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22 Juni 2017

Misslungener Raubüberfall

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Russische Frau in Paris
Symbolbild
Am nördlichen Stadtrand von Paris gibt es einen langen und dunklen Tunnel. Wenn man dort durchfährt, bekommt man den Eindruck, dass man in einer Helle ist, nicht in einer europäischen Hauptstadt.

Der Raubüberfall passierte am Ausgang dieses Tunnels. Die Dunkelheit und der Stau haben den Tätern dabei mitgeholfen. In dem Auto saß Leiter der Delegation von „Rosoboronexport“ (Russisches staatliches Waffenexportunternehmen) Jurij Kornew und die Sprecherin des russischen Föderalsamtes für militärtechnische Zusammenarbeit Maria Worobjowa.

Mindestens vier Kriminelle zerschlugen das Fenster ihres Autos und öffneten die Autotüren gewaltsam. Sie versuchten Jurij Kornew aus dem Auto zu ziehen, verlangten Geld und Schmuck. Der Mann schaffte es dennoch, sich zu wehren. Es kam zu einer Balgerei. Die Täter schlugen den russischen Delegationsleiter mehrmals ins Gesicht.

Während des Kampfes gelang es den Angreifern, der russischen Pressesprecherin die Tasche zu entreißen. Dann stiegen sie auf den Roller und waren weg.  Maria Worobjowa entschloss sich aber, die Räuber zu verfolgen. Es begann die Verfolgungsjagd durch Paris, die erst in dem berüchtigten Viertel Saint-Denis zu Ende ging.

Maria hat die Räuber dort eingeholt und - unbeachtet der Verstärkung, die den Tätern zur Hilfe eilte - ihre Tasche zurückerobert. Laut Augenzeugen waren die Täter von der ganzen Entwicklung regelrecht überrumpelt, genauso wie die französischen Polizisten, die erst später eintrafen und die verwirrten Räuber verhaften konnten.

Maria und Jurij haben einige Körperverletzungen bekommen, die medizinische Hilfe jedoch abgelehnt.


Quellen der Übersetzung:
http://www.kp.ru/daily/26695/3719265/
http://www.lepoint.fr/faits-divers/saint-denis-des-russes-poursuivent-leurs-voleurs-presumes-jusque-dans-leur-cite-21-06-2017-2137173_2627.php?utm_campaign=Echobox&utm_medium=Social&utm_source=Facebook#section-commentaires
http://www.valeursactuelles.com/faits-divers/saint-denis-deux-russes-pourchassent-leurs-agresseurs-jusque-dans-la-cite-85195

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28 März 2017

Leseproben aus einem russischen Forum

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Heuchelei der Deutschen in der deutschen Übersetzung
Hier sind zwei übersetzte Leseproben aus einem Forum, wo die in Deutschland lebenden russischsprachigen Mitbürger (hier: zwei russische Ehefrauen) ihre Meinungen austauschen.


Episode 1: Das kann ich bei den Deutschen nicht verstehen...

Was soll ich sagen... Die Deutschen sind unheilbar. Bei den Eltern des Ehemannes werden all die Nachrichten /über Verbrechen der Flüchtlinge/ schon diskutiert. Der Schwiegervater sagte sogar mal – ok, dann stimmen wir für AfD!

Und nun waren wir kürzlich wieder bei den Schwiegereltern, als ihre Bekannten – auch ältere Leute – gerade bei ihnen zu Besuch waren.

Die alten Männer haben politische Fragen besprochen, und der Gast, ein seit langem pensionierter Anwalt mit Kindern und Enkeln in Amerika und Australien, wiederholte ständig, dass Merkel einen Fehler (so nennt sich das also!) gemacht hat, und  man muss ihr nun eine Chance geben (was für eine perverse "Logik"!), den Fehler zu korrigieren. Und da sieh mal einer an – der Schwiegervater, der alte Knacker, hat nur geschwiegen und zustimmend mit dem Kopf genickt.

Das habe ich meinem Mann erzählt. Er erwiderte, dass es keinen Sinn hätte, die Alten umzustimmen. Er meinte, hier würde nur eine sinnliche Eigenerfahrung helfen – z.B. Raubüberfall, Vergewaltigung, Messerstich. Und bis dahin würden sie immer wieder "eine neue Chance geben". Und solche liberale Furzer gibt es ja sehr viel hierzulande, aber es gibt auch genug diejenigen, die ihnen zustimmend mit dem Kopf nicken!

Warum konnte der Schwiegervater seine Meinung nicht sagen? Ist doch klar: Hauptsache – kein Streß und sich in nichts einmischen.

Aber dem Alten ist anscheinend auch scheißegal, wie die Zukunft des Landes und seiner eigenen Enkeltochter aussehen wird. Dafür sind ja Eltern zuständig. Das stimmt schon, kein Problem, aber wieso kannst du nicht einmal in einem Gespräch zwischen den Freunden deinen Mund aufmachen und sagen, was du wirklich meinst? Vielleicht kannst du deinen alten Freund ja überzeugen! Nein, das machen die nie! Und genau das werde ich bei den Deutschen nie verstehen und nie akzeptieren!
Quelle 1
Quelle 2


Episode 2: Besuch in Bremen

Seit vier Jahren waren wir nicht mehr in Bremen. Also fuhren wir dahin. Die Stadt ist nicht mehr wieder zu erkennen. Ich finde regelrecht keine passenden Worte. Das ist eine absolute, totale Höhle. Am Donnerstagabend wollte mir mein /deutscher/ Mann noch einreden, dass es nur im Stadtzentrum so aussieht: lauter Afrikaner und Araber mit seltenen europäischen „Einsprengungen“. Aber gestern waren wir bei einer Verwandten im Schlafviertel zu Gast, dabei haben wir auch das dortige Einkaufszentrum besucht. Also dort gibt es nun wirklich kein Europa mehr. Selbst mein Mann, der ja solche „Kleinigkeiten“ nicht zu bemerken pflegt, fühlte sich ungemütlich. Und der Müll liegt dort überall herum…
Quelle
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