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22 März 2020

Epoche neuer Gefahren

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Coronavirus

Vor einigen Tagen gab es auf dem staatlichen russischen Fernsehkanal "Kultura" eine interessante Sendung zum Thema Coronavirus, die allerdings – wie schon der Name des Fernsehkanals vermuten lässt – von Vielen anscheinend unbemerkt blieb.


Diese Sendung heißt "Kartina Mira" (= Weltbild) mit dem Moderator Michail Kowaltschuk, der eigentlich gar kein Journalist ist, sondern kein Geringerer als Präsident vom Kurtschatow-Institut, dem führenden russischen physikalisch-technischen Institut, das mit geheimen Forschungsvorhaben beauftragt und viele Jahrzehnten nur unter dem Namen Labor Nr. 2 der sowjetischen Akademie der Wissenschaften bekannt war.

Der Gast im Studio war Anna Popowa, Leiterin von Rospotrebnadsor, also dem in diesem Blog recht oft zitierten Föderalen Dienst für die Aufsicht im Bereich Verbraucherschutz und Schutz des menschlichen Wohlergehens. Hinter diesem beruhigenden Namen steckt eine riesige und mächtige sanitär-epidemiologische Behörde, die zum Teil polizeiähnlich aufgebaut ist und ihre Vertreter in allen Ecken Russlands, einschließlich aller Grenzübergänge, hat. Neben den notfalls ziemlich hart durchgreifenden Einsatzbeamten gibt es in der Struktur des Rospotrebnadsor mehrere (23) Forschungsanstalten, die sich mit theoretischen und praktischen Problemen der Hygiene, Virologie, Mikrobiologie, Infektionen, Epidemien usw. befassen.

Also gehören die beiden Gesprächspartner offensichtlich zum Kreis sehr gut informierter Menschen. Umso interessanter waren ihre Ausführungen. Besonders bemerkenswert war zum Beispiel eine vorsichtig formulierte Passage von Michail Kowaltschuk, die einerseits durchaus Aufschluss über die aktuelle Situation an der globalen virologischen "Front" geben konnte, andererseits sich als eine getarnte Message (Warnung?) an gewisse nicht direkt genannte aber leicht erkennbare Rezipienten anhörte:

Es gibt Atomwaffe. Dies ist eine abschreckende Waffe, die von den Amerikanern in Hiroshima und Nagasaki einmal und barbarisch eingesetzt wurde, als Hunderttausende Menschen getötet wurden. Die Amerikaner taten dies, weil sie wussten, dass niemand sonst eine solche Waffe hatte. Aber heute verstehen sie genau, dass nicht nur sie Atomwaffen haben, also bekommen sie in diesem Sinne immer eine angemessene Antwort. Nach dem Zusammenbruch der UdSSR blieb die Souveränität unseres Landes nur aufgrund der Atomwaffen-Parität erhalten. Aber die Welt ist sehr lebendig und flexibel. Und die biologische Gefahr ist heute sehr stark. Denn heute, wenn die Genetik buchstäblich auf dem Tisch liegt, kann man ein Virus konstruieren und es pathogen und sogar eng fokussiert machen. Wir, also die Zivilisation, treten in eine Epoche neuer und komplexer Gefahren ein. Heute müssen weltweit prinzipiell neue Sicherheitssysteme gebaut werden. Und diejenigen, die solch komplexe Viren konstruieren, müssen verstehen, dass nicht nur sie wissen, wie das gemacht wird. Die Parität existiert und wird auf diesem Gebiet genauso wie bei Atomwaffen eingehalten.


Quelle
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07 September 2018

Gesindel auf den Strassen

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Gesindel auf den Strassen
Die Annonce des russischsprachigen (überwiegend außerhalb Russlands fungierenden) privaten Fernsehkanals RTVi (RTVi Germany GmbH?):

"Die Gärung der Gemüter und das Gesindel auf den Straßen. Wie sich der Mord an einem Mann im deutschen Chemnitz zu Unruhen mit Tausenden von Menschen verwandelte. Und warum für die ehemalige DDR Deutschland schon wieder über alles ist. Darüber berichtet aus Sachsen Konstantin Goldenzwajg."

Video:





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04 September 2018

Angst vor dem Messer im Rücken

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Kisseljow im russischen Fernsehen
An jedem Wochenende läuft auf dem russischen staatlichen Fernsehkanal Russland-1 die politische Abendsendung "Nachrichten der Woche", die in der Regel von Dmitri Kisseljow, dem Generaldirektor der staatlichen Nachrichtenagentur Rossija Segodnja (Russia Today), zu der auch das Nachrichtenportal Sputnik gehört, persönlich moderiert wird. Das Fernsehprogramm zählt wohl zu den mit Abstand einflussreichsten Meinungsbildungsquellen Russlands.

