06.11.2017

Dreamteam der Versager

Puigdemont als ein musterhafter Politiker
Hier kommt eine (leicht modifizierte) Textversion eines Ausschnitts aus der in Russland sehr populären politischen Fernsehendung „Nachrichten der Woche“. 

Sie läuft auf dem zweiten russischen staatlichen Fernsehkanal, wird vom staatlichen russischen Medienunternehmen „Russland Heute“ produziert und vom dessen Generaldirektor persönlich moderiert.

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Puigdemont ist typisch für Europa. Er ist ein regelrechter Prototyp eines klassischen europäischen Politikers von heute: Er ist auffällig schwach, wendig, feige, verantwortungslos, kurzsichtig, hat geschniegeltes Aussehen und bedeutungsvolle aber inhaltsleere Augen.

Er zettelte seinen Landesleuten eine Volksabstimmung an und brachte sie auf die Straßen, dann wiegelte er die katalonische Polizei gegen Madrid auf. Damit kriminalisierte er seine zahlreichen Anhänger und... ließ sie schlussendlich im Regen stehen, indem er einfach abgehauen ist.

Ist Puigdemont ein Unikum? Ganz und gar nicht. Im heutigen Europa ist das eher normal.

Vielleicht erinnern Sie sich nicht mehr, aber es gab einmal einen britischen Ministerpräsidenten David Cameron. Er organisierte auch mal ein Referendum, nur um Brüssel Schrecken einzujagen. Dann trat er aber gegen Brexit auf. Schlussendlich hat er alles verloren und... war einfach weg vom Fenster.

Übrigens hat Cameron auch Libyen gebombt. Und zerstört. Dabei hat er viele Menschen ums Leben gebracht und Zentralafrika mit Terroristen überflutet. Verantwortung? An ihm gleitet doch alles ab.

Oder sein Kollege Tony Blair. Dieser hat - mit den Amerikanern zusammen - den Irak gebombt. Und zerstört. Im Ergebnis gibt es da drüben hunderttausend Tote und mehr als eine Million Flüchtlinge. Danach gab es in Großbritannien sogar eine Untersuchungskommission! Sie hat tüchtig untersucht und festgestellt, dass Tony wohl etwas überreagiert hat. Und das wäre es dann auch. Der Mann genießt das Leben.

Noch mehr Beispiele? Kein Problem.

Als der (bis jetzt) letzte Aufputsch in der Ukraine voll im Gange war, haben Außenminister von Deutschland, Frankreich und Polen als Garanten einer friedlichen Machtübergabe in der Ukraine durch Wahlen aufgetreten und eine entsprechende verbindliche Erklärung unterschrieben. Nur wenige Stunden danach wurde der ukrainische Präsident gewaltsam abgesetzt. Nochmals: man verpflichtet sich schriftlich, den Frieden in der Ukraine zu schützen, aber gleich danach wird der ukrainische Präsident angeschossen und muss fliehen. Was tun die „Garanten“? Sie schweigen. Warum auch nicht?
Man sieht doch immer noch gut aus, und Augen bleiben bedeutungsvoll und inhaltsleer. Also ist die Welt in Ordnung! Der damalige deutsche Außenminister wurde übrigens dann sogar zum deutschen Präsidenten.

Auch Angela Merkel wurde zum vierten Mal die Bundeskanzlerin, obwohl sie eines Tages grundsätzlich alle Flüchtlinge nach Deutschland einlud. Sie freute sich damals und machte Selfies: Es konnte also nichts schief gehen. Dann hat es sich herausgestellt, dass doch etwas schief gegangen ist. Aber was soll's... Keiner nimmt ihr wohl den kleinen Ausrutscher übel. Aussehen stimmt, Augen auch. Nur das zählt, oder?

Der französische Präsident Hollande war ein Nichts. Und er wurde von Macron abgelöst.
Der französische Pöbel war begeistert und hoffnungsvoll. Nach nur ein paar Monaten ist alles weg: sowohl die Begeisterung, als auch Hoffnungen. Na ja, etwas ist geblieben: Geschniegeltes Aussehen und bedeutungsvolle aber inhaltsleere Augen sind immer noch da. Was will man denn mehr?

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Man könnte eine grassierende Amnesie bei den Europäern vermuten. Vermuten? Nein, sie ist traurige Gewissheit in weiten Kreisen der Bevölkerung.