Flüchtlinge beeinflussen Ostsee-Region

Die regionale Internet-Ausgabe Vesti-Kalinigrad (= Nachrichten Kaliningrad, Regionale Stelle der Allrussischen staatlichen Fernseh- und Radiogesellschaft) berichtet: 

In Deutschland hat die Zahl der Verbrechen in Verbindung mit der gesetzwidrigen Einreise der Flüchtlinge zugenommen. Das erklärte der Generalstaatsanwalt des deutschen Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern Helmut Trost bei seinem Auftritt am 20. September im Rahmen des Treffens der Generalstaatsanwälte des Ostseerates, das in der Stadt Swetlogorsk im Gebiet Kaliningrad stattgefunden hat.

Seit 2015 hat sich die Zahl der Verbrechen im Zusammenhang mit der illegalen Einreise und dem Aufenthalt in Deutschland im Vergleich mit der Gesamtzahl der Straftaten deutlich erhöht, sagte der Staatsanwalt. Ein intensiver Flüchtlingsstrom hat die Situation in der Ostsee-Region beeinflusst. Die Flüchtlinge versuchen, auf der sogenannten Nordroute also über Norwegen und Finnland in die EU zu gelangen. Viele Migranten kamen nach Dänemark und Schweden durch den deutschen Hafen von Rostock, so der Staatsanwalt von MV.

Es wurden, so Trost weiter, im Jahr 2015 etwa 1 Million Flüchtlinge in Deutschland registriert, was zu einer sehr hohen Arbeitsauslastung für die Strafverfolgungsbehörden führte.

Im Jahr 2016 wurden 3670 Fälle von illegalen Grenzübergängen und 250 Fälle vom illegalen Transport durch organisierte Gruppen untersucht", berichtete der Staatsanwalt: "Die Mehrheit der Täter wird an der Grenze zwischen Deutschland und Österreich aufgedeckt, dabei fungieren Taxifahrer oft als Schlepper".

Der stellvertretende Generalstaatsanwalt von Russland Saak Karapetjan fragte seinen deutschen Kollegen, wie denn das weitere Schicksal der Flüchtlinge, die illegal nach Deutschland einreisen, aussieht.

"Zuerst werden notwendige Prozeduren durchgeführt, um zu verstehen, woher Flüchtlinge kommen. Aber wenn sie sich für den Flüchtlingsstatus bewerben, bleiben sie in Deutschland ", antwortete der deutsche Staatsanwalt.

Quelle

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