Am letzten Wochenende ging es dort unter anderem um Deutschland und Chemnitz. Hier kommt eine verkürzte Übersetzung dieser Reportage, einfach als eine kleine Kostprobe dessen, welche Meinung der Kreml bei seinen Bürgern zum Thema Deutschland und europäische Migrationskrise bilden möchte.
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Migrationskrise: Deutsche haben Angst, Messer in den Rücken auf der Straße zu bekommen

Am 1. September griff ein afghanischer Migrant in Amsterdam zwei amerikanische Touristen mit dem Messer an. Die Touristen erlitten dadurch schwere Verletzungen. Die Polizei eröffnete das Feuer und neutralisierte den Täter. Als Ergebnis wurden alle drei Verwundeten ins Krankenhaus gebracht.

Die Polizei stufte den Vorfall als einen Terroranschlag ein, da die Opfer durch Zufall ausgewählt wurden. Ein wesentliches Detail: Der Täter erhielt seine europäische Aufenthaltserlaubnis von den deutschen Einwanderungsbehörden.

Für Niederländer und andere Europäer ist das eine alarmierende Tatsache, denn Deutschland kann dank dem ziemlich anspruchslosen Gastfreundschaftsempfinden von Angela Merkel zu einem europäischen Terroristen-Zentrum werden.

Diese Befürchtungen sind durchaus begründet, zumal in Deutschland selbst, genauer gesagt im ostdeutschen Chemnitz, die Straßenproteste nicht aufhören, nachdem dort Migranten aus Syrien und dem Irak einen anständigen Stadtbewohner gemessert haben.

Die Protestierenden wurden bereits offiziell zu Rechtsextremisten und Neonazis getauft, und die führenden Fernsehsender des Landes, ARD und ZDF, vertuschen das Ausmaß der Straßenaktionen. So sieht die Zensur aus.

Die Einwohner von Chemnitz - ehemals Karl-Marx-Stadt - sind mit all dem nicht einverstanden und kämpfen weiter für ihren guten Namen und für das Verständnis, dass „offene Türen“ für Migranten, die nach Europa strömen, eine ernsthafte Gefahr darstellen.

Die Stadt rebelliert nach dem Mord am 35-jährigen Daniel Hillig. Er wurde erstochen, seine Freunde verletzt. Die Täter waren Migranten.

Die Tragödie von Chemnitz entspricht völlig dem Geist des Multikulturalismus, den das moderne Deutschland erlebt. Also, wirklich deutsch an dem Vorfall ist nur der Tatort: Sachsen. Das Opfer hat den kubanischen Hintergrund, Verwundete haben russische Wurzeln, die mutmaßlichen Verbrechern stammen aus dem Irak und Syrien. Selbst der Treffpunkt der Männer in jener schrecklichen Nacht befand sich ausgerechnet an der Kreuzung mit der Straße der Nationen.

"Früher hatten wir nicht einmal davon gehört, dass jemand auf der Straße mit dem Messer angegriffen werden kann. Heute passiert das hier jeden Tag“, behaupten Chemnitzer Stadtbewohner.

„Es ist unmöglich, einen Fuchs unter den Hühnern zu integrieren. Das geht einfach nicht“, sagt Martin Kohlmann, Rechtsanwalt und Politiker in Chemnitz. Er erklärt auf Russisch, warum er die ganze Woche lang Kundgebungen gegen Migranten organisiert hat: „Sie leben auf dem Niveau von arbeitslosen Deutschen. Aber es gibt den großen Unterschied: Ein arbeitsloser Deutscher muss beweisen, dass er versucht hat, einen Job zu finden. Er muss zeigen, wie viele Bewerbungen er geschrieben hat. Aber diese Menschen brauchen all das nicht. Es mangelt auch massiv an Plätzen in Kindergärten. Die Deutschen müssen sich mit der Warteliste abfinden, unsere Gäste bekommen aber die Plätze sofort“.

Chemnitz baut keine neuen Kindergärten: Es gibt kein Geld. Aber die Stadtverwaltung gibt jährlich 10 Millionen Euro für die Unterstützung von Migranten aus. Die deutsche Gastfreundschaft wird in den nächsten sechs Jahren astronomische 110 Milliarden Euro kosten.

Demo in Chemnitz. Die ARD-Journalisten werden von einem Mann begleitet, der sehr nach einem Leibwächter aussieht. Die Journalisten des nationalen deutschen Fernsehkanals fühlen sich wohl etwas unsicher. Den Demonstranten gefällt es nämlich nicht, dass Migranten-Verbrechen sowohl von deutschen Massenmedien, als auch von der Polizei verschwiegen werden. Ostdeutsche werden dagegen als Banditen dargestellt, und ihre Demos nennt man Nazis-Aktionen.

Deutschland hat ein Problem mit Migranten, aber Frau Merkel versucht nun, es außerhalb des Landes anzugehen. Sie ging auf die Tour durch die Länder, von denen die meisten ihrer unruhigen Gäste stammen. Sie spricht über die Migrationskrise in Afrika. Und die Deutschen fragen sich:
Warum kam denn die Bundeskanzlerin nicht nach Sachsen, um über jene Migranten zu sprechen, die bereits im Land sind, und die mit ihren Landsleuten nicht klar kommen können?

Der Bericht komplett auf Russisch: hier


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