20.10.2018

Nachricht aus Israel

Hier ist ein Fundstück aus dem Facebook. Ein Israeli wendet sich in der Krisensituation an die Öffentlichkeit in der von ihm wohl am nächsten empfundenen russischen Sprache. 

Der Appell wird hiermit aber ins Deutsche übersetzt, denn der israelische Autor spricht auch gewisse "nicht nur russische Freunde" an. Bestimmt meint der Israeli damit auch deutschsprachige Leser.


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Liebe russische (aber nicht nur russische) Freunde!

In dieser Nacht hat es bei uns gehagelt. „Grad“ (rusissche Raketenbezeichnung "Grad" = auf Deutsch „Hagel“) ist eine heftige selbstfliegende Rakete vollgestopft mit Sprengstoff und allerlei Metallzeugs, damit es möglich mehr Splitter und Verwundete gibt.

Dieser „Grad“ fliegt aber nicht von alleine. Die Rakete muss gekauft, zum Starter gebracht, auf das Ziel gerichtet und schließlich abgefeuert werden.

Die Grad-Rakete kam aus dem Gasa-Streifen. Und damit ist eigentlich alles über das dort lebende und hungernde Volk gesagt: das Geld, das für dieses Dings ausgegeben wurde, würde ausreichen, um ein ganzes Dorf da drüben jahrelang zu verpflegen. Aber wen zum Teufel interessiert jenes Dorf?

Darum sollten die naiven Linken, die Zaster nach Gasa schicken, wissen: ihr seid Idioten, Gasa-Bewohner kriegen nichts von eurem Geld ab, euer Geld wird in Grad-Raketen angelegt, die dann auf uns abgefeuert werden.

Die Grad-Rakete kam gegen 4 Uhr morgens bei uns an. Man zielte sie weder auf unsere Truppen, noch auf strategisch wichtige Militärobjekte. Das Ziel war ein Schlafbezirk unserer Stadt, und zwar zu dem Zeitpunkt, wo viele Leute tatsächlich schliefen, und somit als Zielscheibe ideal waren.

Hier haben wir überall Heuler, und sobald sie anlaufen, haben wir eine knappe Minute, um uns zu verstecken. Alle Wohnungen in den neuen Bauten haben gepanzerte Zellen. In den älteren Häusern müssen die Bewohner es innerhalb einer Minute bis zum nächsten Bunker oder mindestens bis zum Treppenhaus (als ob das hilft) schaffen. Demnach haben Familien mit Kleinkindern oder älteren Verwandten so gut wie keine Chance zu überleben.

Deswegen haben wir unser Raketenabwehrsystem „Kippa“ auch „Eiserne Kuppel“ genannt. Diese Kuppel schützt uns schon vor dem „Hagel“. Das Problem besteht aber darin, dass die „Kippa“ teuer ist, also wird sie immer dort stationiert, wo die Situation besonders gefährlich ist. Unser Beersheba gehört nicht zu den gefährlichsten Orten.

Die Grad-Rakete traf hier ein Privathaus. Die Hausinhaber waren vernünftig genug, um eine Schutzzelle einzurichten. Sie haben überlebt.

Heute werfen wir also Bomben auf Gasa. Und so was wird nun garantiert in euren Fernsehnachrichten gezeigt.

Liebe israelische Freunde! Nur zur Erinnerung: bitte alle Haustüren offen und freihalten!
Liebe israelische Freunde, die neu dazugekommen sind! Nicht in die Hose machen! So was erleben wir nicht zum ersten Mal. Und auch nicht zum letzten Mal, nehme ich stark an. Und - um Gottes willen - kauft euch endlich anständige Schlafanzüge. Sonst lauft ihr nachts in den schäbigen Fetzen wie die letzten Arschlöcher. Oh weh...

Quelle

* Dieses Posting stellt eine Übersetzung aus dem Russischen ins Deutsche dar.
Nachricht aus Israel Rating: 4.5 Diposkan Oleh: Rus Funker

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