04 September 2018

Angst vor dem Messer im Rücken

Kisseljow im russischen Fernsehen
An jedem Wochenende läuft auf dem russischen staatlichen Fernsehkanal Russland-1 die politische Abendsendung "Nachrichten der Woche", die in der Regel von Dmitri Kisseljow, dem Generaldirektor der staatlichen Nachrichtenagentur Rossija Segodnja (Russia Today), zu der auch das Nachrichtenportal Sputnik gehört, persönlich moderiert wird. Das Fernsehprogramm zählt wohl zu den mit Abstand einflussreichsten Meinungsbildungsquellen Russlands.

Am letzten Wochenende ging es dort unter anderem um Deutschland und Chemnitz. Hier kommt eine verkürzte Übersetzung dieser Reportage, einfach als eine kleine Kostprobe dessen, welche Meinung der Kreml bei seinen Bürgern zum Thema Deutschland und europäische Migrationskrise bilden möchte.
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Migrationskrise: Deutsche haben Angst, Messer in den Rücken auf der Straße zu bekommen

Am 1. September griff ein afghanischer Migrant in Amsterdam zwei amerikanische Touristen mit dem Messer an. Die Touristen erlitten dadurch schwere Verletzungen. Die Polizei eröffnete das Feuer und neutralisierte den Täter. Als Ergebnis wurden alle drei Verwundeten ins Krankenhaus gebracht.

Die Polizei stufte den Vorfall als einen Terroranschlag ein, da die Opfer durch Zufall ausgewählt wurden. Ein wesentliches Detail: Der Täter erhielt seine europäische Aufenthaltserlaubnis von den deutschen Einwanderungsbehörden.

Für Niederländer und andere Europäer ist das eine alarmierende Tatsache, denn Deutschland kann dank dem ziemlich anspruchslosen Gastfreundschaftsempfinden von Angela Merkel zu einem europäischen Terroristen-Zentrum werden.

Diese Befürchtungen sind durchaus begründet, zumal in Deutschland selbst, genauer gesagt im ostdeutschen Chemnitz, die Straßenproteste nicht aufhören, nachdem dort Migranten aus Syrien und dem Irak einen anständigen Stadtbewohner gemessert haben.

Die Protestierenden wurden bereits offiziell zu Rechtsextremisten und Neonazis getauft, und die führenden Fernsehsender des Landes, ARD und ZDF, vertuschen das Ausmaß der Straßenaktionen. So sieht die Zensur aus.

Die Einwohner von Chemnitz - ehemals Karl-Marx-Stadt - sind mit all dem nicht einverstanden und kämpfen weiter für ihren guten Namen und für das Verständnis, dass „offene Türen“ für Migranten, die nach Europa strömen, eine ernsthafte Gefahr darstellen.

Die Stadt rebelliert nach dem Mord am 35-jährigen Daniel Hillig. Er wurde erstochen, seine Freunde verletzt. Die Täter waren Migranten.

Die Tragödie von Chemnitz entspricht völlig dem Geist des Multikulturalismus, den das moderne Deutschland erlebt. Also, wirklich deutsch an dem Vorfall ist nur der Tatort: Sachsen. Das Opfer hat den kubanischen Hintergrund, Verwundete haben russische Wurzeln, die mutmaßlichen Verbrechern stammen aus dem Irak und Syrien. Selbst der Treffpunkt der Männer in jener schrecklichen Nacht befand sich ausgerechnet an der Kreuzung mit der Straße der Nationen.

"Früher hatten wir nicht einmal davon gehört, dass jemand auf der Straße mit dem Messer angegriffen werden kann. Heute passiert das hier jeden Tag“, behaupten Chemnitzer Stadtbewohner.

„Es ist unmöglich, einen Fuchs unter den Hühnern zu integrieren. Das geht einfach nicht“, sagt Martin Kohlmann, Rechtsanwalt und Politiker in Chemnitz. Er erklärt auf Russisch, warum er die ganze Woche lang Kundgebungen gegen Migranten organisiert hat: „Sie leben auf dem Niveau von arbeitslosen Deutschen. Aber es gibt den großen Unterschied: Ein arbeitsloser Deutscher muss beweisen, dass er versucht hat, einen Job zu finden. Er muss zeigen, wie viele Bewerbungen er geschrieben hat. Aber diese Menschen brauchen all das nicht. Es mangelt auch massiv an Plätzen in Kindergärten. Die Deutschen müssen sich mit der Warteliste abfinden, unsere Gäste bekommen aber die Plätze sofort“.

Chemnitz baut keine neuen Kindergärten: Es gibt kein Geld. Aber die Stadtverwaltung gibt jährlich 10 Millionen Euro für die Unterstützung von Migranten aus. Die deutsche Gastfreundschaft wird in den nächsten sechs Jahren astronomische 110 Milliarden Euro kosten.

Demo in Chemnitz. Die ARD-Journalisten werden von einem Mann begleitet, der sehr nach einem Leibwächter aussieht. Die Journalisten des nationalen deutschen Fernsehkanals fühlen sich wohl etwas unsicher. Den Demonstranten gefällt es nämlich nicht, dass Migranten-Verbrechen sowohl von deutschen Massenmedien, als auch von der Polizei verschwiegen werden. Ostdeutsche werden dagegen als Banditen dargestellt, und ihre Demos nennt man Nazis-Aktionen.

Deutschland hat ein Problem mit Migranten, aber Frau Merkel versucht nun, es außerhalb des Landes anzugehen. Sie ging auf die Tour durch die Länder, von denen die meisten ihrer unruhigen Gäste stammen. Sie spricht über die Migrationskrise in Afrika. Und die Deutschen fragen sich:
Warum kam denn die Bundeskanzlerin nicht nach Sachsen, um über jene Migranten zu sprechen, die bereits im Land sind, und die mit ihren Landsleuten nicht klar kommen können?

Der Bericht komplett auf Russisch: hier


Angst vor dem Messer im Rücken Rating: 4.5 Diposkan Oleh: Admin

1 Kommentar:

  1. Exakter Zustandsbericht Deutschlands.
    Die gute Nachricht: Die Front "Merkel" samt ihren Frontpfosten bekommt täglich neue Löcher.

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