29.09.2019

Skandalöse Erkenntnisse eines russischen Autojuristen

Russischer Jurist gegen BMW

Russische Internetausgabe "Nowyje Koljosa" (Neue Räder) veröffentlichte einen ziemlich skandalverdächtigen Artikel (samt Video), der den deutschen Autoproduzenten BMW betrifft.


Im Artikel (und Videos) geht es um eine durchaus spektakuläre Untersuchung des russischen Autojuristen Andrej Podschiwalow und zwar:

Der Mandant von Herrn Podschiwalow hat einen neuen BMW 3er in Russland gekauft. Das Auto ging aber leider bald kaputt (Motorschaden). Die Panne passierte nicht in Russland, sondern in Georgien während einer Urlaubsreise des Mandanten.

Der Mandant wandte sich dann an lokalen georgischen BMW-Händler, doch zunächst erfolglos. Der Mandant hat angeblich gesagt bekommen, dass sich die BMW-Garantie auf seinen Wagen nicht erstrecken sollte, weil das Auto in einem Werk in Russland produziert worden sei.

Darauf hat sich Autojurist Podschiwalow der Sache angenommen und ist während seiner Recherchen auf folgende Umstände gestoßen:
  1. Das Werk in Russland (Kaliningrad), das BMW-Autos produziert, sei ein unabhängiges russisches Unternehmen, das statutmässig mit dem BMW-Konzern keinerlei verwandt ist: Es ist also kein BMW-Tochterbetrieb, kein Joint-Venture oder ähnliches.
  2. Jedoch würden offizielle russische BMW-Händler vertragsmäßig die "Kaliningrad-BMWs" neben den "echten" deutschen BMWs verkaufen.
  3. Dabei würden die "Kaliningrad-BMWs" von offiziellen BMW-Händlern praktisch als Autos eines Fremdproduzenten angekauft, um sie dann in Russland zu vertreiben. Der Vertreter vom BMW-Konzern in Moskau nannte diese Autos "BMW-Analoga".
  4. Dabei hätten die "Kaliningrad-BMWs" logischerweise (oder verrückterweise?) gar keine formulierte Garantie: weder vom BMW-Konzern noch vom russischen Produzenten (formell kein Verstoß gegen das russische Recht) noch von BMW-Händlern.
Der Autor der Artikels meint dazu:
Solche Infos bringen das Gehirn regelrecht zum Kochen. Entweder ist es eine Art globale Verbrauchertäuschung, oder es ist ein ungeheuerliches Missverständnis.
Der letzte Abschnitt im Artikel hat den Untertitel "Korruption im Head-Office" und lautet etwa so:
Was die Missgeschicke des Mandanten angeht, der so unbedacht einen russischen BMW kaufte, ging die Situation für ihn schließlich gut aus. Acht Monate später reparierte das BMW-Händlerhaus "Omega Motor Group" in Tbilisi sein Auto und wechselte den Motor.

Der Ruf der deutschen Marke wird in Georgien wohl mehr geschätzt als von russischen Autoherstellern, die auf ihre skandalösen "Garantieverpflichtungen" offensichtlich pfeifen. Sie haben jetzt andere Sorgen: Sie müssen weitere 370 Millionen Euro vom deutschen BMW-Konzern ergattern, um die Produktion von Fälschungen weiter auszubauen. Und seien Sie versichert, dass diese ihr Ziel erreichen werden. Aber das ist ein weiteres Gesprächsthema – das Thema über Korruption in der Zentrale der BMW AG.

Quellen:
Link zum Artikel
Youtube-Kanal von Andrej Podschiwalow
Video 1
Video 2

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