommen (natürlich ohne sie als solche zu bezeichnen), andererseits können sie keinen unmittelbaren Zwang enthalten, der alle teuflischen Unternehmungen zunichte machen würde. Deshalb bieten solche Dokumente immer eine Alternative, die aber nur schwer bis unmöglich realisierbar ist. Und im Informationsraum wiederholt sich ständig das gleiche Szenario: Der größte Chef zeigt sich über die Willkür der kleineren Chefs empört und auf Freiwilligkeit beharrt, während die kleineren Chefs behaupten, sie würden gerne keinen Druck ausüben, aber genau das will der größte Chef. So wird das Prinzip der erzwungenen Freiwilligkeit, das nichts anderes als das Instrument des Teufels ist.

Gibt es eine Lösung für das beschriebene Problem? Bevor man diese Frage beantwortet, sollten man klarstellen, wer von diesem Problem überhaupt betroffen ist. Menschen mit materialistischen Ansichten haben mit diesem Thema offensichtlich nichts zu tun. Diejenigen, die Antworten auf ihre Fragen bei den Gurus und Hirten ihrer Wahl suchen, wird auch in diesem Fall wohl keine Ausnahme machen. Für alle anderen (falls es welche gibt) liegt die Lösung an der Oberfläche: Es reicht aus, zumindest die Zitate, auf deren Grundlage dieser Artikel geschrieben wurde, sorgfältig zu lesen und ein wenig nachzudenken.

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11 April 2017

Schweden: Die Rettung kommt aus Russland

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Russische Partisanen. Übersetzung eines Artikels
Die russische Journalistin berichtet weiter aus Schweden. Diesmal geht es um Schwedische und Russische Kirchen, sowie um die Schweden, die noch an Gott glauben... Aber nicht nur an Gott, wie es sich herausstellt. 

Was die lutherische Kirche angeht, sind die Schweden sehr geduldig. Sie haben es hingenommen, daß auch Frauen seit 1958 Priester werden können. Eigentlich ist auch der höchste Repräsentant der Schwedischen Kirche heute eine Frau. Zähneknirschend haben sich die Schweden mit der Segnung gleichgeschlechtlicher Paare in ihrer Kirche abgefunden. Sie haben sogar ein Auge zugedrückt, als die Lesbe Eva Brunne zur Bischöfin in Stockholm wurde. Die Schweden haben auch die Tatsache akzeptiert, daß man ihre Kirchengebäude verkauft, weil sie nicht mehr besucht werden. Ein radikaler Priester hat allerdings aufgerufen, die Kirchen zu sprengen, damit sie nicht zu Musik- bzw. Sporthallen werden...

Übrigens, die russische Kirche in Stockholm ist in einem elenden Zustand. Das ist praktisch ein Raum von 30 Quadratmetern, der unmöglich fast tausend orthodoxe Kirchgänger beherbergen kann. Aber die schwedischen Behörden sind bereit, die Kirchengebäude jedem beliebigen zu verkaufen, nur nicht Russen.
– Vor drei Jahren haben wir einen Wohltäter gefunden, der uns beim Kauf eines Gotteshaus unterstützen wollte, – erzählt Priester Witalij. – Das waren nur Träumereien... – Der Kauf war praktisch perfekt, aber im letzten Moment haben wir eine Absage bekommen. Man hat uns auch darauf hingewiesen, daß die Behörden nicht verpflichtet sind, die Gründe für die Absage zu nennen. So was passierte uns schon zum zweiten Mal. Die gewöhnliche Russophobie.
– Dabei ist die lokale Kirche außerordentlich zuvorkommend den Moslems gegenüber, – führt der russische Priester fort. – Man demontiert auch gern die christlichen Symbole, damit sie die Flüchtlinge nicht ärgern, denn die Migranten werden oft in den Kirchen untergebracht.

Der Verlust von geistigen und religiösen Orientierungspunkten hat viele Schweden veranlaßt, wieder den Gott zu suchen. Sie treten zu der katholischen Kirche über, manchmal auch zur orthodoxen Kirche. An einem Abend hat der neu bekehrte Katholik Oskar Porat meinen Freund Hans Jensen besucht. Er ist ein ausgewogener pragmatischer Mann, und der Glaube ist für ihn die letzte Hoffnung:
– Im letzten Jahr haben hunderttausend Menschen die lutherische Kirche verlassen. Die Priester werden von Politikern gesteuert, und das ist nicht mehr die Kirche Christi – sagt Oskar – Das ist dann eine Teufelsarmee. Mein Freund hat sich für die russische orthodoxe Kirche entschieden, und ich für die katholische. Ich bin überzeugt, daß wir die Islamisten in Europa nur mit dem Glauben besiegen werden. Wenn wir aber den Glauben ablehnen, werden wir verlieren. Eine negative Denkweise bringt niemanden zum Ziel. Aber im Katholizismus gibt es einiges zu bedenken. Der Papst wäscht Füße den muslimischen Flüchtlingen, ohne zu wissen, wer sie sind. Vielleicht haben diese Migranten ja Christen in Syrien getötet. Er befiehlt auch allen kirchlichen Gemeinden, die Flüchtlingen aufzunehmen. Die bekannte Nonne Hatun Dogan verkündete schon, daß Europa die Türe seinen eigenen künftigen Mördern öffnet. Statt Schafe haben wir Wölfe reingelassen. Es sieht wie der Massenwahnsinn aus. Und Schweden wachen zu spät auf. 1870 war Schweden bitterarm, und in hundert Jahren sind wir zu den reichsten geworden. Das war ein unglaublicher Sprung. Das war ein Wunder, ein Gottes Segen. Schweden hat aber den Gott verraten, und die Migranten sind eine Art Busse dafür.

– Aber ich glaube, daß die Rettung aus Rußland kommt. Ihr habt genug gesunden Menschenverstand. Plötzlich zeigt sich Oskar begeistert:
– Haben Sie schon von Prophezeiungen der Mutter Gottes aus Fatima gehört? 1917 wurden in Portugal, in Dorf Fatima, viele Menschen Zeugen von Marienerscheinung. In der ersten Prophezeiung ging es um den zweiten Weltkrieg und Rußland. Zwei Monate vor der Oktoberrevolution hat sie große Erschütterungen in Rußland vorausgesagt. Die dritte Prophezeiung betraf ebenfalls Rußland, sie war aber von Vatikan viele Jahre lang für geheim erklärt. Erst im Jahr 2000 wurde sie teilweise bekanntgegeben. Sie verspricht uns kein leichtes Leben. Aber das Neubekehren Rußlands wird die Welt retten, obwohl dies von grauenhaften Katastrophen begleitet wird.
– Diese Prophezeiung wird jetzt genau 100 Jahre alt. Nun müssen Sie begreifen, warum die Christen der ganzen Welt heute auf Rußland mit Hoffnung schauen! – verkündet Oskar pathetisch.
– Mein Gott, nicht schon wieder... – sage ich melancholisch. – Gibt es vielleicht doch noch eine Chance, ohne uns auszukommen?
– Keine einzige! – wird Oskar scharf. – Rußland hat Gottes Segen, um den großen Auftrag zu erfüllen.

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